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KURDWATCH, 30. Dezember 2013 – Am 23. Dezember 2013 ist eine Einheit der Nationalen Verteidigungsarmee, einer Miliz des Regimes, aus Tall Hamis (vierzig Kilometer südlich von al‑Qamischli) den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) beigetreten. Es handelt sich um insgesamt hundertzwanzig Kämpfer. Die arabisch bewohnte Stadt wird derzeit von islamistischen Einheiten kontrolliert. Es wird vermutet, dass das syrische Regime und die YPG eine gemeinsame Offensive zur Eroberung von Tall Hamis planen.

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KUDWATCH, 30. Dezember 2013 – Am 22. Dezember 2013 haben mehrere hundert Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) an einer von PYD‑nahen Jugendgruppen organisierten Demonstration in al‑Qamischli teilgenommen. Die Teilnehmer protestierten gegen die islamistische Wirtschaftsblockade der Städte ʿAin al‑ʿArab und ʿAfrin [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 30. Dezember 2013 – Am 19. Dezember 2013 ist Idris ʿAbdulwahhab Hadsch Amin (verheiratet, fünf Kinder) in al‑Hasaka von mehreren maskierten Personen durch gezielte Schüsse getötet worden. Hadsch Amin war ein führendes Mitglied der Kurdischen Interventionskräfte, die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) zur Auflösung gezwungen worden waren [weitere Informationen].

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KUDWATCH, 29. Dezember 2013 – Farman Bundschuq, Vater des ermordeten Aktivisten Ahmad Bundschuq [weitere Informationen zum Fall] hat am 24. Dezember 2013 in seiner Funktion als Vorsitzender des Ahmad-Bundschuq-Zentrums zur Unterstützung von Freiheiten und der Menschenrechte einen Bericht über die Ermordung seines Sohnes sowie dessen vorangehende Entführung durch die PYD veröffentlicht. Im Bericht heißt es, Ahmad Bundschuq sei vor seiner Ermordung aus zwei Fahrzeugen heraus beschattet worden und eines dieser Fahrzeuge sei von Basil Katscho, einem Sympathisanten der Partei der Demokratischen Union (PYD), gelenkt worden. Darüber hinaus wird berichtet, Mitglieder der PYD hätten Ahmad Bundschuq brutal gefoltert. Die Rede ist unter anderem von Elektroschocks sowie dem Ausreißen von Zehennägeln.

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KURDWATCH, 27. Dezember 2013 – Am 20. Dezember 2013 ist es im Rekrutierungslager der syrischen Armee zwei Kilometer südlich des Flughafens von al‑Qamischli zu einem Schusswechsel gekommen. Wenig später wurden mehrere Verletzte ins staatliche Krankenhaus von al‑Qamischli eingeliefert. Es wird vermutet, dass Rekruten versucht haben, aus dem Lager zu desertieren.
Mehreren Quellen zufolge hatte das Regime Rekruten, die dem Wehrdienst unerlaubt ferngeblieben waren, eine Begnadigung zugesichert, sollten sie sich freiwillig stellen. Darüber hinaus sollten sie ihren Wehrdienst ausschließlich in sicheren Gebieten ableisten müssen. Mehrere hundert Personen sollen dem Aufruf gefolgt sein. Als entgegen der Zusage Rekruten in die heftig umkämpfte Stadt Dair az‑Zaur entsandt werden sollten, sollen mehrere Dutzend Personen Widerstand geleistet haben.

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KURDWATCH, 27. Dezember 2013 – Am 18. Dezember 2013 haben syrische Sicherheitskräfte ein Taxi im Viertel Kurnisch in al‑Qamischli angehalten und fünf Fahrgäste sowie den Taxifahrer Bekas ʿAli festgenommen. Unter den verhafteten Fahrgästen sind Diyar ʿAbdulbari Saʿid, Ahmad Muhammad Kamil Darwisch sowie Khalid Ramadan. Die Namen der beiden anderen Verhafteten sind noch nicht bekannt. Auch der Hintergrund der Verhaftung ist noch offen.

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KURDWATCH, 26. Dezember 2013 – Am 22. Dezember 2013 haben Mitglieder des Islamischen Staats im Irak und in der Levante Ismaʿil Schukri (verheiratet, mehrere Kinder) freigelassen. Schukri war am 22. Juli 2013 im Rahmen einer Entführungswelle [weitere Informationen] aus seinem Haus in Tall Abyad (Girê Sipî) verschleppt worden.

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KURDWATCH, 26. Dezember 2013 – Bei einer Reihe von Luftangriffen der syrischen Luftwaffe auf die Stadt Aleppo sind zwischen dem 17. und 20. Dezember 2013 mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Die Angriffe richteten sich gegen verschiedene Stadtviertel, die von der Opposition kontrolliert werden. Am 18. und 20. Dezember wurde das mehrheitlich kurdisch bewohnte Stadtviertel Schaikh Maqsud bombardiert. Dabei kamen mindestens sechs Personen ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt.

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KURDWATCH, 25. Dezember 2013 – Der Rekrut Hamadi Ahmad Muhammad (geb. 1991 in al‑Qahtaniya [Tirbesipî]) wird seit August 2012 vermisst. Muhammad leistete seinen Militärdienst in Damaskus ab. Die Familie hat keinerlei Informationen über seinen Verbleib.

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KURDWATCH, 23. Dezember 2013 – Am 21. September 2013 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Muhiyuddin Schaikh Khidr (geb. in Dschindiras) in Qarmatlaq (zehn Kilometer westlich von ʿAfrin) festgenommen. Khidr wurde vorgeworfen, »mit dem Feind zu kooperieren«. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Muhiyuddin ist kein Aktivist. Er wurde nach einem Tag freigelassen, nachdem er zehntausend Syrische Lira bezahlt hatte. Es war keine politische Festnahme. Der Asayiş wollte nur Geld erpressen«.

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KURDWATCH, 22. Dezember 2013 – Am 6. Dezember 2013 wurde vor einem Gebäude der Nationalen Verteidigungsarmee, einer von der syrischen Regierung bewaffneten Zivilistenmiliz, im arabisch bewohnten Viertel Tai im Süden von al‑Qamischli ein Selbstmordanschlag verübt. Mehrere Personen kamen ums Leben, genaue Angaben über die Zahl der Opfer liegen nicht vor.

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KURDWATCH, 17. Dezember 2013 – Der Rekrut Dschamil Sami Baki (geb. 1991 in ʿAin al‑ʿArab [Kobanî]) wird seit Dezember 2012 vermisst. Baki leistete seinen Militärdienst in Dair Baʿalba bei Homs ab. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Sami konnte während eines Gefechts fliehen. Er hat uns nach seiner Flucht einmal telefonisch kontaktiert. Seither haben wir nichts mehr von ihm gehört.«

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KURDWATCH, 17. Dezember 2013 – Ende November 2013 haben islamistische Einheiten, insbesondere des Islamischen Staats im Irak und in der Levante, eine Wirtschaftsblockade gegen die Städte ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und ʿAfrin sowie deren Umgebung verhängt. Sie verhindern die Versorgung der Gebiete mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten.

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KURDWATCH, 12. Dezember 2013 – Anfang Dezember 2013 hat die PYD‑nahe Union der Kurdischen Lehrer in Westkurdistan entschieden, alle privaten Schulen in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) zu schließen. Betroffen sind neben schulischen Nachhilfekursen auch Kurdischsprachkurse. Am 8. Dezember demonstrierten mehrere hundert Schüler sowie Vertreter der Einrichtungen gegen diese Entscheidung.

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KURDWATCH, 11. Dezember 2013 – Am 1. Dezember 2013 haben Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD) das Haus von ʿAbdullah Badro in al‑Qamischli besetzt. Seine Tochter Nazhat Badro erklärte gegenüber KurdWatch: »Wegen der Bedrohungen durch PKK‑Mitglieder musste unsere ganze Familie Syrien verlassen. Nachdem auch meine Mutter gegangen war, wurde das Haus besetzt und geplündert.« Am 12. Januar 2012 waren drei Söhne von ʿAbdullah Badro durch PYD‑Mitglieder getötet worden [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 9. Dezember 2013 – In den vergangenen Wochen haben Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD) vermehrt Geschäfte in al‑Qamischli und anderen Städten in den kurdischen Gebieten kontrolliert. Verstöße gegen geltendes Recht – etwa der Verzicht auf die Auspreisung von Waren – wurden mit Geldstrafen geahndet. Die Kontrollen der PYD finden parallel zu den staatlichen Kontrollen statt. Ein Staatsbediensteter berichtete KurdWatch, dass Regierungsangestellte den Vorschlag von PYD-Mitliedern abgelehnt haben, gemeinsame Kontrollen durchzuführen.

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KURDWATCH, 8. Dezember 2013 – Am 29. September 2013 ist Sardar Naʿsan, Mitglied der Jugendbewegung Kooperation Aland Kobanî sowie der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) festgenommen worden, als er im Büro des Sicherheitsdienstes eine Ausreisegenehmigung für die Türkei beantragen wollte. Anschließen wurde seine Wohnung durchsucht und sein Computer beschlagnahmt. Naʿsan wurde am 1. Dezember 2013 aus der Haft entlassen.

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KURDWATCH, 4. Dezember 2013 – Am 19. November 2013 sind mindestens neun Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) bei Angriffen des Islamischen Staats im Irak und in der Levante auf mehrere Kontrollpunkte der YPG getötet worden. Die Angriffe fanden um das arabische Dorf Ghibasch, wenige Kilometer südwestlich von Tall Tamr statt. Die Bewohner des Dorfes, das unter Kontrolle der YPG stand, hatten den islamistischen Kämpfern heimlich Zugang zum Dorf verschafft, um den Angriff gegen die YPG vorzubereiten. Sie selbst hatten das Dorf verlassen. In den Folgetagen führte die YPG einen breiten Angriff gegen das Dorf und seine Umgebung durch. Dutzende Häuser wurden zerstört und die islamistischen Kräfte vertrieben.

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KURDWATCH, 2. Dezember 2013 – Am 22. November 2013 ist der Arzt Ziwar Dschamal Mandscha (geb. 1981 in al‑Qamischli) mit vier weiteren Ärzten, fünf Krankenpflegern sowie zwei Notdienstfahrern bei einem Angriff der Freien Syrischen Armee auf ein Krankenhaus in Dair ʿAtiya (knapp neunzig Kilometer nördlich von Damaskus) getötet worden. Dair ʿAtiya liegt auf dem Weg zwischen Damaskus und Homs, die strategisch wichtige Stadt wird überwiegend von der FSA kontrolliert. Das Krankenhaus stand noch unter Kontrolle des syrischen Regimes. Mandscha war kurz davor, seine Ausbildung zum Facharzt abzuschließen.

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KURDWATCH, 1. Dezmeber 2013 – Am 20. November 2013 haben Mitarbeiter des Militärischen Nachrichtendienstes den kurdischen Sänger Scharif ʿUmari sowie den Aktivisten Muhammad Wali in al‑Qamischli festgenommen. Während des Verhörs wurden sie beschuldigt, Aktivisten zur Teilnahme an Demonstrationen anzustiften. ʿUmari und Wali wurden nach sieben Stunden aus der Haft entlassen.

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KURDWATCH, 29. November 2013 – Am 19. November 2013 ist Renas Ahmad Aiyub, Mitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), auf einer Hochzeit ums Leben gekommen. Augenzeugenberichten zufolge war Aiyub in einen Streit verwickelt, die von einem nahe gelegenen Kontrollpunkt hinzugekommenen Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) wollten die Streitenden mit vorgehaltener Waffe trennen. Beim Laden seiner Waffe soll ein YPG‑Kämpfer versehentlich den Schuss abgefeuert haben, der Aiyub tödlich traf.

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KURDWATCH, 26. November 2013 – Am 23. November 2013 sind innerhalb weniger Stunden drei Autobomben in al‑Qamischli und Umgebung explodiert. Der erste Anschlag richtete sich gegen den größten Kontrollpunkt des syrischen Regimes an einem stark befahrenen Kreisverkehr fünf Kilometer südlich der Stadt. Die zweite Bombe explodierte vor dem Büro des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), im Viertel Qanat as‑Suwais. Der dritte Anschlag fand in dem von der PYD kontrollierten Dorf Tall Maʿruf (fünfzehn Kilometer südöstlich von al‑Qamischli) statt und richtete sich gegen die in einer Schule gelegene Zentrale der Partei. Islamistischen Quellen zufolge handelte es sich um gezielte Anschläge des Islamischen Staats im Irak und in der Levante gegen das Regime und seine Unterstützer. Genaue Angaben über die Zahl der Opfer liegen nicht vor. Islamistische Quellen sprechen von mehr als vierzig Toten, PYD‑Quellen von drei Toten, ohne deren Namen zu nennen. Das syrische Regime hat sich bislang nicht zu den Opferzahlen geäußert.

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KURDWATCH, 26. November 2013 – Am 21. November 2013 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAmuda eine weitere Demonstration gegen Masʿud Barzani, den Präsidenten Irakisch-Kurdistans, organisiert. Wie bereits auf der Demonstration in ʿAfrin [weitere Informationen] wurde Barzani auch hier wegen seines Treffens mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan am 17. November in Diyarbakır als »Verräter und Kollaborateur« bezeichnet. Nur acht Tage zuvor hatte die PYD in ʿAmuda eine Demonstration des Kurdischen Nationalrats aus Anlass des 63. Jahrestages des Kinobrands von ʿAmuda [PDF herunterladen] aufgrund der allgemeinen politischen Lage untersagt [weitere Informationen zum Fall].

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KURDWATCH, 25. November 2013 – Am 13. November 2013 hat der syrische Ölminister, Sulaiman al‑ʿAbbas, Vertretern der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Rumailan einen Besuch abgestattet. Vor dem Besuch hat Augenzeugen zufolge der Asayiş, der Sicherheitsdienst der PYD, in der Umgebung von Rumailan die leeren Ölfässer, die die Kontrollpunkte der PYD markieren, blau überstreichen lassen. Zuvor waren sie in den kurdischen Farben rot, gelb und grün gestrichen. An dem Gespräch mit al‑ʿAbbas nahmen neben Mitgliedern der PYD auch arabische Stammesführer der Nationalen Verteidigungsarmee teil. Der Minister soll den Gesprächspartnern feste Anteile aus den Öleinnahmen zugesagt haben. Der Anteil der PYD soll bei zwanzig Prozent liegen.

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KURDWATCH, 25. November 2013 – Am 14. November 2013 haben mehrere Dutzend Mitglieder der regierenden Baʿthpartei im Zentrum der Stadt al‑Qamischli eine Demonstration organisiert. Sie riefen Slogans wie »Baʿthisten gehen auf die Straße« und »Unser Blut und unsere Seele opfern wir für dich, Baschar«. Zwei Tage zuvor hatte die Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli die Gründung einer lokalen Übergangsverwaltung für die kurdischen Gebiete bekannt gegeben.

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KURDWATCH, 25. November 2013 – Am 18. November 2013 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAfrin eine Demonstration gegen Masʿud Barzani, den Präsidenten Irakisch-Kurdistans, organisiert. Barzani, der am 17. November vom türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan und zehntausenden Besuchern in Diyarbakır empfangen worden war, wurde als »Verräter und Kollaborateur« bezeichnet. Wenige Tage zuvor, am 14. November, hatte Barzani in einer Erklärung die Politik der PYD verurteilt. Die PYD behaupte, die Revolution in Syrien begonnen zu haben, tatsächlich kooperiere sie aber mit dem syrischen Regime, das ihr die kurdischen Gebiete überlassen habe. Die PYD stelle sich gegen die nationale Einheit. Sie gehe gegen andere syrischkurdische Parteien mit Waffengewalt vor und habe im Alleingang, unter Ausschluss anderer Parteien, die Selbstverwaltung Westkurdistans erklärt. Ursprünglich hatte Barzani versucht, die Macht der PYD durch die Abkommen von Erbil [Abkommen herunterladen] einzudämmen, war mit diesem Ansatz jedoch gescheitert.

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KURDWATCH, 25. November 2013 – Am 12. November 2013 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli eine Konferenz zur Einrichtung einer lokalen Verwaltung organisiert. Der Kurdische Nationalrat blieb der Veranstaltung fern, da die PYD diese ohne Rücksprache einberufen hatte, obgleich der Nationalrat zur selben Zeit mit dem Volksrat von Westkurdistan über die genauen Bedingungen zur Einrichtung einer gemeinsamen lokalen Verwaltung verhandelt hatte. Lediglich Vertreter der Syrischkurdischen Demokratischen Partei sowie der beiden Fraktionen der Kurdischen Linken Partei in Syrien beteiligten sich an der Konferenz. Fathullah Husaini, Mitglied des Zentralkomitees der Kurdischen Linken Partei von Muhammad Musa Muhammad, erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir waren nicht gegen die Entscheidung des Kurdischen Nationalrats, dessen Mitglied wir sind. Aber der Kurdische Nationalrat hat sich sehr plötzlich von der Übergangsverwaltung distanziert. Wir als Partei werden immer an einer solchen Verwaltung teilnehmen, das ist ein legitimes Recht unseres Volkes.« Auf der Konferenz wurde ein aus zweiundachtzig Personen bestehender Gründungsrat gewählt.

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KURDWATCH, 23. November 2013 – Am 16. November 2013, dem Internationalen Tag für Toleranz, demonstrierten in al‑Malikiya (Dêrik) mehrere hundert Personen für Toleranz und Völkerverständigung. Organisiert wurde die Kundgebung vom Kurdischen Nationalrat sowie der Assyrischen Demokratischen Organisation.

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KURDWATCH, 21. November 2013 – Am 13. November 2013 haben mehrere Dutzend Mitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) sowie weitere Aktivisten aus Anlass des 63. Jahrestages des Kinobrands von ʿAmuda [PDF herunterladen] Blumen am Denkmal für die damals Verstorbenen niedergelegt. Eine vom Kurdischen Nationalrat angekündigte Demonstration wurde wieder abgesagt, nachdem der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), erklärt hatte, »ungenehmigte Demonstrationen« zu verbieten. Die PYD hatte darüber hinaus gefordert, angesichts der aktuellen politischen Lage auf Demonstrationen zu verzichten. Sie selbst hisste ihre Fahne auf dem Denkmal für die Verstorbenen, eine Geste, die von einem Aktivisten gegenüber KurdWatch als »unerträgliche Provokation« bezeichnet wurde, die sich »nicht einmal das Baʿthregime geleistet« habe.

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KURDWATCH, 21. November 2013 – Am 21. Oktober 2013 haben Aktivisten auf einer Pressekonferenz die Gründung der Nationalen Organisation der Kurdischen Jugend bekannt gegeben, ein Zusammenschluss aus der Union der Kooperationen der Kurdischen Jugend sowie einiger kleinerer kurdischer Jugendorganisationen. Auf die Frage, ob es sich um eine neue Partei handele, erklärte Gründungsmitglied Munzir Iskan gegenüber KurdWatch: »Nein, wir sind keine Partei, aber eine Organisation mit klarer politischer Linie. Außerdem wollen wir neben den kurdischen Parteien an wichtigen politischen Entscheidungen teilhaben«. Sarbaz Farman, ein Gründungsmitglied der Union der Kooperationen der Kurdischen Jugend erläuterte: »Die Mehrheit unserer Mitglieder war nicht mehr aktiv. Die übrigen sind der neuen Organisation beigetreten. Ich selbst glaube nicht, dass eine neue Jugendorganisation etwas erreichen kann. Die PYD hat zu viel Macht.«

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KURDWATCH, 18. November 2013 – Am 27. Oktober 2013 wurde ein Beschluss des syrischen Ministerpräsidenten bekannt, fünf Lehrer in ʿAmuda aus dem Staatsdienst zu entlassen. Es handelt sich um Khidr ʿIsa, Ahmad ʿAlo, Yunis Asʿad, Walid al‑Husaini und Anas Midschwal. Die Hintergründe der Entscheidung sind nicht bekannt. Obwohl ʿAmuda seit Dezember 2012 von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrolliert wird, kann die syrische Regierung, die nach wie vor die Gehälter der Staatsbediensteten zahlt, noch immer derart weitreichende Personalentscheidungen treffen. Khidr ʿIsa, Mitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), erklärte gegenüber KurdWatch: »Mitarbeiter des Schulamtes in ʿAmuda haben uns mündlich darüber informiert, dass Sie uns keine Gehälter mehr zahlen dürfen. Eine Kopie der Entscheidung haben wir nicht bekommen. Wir kennen nicht einmal die offizielle Begründung unserer Entlassung.«

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KURDWATCH, 18. November 2013 – In der Nacht vom 9. auf den 10. November 2013 ist das Büro der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) vollständig niedergebrannt. Die Ursache des Feuers ist bisher nicht geklärt. In den letzten Monaten wurden wiederholt Büros von Parteien in Brand gesetzt, die der Partei der Demokratischen Union (PYD) gegenüber kritisch sind, vor allem Büros von el‑Partî, der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) sowie der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa.

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KURDWATCH, 18. November 2013 – Am 28. Oktober 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) südlich und westlich von Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) eine Offensive gegen Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante sowie der Dschabhat an‑Nusra gestartet. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Ortschaften Tall Halaf und Asfar Nadschar sowie die umliegenden Dörfer. Am 2. November konnten YPG‑Kämpfer ihre Gegner aus den Dörfern al-Qasr, Tall Diyab, Bir Nuh sowie al‑Asadiya (ungefähr zehn Kilometer südöstlich von Raʾs al‑ʿAin) vertreiben. Am 5. November eroberten sie zudem Tall Halaf. Somit gibt es aktuell im engeren Umkreis von Raʾs al‑ʿAin keine islamistischen Einheiten mehr. Die Hauptzufahrtstraßen in die Stadt werden von der YPG kontrolliert.

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KURDWATCH, 15. November 2013 – Am 8. November 2013 haben mehrere Tausend Personen der ermordeten Studentin Dunya Aschraf as‑Sinnu (geb. 1995 in ad‑Darbasiya) [weitere Informationen zum Fall] gedacht. Es war die erste Demonstration von Aktivisten in ad‑Darbasiya seit dem 20. Juli 2013. Infolge des Angriffs der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf Aktivisten und Mitglieder anderer Parteien in ʿAmuda Ende Juni 2013 [weitere Informationen] hatten andere Gruppen ihre Proteste sukzessive eingestellt.

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KURDWATCH, 15. November 2013 – Am 11. November 2013 hat die Nationale Koalition in Istanbul die erste syrische Exilregierung bestimmt. Insgesamt acht von elf Ministerien sowie die Position des stellvertretenden Premierministers konnten besetzt werden, die Kandidaten erhielten die erforderliche Anzahl von Mindeststimmen. Es handelt sich um das Verteidigungsministerium, das Finanz- und Wirtschaftsministerium, das Kommunikations- und Industrieministerium, das Ministerium für lokale Verwaltung, das Justizministerium, das Ministerium für Energie und Tierbestand, das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie das Kultur- und Familienministerium. Zum Finanz- und Wirtschaftsminister wurde Ibrahim Miro gewählt, ein parteiunabhängiger Kurde, der zuvor für die niederländische Nationalbank tätig war. Die Posten des Gesundheits‑, Innen- und Erziehungsministers sind noch vakant.

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KURDWATCH, 10. November 2013 – Am 31. Oktober 2013 haben Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante die Büros der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) sowie der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa in ar‑Raqqa besetzt. Ar‑Raqqa ist eine überwiegend arabische Stadt mit großer kurdischer Minderheit, achtzig Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî). Ein Yekîtî-Mitglied erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Angreifer haben uns beschuldigt, Mitgliedern der PKK in unseren Büros Zuflucht zu gewähren. Eine absurde Unterstellung, um unsere Büros zu besetzen.«

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KURDWATCH, 10. November 2013 – Am 28. Oktober 2013 haben Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) eine Demonstration in al‑Malikiya organisiert und die Eroberung des Grenzübergangs al‑Yaʿrubiya (Tel Koçer) am 26. Oktober 2013 [weitere Informationen] gefeiert. PYD‑Angaben zufolge nahmen mehrere Tausend Personen an der Demonstration teil.

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KURDWATCH, 8. November 2013 – Am 29. Oktober 2013 ist die Studentin Dunya Aschraf as‑Sinnu (geb. 1995 in ad‑Darbasiya) an einem Kontrollpunkt syrischer Sicherheitskräfte in al‑Hasaka bei einem Schusswechsel durch einen Kopfschuss getötet worden. Genaue Informationen über ihren Tod liegen auch der Familie nicht vor, soweit bekannt traf sie der Schuss Der Sicherheitskräfte versehentlich.

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KURDWATCH, 7. November 2013 – Am 30. Oktober 2013 haben mehrere Dutzend Personen an einer Demonstration in ʿAmuda teilgenommen und gegen Preiserhöhungen protestiert. Die Organisatoren hatten zuvor die Genehmigung des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), eingeholt. Saʿd Saʿid ʿAbdulʿaziz, ein vor der PYD geflohener Aktivist aus ʿAmuda, der zurzeit in der Türkei lebt, erklärte gegenüber KurdWatch: »Es war keine Demonstration der verfolgten Aktivisten von ʿAmuda. Die Organisatoren der Demonstration haben und hatten immer schon gute Beziehungen zur PYD.«

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KURDWATCH, 7. November 2013 – Am 26. Oktober 2013 haben Mitglieder des Volksrats von Westkurdistan die Grenzbeamten – u. a auch vom Kurdischen Nationalrat eingesetzte Personen – in Faisch Khabur, östlich von al‑Malikiya (Dêrik), aufgefordert, ihre Arbeitsplätze zu verlassen. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) übernahmen die Kontrolle und schlossen den Grenzübergang, der fortan lediglich als Grenzposten weitergeführt werden soll. Wenige Stunden zuvor hatte die YPG, unterstützt durch syrische und irakische Einheiten, einen weiteren Grenzübergang zum Irak von der Freien Syrischen Armee (FSA) erobert [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 4. November 2013 – Am 26. Oktober 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) den syrisch-irakischen Grenzübergang al‑Yaʿrubiya (Tel Koçer) nach schweren Kämpfen von der Freien Syrischen Armee (FSA) und islamistischen Einheiten erobert. Die YPG verfügte über Panzer und wurde durch irakische Artillerie sowie die syrische Luftwaffe unterstützt. Aufseiten der FSA kämpften unter anderem Einheiten des Islamischen Staats im Irak und in der Levante sowie der Dschabhat an‑Nusra.

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KURDWATCH, 1. November 2013 – Seit Anfang Oktober 2013 lässt die türkische Regierung entlang der syrischen Grenze zwischen den Städten al‑Qamischli und Nusaybin eine Mauer bauen. Die Mauer soll Medienberichten zufolge etwa zwei Meter hoch und mit Stacheldraht versehen werden. Offizielle Erklärungen zum Mauerbau gibt es bislang nicht. Eine weitere, etwa zweieinhalb Kilometer lange Mauer ist Angaben der türkischen Regierung zufolge in der Provinz Hatay geplant. Unklar ist, was derartige Maßnahmen angesichts der neunhundert Kilometer langen Grenze zwischen Syrien und der Türkei bewirken können.

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KURDWATCH, 30. Oktober 2013 – Die Gefangenen des Zentralgefängnisses in Aleppo leiden unter Mangelernährung. Dschigarkhwin Mula Ahmad, ein vor kurzem entlassener Häftling, erklärte gegenüber KurdWatch: »Mehr als zwei Monate lang erhielten die Gefangenen nur ein Glas Mehl und ein Glas Wasser täglich. Sie verbrannten Kleidungsstücke und andere Gegenstände, um das Mehl zu kochen oder zu backen. Dutzende sind in den letzten Monaten aufgrund dieser Mangelernährung gestorben. Jede Infektion, auch eine leichte Grippe, kann unter diesen Umständen zum Tod führen.«

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KURDWATCH, 30. Oktober 2013 – Am 19. März 2012 ist Hammuda ʿAdnan Hamkiro (geb. 1989 in ʿAfrin) von Mitarbeitern des Militärischen Nachrichtendienstes festgenommen worden. Hamkiro war im Januar 2012 vom Militärdienst desertiert. Er war eingezogen worden, obwohl er als einziger Sohn seiner Eltern nach syrischem Recht keinen Militärdienst hätte ableisten müssen. Im März 2012 wollte er von einem Erlass Gebrauch machen, demzufolge Deserteure nicht bestraft werden, wenn sie sich selbst den Sicherheitskräften stellen. Hamkiro wurde dennoch verhaftet und bis Juni 2012 von Mitarbeitern des Militärischen Nachrichtendienstes brutal gefoltert. Seit Juni 2012 ist er im Zentralgefängnis von Aleppo inhaftiert.

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KURDWATCH, 24. Oktober 2013 – Am 13. Oktober 2013 ist in al‑Qamischli vor einem Hotel im Stadtzentrum sowie vor dem Zollamt im Viertel Qudurbak jeweils ein Sprengsatz explodiert. Bei der ersten Explosion wurden zwei Personen verletzt. Die Hintergründe der Explosionen sind bisher nicht bekannt.

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KURDWATCH, 23. Oktober 2013 – Am 18. Oktober 2013 haben rund fünfzig Aktivisten an einer Demonstration im Westviertel von al‑Qamischli teilgenommen. Die Versammelten forderten die Freilassung des Schriftstellers Husain ʿIso [weitere Informationen zum Fall] und anderer kurdischer Gefangener aus den Gefängnissen der syrischen Regierung. Der Protest war von verschiedenen Jugendgruppen und Parteien des Kurdischen Nationalrats organisiert worden.

 

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KURDWATCH, 22. Oktober 2013 – Am 11. September 2013 hat das Terrorismusgericht in Damaskus den Studenten und Aktivisten Dschigarkhwin ʿAbdurrazzaq Mula Ahmad [weitere Informationen zum Fall] gegen Kaution aus der Haft entlassen. Es folgte damit einem Antrag seines Rechtsanwalts. Mula Ahmad war am 3. März 2012 in Aleppo verhaftet worden. Wegen der andauernden Kämpfe war sein Fall vom Militärgericht in Aleppo an das Terrorismusgericht in Damaskus verwiesen worden. Dem Gericht, das am 15. Juli 2012 durch Präsidialerlass 22 ins Leben gerufen worden ist, stehen drei Richter vor, darunter ein Militärrichter. Die Angeklagten sind sowohl Zivilisten als auch Militärangehörige. Am 13. Oktober konnten Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmonds sowie des Internationalen Roten Kreuzes Mula Ahmad in Aleppo in Empfang nehmen. Wann die nächste Gerichtsverhandlung stattfinden wird, ist bislang nicht bekannt.

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KURDWATCH, 20. Oktober 2013 – Am 15. Oktober 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Latifiya (sieben Kilometer östlich von al‑Qamischli) Husain ʿAbdussalam Schakir (geb. 1985 in al‑Qamischli, verheiratet, ein Kind) erschossen und seinen Cousin Erisch ʿAbdulmadschid Schakir verletzt. Hasan ʿAbdussalam Schakir, der in Deutschland lebende Zwillingsbruder des Getöteten, erklärte gegenüber KurdWatch: »Es war der erste Tag des Opferfestes, meine Familie hatte viele Gäste. Mein Cousin Erisch hat den YPG‑Mitgliedern, die vor unserer Haustür einen Kontrollpunkt errichtet hatten, einen Tee angeboten und sie dann höflich gebeten, den Kontrollpunkt ein wenig zu verlegen. Er war zu nah an unserer Haustür. Die YPG‑Mitglieder sind sofort aggressiv geworden. Sie haben meinen Cousin beschimpft und dann versucht, ihn zu verhaften. Als mein Bruder Husain ihm helfen wollte, haben die YPG‑Leute auf die beiden geschossen. Mein Bruder starb und mein Cousin wurde am Bein verletzt.«

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KURDWATCH, 19. Oktober 2013 – Am 27. September 2013 haben in al‑Qamischli zwei Dutzend Aktivisten an einer Demonstration im Stadtviertel al‑ʿAntariya teilgenommen. Ihre Transparente richteten sich gegen »Angriffe terroristischer Gruppierungen« und forderten »Freiheit und Föderalismus« in den kurdischen Gebieten. Bei der Demonstration, die vom Generalausschuss der Kurdischen Jugend und der unabhängigen Kurdischen Jugendbewegung, zwei Mitgliedsorganisation des Kurdischen Nationalrats, organisiert worden war, handelte es sich um die erste Demonstration von Aktivisten seit dem 20. Juli 2013. Infolge des Angriffs der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf Aktivisten und Mitglieder anderer Parteien in ʿAmuda Ende Juni 2013 [weitere Informationen] hatten unabhängige Aktivisten ihre regimekritischen Demonstrationen sukzessive eingestellt.

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KURDWATCH, 16. Oktober 2013 – Am 30. September 2013 ist Muhammad Hasan (geb. 1991 in al‑Qamischli), Student der Rechtswissenschaft und Mitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), bei dem Versuch, die syrisch-türkische Grenze bei ad‑Darbasiya in Richtung Türkei zu überqueren, durch die Explosion einer Mine ums Leben gekommen.

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KurdWatch, 14. Oktober 2013 – Am 1. Juli 2013 ist Dschamal Ahmad ʿAli (geb. in ad‑Darbasiya) an einem Kontrollpunkt der Nationalen Verteidigungsarmee im überwiegend kurdisch bewohnten Damaszener Stadtviertel Wadi al‑Maschariʿ (Zorava) verhaftet worden. Muhammad Sadiq ʿAbdurrahman ʿUthman, ein inzwischen freigekommener Mithäftling [weitere Informationen zum Fall], erklärte gegenüber KurdWatch: »Als Dschamal Ahmad ʿAli am Kontrollpunkt angehalten wurde, hat man gedroht, ihn zu verhaften, sollte er keine hunderttausend Syrischen Lira zahlen. Er konnte diesen Betrag nicht aufbringen, deshalb wurde er zu uns gebracht, in das Gefängnis der Nationalen Verteidigungsarmee. Man hat Dschamal sechs Tage lang brutal gefoltert. Sein Rücken und seine Beine wurden mit kochendem Bratöl verbrannt.« ʿAli wird beschuldigt, Soldaten bei der Desertion geholfen zu haben.

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KURDWATCH, 13. Oktober 2013 – Am 4. September 2013 sind Muhammad Sadiq ʿAbdurrahman ʿUthman (geb. 1997 in Damaskus), Rakan Musa (geb. 1996) [weitere Informationen zum Fall] sowie der ebenfalls mit ihnen gemeinsam verhaftete Zuhair Musa (geb. 1998 in Damaskus) drei Monate nach ihrer Festnahme aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen worden. Die drei Minderjährigen werden beschuldigt, an Anschlägen in Damaskus beteiligt gewesen zu sein. Ihre Gerichtsverhandlung ist auf den 21. Oktober 2013 terminiert. ʿUthman erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir wurden in den ersten sechs Wochen bei jedem Verhör brutal gefoltert. Ich wurde siebenmal verhört. Jedes Mal hat man mich mit Stöcken und Peitschen sowie mit Elektroschocks solange gefoltert, bis ich ohnmächtig wurde. Dann hat man mich mit kaltem Wasser geweckt um mich weiter zu foltern. Auch meine Mitgefangenen wurden schwer gefoltert, sogar der fünfzehnjährige Zuhair.« Die jungen Männer waren zunächst mit anderen Inhaftierten einem Militärrichter vorgeführt worden, der ihren Fall jedoch an ein Zivilgericht verwies. Festgehalten wurden sie in einem Gefängnis der Nationalen Verteidigungsarmee, einer aus von der syrischen Regierung bewaffneten Zivilisten bestehenden Miliz. Die letzten drei Tage ihrer Haft verbrachten sie bei der Militärpolizei. Dort wurden sie erneut gefoltert.

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KURDWATCH, 11. Oktober 2013 – Am 23. September 2013 haben Kämpfer der islamistischen Dschabhat an‑Nusra an einem Kontrollpunkt bei Dair az‑Zaur einen Reisebus angehalten und Suhail Faris Khischo (geb. 1968 in al‑Hasaka) entführt. Er kam am 5. Oktober wieder frei.

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KURDWATCH, 9. Oktober 2013 – Am 1. Oktober 2013 ist der Leichnam des Mitglieds der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa, Kawa Khalid Husain (geb. 1962 in Burdsch ʿAbdallu, verheiratet, vier Kinder), im Dorf Khaltan bei Dschindiras aufgefunden worden. Er wies neben Folterspuren mehrere Schussverletzungen in der Brust und im Kopf auf. Mustafa Dschumʿa erklärte gegenüber KurdWatch: »Kawa Husain wurde seit zwölf Tagen in einem Gefängnis der Partei der Demokratischen Union (PYD) festgehalten. Deshalb ist klar, dass die PYD für seinen Tod verantwortlich ist. Wir verurteilen dieses Verbrechen und fordern die PYD auf, alle unsere Gefangenen freizulassen.«

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KURDWATCH, 8. Oktober 2013 – Am 10. Juli 2013 ist Muhiyuddin Bahri Schaikhmus (verheiratet, neun Kinder) von Kämpfern der islamistischen Organisation Islamischer Staat im Irak und in der Levante südlich von Tall ʿUluw (zwanzig Kilometer von al‑Qahtaniya [Tirbesipî]) aus dem Haus eines Freundes entführt worden. Schaikhmus war auf dem Rückweg von einem Pächter, der in seinem Besitz befindliches Agrarland bewirtschaftet. Ein Zeuge hatte den Ausweis und das Fahrzeug des Entführten im Besitz des al‑Battar-Bataillons gesehen, das dem Islamischen Staat im Irak und der Levante angehört. Die Organisation soll KurdWatch-Quellen zufolge seit Monaten nicht mehr in den kurdischen Gebieten, sondern nur noch im Umkreis von Aleppo operieren. Informationen über den Verbleib des Entführten liegen nicht vor. Rezan Bahri Schaikhmus, Bruder des Entführten und Vorsitzender des Büros für allgemeine Kommunikation der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien erklärte gegenüber KurdWatch: »Mein Bruder war nie politisch aktiv, er hatte auch keine hohen Geldbeträge bei sich, deshalb wissen wir nichts über das Motiv der Entführung.«

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KURDWATCH, 8. Oktober 2013 – Am 20. September 2013 haben bewaffnete Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Haus von Nuri ʿUthman Mamo (sechzig Jahre, verheiratet, sechs Kinder) in Schaikh al‑Hadid (Şiyê, dreißig Kilometer westlich von ʿAfrin) gestürmt und ihn sowie seinen Bruder ʿInayat Mamo (dreiundvierzig Jahre, verheiratet, fünf Kinder) entführt sowie ein Jagdgewehr und ein Motorrad in ihre Gewalt gebracht. Die beiden Brüder kamen nach zwei Tagen frei, wurden jedoch unmittelbar nach der Freilassung erneut für vier Tage vom Asayiş festgehalten. Eine Schwägerin der Entführten erklärte gegenüber KurdWatch: »Ein Kurde aus der Türkei sowie zwei syrische Kurden aus der Dschazira haben meine Schwäger verhört. Sie wurden beschuldigt, vierhundert Kilo Haschisch besessen zu haben, die der Asayiş gefunden haben will. Mein Schwager Nuri hat ironisch gemeint, dann stehe ihm ja ein hoher Anteil vom Gewinn zu, das werde seine finanzielle Lage deutlich verbessern. Dann hat er seine Entführer aufgefordert, glaubhaftere Lügen zu erfinden und sich nicht lächerlich zu machen. Später hat man meine Schwäger zu ihrem Verhältnis zur Kurdischen Freiheitspartei in Syrien befragt und sie beschuldigt, junge Männer zu werben und militärisch auszubilden. Mein Schwager Nuri ist zwar ein hohes Mitglied der Vorgängerpartei der Azadî gewesen, er ist aber seit Jahren nicht mehr politisch aktiv.«

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KURDWATCH, 5. Oktober 2013 – Am 8. September 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAfrin das Haus von ʿAbdurrahman Muhammad Naʿso gestürmt und das Politbüromitglied der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa entführt. Der Politiker war bereits Anfang März 2013 für einige Tage von der YPG festgehalten worden.

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KURDWATCH, 5. Oktober 2013 – Vom 6. bis zum 13. September 2013 kam es im Aleppiner Stadtviertel Schaikh Maqsud zu schweren Gefechten zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der PYD‑Einheit Kurdische-Front-Brigade einerseits und Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) andererseits. Die FSA scheiterte bei dem Versuch, das kurdische Viertel einzunehmen. Die Kämpfe setzten sich zwischen dem 20. und 24. September fort. Genaue Angaben über die Zahl der Opfer liegen nicht vor.

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KURDWATCH, 3. Oktober 2013 – Am 7. September 2013 haben Vertreter des Kurdischen Nationalrats und des größten syrischen Oppositionsbündnisses, der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, den Entwurf einer Vereinbarung unterschrieben. Der Entwurf wurde später sowohl von der Vollversammlung des Kurdischen Nationalrats als auch vom Politischen Komitee der Nationalen Koalition mit großer Mehrheit bestätigt. Das Papier beschreibt in sechzehn Punkten einen Weg zur Lösung der kurdischen Frage. Unter Punkt eins sichert die Nationale Koalition »die Anerkennung der nationalen Identität und der Rechte des kurdischen Volkes« zu. Damit wird eine der Hauptforderungen der kurdischen Seite erfüllt, die Anerkennung der Kurden als eigenständiges Volk statt als Minderheit. Dr. Kamal al-Labwani lehnte als einziges Mitglied des politischen Komitees der Nationalen Koalition die Vereinbarung ab. Er begründete dies damit, dass die Anerkennung eines zweiten Volkes neben dem syrischen Volk ein Schritt in Richtung einer rassistischen Aufteilung der Heimat und, angesichts der Geografie des Landes, eines langen Bürgerkriegs sei. Während einer vom 13. bis 15. September stattfindenden Sitzung hat auch die Generalversammlung der Nationalen Koalition das Dokument mit vierundfünfzig von achtzig Stimmen akzeptiert. Der Kurdische Nationalrat muss nun Vertreter benennen, die an der nächsten Sitzung der Koalition teilnehmen werden.

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KURDWATCH, 30. September 2013 – Zu Beginn der Proteste in Syrien im Frühjahr 2011 gingen viele Beobachter davon aus, dass die Kurden eine Schlüsselrolle beim Sturz des Regimes spielen würden. Obgleich in mehr als ein Dutzend politische Parteien zersplittert, war die kurdische Opposition der am besten organisierte Teil der syrischen Opposition insgesamt. Tatsächlich spielen die Kurden bislang nur eine Nebenrolle bei den Aufständen. Die Ursachen hierfür werden in diesem Bericht analysiert. Darüber hinaus schließt er an unseren im Dezember 2011 veröffentlichten Bericht »Wer ist die syrischkurdische Opposition? Die Entwicklung kurdischer Parteien 1956–2011« an und skizziert die Entwicklungen seit Oktober 2011. Der Begriff »Opposition« ist dabei insofern weiter gefasst, als mit den Jugendgruppen und den kurdischen Einheiten innerhalb der Freien Syrischen Armee (FSA) neue oppositionelle Akteure die politische Bühne betreten haben.

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KURDWATCH, 29. September 2013 – Am 21. September 2013 hat das Zentralkomitee der Syrischkurdischen Demokratischen Partei entschieden, den Kurdischen Nationalrat zu verlassen. Am selben Tag fand eine Sitzung zwischen Führungsmitgliedern der Syrischkurdischen Demokratischen Partei sowie der Partei der Demokratischen Union (PYD) statt. Es wurde die Gründung eines Kooperationskomitees beschlossen. Darüber hinaus haben die Parteien in einer Presseerklärung ihre weitgehende politische Übereinstimmung festgestellt und angekündigt, ihre Arbeit künftig im Rahmen einer gemeinsamen Strategie fortzusetzen.

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KURDWATCH, 26. September 2013 – Am 7., 8. und 9. September 2013 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) zahlreiche Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar entführt [weitere Informationen]. Ein Dutzend Parteimitglieder befindet sich nach wie vor in Haft, darunter Dschigar Dschaʿfar Hammu, Mustafa Schaikh Saʿidi, Bayazid Maʿmo, Siamand Brimo, Saʿid ʿIso, Murad Nabi Hasan, ʿAbdo Halabi und ʿAdnan ʿAlo. Hammu und Saʿidi werden beschuldigt, für die Explosion vom 22. August 2013 vor dem PYD‑Büro in ʿAfrin verantwortlich zu sein [weitere Informationen zum Fall]. Nach Angaben der el-Partî sind die Inhaftierten brutaler Folter ausgesetzt. Ein Mitglied von el‑Partî erklärte gegenüber KurdWatch: »Die PYD lässt zehn Personen frei, aber in derselben Nacht werden Dutzende weitere entführt.«

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KURDWATCH, 25. September 2013 – Am 17. September 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dreißig Personen an der Grenze zu Irakisch-Kurdistan entführt. Es handelt sich mehrheitlich um Mitglieder der neu gegründeten Union der Demokratischen Studenten und der Jugend Kurdistans, die sich auf dem Rückweg von der Gründungskonferenz ihrer Organisation in Erbil befanden. Einer der Entführten erklärte gegenüber KurdWatch: »Man hat uns in al‑Malikiya im Gefängnis des Asayiş festgehalten und schlecht behandelt. Stundenlang waren rund zwanzig Personen in einer Zelle eingesperrt, die gerade mal eine Fläche von vier Quadratmetern hatte. Sie wollten wissen, was wir in Irakisch-Kurdistan zu tun hatten.« Die Entführten kamen am 18. September wieder frei.

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KURDWATCH, 18. September 2013 – Am 8. September 2013 haben der Kurdische Nationalrat und der Volksrat von Westkurdistan einen Neun-Punkte-Plan unterschrieben, der Grundsätze für die Übergangsverwaltung der kurdischen Gebiete enthält. Im Vorwort wird betont dass dies»nicht die Abspaltung von Syrien bedeutet und keine Bedrohung für die Nachbarstaaten darstellt«. Zudem heißt es, dass alle kurdischen Parteien, andere syrische Bevölkerungsgruppen wie Araber, Assyrer und Armenier sowie zivilgesellschaftliche Organisationen eingeladen sind, den Entwurf zu diskutieren und zu unterstützen. Es folgen insgesamt neun Punkte:
1. Nach Übereinstimmung mit den anderen Gruppen wird innerhalb einer Frist von höchstens vierzig Tagen ein Komitee zur Vorbereitung eines Entwurfs für eine Übergangsverfassung gebildet.
2. Jede Seite benennt Vertreter für dieses Übergangskomitee.
3. Das Übergangskomitee bildet unmittelbar nach Formulierung der Übergangsverfassung die Gemeinsame Demokratische Übergangsverwaltung.
4. Das Übergangskomitee ist befugt, ein demokratisches Wahlgesetz vorzubereiten.
5. Die Übergangsverwaltung ist Teil der Exekutive und bildet Institutionen zur Vereinfachung ihrer administrativen, politischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Arbeit sowie zur Gewährleistung von Schutz und Sicherheit.
6. Schutz- und Sicherheitskräfte haben die Aufgabe, Sicherheit und Stabilität in den kurdischen sowie den gemischten Gebieten zu gewährleisten. Sie sind patriotische Institutionen, halten sich an alle internationalen Gesetze und Konventionen und sind der Übergangsverwaltung rechenschaftspflichtig.
7. Faire demokratische Wahlen werden innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach Bildung der Übergangsverwaltung durchgeführt. Internationalen und lokalen Beobachtern sowie zivilgesellschaftlichen und Menschenrechtsorganisationen steht es frei, die Wahlen zu beobachten.
8. Der gewählte Allgemeine Rat der Übergangsverwaltung übernimmt die Funktion der Legislative und vertritt alle Bevölkerungsgruppen in den kurdischen und den gemischten Gebieten.
9. Der Allgemeine Rat ist befugt, eine Verfassung vorzubereiten, die die Menschenrechte respektiert und im Einklang mit internationalen Konventionen und Traditionen steht.

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KURDWATCH, 16. September 2013 – Am 25. August 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das Haus von ʿAbdulhamid Bilal in Qastal Mukhtar (fünfzehn Kilometer nördlich von ʿAfrin) besetzt. Bilal wird derzeit in der Türkei medizinisch behandelt, seine Familie lebt ebenfalls nicht mehr in Qastal Mukhtar. Seine Tochter Fatima ʿAbdulhamid Bilal erklärte gegenüber KurdWatch: »Ich fordere die PYD auf, arme Menschen in Ruhe zu lassen. Sie sollen unser Haus verlassen. Mein Vater ist wegen seines Gesundheitszustands nicht mehr in Syrien. Viele andere verlassen ihre Häuser und Dörfer, weil die PYD durch ihre Taten und Provokationen radikale Kämpfer nach ʿAfrin holt.« Mehrere Quellen berichteten gegenüber KurdWatch, dass Anhänger der PYD die Bewohner von ʿAfrin und ʿAin al‑ʿArab daran hindern, die Region zu verlassen. Dies geschieht unter anderem, indem die PYD droht, leer stehende Häuser zu besetzen.

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KUDWATCH, 15. September 2013 – Am 1. September 2013 ist der Aktivist Ahmad Farman Bundschuq (geb. 14. April 1994), Mitglied der Union der Studenten von al‑Qamischli, aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen worden. Zuvor war er mehrere Tage beschattet worden. Er erlag kurz darauf seinen Verletzungen im Kopf- und Brustbereich. Bundschuq war am 19. Februar 2013 bei der Rückkehr aus einem Militärlager in Irakisch-Kurdistan vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführt und etwa drei Monate festgehalten worden. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch, die PYD sei auch für die Ermordung von Bundschuq verantwortlich. Der Vater des Getöteten wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Die PYD ihrerseits verurteilte in einer Erklärung die Ermordung von Bundschuq.

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KURDWATCH, 12. September 2013 – Am 7. und 8. September 2013 haben Dutzende Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das ʿAfriner Büro der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar belagert, gestürmt und Unterlagen entwendet. Das Lokalkomiteemitglied Mustafa Khalil Qadi sowie die Parteimitglieder Ahmad Salih und Schaʿban Bahri wurden entführt.

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KURDWATCH, 12. September 2013 – Am 7. September 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Dutzende Häuser von Mitgliedern der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar in ʿAfrin und Dschindiras gestürmt und zahlreiche Personen entführt. Unter den Entführten befinden sich ʿAbdo Hasan, Dschigar Dschaʿfar Hammu, Dschangin Hasan, Azad Fauzi Raschid, Ibasch Barakat, Husain Muhammad Husain und Raschid Saydo.

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KURDWATCH, 9. September 2013 – Die vom Präsidenten Irakisch-Kurdistans, Masʿud Barzani, gebildete Kommission zur Untersuchung der angeblichen Massaker an kurdischen Zivilisten in Syrien [weitere Informationen] hat ihre Arbeit abgeschlossen. In einer Erklärung fasste Präsidialamtssprecher Dr. Amid Sabah die Untersuchungsergebnisse der Kommission zusammen, die sich fünf Tage in den kurdischen Gebieten Syriens aufgehalten und rund vierhundert Personen befragt hatte. Beweise dafür, dass kurdische Zivilisten gezielt Opfer islamistischer Gruppierungen geworden seien, hätten sich nicht ergeben. Vielmehr habe es lediglich Kämpfe zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen gegeben.
Die Ergebnisse der Kommission stimmen mit den Erkenntnissen von KurdWatch überein. Bereits Anfang August 2013 hatte KurdWatch in einer Presseerklärung die Angaben des russischen Außenministers Lawrow bezweifelt, islamistische Gruppen hätten vierhundertfünfzig kurdische Zivilisten bei Tall Abyad ermordet. Ebenfalls bezweifelt wurden Angaben, denen zufolge in den Dörfern Tall Hasil and Tall ʿAran Zivilisten gezielt ermordet wurden [weitere Informationen]. KurdWatch ging bereits damals davon aus, dass es sich bei den zivilen Opfern um Personen handelte, die aufgrund bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und islamistischen Gruppen ums Leben gekommen sind.
Die Ereignisse von ʿAmuda Ende Juni, als Kämpfer der YPG während einer PYD‑kritischen Demonstration acht Personen töteten und im Anschluss Dutzende weitere entführten [weitere Informationen], konnten nicht untersucht werden. Den Mitgliedern der Kommission war der Zutritt in die Stadt ʿAmuda vom Sicherheitsapparat der PYD verweigert worden.

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KURDWATCH, 4. September 2013 – Am 22. August 2013 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Aktivisten Nubar Farhan Ismaʿil (geb. 1986 in al‑Qamischli), Mitglied des Medienbüros der SAWA‑Koalition, entführt. Der Hintergrund der Entführung ist nicht bekannt.

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KURDWATCH, 4. September 2013 – Am 23. August 2013 hat das lokale Komitee des Hohen Kurdischen Gremiums in ʿAfrin mit einer Demonstration gegen Angriffe islamistischer Einheiten auf die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) protestiert. Außerdem verurteilten die etwa tausend Teilnehmer, darunter auch Anhänger des Kurdischen Nationalrats, den Anschlag auf ein Büro der PYD vom Vortag [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 3. September 2013 – Am 22. August 2013 kam es vor dem Büro der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAfrin aus ungeklärten Gründen zu einer Explosion. Dabei kamen ʿArifa ʿAli sowie drei ihrer Kinder, Huda ʿAgid, Yasmin ʿAgid und Muhammad ʿAgid, ums Leben. Der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), beschuldigte die Kurdische Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa, für den Anschlag verantwortlich zu sein.

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KURDWATCH, 3. September 2013 – Am 26. August 2013 hat die Kurdische Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa in einer Erklärung bekannt gegeben, dass sie aus dem Syrischen Nationalrat ausgetreten ist. Die Entscheidung fiel, nachdem der Kurdische Nationalrat wenige Tage zuvor allen seinen Mitgliedern eine Frist gesetzt hatte, eine frühere politische Entscheidung umzusetzen, derzufolge diese alle anderen politischen Zusammenschlüsse verlassen müssen.

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KURDWATCH, 30. August 2013 – Am 7. August 2013 kam es etwa fünfzehn Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der Kurdischen-Front-Brigade einerseits sowie Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA), der Dschabhat an‑Nusra und dem Islamischen Staat im Irak und in der Levante andererseits. Am 10. August schlossen sieben FSA‑Einheiten ein Friedensabkommen mit Vertretern des Hohen Kurdischen Gremiums, es handelte sich um die at‑Tauhid-Brigade, die al‑Islam-Brigade, die Suqur-asch‑Scham-Brigade, die Dschund-al‑Haramain-Brigade, die Ashabu-al‑Yamin-Brigade, das Ahrar-asch‑Schuyukh-Bataillon und die Ahrar-asch‑Scham-al‑Islamiya-Bewegung. Die Dschabhat an‑Nusra und der Islamische Staat im Irak und in der Levante waren an dem Abkommen nicht beteiligt. Am 15. August 2013 kam es erneut zu Kämpfen zwischen diesen beiden Gruppierungen und der YPG.

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KURDWATCH, 26. August 2013 – Bei einem Luftangriff der syrischen Luftwaffe auf die Stadt al‑Malikiya (Dêrik) ist am 19. August 2013 eine Person ums Leben gekommen, etwa zwanzig weitere Personen wurden leicht verletzt. Eine Bombe traf den im Stadtzentrum gelegenen Busbahnhof, eine weitere Bombe explodierte im nordöstlichen Teil der Stadt. Al‑Malikiya wird seit über einem Jahr von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrolliert, die Stadt war ohne Auseinandersetzungen vom Regime übernommen worden [weitere Informationen]. Der Hintergrund des Angriffs ist nicht bekannt. Islamistische Einheiten, die sowohl gegen das Regime als auch gegen die PYD kämpfen, sind mindestens fünfzehn Kilometer von al‑Malikiya entfernt stationiert. Unbestätigten Berichten zufolge soll die angreifende Militärmaschine vom Flughafen in al‑Qamischli gestartet sein, der von der PYD kontrolliert wird.

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KURDWATCH, 25. August 2013 – Anfang August 2013 regte der Präsident Irakisch-Kurdistans Masʿud Barzani die Bildung einer Kommission zur Untersuchung der angeblichen Massaker an kurdischen Zivilisten in den kurdischen Gebieten Syriens Ende Juni/Anfang August 2013 an. Ein iranischer Nachrichtensender hatte von vierhundertfünfzig kurdischen Zivilisten berichtet, die bei Tall Abyad von islamistischen Kämpfern getötet worden sein sollen. Die Zahlen waren vom russischen Außenminister aufgegriffen worden. Darüber hinaus war von Massakern in den Dörfern Tall Hasil und Tall ʿAran die Rede [weitere Informationen]. Unabhängige Aktivisten berichteten hingegen gegenüber KurdWatch, dass es keine gezielte Vernichtungskampagne gegen kurdische Zivilisten gebe, sondern lediglich Auseinandersetzungen zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und islamistischen Einheiten. Bei diesen Kämpfen sollen auch Zivilisten ums Leben gekommen sein, allerdings in deutlich geringerem Umfang als behauptet. Die PYD lehnte die Einrichtung einer Untersuchungskommission zunächst mit der Begründung ab, diese werde nur »den Feinden der Kurden« dienen. Schließlich passierte am 19. August ein achtköpfiges Untersuchungsteam den Grenzübergang Faisch Khabur. Ihm gehören ein Vertreter des Hauptquartiers der PKK in Irakisch-Kurdistan, je ein Kurde aus Türkisch- und Iranisch-Kurdistan sowie je ein Mitglied der irakischkurdischen Islamischen Union Kurdistans, der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) von Masʿud Barzani, des Präsidialbüros von Masʿud Barzani, der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar an.

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KURDWATCH, 25. August 2013 - Am 15. August hat die Kurdische-Front-Brigade, eine bewaffnete Einheit der Partei der Demokratischen Union (PYD) eine Erklärung herausgegeben, der zufolge ihre Kämpfer sich aus den Bezirken al-Bab und Azaz, d. h. aus dem Gebiet zwischen ʿAfrin und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), zurückziehen. Begründet wurde dieser Schritt mit der »Sicherheit der Zivilisten«. In den genannten, überwiegend arabisch besiedelten Gebieten gibt es diverse kurdische Dörfer. Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA), inklusive islamistischer Gruppierungen, die in Kämpfe mit der PYD respektive ihren bewaffneten Milizen verwickelt waren, kontrollieren die Gebiete seit fast zwei Jahren.

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KURDWATCH, 25. August 2013 – Am 16. August 2013 haben Kämpfer der Dschabhat an‑Nusra nahe dem yezidischen Dorf al‑Asadiya bei Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) einen Krankenwagen beschossen. Dabei kam der Krankenpfleger Khabat Farhan ums Leben.

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KURDWATCH, 20. August 2013 – Am 15. August 2013 haben sich mehrere Tausend Personen, zumeist komplette Familien, auf der syrischen Seite des östlich von al‑Malikiya (Dêrik) gelegenen Grenzübergangs Faisch Khabur versammelt. Sie warteten stundenlang bei Temperaturen von fast vierzig Grad auf die Öffnung der Grenze, die aufgrund der Entführung von sechsundsiebzig Mitgliedern der Kurdischen Demokratischen Partei (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar durch Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) am 20. Mai 2013 von der Kurdischen Regionalregierung (KRG) geschlossen worden war [weitere Informationen]. Am späten Nachmittag passierten mindestens fünftausend Personen die provisorische Brücke Richtung Irakisch-Kurdistan.

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KURDWATCH, 18. August 2013 – Muhammad Khair Qandscho, der am 27. Juni 2013 an der Anti-PYD-Demonstration in ʿAmuda [weitere Informationen] teilgenommen hatte und noch am selben Tag mit Dutzenden anderer Aktivisten von der PYD entführt worden war, wird auch weiterhin von der PYD festgehalten. ʿAbdurrahim Tikhubi, Mitglied der Kooperation der Jugend von ʿAmuda, erklärte gegenüber KurdWatch: »Qandscho wird beschuldigt, Plakate und Transparente der PYD mit Steinen beworfen zu haben. Auf den Plakaten waren Bilder von PYD/YPG‑Märtyrern zu sehen. Qandscho hat die Tat zugegeben.« Abgesehen von Qandscho sind alle im Zusammenhang mit der Demonstration in ʿAmuda von der PYD festgehaltenen Personen inzwischen wieder frei.

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KURDWATCH, 18. August 2013 – Am 12. August 2013 haben Dutzende Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das Dorf Mirkan (gut zehn Kilometer westlich von ʿAfrin) gestürmt und zahlreiche Häuser durchsucht. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Angreifer haben die Bewohner eingeschüchtert und teilweise geschlagen. Privatwaffen, die sie zum Selbstschutz benötigen, wurden beschlagnahmt.« Drei Mitglieder der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien von Mustafa Dschumʿa, Aiman Mustafa Sino, Muhammad Sulaiman Seydo und Muhammad Anwar Sino, wurden von der YPG entführt.

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KURDWATCH, 15. August 2013 – Am 28. und 29. Juli 2013 haben Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) in den kurdischen Dörfern Tall Hasil und Tall ʿAran, wenige Kilometer südöstlich des internationalen Flughafens von Aleppo, Stellungen der Kurdische-Front-Brigade angegriffen und die Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei soll ein Dutzend Kämpfer der Brigade ums Leben gekommen sein. Zahlreiche Dorfbewohner, zumeist Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD), sollen entführt worden sein. PYD‑Medien zufolge sind zudem rund vierzig Zivilisten ums Leben gekommen. Bei dem in diesem Zusammenhang veröffentlichten Bildmaterial handelt es sich allerdings um ältere Fotos von getöteten Zivilisten in Latakia sowie um ein Video aus Haddad (fünfundzwanzig Kilometer südlich von al‑Qahtaniya [Tirbesipî]). Eine FSA‑nahe Quelle erklärte gegenüber KurdWatch: »Kurdische Einheiten der FSA waren an den Kämpfen gegen die Kurdische-Front-Brigade nicht beteiligt. Seit der Eroberung werden die Dörfer jedoch von kurdischen Einheiten der FSA kontrolliert, unter anderem vom Azadî-Bataillon.« Bei der Kurdische-Front-Brigade handelt es sich um eine Einheit der PYD, die jedoch nicht offiziell als solche auftritt. Im April 2013 hatte sie in Aleppo kurzfristig aufseiten der FSA gegen Regierungstruppen gekämpft [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 13. August 2013 – Am 9. August 2013 haben Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes (Asayiş) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAmuda das Mitglied des Kurdischen Nationalrats Walat Muhammad Amin ʿUdsche aufgrund seiner am selben Tag in einem Fernsehinterview getätigten PYD‑kritischen Aussagen in ihre Gewalt gebracht. Der Aktivist kam nach wenigen Stunden wieder frei. Er erklärte gegenüber KurdWatch: »Die PYD hat behauptet, bei einem Bombenanschlag am 7. August sei in ʿAmuda ein Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) ums Leben gekommen. Ich habe im Interview bezweifelt, dass es überhaupt einen Bombenanschlag in ʿAmuda gegeben hat. Der Asayiş hat mich zuerst zum angeblichen Ort des Anschlags gebracht und mir Spuren desselben gezeigt, danach haben sie mich zum Friedhof, an das Grab eines YPG‑Mitglieds gebracht, das bei dem Anschlag umgekommen sein soll. Jetzt weiß ich, dass es einen Anschlag gab und dass es einen Toten gibt. Aber ich kann trotzdem nicht sagen, ob der Tote bei genau diesem Anschlag ums Leben kam.« Ein weiterer Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir glauben, dass die PYD am 6. und 7. August Anschläge vorgetäuscht hat, um große Versammlungen zum vierzigsten Tag nach dem Blutbad von ʿAmuda [weitere Informationen] zu verhindern. Wir haben Informationen, dass der YPG‑Kämpfer nicht bei der Explosion, sondern ganz woanders ums Leben gekommen ist.«

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KURDWATCH, 13. August 2013 – Am 7. August 2013 ist Ahmad ʿAbdulqadir Simo (geb. in Tall Tamr, verheiratet, zwei Kinder, bekannt unter dem Namen Khabat Simo), Mitglied des Generalsekretariats des Kurdischen Nationalrats und aktives Mitglied von dessen lokalen Komitee im Damaszener Stadtteil Ruknuddin, nach zwei Monaten aus der Haft des Direktorats für politische Sicherheit entlassen worden [weitere Informationen zum Fall]. Gegenüber KurdWatch erklärte Simo: »Ich wurde brutal gefoltert und saß mit vierzig Häftlingen in einer sehr engen Zelle. Es gab sehr wenig zu essen und keine medizinische Versorgung. Während der Verhöre wurde ich beschuldigt, politisch aktiv zu sein und Flüchtlingen in Damaskus geholfen zu haben.«

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KURDWATCH, 12. August 2013 – Am 7. August 2013 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) sowohl in ʿAmuda als auch in ad‑Darbasiya eine Ausgangssperre verhängt, um, so ein Aktivist aus ad‑Darbasiya gegenüber KurdWatch, »zu verhindern, dass die Bevölkerung der Toten gedenkt, die bei den Angriffen der PYD auf eine Demonstration in ʿAmuda Ende Juni ums Leben kamen« [weitere Informationen]. Traditionell wird am vierzigsten Tag nach dem Tod das Grab eines Verstorbenen besucht. In ʿAmuda wurde die Ausgangssperre offiziell mit dem Tod eines Kindes durch eine Bombe am selben Tag begründet. Obgleich sich die Bevölkerung nicht an die Ausgangssperre hielt, gab es keine Auseinandersetzungen.

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KURDWATCH, 12. August 2013 – Am 5. August 2013 haben Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) den größten syrischen Hubschrauberstützpunkt in Minnagh (fünfzehn Kilometer östlich von ʿAfrin) erobert. Die FSA hatte den Landeplatz über sechs Monate lang belagert, die dort verschanzten Soldaten konnten nur auf dem Luftweg mit Nahrung und Munition versorgt werden. Nach der Eroberung flohen etwa siebzig Soldaten nach ʿAfrin, wo sie im Krankenhaus behandelt wurden. Unbestätigten Angaben zufolge haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD), die ʿAfrin kontrollieren, die verletzten Soldaten evakuiert. Die YPG gibt an, fünf syrische Panzer beschlagnahmt zu haben.

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KurdWatch, 7. August 2013 – Am 22. Juli 2013 ist die elfjährige Nalin Mahmud Taqraq getötet worden, als ein Wohnhaus im Süden von Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) mit Raketen beschossen wurde. Mehrere Familienangehörige wurden schwer verletzt. Nalins zehnjährige Schwester Scherin erlag am 28. Juli ihren Verletzungen. Die Raketen sollen von der islamistischen Dschabhat an‑Nusra stammen, die im Juli von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) aus der Stadt vertrieben wurde [weitere Informationen]. Die Dschabhat an‑Nusra kontrolliert mehrere Dörfer im Süden und Westen der Stadt und liefert sich nach wie vor kleinere Gefechte mit der YPG.

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KURDWATCH, 7. August 2013 – Am frühen Morgen des 30. Juli 2013 ist ʿIsa Haso (geb. 1954, verheiratet, zehn Kinder), Mitglied des Hohen Kurdischen Gremiums und des Volksrats von Westkurdistan, bei der Explosion einer in seinem Auto versteckten Bombe ums Leben gekommen. Über die Hintergründe des Anschlags ist nichts bekannt.

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KURDWATCH, 7. August 2013 – Am 24. Juli 2013 fand ein Treffen zwischen Mitgliedern der lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats sowie des Volksrats von Westkurdistan in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) statt. Beide Seiten einigten sich darauf, ein gemeinsames politisches Komitee zur Verwaltung von ʿAin al‑ʿArab zu bilden. Auf diese Weise solle der gesellschaftliche Friede in den kurdischen Gebieten geschützt werden, heißt es in einer Erklärung des lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats. Nach den Angriffen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAmuda [weitere Informationen] hatte das Komitee des Kurdischen Nationalrats von ʿAin al‑ʿArab das Hohe Kurdische Gremium, in dem der Volksrat von Westkurdistan und der Kurdische Nationalrat mit jeweils fünfzig Prozent vertreten sind, aus Protest verlassen. Das Treffen fand im Schatten zunehmender Kämpfe zwischen der YPG und islamistischen Einheiten der Freien Syrischen Armee, insbesondere im benachbarten Tall Abyad, statt [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 6. August 2013 – Am 30. Juli 2013 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), ʿAbdurrahim Tikhubi, Mitglied der Kooperation der Jugend von ʿAmuda, freigelassen. Tikhubi war am 8. Juli 2013 durch den Asayiş entführt worden [weitere Informationen zum Fall]. Er erklärte gegenüber KurdWatch: »Ich wurde nur am ersten Tag leicht geschlagen. Sie haben mich aber bedroht und versucht, über mich den Aufenthaltsort anderer geflohener Aktivisten herauszubekommen, um sie zu verhaften. Als sie mich freiließen, verlangten sie von mir, keine schlechten Aktivitäten mehr auszuüben. Was sie eigentlich gemeint haben, ist die Einstellung aller Aktivitäten, die nicht mit der Politik der PYD übereinstimmen.«

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KURDWATCH, 6. August 2013 – Vom 16. bis zum 19. Juli 2013 kam es zu schweren Kämpfen zwischen Kombattanten der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und verschiedenen islamistischen Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) in der Nähe des Ölfelds as‑Suwaidiya 2 bei al‑Maʿbada (Girkê Legê), zwanzig Kilometer südlich von Tall Adas (Gir Zîro), sowie in der Nähe des Ölfelds as‑Suwaidiya 3, dreizehn Kilometer südlich von Tall Adas. Nach Angaben der YPG kamen mindestens vier ihrer Kämpfer ums Leben. Auch in der Nähe der Dörfer Haddad und Tall Hamira, fünfundzwanzig Kilometer südlich von al‑Qahtaniya (Tirbesipî) kam es zu Kämpfen. Dort verläuft eine Ölpipeline, die von der YPG geschützt wird. Die Kämpfe weiteten sich ab dem 23. Juli in die umliegenden Dörfer südlich von al‑Qahtaniya und al‑Maʿbada aus. Aktivisten berichteten, dass Dutzende YPG‑Kämpfer in den Krankenhäusern von al‑Malikiya und al‑Qamischli von Ärzteteams der PYD/YPG behandelt wurden. Ein weiterer Aktivist aus al‑Qahtaniya erklärte gegenüber KurdWatch: »Die YPG greift die islamistischen Einheiten an, nicht umgekehrt. Deren Kämpfer versuchen eher zu fliehen. Sie waren gekommen, um gegen das Regime zu kämpfen, nicht gegen die Kurden.«

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KURDWATCH, 4. August 2013 – Am 27. Juli 2013 ist neben dem Zollamt von al‑Qamischli eine Autobombe explodiert, mehrere Personen wurden verletzt. Über die Hintergründe des Anschlags gibt es bislang keine gesicherten Informationen.

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KURDWATCH, 4. August 2013 – Am 27. Juli 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) ʿAziz Habasch und Wahid Habasch an ihrem Arbeitsplatz entführt. Die beiden Aktivisten sind Mitglieder der Union der Kooperationen der Kurdischen Jugend in Syrien.

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KurdWatch, 1. August 2013 – Am 18. Juli 2013 hat die Webseite Rihab News einen von der Partei der Demokratischen Union (PYD) formulierten Verfassungsentwurf, den »Gesellschaftsvertrag für Westkurdistan«, veröffentlicht. Obgleich Artikel 3 betont, dass Syrien als vollständig souveräner Staat betrachtet wird und die Selbstverwaltungsgebiete (»Westkurdistan«) geografisch wie auch verwaltungstechnisch integrierter Bestandteil desselben sind, erinnern die der Selbstverwaltungsregion zugesprochenen hoheitlichen Kompetenzen eher an Eigenstaatlichkeit denn an Selbstverwaltung innerhalb eines syrischen Staates. So sind insgesamt einundzwanzig Ministerien vorgesehen, darunter Justiz‑, Innen- und Verteidigungsministerium, allein das Außenministerium fehlt. Das Verhältnis zwischen Zentralmacht und Selbstverwaltungsregion wird in keiner Weise konkretisiert, die jeweiligen Kompetenzen und Entscheidungsbereiche bleiben vollständig unklar. Syrisches Recht gilt gemäß Artikel 58 nur dann, wenn es der vorgelegten Verfassung nicht widerspricht. Unklar bleibt auch, welche Gebiete die Selbstverwaltungsregion genau umfassen soll. Die Veröffentlichung des Papiers kurz nach den Angriffen in ʿAmuda [weitere Informationen] legt, so ein Aktivist gegenüber KurdWatch, nahe, dass »durch die Bedienung kurdischnationalistischer Wunschvorstellungen verlorene Sympathien innerhalb der kurdischen Bevölkerung zurückgewonnen werden sollen«. Dass ʿAmr Ose, Abgeordneter des syrischen Parlaments und Sekretär der regimenahen »Nationalen Initiative für die syrischen Kurden«, Pläne der PYD zur Abspaltung der kurdischen Gebiete in der Zeitung al‑Watan dementierte und erklärte, die Vorschläge gingen »über die Errichtung einer vorübergehenden Verwaltung bis zum Ende der Krise nicht hinaus«, legt zudem nahe, dass der Entwurf mit der syrischen Regierung abgestimmt ist. Laut Artikel 56 soll nach Anerkennung der Verfassung durch das Hohe Kurdische Gremium über die Verfassung im Rahmen eines allgemeinen Referendums abgestimmt werden. Wahlen für das erste Parlament sollen gemäß Artikel 59 innerhalb von sechzig Tagen nach Annahme der Verfassung durchgeführt werden. Der Verfassungsentwurf steht in direktem Widerspruch zu der vom PYD‑Vorsitzenden Salih Muslim Muhammad im November 2011 gegenüber KURDWATCH geäußerten Position, dass die PYD klassische Konzepte wie »Föderalismus, Konföderalismus, Selbstregierung und Autonomie« ablehnt [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 28. Juli 2013 – Am 17. und 18. Juli 2013 sind zahlreiche Kurden an Kontrollpunkten in Tall Abyad (Girê Sipî) von Kämpfern islamistischer Einheiten entführt worden. Unter den Entführten befinden sich ʿAli Khalaf, Muhammad Salih Tschawisch, Salih Khalaf und Muhammad Mirza. Islamistische Einheiten haben ihre Präsenz in Tall Abyad verstärkt und mehrere neue Kontrollpunkte errichtet. Aktivisten vermuteten gegenüber KurdWatch, dass es sich bei diesem und anderen Angriffen islamistischer Kämpfer auf Kurden um eine Reaktion auf die Kämpfe zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der Dschabhat an‑Nusra in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) [weitere Informationen] handelt.

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KURDWATCH, 28. Juli 2013 – Am 17. Juli 2013 sind fünf Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf dem Weg zwischen Tall Tamr und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) von Kämpfern der Dschabhat an‑Nusra getötet worden. Unter den Getöteten war auch ein Mitglied der Kurdischen Linken Partei in Syrien von Muhammad Musa.

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KURDWATCH, 28. Juli 2013 – Am 17. Juli 2013 haben Kämpfer islamistischer Einheiten zwischen Aleppo und Tall Tamr sechzehn kurdische Studenten entführt, die sich auf der Heimreise von der Universität Homs befanden. Einige der Entführten kamen bereits am 20. Juli wieder frei, die restlichen wurden einen Tag später freigelassen.

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KURDWATCH, 28. Juli 2013 – Am 13. Juli 2013 haben Kämpfer islamistischer Einheiten in Aleppo achtzehn kurdische Fahrgäste eines Busses entführt, der vom Libanon nach ʿAfrin unterwegs war. Die Entführten wurden am 17. Juli wieder freigelassen. Einige von ihnen berichteten von Folter während der Entführung.

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KURDWATCH, 27. Juli 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 13. bis zum 19. Juli 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 19. Juli forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Ramadan, der Monat des Sieges und der Eroberung«. In den kurdischen Gebieten fanden keine Demonstrationen statt.

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KURDWATCH, 23. Juli 2013 – Am 13. Juli 2013 sind die letzten der im Zusammenhang mit dem Angriff der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAmuda am 27. Juni 2013 [weitere Informationen] entführten Aktivisten freigekommen. Mehrere Personen erklärten gegenüber KurdWatch, sie seien in den ersten zwei Tagen nach ihrer Entführung brutal gefoltert worden, hätten weder Nahrung noch Getränke erhalten und anstatt einer Toilette nur eine Schüssel in ihrer Gefängniszelle benutzen können.

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KURDWATCH, 23. Juli 2013 – Am 16. Juli 2013 kam es in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) erneut zu schweren Gefechten zwischen Verbänden der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der islamistischen Dschabhat an‑Nusra. Seit dem 17. Juli kontrolliert die YPG die gesamte Stadt. Auch der Grenzübergang zur Türkei wurde übernommen. Seit der Unterzeichnung eines gemeinsamen Abkommens im Februar 2013 [weitere Informationen] war die Stadt in zwei Regionen aufgeteilt, ein Teil wurde von der YPG kontrolliert, der andere von der Dschabhat an‑Nusra. Salih Muslim Muhammad, der Vorsitzende der PYD, hatte in einem Interview mit KurdWatch am 30. März 2013 [mehr lesen] die Anwesenheit von Kämpfern der Dschabhat an‑Nusra in Raʾs al‑ʿAin geleugnet. Mindestens drei YPG‑Kämpfer kamen bei den Auseinandersetzungen ums Leben.

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KURDWATCH, 21. Juli 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 6. bis zum 12. Juli 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 12. Juli forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Bis wir das, was in uns steckt, ändern«. In al‑Qamischli gab es diese Woche nur eine kleinere Demonstration im Stadtviertel Munir Habib. Nachdem die Jugendbewegungen in ʿAmuda entschieden hatten, bis auf Weiteres keine Demonstrationen mehr zu organisieren, um »den gesellschaftlichen Frieden zu schützen« und »innerkurdisches Blutvergießen« zu verhindern, schlossen sich viele Jugendgruppen in al‑Qamischli und anderen Gebieten der Entscheidung aus Solidarität an. Der Angriff der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf eine Demonstration in ʿAmuda Ende Juni [weitere Informationen] hat somit dazu geführt, dass andere Gruppen ihre politischen Aktivitäten eingestellt haben.

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KURDWATCH, 18. Juli 2013 – Am 8. Juli 2013 ist ʿAbdurrahim Tikhubi, Mitglied der Kooperation der Jugend von ʿAmuda, aus seinem Haus von Mitarbeitern des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführt worden. Der Vorsitzende der PYD, Salih Muslim Muhammad, hatte vor wenigen Tagen in einem Interview die Zusammenarbeit mit der Kooperation der Jugend von ʿAmuda als Verrat bezeichnet. Seit dem Angriff der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD auf eine Demonstration in ʿAmuda am 27. Juni 2013 [weitere Informationen] werden Mitglieder dieser Jugendgruppe von der PYD verfolgt.

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KURDWATCH, 18. Juli 2013 – Am 10. Juli 2013 haben Unbekannte den Eingangsbereich des Büros der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von Nasruddin Ibrahim in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) in Brand gesetzt. Die Hintergründe des Anschlags sind unbekannt.

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KURDWATCH, 18. Juli 2013 – Am 5. Juli 2013 ist das Büro der Kurdischen Jugendbewegung in al‑Dschawadiya vollständig niedergebrannt. Die Ursache des Feuers ist bisher nicht geklärt. Ein Mitglied der Jugendbewegung erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir haben keine Beweise gegen irgendjemanden«. In den vergangenen Wochen haben Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) Brandanschläge auf zahlreiche Einrichtungen von Mitgliedsorganisationen und Parteien des Kurdischen Nationalrats verübt.

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KURDWATCH, 15. Juli 2013 – Vom 2. bis zum 10. Juli 2013 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), mindestens neunundvierzig entführte Aktivisten aus ʿAmuda und Umgebung gruppenweise freigelassen. So kamen am 2. Juli zehn, am 4. Juli fünfzehn, am 6. Juli sechs und am 10. Juli achtzehn Personen frei. Die genaue Zahl der Entführten sowie der Freigelassenen ist nach wie vor unbekannt, da die PYD ʿAmuda noch immer nach außen abschottet. Menschenrechtsorganisationen sowie unabhängigen Gruppen wird der Zutritt verweigert. Muhammad Khair Bango, Politbüromitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), wird nach wie vor festgehalten.

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KURDWATCH, 12. Juli 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 29. Juni bis zum 5. Juli 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 5. Juli forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Seid wachsam, ihr Bataillone«. In al‑Qamischli gab es zwei Demonstrationen, eine im Stadtviertel al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen), die andere in Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat). Auf beiden wurde die Verurteilung der Verantwortlichen für die Toten in ʿAmuda am 27. Juni [weitere Informationen zum Fall] gefordert. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Aufgrund der angespannten Lage organisierte der Kurdische Nationalrat keine weiteren Demonstrationen in den kurdischen Gebieten. Auch in ʿAmuda fand erstmals seit Beginn der Proteste vor mehr als zwei Jahren keine Demonstration statt. Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) hatten zahlreiche Kontrollpunkte in der Stadt errichtet und Scharfschützen auf den Dächern postiert, unter anderem auf dem Minarett der Großen Moschee.

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KURDWATCH, 9. Juli 2013 – Am 28. Juni 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Hischam Schaikhu (geb. in ʿAmuda, verheiratet, zwei Kinder) auf dem Heimweg von seiner Arbeitsstelle entführt. Schaikhu ist Krankenpfleger im Dari-Krankenhaus und Mitglied der Union der Kooperationen der Kurdischen Jugend in Syrien. Er hatte mehrere Demonstranten, die bei dem Angriff der YPG auf eine Demonstration in ʿAmuda am 27. Juni 2013 verletzt worden waren [weitere Informationen], medizinisch versorgt. Am 2. Juli kam Hischam Schaikhu wieder frei.

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KURDWATCH, 9. Juli 2013 – Am 1. Juli 2013 haben bewaffnete Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) das Dari-Krankenhaus in ʿAmuda angegriffen. Mehrere Ärzte und Krankenpfleger wurden zusammengeschlagen, darunter der Arzt Ahmad Hammu Dari. Einige der bei dem Angriff der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD auf eine Demonstration in ʿAmuda am 27. Juni 2013 verletzten Demonstranten [weitere Informationen] waren in diesem Krankenhaus versorgt worden.

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KURDWATCH, 7. Juli 2013 – Als Reaktion auf die wiederholten Angriffe der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf Aktivisten und Politiker haben die lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats von ʿAmuda, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Hasaka, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und al‑Maʿbada (Girkê Legê) sowie die drei lokalen Komitees von al‑Qamischli das Hohe Kurdische Gremium verlassen. Darüber hinaus haben die Kurdische Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) sowie drei Führungsmitglieder des Kurdischen Nationalrats, Ismaʿil Hami (Yekîtî), Baschar Amin (Kurdische Freiheitspartei in Syrien [Azadî]) und Siʿud Mala (Kurdische Demokratische Partei in Syrien [el‑Partî] von ʿAbdulhakim Baschar) ihre Mitgliedschaft eingefroren.

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KURDWATCH, 5. Juli 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 28. Juni forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Die Revolution glüht, die Opposition tut nicht«. In al‑Qamischli wurden zwei Demonstrationen gegen die PYD organisiert, auf denen die Verurteilung der Verantwortlichen für die Toten in ʿAmuda am 27. Juni [weitere Informationen zum Fall] gefordert wurde. Die Demonstration im Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) wurde von Duzenden bewaffneter PYD‑Anhänger angegriffen, sie schossen in die Luft und zerstörten Lautsprecher sowie Musikanlage. Außerdem brachten sie das Fahrzeug, auf dem die Anlage transportiert wurde, in ihre Gewalt. Am nächsten Tag erhielt der Besitzer den Wagen mit Totalschaden zurück. Die Demonstration wurde nach dem Angriff beendet. Die zweite Demonstration in Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) verlief friedlich. Aufgrund der angespannten Lage fanden in anderen kurdischen Städten keine Demonstrationen statt.

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KURDWATCH, 5. Juli 2013 – Am 5. Juni 2013 haben Mitarbeiter des Militärischen Nachrichtendienstes Muhammad Sadiq ʿUthman und Rakan Musa, beide sechzehn Jahre alt, im Haus von ʿUthmans Familie in Damaskus festgenommen. Es liegen keine Informationen über den Verbleib der Verhafteten vor.

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KURDWATCH, 5. Juli 2013 – Am 28. Juni 2013 hat die PYD in al‑Qamischli neben den Räumen des Frauenvereins Ronî und dem Jugendzentrum Zelal [weitere Informationen zum Fall] auch die Akademie für Sprachen und Beratung Azadî sowie zwei Büros der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar niedergebrannt. Seit dem 27. Juni greift die PYD gezielt Institutionen und Personen an, die sie als Kritiker und Konkurrenten begreift.

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KURDWATCH, 4. Juli 2013 – Am 28. Juni 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Dörfer Dschauhariya und Dschirnik westlich von ʿAmuda gestürmt und zahlreiche Häuser durchsucht. Mindestens fünfzehn Personen, zumeist Anhänger der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), wurden entführt. Seit dem 27. Juni [weitere Informationen] werden in ʿAmuda und den umliegenden Dörfern Aktivisten und Politiker verschleppt, ihre genaue Zahl ist nicht bekannt. Zudem sind Hunderte Aktivisten und Politiker untergetaucht, um sich den Angriffen der PYD und ihrer Miliz zu entziehen.

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KURDWATCH, 3. Juli 2013 – Am 27. Juni 2013 kam es in ʿAmuda zu massiven Zusammenstößen zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und Demonstranten, die u. a. von der YPG die Freilassung von drei entführten Aktivisten forderten [weitere Informationen zum Fall]. Als Fahrzeuge der YPG versuchten, durch den Demonstrationszug hindurchzufahren, wurden sie mit Steinen beworfen und als Schabbiha (Miliz des Regimes) beschimpft. Kurz darauf schossen Kämpfer der YPG in die Menge, dabei kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Es handelt sich um Nadir Mahmud Khalo (15 Jahre alt), Saʿid ʿAbdulbaqi Saida (15 Jahre), Barzan Qarnu (18 Jahre), Schaikhmus Muhammad ʿAli (66 Jahre), ʿAli Randa (33 Jahre) und Schaikha ʿAlika. Bei Schaikha ʿAlika handelt es sich um ein achtjähriges Kind, das von einem Fahrzeug der YPG überrollt wurde. Kämpfer der YPG errichteten Kontrollpunkte in der Stadt und führten Razzien durch, mehrere Duzend Personen wurden entführt. Darüber hinaus wurde KurdWatch von verschiedenen Quellen berichtet, die YPG habe die Stadt abgeriegelt und Ärzte aus al‑Qamischli daran gehindert, die Verletzten in ʿAmuda zu behandeln. Ferner wurde eine Ausgangssperre verhängt. Aras Ahmad Bango (36 Jahre), ein bewaffneter Wächter des Parteibüros der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), wurde auf dem Dach des Büros durch einen Kopfschuss getötet. Kämpfer der YPG stürmten das Parteibüro und brachten alle Anwesenden in ihre Gewalt. Zu dieser Zeit befanden sich zwischen fünfzig und siebzig Personen im Büro, zumeist Parteianhänger. Unter den Entführten sind auch mehrere Mitglieder der Parteiführung, so etwa Muhammad Khair Bango (Mitglied des Politbüros und Onkel des getöteten Aras Ahmad Bango). Die gesamte Büroeinrichtung wurde zerstört. Außerdem wurden das Parteibüro der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa und das Zelt der Hungerstreikenden im Zentrum von ʿAmuda [weitere Informationen] niedergebrannt. Um zu verhindern, dass sich die Trauerzüge für die Getöteten in Massendemonstrationen gegen die PYD verwandeln, wurden die Angehörigen der Getöteten gezwungen, diese im engsten Familienkreis beizusetzen.

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KURDWATCH, 3. Juli 2013 – Am frühen Morgen des 28. Juni 2013 ist das unabhängige Jugendzentrum Zelal in al‑Qamischli niedergebrannt worden. Einem Augenzeugen zufolge drangen Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in das Zentrum ein und legten Feuer. Er erklärte gegenüber KurdWatch: »Wenn ich versucht hätte, sie daran zu hindern, hätten sie mich umgebracht«. Nach Aussagen von Aktivisten des Jugendzentrums, die an den Tatort geeilt waren, um das Feuer zu löschen, fuhr ein Wagen der YPG an ihnen vorbei, ohne ihnen zu Hilfe zu kommen. An eine der Wände des Zentrums wurde »Rodi, du bist tot« geschmiert. Rodi Ibrahim (geb. 1977, verheiratet, drei Kinder) ist der Leiter des Zentrums. Auch die Räume des Frauenzentrums Ronî in al‑Qamischli, in dem Ibrahims Ehefrau aktiv ist, wurden am Morgen des 28. Juni in Brand gesetzt.

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KURDWATCH, 2. Juli 2013 – Am 24. Juni 2013 hat das Zentralkomitee der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) die Kurdische Demokratische Politische Union – Syrien für gescheitert erklärt. In einer Stellungnahme heißt es, einige der an der Politischen Union Beteiligten, insbesondere die Vertreter der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, hätten nicht wirklich hinter dem Projekt gestanden.

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KURDWATCH, 2. Juli 2013 – Am 26. Juni 2013 hat der Sicherheitsdienst (Asayiş) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAmuda Dersim Adham ʿUmar, Mitglied des Märtyrer-Tahsin-Mamo-Bataillons der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), aus der Haft entlassen. Er war am 17. Juni mit zwei weiteren Aktivisten von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD entführt worden [weitere Informationen zum Fall]. Die anderen beiden Aktivisten sind nach wie vor inhaftiert.

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KURDWATCH 30. Juni 2013 – Am 24. Juni 2013 haben mehrere Duzend Aktivistinnen eine Kundgebung im Zentrum von ʿAfrin organisiert. Sie forderten mehr Demokratie und Freiheit und ein Ende des Krieges. Mitglieder des Sicherheitsdienstes (Asayiş) der Partei der Demokratischen Union (PYD) griffen die Aktivistinnen an, ein Duzend von ihnen wurde mehrere Stunden festgehalten. Zwei Personen, Fairuz Diku und Piroz Diku, blieben bis zum 27. Juni inhaftiert. Die Kundgebung wurde angegriffen, obgleich sie sich nicht explizit gegen die PYD richtete.

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KURDWATCH, 29. Juni 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 15. bis zum 21. Juni 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 21. Juni forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Unterstützung von Damaskus durch Taten, nicht Worte«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten lediglich eine Demonstration in ʿAmuda, sie protestierten gegen Angriffe der FSA auf Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD in ʿAfrin. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. Die Proteste richteten sich gegen Übergriffe der PYD auf Aktivisten. Auch in ʿAmuda demonstrierten Aktivisten, unterstützt vom Kurdischen Nationalrat, gegen die PYD [weitere Informationen]. Darüber hinaus organisierte der Kurdische Nationalrat in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und ad‑Darbasiya Demonstrationen, auch hier stand das Vorgehen der PYD in der Kritik. In al‑Maʿbada (Girkê Legê), al‑Dschawadiya (Çil Axa), al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAfrin sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 29. Juni 2013 – Am 23. Juni 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das Dorf Tall Ghazal bei ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) umzingelt und mehrere Kontrollpunkte errichtete. An einem dieser Kontrollpunkte wurden am selben Tag Haiawi ʿAbdu Hammu und sein Sohn, Mustafa ʿAbdu Hammu, von YPG‑Kämpfern in ihrem Wagen erschossen. Die YPG eröffnete das Feuer, als Vater und Sohn auf dem Weg ins Dorf nicht am Kontrollpunkt hielten. Als Dorfbewohner den beiden zu Hilfe eilen wollten, schoss die YPG auch auf diese. Dabei wurde Mahmud ʿUmar getötet, sechs weitere Personen wurden verletzt. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Das Dorf ist der PYD seit langem ein Dorn im Auge. Es gehört zu den wenigen Dörfer in ʿAin al‑ʿArab, die nicht unter ihrer Kontrolle stehen. Die meisten Dorfbewohner sind Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien von Schaikh Ali, der beiden Flügel der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) und der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien. Die PYD will die Dorfbewohner einschüchtern. Jetzt soll die PYD vier Parteimitglieder aus dem Dorf zur Fahndung freigegeben haben. Es handelt sich um ʿAli Tami (Zukunftsbewegung), Harun Muhammad ʿAli (Azadî von Mustafa Khidr Oso), Mustafa ʿAtta (Azadî von Mustafa Dschumʿa) und Aziz Schahin (el‑Partî).

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KURDWATCH, 27. Juni 2013 – Seit der Entführung von drei kurdischen Aktivisten durch Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) am 17. Juni 2013 [weitere Informationen zum Fall] organisieren Jugendgruppen, unterstützt durch den Kurdischen Nationalrat, täglich Demonstrationen, auf denen die Freilassung der Entführten sowie ein Ende der Übergriffe der PYD gefordert werden. Am 20. Juni errichtete ein Dutzend Aktivisten ein Zeltlager im Zentrum von ʿAmuda und trat in den Hungerstreik. Am 21. Juni organisierten Anhänger der PYD eine Gegendemonstration. Als diese auf den Protestzug der Aktivisten traf, versuchten mehrere Dutzend PYD‑Anhänger, diesen anzugreifen. Mitglieder des Sicherheitsdienstes (Asayiş) der PYD verhinderten dies, indem sie die Angreifer aus der Demonstration entfernten. Auch in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gab es am 21. Juni eine Kundgebung, auf der ein Ende der PYD‑Übergriffe gefordert wurde.

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KURDWATCH, 27. Juni 2013 – Am 23. Juni 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) ʿUthman Batal, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, an einem Kontrollpunkt in Schaikh al‑Hadid (Şiyê), circa dreißig Kilometer westlich von ʿAfrin, entführt. Batal wurde in ein Gebäude des Sicherheitsdienstes (Asayiş) der PYD verschleppt und verhört. Ihm und el‑Partî wurden Verrat und Kollaboration mit dem Feind vorgeworfen. Kurz nach seiner Freilassung am selben Tag wurde Batal von sechs Personen brutal zusammengeschlagen. Dabei wurden ihm ein Bein sowie zwei Rippen gebrochen. Darüber hinaus wurde er im Gesicht sowie am Rücken schwer verletzt. In einer Erklärung hat el‑Partî die PYD und die YPG für den Übergriff verantwortlich gemacht.

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KURDWATCH, 26. Juni 2013 – Am 15. Juni 2013 ist Idris Miqdad, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführt worden. Miqdad war auf dem Weg nach ʿAfrin, wo er an der Feier aus Anlass der Gründung der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (KDPS) vor sechsundfünfzig Jahren teilnehmen wollte [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 26. Juni 2013 – Am 10. Juni 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) an Kontrollpunkten in der Region ʿAfrin sechs Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar entführt. Es handelt sich um Muhammad Ahmad Miqdad, Muhammad Hasan Miqdad, ʿImad Hasan Miqdad, Mustafa Musa, Salam Sulaiman Schababu sowie Salah Raschid. Alle Entführten waren auf dem Weg nach ʿAfrin.

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KURDWATCH, 25. Juni 2013 – Die Kurdische Demokratische Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar hat am Freitag, dem 14. Juni 2013, in al‑Malikiya, as‑Suwaidiya (dreißig Kilometer südlich von al‑Malikiya) und ʿAfrin die Gründung der ersten syrischkurdischen Partei, der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (KDPS), vor sechsundfünfzig Jahren gefeiert. Auch die Kurdische Demokratische Fortschrittspartei in Syrien feierte aus diesem Anlass am 14. Juni in al‑Qamischli und am 17. Juni in ʿAmuda. Beide Parteien betrachten sich als legitime Nachfolgeparteien der KDPS. In ʿAfrin griffen mehrere Dutzend mit Messern und Schlagstöcken bewaffneten Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Feier von el‑Partî an. Sie stürmten die Bühne, woraufhin die Veranstaltung abgebrochen wurde.

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KURDWATCH, 23. Juni 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 8. bis zum 14. Juni 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 14. Juni forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Das Safawidenprojekt ist eine Bedrohung für die Nation« und protestierten so gegen die Einmischung des Iran in die Kämpfe in Syrien. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten lediglich eine Demonstration in al‑Qamischli, sie protestierten unter dem Motto »ʿAfrin ist unsere rote Linie«. In al‑Qamischli fand außerdem je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. In ʿAmuda gab es nur eine Demonstration, organisiert von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. In ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und ad‑Darbasiya organisierte der Kurdische Nationalrat jeweils eine Demonstration. Am Dienstag, dem 18. Juli, organisierte die Kurdische Demokratische Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar einen Protest in al‑Malikiya, die Demonstranten forderten unter anderem die Entlassung aller politischen Gefangenen aus der Haft des Regimes und der PYD. In al‑Maʿbada (Girkê Legê), al‑Dschawadiya (Çil Axa), al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAfrin sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 22. Juni 2013 – Am 16. Juni 2013 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Aras Husain Abdullah, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, am Grenzübergang Faisch Khabur (östlich von al‑Malikiya [Dêrik]) entführt, als dieser aus Irakisch-Kurdistan nach Syrien zurückkehren wollte.

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KURDWATCH, 20. Juni 2013 – Am 17. Juni 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Walat Ismaʿil al‑ʿUmari (Aktivist und Sympathisant des Kurdischen Nationalrats), Sarbast Nadschari (Mitglied des Koordinationskomitees von ʿAmuda) und Dersim Adham ʿUmar (Mitglied des Märtyrer-Tahsin-Mamo-Bataillons der Kurdischen Einheitspartei in Syrien [Yekîtî]) entführt. Die Entführungen fanden im Zuge einer groß angelegten Operation der YPG in ʿAmuda statt: Die YPG errichtete zahlreiche Kontrollpunkte und durchsuchte zudem Geschäftsräume und Privatwohnungen. Mehrere Jugendgruppen sowie der Kurdische Nationalrat riefen vom 17. bis zum 20. Juni zu Protestkundgebungen in ʿAmuda auf. PYD‑nahen Medien zufolge handelte es sich bei der Aktion um eine Razzia gegen »Drogenhändler«.

 

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KURDWATCH, 20. Juni 2013 – Am 5. Juni 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAfrin zahlreiche Mitglieder der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa entführt. Es handelt sich um Farid Muhammad, Peschang Muhammad, Fathi Qaso, Ahmad Bakr, Schaikh Muhammad Hamdusch, Husain Zakariya Faqi, ʿUmar Muhammad ʿAlo, Hamid Muhammad, Yasir Rizko, ʿImad Hasan Miqdad und Muhammad Hasan Kandschu. ʿUmar Muhammad ʿAlo sowie Hamid Muhammad wurden noch am selben Tag wieder freigelassen. Die Entführungen stehen im Zusammenhang mit den Kämpfen zwischen YPG und Freier Syrischer Armee (FSA) in ʿAfrin. Die PYD wirft der Azadî vor, mit der FSA zu kooperieren.

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KURDWATCH, 17. Juni 2013 – Am 12.  Juni 2013 ist ʿAdnan Schaikh Muhammad (geb. 1977 in ʿAin al‑ʿArab [Kobanî], verh.,  fünf Kinder), Mitglied des Provinzkomitees der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien und des Kurdenfront‑Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA), bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf die Stadt ar‑Raqqa ums Leben gekommen. Die Fortschrittspartei organisierte am 13.  Juni einen Trauerzug zur Beisetzung von Muhammad in ʿAin al‑ʿArab.

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KURDWATCH, 14. Juni 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 1. bis zum 7. Juni 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 7. Juni forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Qusair und Ghuta, unzerbrechlicher Wille«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten lediglich eine Demonstration in al-Hasaka, sie protestierten gegen Angriffe der FSA auf YPG‑Stellungen in ʿAfrin [weitere Informationen]. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat). In ʿAmuda gab es nur eine Demonstration, organisiert von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. In Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) organiserte die Kurdische Demokratische Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) am Dienstag eine Demonstration, sie forderten ein Ende der Kämpfe in ʿAfrin. In ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und ad‑Darbasiya organisierte der Kurdische Nationalrat jeweils eine Demonstration. Die wöchentliche Demonstration des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya fand am Samstag statt. Am Dienstag, den 4. Juli, organisierte die Kurdische Demokratische Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar einen Protest in al‑Malikiya, die Demonstranten forderten u. a. die Entlassung aller politischen Gefangenen aus der Haft des Regimes und der PYD. In al‑Maʿbada (Girkê Legê), al‑Dschawadiya (Çil Axa), al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAfrin sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 13. Juni 2013 – Am 29. Mai 2013 ist Schapal Muhammad Amin Ibrahim (geb. 1978 in al‑Qamischli, verheiratet, drei Kinder) aus der Haft entlassen worden. Er war am 22. September 2011 festgenommen und wegen Demonstrationsteilnahme gemäß Artikel 335 und 336 Strafgesetzbuch angeklagt worden [weitere Informationen zum Fall]. Ibrahim erklärte gegenüber KurdWatch: »Ich durfte während meiner gesamten Haftzeit weder Bekannte noch Freunde sehen, noch einen Anwalt. Erst vor etwa einem Monat konnte mich mein Bruder besuchen. In den ersten fünf Monaten bin ich brutal gefoltert worden, ich habe nach wie vor gesundheitliche Probleme«.

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KURDWATCH, 13. Juni 2013 – Am 29. Mai 2013 ist Masʿud Hasan, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei – Syrien von Lazgin Mahmud Fakhri und Führer der Kurdischen Interventionskräfte vom Asayiş (Sicherheitsdienst) der Partei der Demokratischen Union (PYD) freigelassen worden. Er war am 15. März von Mitgliedern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD verhaftet worden [weitere Informationen zum Fall]. Ein Mitglied der Interventionskräfte erklärte gegenüber KurdWatch »Hasan wurde erst freigelassen, nachdem er ein Abkommen unterschrieben hatte, in dem die Auflösung der Interventionskräfte erklärt wird. Veröffentlicht hat die YPG allerdings eine Erklärung, wonach die Interventionskräfte sich auflösen und ihre Mitglieder in die YPG eintreten. Das ist nicht wahr. Wir werden alles tun, um die kurdische Bevölkerung zu verteidigen.«

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KURDWATCH, 13. Juni 2013 – Am 29. April 2013 hat der Asayiş (Sicherheitsdienst) der PYD Walat Murad Haso, Mizgin Muhammad Ramadan, Aras Muhammad Salih, Dschiwan Sulaiman Yasin und Idris Sulaiman freigelassen. Die Mitglieder des Schaikh‑Maʿschuq-Khaznawi‑Bataillons der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) waren am 17. April mit einem weiteren Kämpfer des Bataillons von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführt worden [weitere Informationen zum Fall]. Walat Murad Haso, Führer des Bataillons, erklärte gegenüber KurdWatch: »Ich wurde nicht gefoltert, aber eingeschüchtert und mehrere Tage in Einzelhaft gehalten. Während der Verhöre wurde ich beschuldigt, Mitglied einer illegalen Organisation zu sein.« Die YPG habe behauptet, ihn im Namen des Hohen Kurdischen Gremiums zu verhören. Tatsächlich seien er und die anderen Kämpfer aufgrund der Initiative von Mitgliedern des militärischen Fachausschusses des Hohen Kurdischen Gremiums freigekommen. Diesem Fachausschuss sei das Schaikh‑Maʿschuq-Khaznawi‑Bataillon unterstellt worden. Haso zufolge hat sein Bataillon um die vierhundert Mitglieder.

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KURDWATCH, 11. Juni 2013 – Am 6. Juni 2013 haben Mitarbeiter des Direktorats für Politische Sicherheit Ahmad ʿAbdulqadir Simo (geb. in Tall Tamr, verh., zwei Kinder, bekannt unter dem Namen Khabat Simo) im mehrheitlich kurdisch bewohnten Damaszener Stadtviertel Ruknuddin verhaftet. Simo ist Mitglied des Generalsekretariats des Kurdischen Nationalrats und aktives Mitglied des lokalen Komitees in Ruknuddin.

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KURDWATCH, 10. Juni 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 25. bis zum 31. Mai 2013 wieder zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 31. Mai forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Die Prinzipien der Revolution sind tabu«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten nach einer kurzen Pause wieder mehrere Demonstrationen, sie protestierten gegen Angriffe der FSA auf YPG‑Stellungen in ʿAfrin [weitere Informationen]. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen), Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD) statt. In ʿAmuda kam es zu zwei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD sowie von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. Auch in al‑Hasaka kam es zu zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, organisiert von der PYD und vom Kurdischen Nationalrat. In ad‑Darbasiya, al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) organisierte der Kurdische Nationalrat jeweils eine Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. Darüber hinaus organisierte die PYD am Samstag eine Demonstration in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) sowie am Montag Proteste in ad‑Darbasiya. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURWATCH, 10. Juni 2013 – Am 23. Mai 2013 ist es in der Nähe der schiitischen Dörfer Nubbul und az‑Zahraʾ (zwanzig Kilometer südlich von ʿAfrin) zu Kämpfen zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der Freien Syrischen Armee (FSA) gekommen. Aufseiten der FSA waren auch mehrere kurdische Bataillone an den Kämpfen beteiligt. Nubbul und az‑Zahraʾ stehen seit über einem Jahr unter Embargo der FSA. Diese wirft der YPG vor, in den Dörfern stationierten syrischen Einheiten sowie Hizbullahkämpfer mit Proviant beliefert zu haben. Einem Informanten von KurdWatch zufolge soll die FSA die Einstellung dieser Unterstützung verlangt haben. Nach dem Scheitern der Verhandlungen soll die YPG das Feuer eröffnet haben. Am 24. und 25. Mai folgte eine Offensive der FSA gegen YPG‑Stellungen in mehreren kurdischen Dörfern. Auch am 31. Mai sowie am 2., 3. und 6. Juni kam es zu Kämpfen nördlich und östlich von ʿAfrin. Bei den Kämpfen kamen mehrere Dutzend Kombattanten beider Seiten ums Leben, unter anderem die YPG‑Kämpferin Salah Muhammad (geb. 1991 in Radschu, bekannt unter dem Namen Sulav). Aktuell kontrolliert die FSA alle Zufahrtsstraßen nach ʿAfrin.

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KURDWATCH, 8. Juni 2013 – In einem im Internet veröffentlichten und von KurdWatch für authentisch befundenen Schreiben des syrischen Ministers für Erdöl und Bodenschätze an den Ministerpräsidenten wird von einem Treffen zwischen Vertretern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), dem Direktor der staatlichen Erdölgesellschaft Syrian Petroleum Company (SPC) sowie dem Chef des Direktorats für Politische Sicherheit von al‑Hasaka am 17. September 2012 berichtet. Dem Schreiben zufolge forderte die PKK, den Schutz der Ölfelder in den kurdischen Gebieten übertragen zu bekommen. Der Minister empfiehlt, diese Forderung zu erfüllen, da auf diese Weise Probleme in der kurdischen Region vermieden werden könnten und die Arbeit gut vorangehen werde. Darüber hinaus habe die PKK gedroht, die Ölfelder in den kurdischen Gebieten anzugreifen, sollte ihnen die Kontrolle verwehrt werden. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PKK‑nahen Partei der Demokratischen Union (PYD) schützen Rumailan gegen Angriffe der Freien Syrischen Armee und ermöglichen der syrischen Regierung so den fortgesetzten Zugang zu den dort lagernden, landesweit größten Ölvorkommen. Dieser Zugang ist kriegswichtig, da Syrien international unter Embargo steht und kein Öl importieren kann. Für die genannten Schutzdienste wird die PYD einem ehemaligen Mitarbeiter der Verwaltung von Rumailan zufolge von der Regierung bezahlt.

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KURDWATCH, 6. Juni 2013 – Am 1. Juni 2013 hat der Asayiş (Sicherheitsdienst) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Aktivisten des Jugendzentrums Zelal sowie der Frauengruppe Ronî in al‑Qamischli mehrere Stunden festgehalten und verhört, nachdem sie arabische Flüchtlinge besucht und Spielzeug an deren Kinder verteilt hatten. Eine Mitarbeiterin des Asayiş beschimpfte und beleidigte die jungen Leute als »Dreck« und warf ihnen vor, vom Syrischen Nationalrat in Istanbul finanziert zu werden. Darüber hinaus verlangte sie, das Zentrum offiziell beim Asayiş zu registrieren, bevor weitere Aktivitäten unternommen werden.

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KURDWATCH, 2. Juni 2013 – Am 25. Mai 2013 haben Kämpfer der Dschabhat an‑Nusra in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) drei Kombattanten der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführt. Daraufhin brachte die YPG zwei Angehörige der Dschabhat an‑Nusra in ihre Gewalt. Über Opfer bei den folgenden Schusswechseln ist nichts bekannt; nach der Vereinbarung einer Waffenruhe wurden die Geiseln beider Seiten freigelassen. Die Waffenruhe hielt jedoch nur wenige Stunden. Sowohl in Raʾs al‑ʿAin als auch im zwanzig Kilometer östlich gelegenen Tall Abu Raʾsain (Girbawî) kam es am 26. Mai zu weiteren Schusswechseln. Mindestens zwei YPG‑Kämpfer sowie vier Kämpfer der Dschabhat an‑Nusra kamen in Raʾs al‑ʿAin ums Leben. Die Stadt ist seit dem letzten Abkommen zwischen PYD und Dschabhat an‑Nusra [weitere Informationen] in zwei Sektoren aufgeteilt, einer wird von der YPG und dem Asayiş (Sicherheitsdienst) der PYD kontrolliert, der andere von der islamistischen Dschabhat an‑Nusra.

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KURDWATCH, 31. Mai 2013 – Am 26. Mai 2013 ist es in Tall Tamr (dreißig Kilometer südöstlich von Raʾs al‑ʿAin) erneut zu Schusswechseln zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und bewaffneten Mitgliedern des arabischen Stammes der Scharabiyin gekommen [weitere Informationen]. Ein YPG‑Kombattant kam bei den Kämpfen ums Leben, Informationen über Opfer unter den Scharabiyin liegen nicht vor. Am 27. Mai wurden ein kurdischer Taxifahrer und seine zwei kurdischen Fahrgäste von Scharabiyin in Tall Tamr entführt. Die Entführten kamen bereits am nächsten Tag wieder frei.

 

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KURDWATCH, 31. Mai 2013 – Am 23. Mai 2013 hat der Staatssicherheitsdienst in Damaskus Yasir Husain Karami (geb. 1979 in ʿAin al‑ʿArab [Kobanî], Mitglied der SAWA‑Koalition) aus der Haft entlassen. Karami war mit zwei weiteren Personen am 31. Dezember 2012 wegen angeblicher Attentatspläne verhaftet worden [weitere Informationen zum Fall].

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KURDWATCH, 31. Mai 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 18. bis zum 24. Mai 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 24. Mai forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Betrüger des Widerstands«, mit dem sie gegen die offene Einmischung von Milizen der libanesischen Hizbullah an mehreren Fronten protestierten. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten diese Woche nur eine Demonstration in al‑Qamischli, auf der die Freilassung von Abdullah Öcalan gefordert wurde. In al‑Qamischli fand außerdem je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. In ʿAmuda gab es nur eine regimekritische Demonstration, organisiert von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. In al‑Hasaka kam es zu zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ad‑Darbasiya und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gab es jeweils eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt, in al‑Maʿbada nahmen nur einige Dutzend Demonstranten teil. In al‑Qamischli und al‑Malikiya forderten Demonstranten auf Bannern erneut die Freilassung der politischen Gefangenen aus den PYD‑Gefängnissen. Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) errichteten in al‑Malikiya im Vorfeld der Demonstration des Kurdischen Nationalrats vor allem an den Hauptzufahrtsstraßen sowie im Zentrum zahlreiche Kontrollpunkte und durchsuchten Fahrzeuge. In al‑Dschawadiya (Çil Axa), al‑Qahtaniya (Tirbesipî), ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 28. Mai 2013 – Alle sechsundsiebzig von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführten Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar sind wieder frei [weitere Informationen zum Fall]. Zuletzt wurden am 25. Mai ʿUthman Batal (Mitglied des Regionalkomitees von ʿAfrin) sowie Hasan ʿAte (Mitglied des Regionalkomitees von ʿAin al‑ʿArab [Kobanî]) aus der Haft entlassen. Saʿid ʿUmar, Direktor des Büros für Allgemeinen Beziehungen von el‑Partî, erklärte gegenüber KurdWatch: »Alle Entführten wurden brutal behandelt. Sie wurden gezwungen, sich flach auf den Boden zu legen. YPG und Asayiş haben sie bedroht und während der Verhöre angebrüllt. Auch die Mobiltelefone wurden zunächst eingezogen, später jedoch zurückgegeben.«

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KURDWATCH, 28. Mai 2013 – Der kurdische Rekrut Aras Kamal Hasan (geb. 1985 in al‑Hasaka) ist am 15. Juni 2011 während der Ableistung seines Militärdienstes in Damaskus inhaftiert worden. Sein Bruder Dschawidan erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir durften ihn nur in den ersten Monaten seiner Haft, in Anwesenheit eines Wärters, für jeweils zehn Minuten treffen. Seit mehr als einem halben Jahr konnten wir ihn gar nicht mehr besuchen. Wir wissen nicht einmal, wann die Gerichtsverhandlung stattfinden soll. Wir wissen nur, dass ihm vorgeworfen wird, während seines Dienstes nicht auf Demonstranten geschossen zu haben.«

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KURDWATCH, 26. Mai 2013 – Nach der Schließung des Grenzübergangs Faisch Khabur (östlich von al‑Malikiya [Dêrik]) durch die kurdische Regionalregierung im Irak (KRG) am 20. Mai 2013 hat sich die Situation zwischen der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der KRG weiter verschärft. Die Schließung des Grenzübergangs, dessen Einnahmen auf syrischer Seite nahezu ausschließlich der PYD zugutekamen [weitere Informationen], erfolgte in Reaktion auf die Entführung mehrerer Dutzend Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar [weitere Informationen]. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD organisierten daraufhin am 20. Mai eine Militärparade von al‑Qamischli nach al‑Malikiya, bei der auch schwere Waffen zur Schau gestellt wurden und verstärkten ihre Militärpräsenz auf der syrischen Seite der Grenze. Am selben Tag wurde der PYD auf der Website der KRG unter Hinweis auf eine anonyme Quelle indirekt vorgeworfen, die anderen kurdischen Parteien in Syrien zu marginalisieren und für Morde und Entführungen verantwortlich zu sein. Darüber hinaus kündigte die KRG einen möglichen Politikwechsel an, sollte das Abkommen von Erbil [weitere Informationen] nicht in seinen wesentlichen Punkten umgesetzt werden. Die Entführten Mitglieder der el-Partî sind seit dem 22. Mai wieder frei.

 

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KURDWATCH, 26. Mai 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 11. bis zum 17. Mai 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 17. Mai forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Die Entscheidung [über das Schicksal] Syriens ist unabhängig [wird allein von den Syrern getroffen]«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten auch diese Woche keine Demonstrationen. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. In ʿAmuda gab es nur eine regimekritische Demonstration, organisiert von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. Anhänger des Kurdischen Nationalrats verzichteten aufgrund der Erntezeit sowie der Abschlussklausuren des aktuellen Schuljahrs darauf, eine Demonstration zu organisieren. In al‑Hasaka kam es zu zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ad‑Darbasiya und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gab es jeweils eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration, während auch in al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) wegen der anstehenden Ernte und den Abschlussklausuren keine Demonstrationen stattfanden. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt, in al‑Maʿbada nahmen nur einige Dutzend Demonstranten teil. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es erneut keine Proteste. In al‑Qamischli und al‑Malikiya forderten Demonstranten auf Bannern die Freilassung der politischen Gefangenen aus den PYD‑Gefängnissen.

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KURDWATCH, 23. Mai 2013 – Am 19. Mai 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) insgesamt sechsundsiebzig Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar an verschiedenen Orten entführt. Die meisten von ihnen befanden sich auf dem Rückweg von einer Kaderschulung in Irakisch-Kurdistan. ʿAbdulhakim Baschar erklärte gegenüber KurdWatch: »Die YPG übernimmt die Arbeit des Regimes. Sie agiert wie der Staatssicherheitsdienst, der Militärische Nachrichtendienst und das Direktorat für politische Sicherheit.« Auf die Nachfrage, was die Kader in Irakisch-Kurdistan genau gemacht hätten, antwortete er: »Die PYD kann uns nicht vorschreiben, auf welche Weise wir aktiv werden. Es geht nur uns etwas an, was unsere Kader in Irakisch-Kurdistan tun, nicht die PYD.« Die PYD erklärte, die el‑Partî-Mitglieder seien festgenommen worden, weil sie die Grenze illegal überquert hätten. Sie würden freigelassen, sofern keine weiteren Vorwürfe gegen sie bekannt würden. Einem hochrangigen Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) zufolge schloss die kurdische Regionalregierung (KRG) als Antwort auf die Entführung am 20. Mai 2013 den östlich von al‑Malikiya (Dêrik) gelegenen Grenzübergang Faisch Khabur.

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KURDWATCH, 22. Mai 2013 – ʿAbdulhakim Baschar, Sekretär der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî), bestätigte gegenüber KurdWatch Medienberichte, denen zufolge die vier Parteien der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien [Weitere Informationen zur Union] die Auflösung ihrer Parteien und die Bildung einer neuen Partei planen: »Ja, wir haben diese Entscheidung getroffen. Wir werden ein Komitee bilden, das die Vereinigung vorbereiten soll. Das ist aber keine Angelegenheit von zwei Wochen. Wir sind in allen Bereichen sehr nah beieinander, aber wir müssen den Prozess ruhig angehen, damit die Vereinigung nicht misslingt.«

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KURDWATCH, 22. Mai 2013 – Am 18. Mai 2013 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Jurastudenten Scherko ʿAbdurrazzaq Khalil (geb. 1992 in Raʾs al‑ʿAin) entführt. Die Hintergründe sind noch unklar. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Familie von Scherko wird vorgeworfen, Schulden in Höhe von circa neunzigtausend Syrischen Lira zu haben. Deshalb wurde auch Anzeige erstattet. Allerdings glaube ich nicht, dass die PYD Interesse daran hat, jemanden wegen einer solchen Summe zu inhaftieren. Ich denke, Grund für die Inhaftierung ist, dass ein naher Verwandter von Scherko für die Freie Syrische Armee aktiv gewesen ist.«

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KURDWATCH, 22. Mai 2013 – Am 16. Mai 2013 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Kadschin Khalaf Siradschuddin (geb. 1988 in al‑Qamischli) entführt. In einem öffentlich gemachten Video erklärte der Vater des Studenten und Mitglieds des Schaikh-Maʿschuq-Khaznawi-Bataillons der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), der Asayiş habe behauptet, sein Sohn werde gesucht, ohne jedoch den Grund hierfür zu nennen. Er verlangte die sofortige Freilassung seines Sohnes.

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KURDWATCH, 20. Mai 2013 – Am 13. Mai 2013 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Tall Maʿruf (zwanzig Kilometer südöstlich von al‑Qamischli) Sardar Qare, Mitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), entführt. Hintergrund der Entführung ist einer Erklärung der Yekîtî zufolge Qares militärisches Engagement für die Partei, die in den kurdischen Gebieten mehrere militärische Bataillone mit jeweils ein paar Dutzend Kämpfern unterhält.

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KURDWATCH, 18. Mai 2013 – Am 24. April 2013 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Muhammad Salim Muhammad Saʿid, Mitglied des Schaikh-Maʿschuq-Khaznawi-Bataillons der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), freigelassen. Muhammad Saʿid war am 17. April mit sechs weiteren Kämpfern des Bataillons von der YPG entführt worden. Die anderen Kämpfer sind nach wie vor in der Gewalt der YPG. Ein Mitglied des Schaikh-Maʿschuq-Khaznawi-Bataillons erklärte gegenüber KurdWatch, Muhammad Saʿid sei von der YPG gefoltert worden.

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KURDWATCH, 17. Mai 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 4. bis zum 10. Mai 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 10. Mai forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Baniyas, konfessionelle Säuberung unter internationalem Schutz«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten auch diese Woche keine Demonstrationen. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. In ʿAmuda gab es nur eine regimekritische Demonstration, organisiert von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. Anhänger des Kurdischen Nationalrats verzichteten aufgrund des Beginns der Erntezeit sowie der Abschlussklausuren des aktuellen Schuljahrs darauf, eine Demonstration zu organisieren. In al‑Hasaka kam es zu zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gab es jeweils eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste. Insgesamt ist die Zahl der Demonstranten in den kurdischen Gebieten zunehmend im Sinken begriffen.

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KURDWATCH, 14. Mai 2013 – Am 6. Mai 2013 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), am Grenzübergag Faisch Khabur, östlich von al~Malikiya (Dêrik), den Bus der Führungspolitiker der Parteien des Kurdischen Nationalrats, der sich auf der Rückfahrt von einem Treffen mit Präsident Barzani in Erbil befand [weitere Informationen], angehalten. Die Politiker mussten das Fahrzeug verlassen, das anschließend durchsucht wurde. Unter anderem bestätigte Ibrahim Biro, Sekretär der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), den Vorfall. Biro forderte die PYD auf, sich zu entschuldigen. Er erklärte weiterhin, dass die Mitglieder des Asayiş angegeben hätten, auf Anweisung zu handeln.

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KURDWATCH, 14. Mai 2013 – Am 1. Mai 2013 hat Kamiran Hadsch ʿAbdu, Mitglied des Führungskomitees der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî), in einer Erklärung dem Sekretär der Partei, Muhiyuddin Schaikh Ali, sowie dem Führungskomitee vorgeworfen, die politischen Grundsätze des beim letzten Parteitag [weitere Informationen] verabschiedeten Programms manipuliert zu haben. Die Abschlusserklärung, die er selbst mit vorbereitet habe, hätte den Sturz des Regimes gefordert. In der veröffentlichten Fassung sei jedoch nur noch von einem Ende der Herrschaft des Sicherheitsapparats die Rede. Aufgrund dieser und anderer Meinungsverschiedenheiten hat eine Gruppe von Mitgliedern der Demokratischen Yekîtî Anfang Mai ihren Rückzug aus der Partei angekündigt. Ein Mitglied der Demokratischen Yekîtî erklärte gegenüber KurdWatch: »Alis Ambitionen, die Partei zu kontrollieren, sind auf dem Parteitag offensichtlich geworden. Mitglieder diverser Parteikreise haben einen außerordentlichen Parteitag gefordert. Ali darf sich nicht einfach über die Forderungen der Parteimitglieder hinwegsetzen.«

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KURDWATCH, 12. Mai 2013 – Vom 28. April bis zum 6. Mai 2013 hat Präsident Masʿud Barzani die Spitzen der Parteien des Kurdischen Nationalrats sowie Vertreter der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Erbil eingeladen, um mit ihnen über eine Lösung der Probleme zwischen Kurdischem Nationalrat und Volksrat von Westkurdistan zu diskutieren. Vertreter der PYD sowie der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien, der Nähe zur PYD vorgeworfen wird, blieben dem Treffen jedoch fern. In einer Erklärung begründete die Fortschrittspartei ihre Abwesenheit damit, dass ähnliche Treffen wiederholt ergebnislos verlaufen wären. Außerdem solle der Kurdische Nationalrat zuerst seine eigenen Probleme lösen. Ähnlich äußerte sich auch die PYD, die ein Treffen mit Vertretern des Kurdischen Nationalrats ablehnte, da sie »nicht Teil des Problems« sei. Darüber hinaus erklärte die PYD, sich nicht mit Vertretern der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa an einen Tisch zu setzen, da diese an der Tötung von Kurden beteiligt sei. Unabhängig davon schickte sie mehrere Delegierte nach Irakisch-Kurdistan, um dort Präsident Barzani separat zu treffen.

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KURDWATCH, 7. Mai 2013 – Zwischen 26. April und 3. Mai 2013 kam es in Tall Tamr (siebenunddreißig Kilometer südöstlich von Raʾs al‑ʿAin) wiederholt zu Schusswechseln zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und bewaffneten Mitgliedern des arabischen Stammes der Scharabiyin [weitere Informationen]. Darüber hinaus wurden am 27. April an einem Kontrollpunkt der Scharabiyin im Umland von Tall Tamr mindestens vier Kurden festgenommen, sie kamen nach wenigen Tagen wieder frei. Nach Angaben der YPG sollen auch islamische Gruppen, darunter die Dschabhat an‑Nusra, an der Seite der Scharabiyin gekämpft haben. In einer Erklärung gab die YPG bekannt, dass vier ihrer Mitglieder getötet worden seien sowie fünfunddreißig Kämpfer der Gegenseite. Darüber hinaus seien ein Kämpfer aus Saudi-Arabien, einer aus Europa sowie drei Kurden aus Kirkuk von der YPG gefangen genommen worden, die auf Seiten der Scharabiyin gekämpft hätten.

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KURDWATCH, 6. Mai 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 27. April bis zum 3. Mai 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 3. Mai forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Eure Tabus töten die Syrer«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten diese Woche keine Demonstrationen. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. In ʿAmuda kam es zu zwei regimekritischen Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. Auch in al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gab es jeweils eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 5. Mai 2013 – Am 24. April 2013 ist der Aktivist und Journalist Schiyar Khalil (geb. 1985 in ʿAfrin), Mitglied der Union Kurdischer Journalisten, in einem Damaszener Café mit sieben weiteren syrischen Aktivisten festgenommen worden. Bisher ist offen, welcher Sicherheitsdienst für die Festnahmen verantwortlich ist.

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KURDWATCH, 4. Mai 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 20. bis zum 26. April 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 26. April forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Schutz der Mehrheit«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten keine Demonstrationen, sondern lediglich Trauerzüge zur Beisetzung von getöteten YPG-[weitere Informationen] und PKK‑Kämpfern in ʿAmuda und ad‑Darbasiya. In al‑Qamischli fand je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von verschiedenen Jugendgruppen) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. In ʿAmuda kam es zu zwei regimekritischen Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. Auch in al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gab es jeweils eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 2. Mai 2013 – Am 25. April 2013 ist Mustafa Farhan (geb. 1970 in Raʾs al‑ʿAin, verheiratet, vier Kinder), Führungsmitglied der Kurdischen Linkspartei in Syrien von Muhammad Musa, auf dem Weg zwischen Tall Tamr und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) entführt worden. In einer Erklärung hat die Linkspartei bewaffnete Mitglieder des arabischen Stammes der Scharabiyin für die Entführung verantwortlich gemacht. Am selben Tag kam es in Tall Tamr zu einem Schusswechsel zwischen Scharabiyin und Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) [weitere Informationen]. Farhan kam bereits am nächsten Tag wieder frei.

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KURDWATCH, 2. Mai 2013 – Am 25. April 2013 ist es an einem Kontrollpunkt der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Tall Tamr (siebenunddreißig Kilometer südöstlich von Raʾs al‑ʿAin) zu einem Schusswechsel zwischen YPG und bewaffneten Mitgliedern des arabischen Stammes der Scharabiyin gekommen. Dabei sollen mindestens ein YPG‑Kämpfer sowie acht Scharabiyin getötet worden sein, darunter eine Frau.

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KURDWATCH, 1. Mai 2013 – Am 26. April 2013 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD) Flugblätter in al‑Qamischli verteilt, in denen alle zivilgesellschaftliche Institutionen aufgefordert werden, sämtliche Demonstrationen beim Asayiş zu beantragen [weitere Informationen]. Ausgenommen sind allein die Freitagsdemonstrationen. Wer sich nicht an diese Anweisung hält, soll gemäß gesetzlicher Bestimmungen bestraft werden. Unklar ist, ob hier auf syrisches Recht oder auf Parallelrecht der PYD Bezug genommen wird.

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KURDWATCH, 1. Mai 2013 – Mitte April 2013 hat die Kurdische Regionalregierung im Irak begonnen, am Grenzübergang Faisch Khabur, östlich von al‑Malikiya (Dêrik), eine provisorische Brücke über den Tigris zu bauen. Die Brücke ist dem starken Grenzverkehr zwischen den kurdischen Gebieten Syriens und des Irak geschuldet und soll insbesondere den Transport von Gütern erleichtern. Bisher wurden Personen und Güter mit Booten sowie einer Seilbahn über den Grenzfluss transportiert. Die syrische Seite des Grenzübergangs wird offiziell vom Hohen Kurdischen Gremium kontrolliert. Grenzgebühren sollen zwischen dem Volksrat von Westkurdistan und dem Kurdischen Nationalrat aufgeteilt werden. In der Praxis ist dies jedoch bisher nicht geschehen. »Bislang dürften rund einhunderttausend Dollar an den Grenzübergängen zu Irakisch-Kurdistan eingenommen worden sein«, so ein Verantwortlicher für Finanzen im Hohen Kurdischen Gremium. »Meines Wissens hat der Kurdische Nationalrat davon nichts erhalten, allenfalls gingen kleinere Summen an einzelne Parteien. Die PYD kontrolliert die gesamten Einnahmen.«

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KURDWATCH, 29. April 2013 – Nach jahrzehntelangen Sanktionen der kurdischen Sprache in Schulen, Universitäten und Behörden hat die syrische Regierung beschlossen, zukünftig kurdische Literatur an syrischen Universitäten zu lehren. Am 18. April 2013 erklärte Präsident Baschar al‑Assad in einem Interview, dieses Fach an den literarischen Fakultäten des Landes einführen zu wollen. Die Universität von Damaskus hat bereits eine Anzeige veröffentlicht, mit der zwei entsprechende Lehrkräfte gesucht werden.

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KURDWATCH, 29. April 2013 – Das Hohe Kurdische Gremium hat in mehreren kurdischen Städte begonnen, syrische Autonummernschilder durch neue, speziell für die kurdischen Gebiete gefertigte zu ersetzen. Auf diesen Schildern stehen die kurdischen Städtenamen in arabischer und lateinischer Schrift. Zudem findet sich neben der Abkürzung SYR für Syrien RK für Rojavayê Kurdistan (Westkurdistan).

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KURDWATCH, 27. April 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 13. bis zum 19. April 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 19. April forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Iran und Hizbullah, ihr werdet mit Assad besiegt«. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten lediglich in al‑Qamischli eine Demonstration, diese stand unter dem Motto »Wir werden das Massaker von Schaikh Maqsud nicht vergessen«. In al‑Qamischli fand außerdem je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) sowie Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) statt. Darüber hinaus protestierte die Kurdische Zukunftsbewegung in Syrien von Rezan Bari Schaikhmus gegen die Politik der PYD. Sie warf ihr vor, Andersdenkende mit Gewalt zum Schweigen zu bringen. In ʿAmuda kam es zu zwei regimekritischen Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. Auch in al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen, eine vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen organisiert. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gab es jeweils eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 26. April 2013 – Am 20. April 2013 haben Regierungstruppen versucht, das Aleppiner Stadtviertel al‑Aschrafiya zurückzuerobern. Kämpfer der Kurdische-Front-Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA) konnten ihre Stellungen im Viertel jedoch verteidigen. Auch am 21. und 22. April kam es zu gelegentlichen Schusswechseln. Nach Angaben der Kurdische-Front-Brigade sind mindestens fünf Soldaten der syrischen Armee bei den Kämpfen getötet worden.

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KURDWATCH, 26. April 2013 – Am 17. April 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Bangin Ahmad, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî), aus seinem Haus in Tall Abu Raʾsain (Girbawî), zwanzig Kilometer östlich von Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), entführt. Die Bezirksgruppe al‑Qamischli der Demokratischen Yekîtî hat in einer Erklärung die Entführung durch die YPG verurteilt und die PYD aufgefordert, den Entführten freizulassen. Die Führung der Demokratischen Yekîtî hat sich bislang nicht geäußert. Während diese dem sogenannten ʿAfrin-Flügel der Partei zuzuordnen ist und als PYD‑nah gilt, ist die al‑Qamischli/Dschazira-Fraktion eher PYD‑kritisch.

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KURDWATCH, 25. April 2013 – Vom 30. März bis zum 1. April 2013 nahmen in der Nähe von ʿAfrin über hundert Delegierte aus dem In- und Ausland am siebten Parteitag der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) teil. Der Parteitag war Ismaʿil ʿUmar, dem 2010 verstorbenen Gründer der Demokratischen Yekîtî sowie Kamal Hanan und Scherzad ʿAlamdar, zwei während der syrischen Revolution getöteten Mitgliedern, gewidmet. Die Versammelten bestätigten die derzeitige politische Linie der Partei und bekannten sich zu den folgenden Grundsätzen:
– Sieg der Revolution, der Freiheit und der Würde; für ein freies, demokratisches, pluralistisches und dezentrales Syrien;
– Schutz der Einheit der Kurden und des Friedens innerhalb der Bevölkerung;
– Stärkung der Rolle der Partei auf allen Gebieten;
– die Freiheit der Frauen ist die Grundlage des gesellschaftlichen Fortschritts.
Zum Sekretär wurde erneut Muhiyuddin Schaikh Ali gewählt, zu seinem Stellvertreter Mustafa Maschayikh. Ebenfalls gewählt wurden ein aus neun Personen bestehendes Politbüro sowie ein zehnköpfiges Führungskomitee. Erstmals gelangte mit Fasla Yusuf eine Frau ins Politbüro. Der Posten des Vorsitzenden, der seit dem Tod von Ismaʿil ʿUmar 2010 vakant ist, wurde nicht besetzt. Ahmad Tschato, neu gewähltes Politbüromitglied, erklärte gegenüber KurdWatch »Wir haben wenige Wochen vor dem Parteitag ein juristisches Vorbereitungskomitee gebildet. Das Komitee hat unter anderem vorgeschlagen, die Position des Vorsitzenden abzuschaffen. Nach Ismaʿil ʿUmar soll niemand mehr diese Position besetzen. Der Vorschlag wurde angenommen.« Ursprünglich war die »Doppelspitze« aus Vorsitzendem und Sekretär geschaffen worden, um die Spaltung der aus zwei Flügeln bestehenden Partei zu verhindern: Sowohl der al‑Qamischli/Dschazira-Flügel unter Ismaʿil ʿUmar als auch der ʿAfrin-Flügel unter Muhiyuddin Schaikh Ali durften eine der Positionen besetzen und konnten auf diese Weise behaupten, die Partei zu führen. Nach dem Tod ʿUmars blieb sein Posten vakant, weil befürchtet wurde, eine Besetzung könne zu Konflikten oder gar zur Spaltung der Partei führen. Ali, der Mitglied des juristischen Vorbereitungskomitees des Parteitags war, wird nun vorgeworfen, mit der Abschaffung des Vorsitzendenpostens und seiner eigenen Wiederwahl den al‑Qamischli/Dschazira-Flügel der Partei entmachten zu wollen. Seine Wiederwahl sei nur zustande gekommen, weil der Parteitag in ʿAfrin stattgefunden habe, eigentlich verfüge er über weniger Anhänger als der al‑Qamischli/Dschazira-Flügel. Dieser wirft ihm zudem vor, seit Jahren mit dem Regime zu kooperieren und seit der Revolution faktisch die Politik der Partei der Demokratischen Union (PYD) umzusetzen.

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KURDWATCH, 21. April 2013 – Am 11. April 2013 ist der Sekretär der Kurdischen Demokratischen Gleichheitspartei in Syrien, ʿAziz Dawud, nach schwerer Krankheit verstorben. Dawud hatte die Gleichheitspartei 1992 gegründet und amtierte seitdem als ihr Sekretär.

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KURDWATCH, 19. April 2013 – Seit dem 29. März 2013 dauern die Kämpfe im Aleppiner Stadtviertel Schaikh Maqsud an [weitere Informationen]. Das Viertel wird von Regierungstruppen regelmäßig mit Raketen beschossen. Medienberichten zufolge sind bisher über vierzig Zivilisten ums Leben gekommen. Die Front verläuft zwischen dem Regime auf der einen und der Freien Syrischen Armee (FSA), den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie der Kurdische-Front-Brigade auf der anderen Seite. Die Kurdische-Front-Brigade soll ursprünglich vom Hohen Kurdischen Gremium – dem gemeinsamen Gremium aus Kurdischem Nationalrat und Volksrat von Westkurdistan – initiiert worden sein. Auf einem Gründungsvideo vom Januar 2013 sind sowohl Fahnen der FSA als auch der YPG zu sehen. Auf späteren Videos fehlen die PYD‑Fahnen. Darüber hinaus kündigte die Kurdische-Front-Brigade ihren vollständigen Übertritt zur FSA an. Die YPG verhindert eigenen Angaben zufolge derzeit den Einmarsch der Regierungstruppen nach Schaikh Maqsud, kämpft somit in Aleppo auf Seiten der Opposition.

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KURDWATCH, 19. April 2013 – Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf das Dorf Tall Haddad (dreißig Kilometer westlich von al‑Yaʿrubiya [Tel Koçer]) sind mindestens vierzehn Zivilisten ums Leben gekommen. Der Angriff galt einer Einheit der Freien Syrischen Armee. Tall Haddad sowie die umliegenden Dörfer werden von Kurden und Arabern bewohnt. Die Gegend wird seit mehreren Wochen von der Freien Syrischen Armee kontrolliert.

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KURDWATCH, 18. April 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 6. bis zum 12. April 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Am 12. April forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Syrien ist zu stark, um geteilt zu werden«. In al‑Qamischli fanden erneut keine Demonstrationen statt. Grund dafür waren Kämpfe zwischen der FSA und Regierungstruppen [weitere Informationen]. In ʿAmuda kam es zu drei regimekritischen Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von arabischen Gruppen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gab es jeweils zwei Demonstrationen, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 18. April 2013 – Am 11. April 2013 hat die Freie Syrische Armee (FSA) mit einem Vorstoß zur Eroberung al‑Qamischlis begonnen. Aus mehreren von ihr kontrollierten arabischen Dörfern etwa zehn Kilometer südlich der Stadt beschoss sie den militärisch wichtigen Flughafen mit Boden-Boden-Raketen. Die Regierungstruppen antworteten ebenfalls mit Boden-Boden-Raketen. Die Kämpfe dauerten mindestens vierundzwanzig Stunden an. Wenigstens zwei Raketen der FSA schlugen in Wohnhäuser etwa zwei Kilometer nördlich des Flughafens ein, es gab jedoch weder Tote noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Über die Zahl der Opfer unter den Kombattanten liegen keine Informationen vor. Tausende Bewohner verließen ihre Häuser im Umkreis des Flughafens.

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KURDWATCH, 17. April 2013 – Am 6. April 2013 ist ein Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, ʿAli Sido ʿAbdo (geb. 1978 in Radschu, verheiratet, keine Kinder), in der Nähe einer Landstraße bei Radschu tot aufgefunden worden. Der Leichnam wies Folterspuren sowie Schussverletzungen im Kopfbereich auf. ʿAbdo war seit dem 4. April 2013 verschwunden. Muhammad Salih Khalil, Mitglied des Politbüros von el‑Partî, erklärte gegenüber KurdWatch: »Die YPG hat ʿAbdo mehrmals bedroht, ich kann aber nicht sagen, dass die YPG ihn ermordet hat. Für eine solche Beschuldigung benötigt man sichtbare Beweise. Allerdings haben YPG und PYD bereits mehrmals Mitglieder unserer Partei bedroht oder entführt, vor einigen Tagen ist sogar eines unserer Parteimitglieder ermordet worden« [weitere Informationen zum Fall].

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 KURDWATCH, 17. April 2013 – Regimenahe syrische Medien haben Anfang April über Regierungspläne berichtet, denen zufolge die Anzahl der syrischen Provinzen von vierzehn auf siebzehn erweitert werden soll. Diesen Berichten zufolge sollen die Provinzen al‑Hasaka, Aleppo und Homs geteilt werden. Die Stadt al‑Qamischli und ihre Umgebung sollen ebenso zu einer neuen Provinz werden wie das Umland von Aleppo, das von der Stadt Aleppo getrennt werden soll. Darüber hinaus ist die Schaffung einer Provinz bei Tadmur (Palmyra) in der syrischen Wüste geplant. Die Regierung hat sich bislang nicht offiziell zu den Plänen geäußert. Die Umstrukturierung könnte zur Schaffung von zwei überwiegend kurdischen Provinzen führen: Der Provinz al‑Qamischli, die neben der gleichnamigen Stadt die überwiegend kurdischen Gebiete im Nordosten Syriens oder einen Teil derselben umfassen könnte sowie eine Provinz, die die überwiegend kurdischen Bezirke ʿAfrin und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) einschließen würde. Diese Bezirke machen den Großteil der ländlichen Gebiete der jetzigen Provinz Aleppo aus. Ein Grund für die Umstrukturierung könnte darin liegen, dass die Regierung Provinzen schaffen möchte, die nicht unter Kontrolle der Freien Syrischen Armee (FSA) stehen – dies würde auf die beiden kurdischen Provinzen sowie die neue Wüstenprovinz zutreffen. Problematisch an letzterer wären die geringe Einwohnerzahl (unter 100 000) sowie die Tatsache, dass es in der Provinz keine Stadt im syrischen Rechtssinn geben würde – eine solche muss mindestens 50 000 Einwohner haben.

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KURDWATCH, 12. April 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 30. März bis zum 5. April 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Darʿa. Am 5. April forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Wir sind Flüchtlinge, Ehre und Würde sind unser Motto«. In al‑Qamischli fanden keine Demonstrationen statt. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten dort jedoch einen Trauerzug für drei am Vortag getötete YPG‑Kämpfer [weitere Informationen zum Fall]]. In ʿAmuda und ad‑Darbasiya nahmen PYD‑Anhänger an einem Trauerzug für einen weiteren YPG‑Kämpfer teil, der bei einem Unfall ums Leben gekommen war. In Damaskus und ar‑Raqqa feierten Anhänger der PYD den Geburtstag von Abdullah Öcalan. In ʿAmuda kam es zu zwei regimekritischen Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von arabischen Gruppen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) organisierte der Kurdische Nationalrat jeweils eine Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 12. April 2013 – Am 4. April 2013 haben bewaffnete Mitglieder des regimenahen arabischen Stammes Tai eine Mühle in Qanat as‑Suwais, einem kurdischen Viertel al‑Qamischlis, besetzt. Sie verließen die Mühle, als sie von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) umzingelt wurden. Kurz darauf errichteten Tai, unterstützt von der syrischen Armee, einen Kontrollpunkt am stark befahrenen Kreisverkehr, von dem aus die seit Monaten gesperrte Straße zum Flughafen abzweigt. Eine Einheit der YPG, die den Kontrollpunkt passierte, wurde einer YPG‑Erklärung zufolge von dort beschossen, drei Kämpfer der YPG getötet. Nach Angaben der YPG hat diese daraufhin mehrere Kontrollpunkte des Regimes in al‑Qamischli angegriffen, sechs Soldaten getötet und mehrere festgenommen. Die getöteten YPG‑Mitglieder wurden am 5. April in al‑Qamischli beigesetzt. Am selben Tag stürmten bewaffnete Tai die Verwaltung der Getreidesilos in Qanat as‑Suwais.

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KURDWATCH, 11. April 2013 – Am 29. März 2013 hat die Freie Syrische Armee, mehrere kurdische Einheiten inklusive, Stellungen von Regierungstruppen im mehrheitlich kurdisch bewohnten Aleppiner Stadtviertel Schaikh Maqsud angegriffen. Daraufhin beschoss die syrische Armee das Viertel mit Boden-Boden-Raketen. Mindestens fünf Zivilisten kamen ums Leben, darunter zwei Kinder. Die Kämpfe dauerten in den folgenden Tagen an. Zahlreiche Menschen flohen Richtung ʿAfrin, wo sie bei Verwandten oder in öffentlichen Gebäuden unterkamen.

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KURDWATCH, 8. April 2013 – Am 29. und 30. März 2013 haben insgesamt 246 Delegierte, davon circa zehn Prozent Frauen, aus dem In- und Ausland am 7. Parteitag der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in ʿAmuda teilgenommen. Zum neuen Generalsekretär wurde Ibrahim Biro, zu seinem Stellvertreter Hasan Salih gewählt. Darüber hinaus wählten die Delegierten ein neues Politbüro aus dreizehn Personen. Dieses soll später um drei weitere Mitglieder aus ʿAin al‑ʿArab, Aleppo und ʿAfrin erweitert werden. Parteimitglieder aus diesen Städten sollen aus Sicherheitsgründen nicht zum Parteitag nach ʿAmuda gereist sein. Die jeweiligen Ortsgruppen werden daher ihre Politbürovertreter in einer Nachwahl bestimmen. Der Parteitag, der nach Tahsin Khairi Mamo, einem in der Haft verstorbenen Parteimitglied [weitere Informationen zum Fall] benannt worden war, bestätigte die politische Linie der Yekîtî und bekannte sich zu den folgenden Zielen:
– Sturz des diktatorischen Regimes und Umsetzung der Ziele der syrischen Revolution: Freiheit und Würde.
– Bildung eines demokratischen, föderalen, pluralistischen und säkularen Syriens.
– Freiheit für alle politischen Gefangenen, die von der Regierung inhaftiert wurden.
Die Yekîtî ist die einzige kurdische Partei in Syrien, die zum fünften Mal in Folge einen neuen Parteichef wählt, ohne dass es deshalb zur Spaltung der Partei kommt.

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KURDWATCH, 7. April 2013 – Am 27. März 2013 haben Anhänger der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien eine Kundgebung vor dem Elektrizitätswerk in ʿAmuda organisiert. Sie protestierten gegen die in letzter Zeit wiederholt vorkommende Abschaltung des Stroms. Die Proteste richteten sich gegen die Partei der Demokratischen Union (PYD), die die Wasser- und Elektrizitätswerke in ʿAmuda kontrolliert. Ein Teilnehmer der Kundgebung berichtete gegenüber KurdWatch: »Wir waren noch nicht einmal eine Stunde vor Ort, als Mitglieder der YPG [der bewaffneten Miliz der PYD] auftauchten und uns aufforderten, die Kundgebung aufzulösen. Als wir unseren Protest fortsetzten, schossen sie in die Luft. Unsere Jugendlichen konnten das nicht hinnehmen, wir haben die YPG mit Steinen beworfen. Daraufhin hat die YPG direkt auf uns geschossen. Drei Teilnehmer unserer Kundgebung wurden getroffen.« Ein PYD‑Mitglied erklärte gegenüber KurdWatch: »Was können die Beamten des Elektrizitätswerks für die Stromknappheit? Der Strom wird in al‑Hasaka und anderen Orten in das Stromnetz eingespeist, auch unsere Anhänger haben in ʿAmuda keinen Strom. Die Demonstranten waren nicht friedlich. Einige waren bewaffnet, sie haben ein YPG‑Mitglied angeschossen. Sogar das Parteibüro der PYD wurde mit Steinen beworfen, außerdem auch die Zentrale des Kurdischen Roten Halbmonds«.

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KURDWATCH, 5. April 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 23. bis zum 29. März 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Darʿa. Am 29. März forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Und verkünde den Geduldigen [die] frohe Botschaft«. Anhänger des Kurdischen Nationalrats forderten erneut die Anerkennung der Rechte der Kurden. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten lediglich eine Demonstration in al‑Qamischli. Diese fand unter dem Motto »Nein zur Auswanderung, Ja zur Rückkehr« statt. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat). In ʿAmuda kam es zu zwei getrennten Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. Auch in al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen, eine organisiert vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) organisierte der Kurdische Nationalrat jeweils eine Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 2. April 2013 – Am 14. März 2013 haben sich Kämpfer der Kurdischen Interventionskräfte, einer bewaffneten Einheit unter Führung von Masʿud Hasan (Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei – Syrien von Lazgin Mahmud Fakhri), an einem Kontrollpunkt der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Hasaka geweigert, ihre Waffen abzugeben. Als die YPG auf der Entwaffnung bestand, kam es zu einem Schusswechsel, in dessen Anschluss die Kämpfer der Interventionskräfte drei Mitglieder der YPG entführten. Nach Vermittlung des Kurdischen Nationalrats wurden die YPG‑Kämpfer am 15. März freigelassen. Lazgin Fakhri erklärte gegenüber KurdWatch: »Die YPG hat Hasan nach der Freilassung ihrer Mitglieder zu Gesprächen eingeladen, um Missverständnisse zu beseitigen und die Atmosphäre zu normalisieren. Als er bei der YPG eintraf, wurde er jedoch festgenommen. Hasan mag einen Fehler gemacht haben, als er die YPG‑Mitglieder festgenommen hat, aber die YPG hatte kein Recht, ihn zu entwaffnen. Eigentlich war das Verhältnis zwischen YPG und Hasan gut. Hasan und seine Kräfte haben die kurdischen Viertel al‑Hasakas sehr aktiv gegen das Regime verteidigt.« Die Kurdischen Interventionskräfte gelten als parteiunabhängig, zahlreiche ihrer Kämpfer sind weder Mitglieder noch Anhänger der Kurdischen Demokratischen Partei – Syrien von Lazgin Mahmud Fakhri.

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KURDWATCH, 1. April 2013 – Nachdem Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) den mehrheitlich arabisch bewohnten Ort Tall Birak (vierzig Kilometer südlich von al‑Qamischli) sowie mehrere umliegende Dörfer eingenommen hatten, sind am 14. März 2013 Bodentruppen der syrischen Armee, unterstützt durch die Luftwaffe und Boden-Boden-Raketen, in den Ort einmarschiert. Am 15. März konnten Einheiten der FSA die Kontrolle über den Ort zurückgewinnen. Dutzende Armeeangehörige kamen bei den Kämpfen ums Leben.

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KURDWATCH, 1. April 2013 – Anas ʿAbdulhakim al‑Husaini (geb. 1983 in al‑Qamischli), Yasir Husain Karami (geb. 1979 in ʿAin al‑ʿArab [Kobanî], Mitglied der SAWA‑Koalition) und ʿAbdurraʾuf ʿAbdulilah al‑Husaini (geb. 1983 in al‑Qamischli) sind am 31. Dezember 2012 von Mitarbeitern des Staatssicherheitsdienstes in Damaskus verhaftet worden. Anas al‑Husaini war Manager in einer Reinigungsfirma, die sich auf staatliche Einrichtungen spezialisiert hatte (inklusive sensibler Gebäude wie das Außenministerium und den Präsidialpalast). Die beiden anderen Verhafteten arbeiteten als Vorarbeiter in derselben Firma. Am 2. März 2013 strahlten syrische Fernsehkanäle ein Interview mit Anas al‑Husaini aus, in dem er gesteht, ein Attentat auf den syrischen Präsidenten geplant zu haben. Bislang haben weder Familienangehörige noch Rechtsanwälte Zugang zu den Inhaftierten.

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KURDWATCH, 31. März 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 16. bis zum 22. März 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Darʿa. Am 22. März forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Eure Chemiewaffen werden die Verbreitung der Freiheit niemals stoppen können«. Anhänger des Kurdischen Nationalrats forderten erneut die Anerkennung der Rechte der Kurden, während die Partei der Demokratischen Union (PYD) keine Proteste organisierte. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat). In ʿAmuda kam es zu zwei getrennten Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. Auch in al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen, eine organisiert vom Kurdischen Nationalrat, die andere von arabischen Gruppen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) organisierte der Kurdische Nationalrat jeweils eine Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden erst am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 30. März 2013 – Am 19. März 2013 hat die Nationale Koalition in Istanbul Ghassan Hittu (geb. 1963 in Damaskus) zum ersten Regierungschef der syrischen Opposition gewählt. Hittu war wider Erwarten mit einfacher Mehrheit gewählt worden. Fünfunddreißig der dreiundfünfzig anwesenden Delegierten stimmten für ihn, darunter auch die Fraktion der Muslimbrüder. Neun Delegierte hatten die Sitzung aus Protest verlassen, da sie eine einvernehmliche Ernennung erwartet hatten. In den nächsten Wochen soll eine Regierung mit Hauptsitz in den befreiten Gebieten Nordsyriens gebildet werden. Hittu ist seit Beginn der syrischen Revolution vor zwei Jahren gegen das Regime aktiv. Er ist kurdischer Herkunft, hat sich jedoch bislang weder aktiv für die kurdische Frage eingesetzt noch öffentlich dazu geäußert. Vor seiner Wahl war er innerhalb oppositioneller Kreise kaum bekannt.

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KURDWATCH, 28. März 2013 – Am 21. März 2013 sind über vierzig Menschen bei einem Bombenanschlag auf eine Damaszener Moschee ums Leben gekommen, darunter der sunnitische Kleriker Muhammad Saʿid Ramadan al‑Buti (geb. 1929). Al‑Buti, der kurdischer Herkunft war, unterhielt seit Jahrzehnten gute Beziehungen zur herrschenden Assad-Familie. Er war einer der wenigen sunnitischen Unterstützer des Regimes, die gleichzeitig großes Ansehen in der islamischen Welt genossen. Vertreter der Regierung und der Opposition beschuldigen einander gegenseitig, für den Anschlag verantwortlich zu sein.

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KURDWATCH, 28. März 2013 – Am 19. März 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD), unterstützt von bewaffneten Mitgliedern der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien, eine Kundgebung der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in al‑Malikiya (Dêrik) angegriffen. Mit der Kundgebung sollte das kurdische Neujahrsfest Newroz gefeiert werden. Ein Aktivist der Yekîtî erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Angreifer wollten unsere Kundgebung mit der Begründung verbieten, wir hätten keine Genehmigung beim Asayiş [Sicherheitsdienst der PYD] beantragt. Wir sagten ihnen, wir seien genau wie die PYD Mitglied des Hohen Kurdischen Gremiums und benötigten keine Genehmigung von anderen Mitgliedern. Das gefiel ihnen gar nicht, sie haben daraufhin über unsere Köpfe in die Luft geschossen. Wir haben dann auch geschossen. Das können wir auch. Sie sind dann verschwunden.« Etwa zwei Stunden nach dem Vorfall löste sich die Versammlung auf.

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KURDWATCH, 24. März 2013 – Am 17. März 2013 kamen Sultana ʿAli (geb. 1968, verheiratet) sowie ein Säugling im al‑Mufti-Viertel von al‑Hasaka durch Raketenbeschuss ums Leben. Zwei weitere Kinder verloren je eine Hand. Zahlreiche weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.

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KURDWATCH, 23. März 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 9. bis zum 15. März 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Darʿa. Am 15. Februar forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie versammelten sich unter dem gemeinsamen Motto »Zwei Jahre Kampf und der Sieg unserer Revolution ist erschienen« und gedachten der ersten regimekritischen Demonstrationen, die genau zwei Jahre zuvor in Damaskus stattgefunden hatten. Anhänger des Kurdischen Nationalrats feierten ebenfalls den Jahrestag der Revolution, gleichzeitig erinnerten sie an die Opfer des Giftgasangriffs auf Halabdscha (Irakisch-Kurdistan) vor fünfundzwanzig Jahren. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) gingen unter dem Motto »Wir werden das Massaker von Halabdscha nicht vergessen« auf die Straße. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. Auch in al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, eine organisiert vom Kurdischen Nationalrat, eine von der PYD sowie eine von regimekritischen arabischen Gruppen. In ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. In ʿAfrin, ad‑Darbasiya, al‑Malikiya (Dêrik) und al‑Maʿbada (Girkê Legê) organisierten Anhänger des Kurdischen Nationalrats jeweils eine Demonstration.

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KURDWATCH, 23. März 2013 – Am 14. März 2013 haben etwa achtzig Mitglieder der in der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien zusammengeschlossenen Parteien in ʿAmuda gegen die politische Machtlosigkeit der Union protestiert. Nach Demonstrationen vor den Büros der Mitgliedsparteien versammelten sich die Demonstranten in einem Veranstaltungssaal, um einen Hungerstreik zu beginnen. Die Parteien wurden aufgefordert, eine echte Einheit zu bilden und insbesondere ihre militärischen Kräfte zu vereinigen. Nach einem Besuch führender Politiker der Union bei den Protestierenden wurde der Streik noch am selben Tag beendet.

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KURDWATCH, 21. März 2013 – Am 12. März 2013, anlässlich des 9. Jahrestages des »Aufstands von al‑Qamischli«, nahmen um elf Uhr Ortszeit Hunderttausende in den kurdischen Gebieten an einer Schweigeminute teil, um der Opfer von 2004 zu gedenken. Anschließend beteiligten sich Zehntausende an Demonstrationen in al‑Qamischli, ʿAmuda, al‑Hasaka, al‑Malikiya (Dêrik), al‑Qahtaniya (Tirbesipî), al‑Dschawadiya (Çil Axa), ad‑Darbasiya, al‑Maʿbada (Girkê Legê), Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), ʿAfrin, Dschindiras, Radschu und Aleppo. Zahlreiche Geschäfte blieben geschlossen. Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisierten zudem militärische Paraden in al‑Malikiya und ʿAfrin. Die Demonstrationen verliefen friedlich. In allen Ortschaften demonstrierten Anhänger des Kurdischen Nationalrats und der PYD getrennt.

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KURDWATCH, 21. März 2013 – Am 16. März 2013 haben Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Radschu (zwanzig Kilometer nordwestlich von ʿAfrin) Anhänger des Kurdischen Nationalrats angegriffen. Diese hatten im Anschluss an eine Schweigeminute anlässlich des Jahrestages des Giftgasangriffs auf Halabdscha (Irakisch‑Kurdistan) Slogans gerufen, die die Freie Syrische Armee (FSA) feierten. Etwas später griffen Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mehrere Häuser der kurdischen Familie Sido an – die Familie ist dafür bekannt, der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el-Partî) von ʿAbdulhakim Baschar nahe zu stehen. Schervan ʿAli Sido wurde getötet, Luqman, Barzan, Mustafa Dschamal, Muhamad und Anwar Sido wurden von der YPG entführt.

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KURDWATCH, 21. März 2013 – Am 13. und 14. März 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) erneut mehrere kurdische Dörfer bei ʿAfrin angegriffen. Mindestens zehn Personen wurden entführt, darunter Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar sowie der Kurdischen Freiheitspartei (Azadî) von Mustafa Dschumʿa. Ein führendes Mitglieder der Azadî erklärte gegenüber KurdWatch: »Die syrischen Telefonnetze funktionieren seit Tagen nicht, türkische Mobiltelefone haben hier keinen Empfang und die Straßen werden von der YPG kontrolliert. Daher können wir nicht sagen, wie viele Personen genau entführt worden sind. Das Hohe Kurdische Gremium war gerade dabei, zwischen uns und der YPG zu vermitteln, damit die Entführten vom 8. März frei gelassen werden. Mit den neuen Entführungen will die YPG zeigen, dass es keine Macht neben ihr geben darf.«

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KURDWATCH, 19. März 2013 – Nachdem Mustafa ʿAbdo ʿIso (geb. 1963 in Dschindiras, verh., fünf Kinder) am 26. Februar 2013 bei einem Raketenangriff auf den Aleppiner Stadtteil Schaikh Maqsud schwer verwundet worden war, ist das Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) am 13. März 2013 seinen Verletzungen erlegen.

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KURDWATCH, 16. März 2013 – Am 11. März 2013 hat der Sicherheitsdienst (Asayiş) der Partei der Demokratischen Union (PYD) unter anderem in al‑Qamischli und ʿAfrin Flugblätter verteilt, in denen der Bevölkerung in den kurdischen Gebieten eine Frist für die Beantragung von Waffenscheinen gesetzt wird. Bis zum 31. März 2013 müssen alle Waffen beim Asayiş registriert worden sein. Ab April sollen Personen, denen der Besitz nicht registrierter Waffen nachgewiesen wird, bestraft werden. Darüber hinaus sollen Waffenscheine ausschließlich für leichte Waffen ausgestellt werden, schwere Waffen sind laut Flugblatt verboten. An einigen Orten wurden die Anweisungen des Asayiş auch über die Lautsprecher der Moscheen verkündet.

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KURDWATCH, 15. März 2013 – Am 8.‑März‑2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten‑(YPG) der Partei der Demokratischen Union‑(PYD) mit schwer bewaffneten Fahrzeugen die kurdischen Dörfer Basuta, Burdsch ʿAbdullah und Kimar (etwa zehn Kilometer südlich von ʿAfrin) angegriffen. Die Dörfer gelten als Hochburg der Kurdischen Freiheitspartei (Azadî) von Mustafa Dschumʿa. Drei Personen – ʿAdil Hasan, ʿUmar Nabu und ʿAlaʾ ʿAbdu – kamen durch Schussverletzungen ums Leben, zahlreiche weitere Personen wurden verletzt. Darüber hinaus wurden fünfundvierzig bis fünfzig Personen entführt, darunter ʿAbdurrahman Apo, Politbüromitglied der Azadî von Mustafa Dschumʿa. Auch ein Kontrollpunkt der Azadî in Basuta wurde zerstört. Mustafa Mahmud ʿAti, Führungsmitglied der Azadî in Aleppo, erklärte gegenüber KurdWatch: »Unsere Mitglieder und Anhänger halten sich immer noch an die Anweisung der Partei, nicht auf die YPG zu schießen. Auch dann nicht, wenn diese angreift. Aber die YPG hat sämtliche Grenzen überschritten. Wenn sie so weiter macht, ist die Azadî gezwungen, sich auch militärisch zu verteidigen. Wir hoffen nicht, dass es soweit kommt.«

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KURDWATCH, 15. März 2013 – Am 26. Februar 2013 hat die Kurdische Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa das Hohe Kurdische Gremium verlassen. Mustafa Mahmud ʿAti, Führungsmitglied der Partei in Aleppo, erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir haben das Hohe Kurdische Gremium verlassen, um gegen die Entführung unserer Parteimitglieder durch die Partei der Demokratischen Union zu protestieren, die auch Mitglied im Gremium ist. Wir wollen auch dagegen protestieren, dass das Gremium nichts getan hat, um unsere Mitglieder freizubekommen.«

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KURDWATCH, 14. März 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 2. bis zum 8. März 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und ar‑Raqqa. Am 8. Februar forderten Demonstranten im ganzen Land erneut den Sturz des Regimes. Sie gingen unter dem gemeinsamen Motto »Euer konfessioneller Staat wird nicht gelingen«, das sich auf eine mögliche Abspaltung der ʿalawitischen Gebiete vom Rest Syriens bezog, auf die Straße. Anhänger des Kurdischen Nationalrats sowie der Partei der Demokratischen Union (PYD) feierten in getrennten Demonstrationen den Frauentag. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PKK‑nahen Frauenbewegung Yekîtiya Star). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, vom Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, eine organisiert vom Kurdischen Nationalrat, eine von der PYD sowie eine von regimekritischen arabischen Gruppen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 12. März 2013 – Am 14. Februar 2013 haben drei Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) Ahmad Muhammad Mustafa (bekannt als Pir Rustam), Schriftsteller und Mitglied des Zentralkomitees der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî), angegriffen. Sie forderten ihn auf, die Beladung eines Transporters zu stoppen, seine vier Läden in Dschindiras zu schließen und an einem Generalstreik teilzunehmen. Zu diesem hatten PKK‑nahe Organisationen an diesem Tag aufgerufen, um gegen Festnahme und Inhaftierung Abdullah Öcalans zu protestieren. Als Rustam sich weigerte, seine Geschäfte zu schließen, versuchten die Angreifer, ihn mitzunehmen, wurden jedoch durch Nachbarn und Fußgänger gehindert. Nur fünfzehn Minuten, nachdem sie Rustams Laden verlassen hatten, erschien ein gutes Dutzend bewaffneter Mitglieder der Sicherheitskräfte (Asayiş) der Partei der Demokratischen Union (PYD). »Sie stürmten in meinen Laden und fragten ganz frech, wer seine Läden nicht schließen wolle. Ich sagte ihnen, dass ich seit längerer Zeit diesen Geschäftstermin hätte, ich könne den Transporter aus Idlib [einhundert Kilometer südlich von Dschindiras] nicht einfach leer zurück schicken. Sie jedoch wollten mich festnehmen, wenn ich am Streik nicht teilnehme. Als wir laut wurden, versammelte sich erneut eine Menschenmenge um uns. Einige erklärten den Angreifern, wer ich bin. Nur deshalb wurde ich nicht entführt. Meine Geschäfte musste ich dennoch schließen.« Hundertsiebzig Schriftsteller, Politiker und Aktivisten verurteilten wenige Tage später in einer Erklärung den Angriff der PYD auf Pir Rustam. Die Demokratische Yekîtî hingegen, in deren Zentralkomitee Rustam ist, hat sich bis heute nicht zu dem Angriff geäußert.

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KURDWATCH, 10. März 2013 – Am 1. März 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mehrere staatliche Gebäude in Rumailan (zwei Kilometer westlich von al‑Maʿbada [Girkê Legê]) übernommen. Die Gebäude des Direktorats für politische Sicherheit und des Militärischen Nachrichtendienstes, in denen sich Dutzende Angehörige der Sicherheitsdienste verschanzt hatten, sowie ein kleiner militärischer Stützpunkt wurden am 1. und 2. März von der YPG belagert. Am 2. März gaben die Belagerten ihre Stellungen auf, es kam an keinem der Tage zu Kampfhandlungen. Nach Angaben der YPG wurden fünfunddreißig Personen zunächst gefangen genommen, jedoch nach wenigen Stunden wieder entlassen. Rumailan ist das größte Ölfeld Syriens.

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KURDWATCH, 10. März 2013 – Am 1. März 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie einige Anhänger der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien mehrere Geheimdienstgebäude sowie andere staatliche Einrichtungen in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) umstellt. Wenige Stunden später verließen alle syrischen Sicherheitskräfte und Armeeangehörige die Stadt. Die YPG übernahm unter anderem die Kontrolle über die Gebäude des Staatssicherheitsdienstes sowie des Militärischen Nachrichtendienstes, zwei Polizeiwachen, die Rekrutierungsbehörde, das Rathaus, das Büro der regierenden Baʿthpartei sowie das Kulturzentrum.

 

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KURDWATCH, 9. März 2013 – Am 16. Februar 2013 haben Mitglieder des Führungskomitees der kurdischen Ahrar-al‑Kurd-Brigade aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und des Militärischen Komitees der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) ein Abkommen unterzeichnet, das einer enge Zusammenarbeit zwischen beiden Gruppen vorsieht. Die Vereinbarung kam während der Entführung des Pressesprechers von Ahrar al‑Kurd durch die YPG zustande [weitere Informationen zum Fall]]. Ein Aktivist, der Ahrar al‑Kurd nahe steht, erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Führung von Ahrar al‑Kurd war praktisch gezwungen, das Abkommen zu unterschreiben. Die Angst war zu groß, dass Kaban ansonsten ermordet wird.« Ibrahim Mustafa alias Kaban selbst erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Inhalt des Abkommens ist an sich gut. Aber die Umstände, unter denen es zustande kam, waren alles andere als schön.«
Folgende Punkte wurden in dem Abkommen beschlossen:
1. Ahrar al‑Kurd hält sich an die Entscheidungen des Hohen Kurdischen Gremiums und handeln diesen gemäß.
2. Die Kräfte von Ahrar al‑Kurd und der Volksverteidigungseinheiten werden vereinigt.
3. Ahrar al‑Kurd ist in der Führung des Militärischen Komitees der Volksverteidigungseinheiten vertreten und wird zukünftig gemäß den Entscheidungen der militärischen Führung des Hohen Kurdischen Gremiums handeln.
4. Alle Mitglieder von Ahrar al‑Kurd werden an gesonderten Übungen teilnehmen, um militärische Erfahrung zu sammeln. Seit Abschluss des Abkommens hat die Ahrar-al‑Kurd-Brigade ihre Beziehungen zur Freien Syrischen Armee, der sie bis dahin angehörte, eingefroren.

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KURDWATCH, 8. März 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 23. Februar bis zum 1. März 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Idlib. Am 22. Februar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Eine Nation, eine Flagge, ein Krieg« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats gingen unter dem Motto »Treue gegenüber Barzani« auf die Straßen und gedachten damit des Geburtstags des irakisch-kurdischen Führers Mullah Mustafa Barzani. Gleichzeitig forderten sie wie bereits in den letzten Wochen die Anerkennung der Rechte der Kurden. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »Al‑Qamischli ist unsere Würde« und betonten ihre Bereitschaft, die Stadt al-Qamischli bei einem möglichen Angriff bewaffneter Gruppen – gemeint ist die FSA – zu verteidigen. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad), Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, eine organisiert vom Kurdischen Nationalrat, eine von der PYD sowie eine von arabischen Gruppen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al-ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al Qahtaniya (Tirbesipî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 8. März 2013 – Am 10. Februar 2013 haben Mitglieder des Sicherheitsdienstes (Asayiş) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Dschalabiya (fünfzig Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab) den Pressesprecher der kurdischen Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA) Ahrar al‑Kurd aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), Ibrahim Mustafa (geb. 1980 in ʿAin al‑ʿArab, bekannt als Kaban) entführt. Mustafa erklärte gegenüber KurdWatch »Ich fuhr mit meiner Frau und meinen Kindern in meinem Auto, als wir von einem Fahrzeug der Asayiş der PYD angehalten wurden. Mehrere bewaffnete Personen hielten mir ihre Waffen an den Kopf und zwangen mich, mit ihnen zu fahren. Ich musste meine Frau und die Kinder alleine an einem fremden Ort zurücklassen. Sie haben mich bei der Festnahme sehr schlecht behandelt. Es war ein schreckliches Erlebnis für meine Kinder und meine Frau, aber auch für mich. Ich dachte, sie würden mich gleich ermorden.« Am 20. Februar wurde Mustafa freigelassen. Während seiner Haft wurde er nicht gefoltert, sondern eigenen Angaben zufolge relativ gut behandelt. Gleichzeitig wurden er und die Ahrar-al‑Kurd-Brigade beschuldigt, Kontakte zu feindlichen Organisationen geknüpft zu haben.

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KURDWATCH, 5. März 2013 – Vom 9. bis 11. sowie am 23. und 24. Februar 2013 kam es wenige Kilometer südlichöstlich des internationalen Flughafens von Aleppo um die kurdischen Dörfer Tall Hasil und Tall ʿAran zu schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA). Mindestens drei Zivilisten, Mitglieder ein und derselben Familie, starben in ihrem Haus in Tall Hasil, als dieses von einer Rakete getroffen wurde.

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KURDWATCH, 5. März 2013 – Am 23. Februar 2013 ist es in der Nähe des Flughafens von al-Qamischli zu einem Schusswechsel gekommen. Ein Aktivist berichtete gegenüber KurdWatch: »Es handelte sich nicht um ein Gefecht mit der Freien Syrischen Armee. Wir vermuten vielmehr, dass einer der Soldaten, die gezwungen werden, den Flughafen zu schützen, desertieren wollte.« Die Hauptzufahrtsstraße von al~Qamischli zum Flughafen ist seit Monaten über mehrere Kilometer von Regierungskräften gesperrt. Darüber hinaus wurden die Bewohner der Armenviertel nördlich und südlich des Flughafens von der Regierung aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

 

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KURDWATCH, 4. März 2013 – Am frühen Morgen des 21. Februar 2013 haben alle syrischen Sicherheitskräfte und Armeeangehörige die Stadt al‑Dschawadiya (Çil Axa) verlassen. Wenige Stunden später übernahmen die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Kontrolle über sämtliche staatlichen Gebäude, darunter das Rathaus, die Post, das Kulturzentrum, die Meldebehörde und das Büro der regierenden Baʿthpartei. Im Zusammenhang mit dem Abzug der staatlichen Kräfte kam es zu keinem Zeitpunkt zu Kampfhandlungen. Nach der Übernahme al‑Dschawadiyas befanden sich auch einige Mitglieder der Freien Syrischen Armee (FSA) in der Stadt. Ob FSA und YPG kooperiert haben, ist nicht bekannt.

 

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KURDWATCH, 4. März 2013 – Vom 20. bis zum 22. Februar 2013 ist es in der Kleinstadt Tall Hamis (vierzig Kilometer südlich von al‑Qamischli) zu schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Bataillonen der Freien Syrischen Armee (FSA) gekommen. Die syrische Armee bombardierte die Stadt und beschoss sie mit Boden-Boden-Raketen, von denen mehrere in den umliegenden arabischen und kurdischen Dörfern einschlugen. Die FSA hatte die Bevölkerung vor ihrer Offensive aufgefordert, die Stadt zu verlassen; es wurden keine zivilen Opfer gemeldet. Hingegen wurden Dutzende Soldaten getötet oder gefangen genommen. Tall Hamis wird spätestens seit dem 25. Februar komplett von der FSA kontrolliert. Die Stadt wird mehrheitlich von Arabern bewohnt, in der Umgebung befinden sich jedoch auch zahlreiche kurdische Dörfer.

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KURDWATCH, 28. Februar 2013 – Am 10. Februar 2013 übernahmen mehrere Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) die Kontrolle über weite Teile der Stadt asch‑Schaddada (fünfzig Kilometer südlich von al‑Hasaka). Sie stürmten eine Siedlung, in der hauptsächlich Personen leben, die auf dem bei asch‑Schaddada liegenden Ölfeld arbeiten. Mehrheitlich handelt es sich dabei um ʿAlawiten. Dutzende Mitarbeiter wurden entführt, Informationen über ihre Ermordung und Beerdigung in einem Massengrab konnten weder bestätigt noch widerlegt werden. Am 12. Februar bombardierte die syrische Armee Stellungen der FSA in asch‑Schaddada mit Boden-Boden-Raketen. Auch in al‑Hasaka kam es am 12. Februar zu Schusswechseln zwischen FSA und Regierungstruppen.

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KURDWATCH, 28. Februar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 16. bis zum 22. Februar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Idlib. Am 22. Februar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Die stolze [Stadt] ar‑Raqqa ist auf dem Weg der Freiheit« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats forderten wie bereits in den letzten Wochen die Anerkennung der Rechte der Kurden. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »Die kurdische Sprache ist tabu [darf nicht unterdrückt werden]«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. Eine Gruppe von Anhängern der PYD griff die Demonstranten des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda an. Es gab keine Verletzten. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, eine organisiert vom Kurdischen Nationalrat, eine von der PYD sowie eine von arabischen Gruppen.. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. In al‑Malikiya (Dêrik) fand am Freitag eine von der PYD organisierte Demonstration statt. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden erst am Samstag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 26. Februar 2013 – Am 14. Februar 2013 kam es in Tall Tamr (siebenunddreißig Kilometer südöstlich von Raʾs al‑ʿAin) zu einem Schusswechsel zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und verschiedener Bataillone der Freien Syrischen Armee (FSA). Die FSA hatte versucht, einen Zuchtbetrieb für Rinder zu erobern. Mehrere ihrer Kämpfer kamen ums Leben. Tall Tamr wird seit dem Rückzug von Regierungsangestellten und Sicherheitskräften des Regimes Anfang Dezember 2012 von einem Komitee arabischer und kurdischer Stadtbewohner verwaltet.

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Aleppo: Schwere Kämpfe zwischen YPG und syrischer ArmeeAleppo: Schwere Kämpfe zwischen YPG und syrischer Armee

KURDWATCH, 24. Februar 2013 – Vom 8. bis 11. Februar 2013 ist es zu schweren Kämpfen zwischen Mitgliedern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und syrischen Regierungstruppen im mehrheitlich kurdisch bewohnten Aleppiner Stadtviertel al‑Aschrafiya gekommen. Neben zahlreichen Soldaten kamen mindestens fünf Kämpfer der YPG sowie zwei Zivilisten ums Leben. Angaben der YPG zufolge starben ihre Mitglieder nicht im Kampf, sondern wurden von Regierungstruppen gefangen genommen, schwer gefoltert und dann hingerichtet.

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KURDWATCH, 23. Februar 2013 – Nach wochenlangen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und Gruppierungen der Freien Syrischen Armee (FSA) [weitere Informationen], darunter Dschabhat an-Nusra, fand am 17. Februar 2013 ein Treffen zwischen Vertretern der YPG und der FSA statt. Nach dem Treffen wurde eine Erklärung mit folgenden Beschlusspunkten veröffentlicht:
1. Neupositionierung der militärischen Kräfte und vollständiger Rückzug aller militärischen Einheiten aus der Stadt.
2. Einvernehmliche, zeitlich begrenzte Bildung eines Kontrollkomitees aus Vertretern beider Seiten, dessen Aufgabe die Überwachung der Umsetzung dieser Erklärung ist.
3. Einvernehmliche Bildung eines zivilen lokalen Komitees aus Vertretern der verschiedenen [ethnischen und religiösen] Gruppen der Stadt, das alle Angelegenheiten der Stadt verwaltet.
4. Kontrolle des Grenzübergangs durch dieses Komitee.
5. Das lokale Komitee ist souverän. Die militärischen Kräfte dürfen seine Arbeit nicht beeinflussen.
6. Einrichtung gemeinsamer Kontrollpunkte von YPG und FSA an den Einfahrten zur Stadt.
7. Vereinfachung der Abläufe und Schutz von Personen, Gütern und militärischen Kräften beider Seiten beim Passieren von Kontrollpunkten der jeweils anderen Seite.
8. Kooperation von FSA und YPG zur Befreiung derjenigen Städte, die noch immer unter Kontrolle des Regimes sind.
9. Städte und Ortschaften, in denen das Regime nicht präsent ist, wie ad‑Darbasiya, ʿAmuda, Tall Tamr, al‑Maʿbada (Girkê Legê) und al‑Malikiya (Dêrik) sind befreite Städte. Sie werden in einer gemeinsamen Erklärung beider Seiten als solche bekannt gemacht.
10. Beendigung aller feindlichen Kampagnen beider Seiten.
11. Die Einleitung [die sich gegen Rassismus ausspricht und für einen Sturz des syrischen Regimes] ist integraler Bestandteil dieser Vereinbarung.

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KURDWATCH, 21. Februar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 9. bis zum 15. Februar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Idlib. Am 15. Februar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Er begnügte sich mit Allah als Unterstützer« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats forderten wie bereits in den letzten Wochen die Anerkennung der Rechte der Kurden und den Abzug der bewaffneten Gruppen aus Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê). Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) erinnerten mit dem Motto »Verurteilung des internationalen Komplotts« an die Festnahme von PKK‑Führer Abdullah Öcalan 1998. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad), Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) und Qanat Suwais (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen, darunter Avahî. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen, eine wurde von der PYD organisiert. In ad‑Darbasiya, al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. In al‑Maʿbada (Girkê Legê) organisierten Anhänger der PYD eine Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und al‑Dschawadiya (Çil Axa) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 20. Februar 2013 – Am 2. Februar 2013 haben fünfundsiebzig Vertreter von fünfunddreißig kurdischen Jugendorganisationen, darunter nur zwei Frauen, in al‑Qamischli zehn Delegierte für den Kurdischen Nationalrat gewählt. Die Union der Kooperationen der Kurdischen Jugend in Syrien war als größte Organisation mit neun Sitzen auf der Konferenz vertreten. Die PYD‑nahen Jugendgruppen nahmen hingegen nicht teil. Ebenfalls nicht beteiligt waren die SAWA-Koalition und Avahî, da beide Mitglied des Syrischen Nationalrats sind und diesen hätten verlassen müssen, um an den Wahlen zum Kurdischen Nationalrat teilnehmen zu dürfen. Die Jugendkonferenz war von einem Komitee des Kurdischen Nationalrats organisiert worden, in dem unter anderem der Vorsitzende des Kurdischen Nationalrats, Faisal Yusuf, sowie Ismaʿil Hami, Sekretär der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), saßen. Alle auf der Jugendkonferenz gewählten Delegierten stehen der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien nahe. Diese Gruppierung war, so ein Aktivist, deutlich besser vorbereitet als die unabhängigen Jugendgruppen, deren Vertreter einander kaum kannten und keine Absprachen zur Wahl gemeinsamer Kandidaten getroffen hatten. Daher hätten viele Vertreter kleinerer Gruppierungen die Kandidaten der Union gewählt. »Hätten wir Vertreter der Demokratischen Yekîtî oder der Fortschrittspartei gewählt, hätten wir unsere Stimme auch gleich der PYD geben können«, so ein weiterer unabhängiger Aktivist gegenüber KurdWatch. Der Kurdischen Demokratische Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) und der Kurdischen Fortschrittspartei in Syrien wird immer wieder vorgeworfen, PYD- bzw. regimenah zu sein. Politische Ziele und Strategien wurden während der Konferenz nicht diskutiert. Im Vorfeld derselben war es zu Problemen gekommen, weil Zeit und Ort der Konferenz am Tag zuvor verändert worden waren, ohne alle Beteiligten zu informieren. Die Anwesenden beschlossen jedoch, auf die Fehlenden zu warten und so ein weiteres Scheitern der Wahl der Jugendvertreter zu verhindern. Diese hätte ursprünglich bereits am 28. Januar 2013 stattfinden sollen. Aufgrund von Streitigkeiten innerhalb der Parteien der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien, die einander vorwarfen, die Wahlen durch Absprachen manipulieren zu wollen, musste die erste Konferenz jedoch abgebrochen werden.

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KURDWATCH, 19. Februar 2013 – Am 30. Januar 2013 kam es zu schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) im mehrheitlich kurdisch bewohnten Aleppiner Stadtviertel al‑Aschrafiya. Am 31. Januar griff die syrische Luftwaffe, unterstützt durch Boden-Boden-Raketen, in die Kämpfe ein. Dabei kamen mindestens achtzehn unbeteiligte Zivilisten ums Leben.

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KURDWATCH, 19. Februar 2013 – Am 28. Januar 2013 ist bei der Explosion einer Autobombe in al‑Hasaka der Fahrer des Wagens ums Leben gekommen. Weitere Tote oder Verletzte gab es nicht, obgleich sich die Explosion in der Nähe einer Schule sowie mehrerer Behörden ereignete. Der Hintergrund der Explosion ist ungeklärt.

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KURDWATCH, 16. Februar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 2. bis zum 8. Februar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Idlib. Am 8. Februar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Und haltet euch allesamt fest am Seile Allahs und seid nicht zwieträchtig« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats forderten wie bereits in den letzten Wochen die Anerkennung der Rechte der Kurden und den Abzug der bewaffneten Gruppen aus Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê). Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »Zusammenarbeit des Kurdischen Volkes«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat). Anhänger der PYD organisierten zudem eine Kundgebung am türkisch-syrischen Grenzübergang in al‑Qamischli. Während der Kundgebung passierten elf Lastwagen mit von kurdischen Organisationen in der Türkei gesammelten Hilfsgütern die Grenze; sie wurden Vertretern des Hohen Kurdischen Gremiums übergeben. In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen. In ad‑Darbasiya, al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. Auch die PYD organisierte am Samstag eine Demonstration in al‑Maʿbada (Girkê Legê). In Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und al‑Dschawadiya (Çil Axa) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 16. Februar 2013 – Am 30. Januar 2013 haben Angehörige der Freien Syrischen Armee (FSA) Ahmad Schaikh Sinan (geb. 1945 in Raʾs al‑ʿAin, verheiratet, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien [el‑Partî] von ʿAbdulhakim Baschar) in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) entführt. Wenige Stunden nach der Entführung wurde Sinans Leichnam gefunden, er wies Knochenbrüche sowie mehrere Schussverletzungen auf. Angehörige des Getöteten, die den Leichnam in Begleitung von Mitgliedern der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien zu einem Gerichtsmediziner in ad‑Darbasiya bringen wollten, wurden an einem Kontrollpunkt der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) an der Weiterreise gehindert. Sinan wurde am 31. Januar in Faqira bei Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) beerdigt.

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KURDWATCH, 13. Februar 2013 – Am 7. Februar 2013 haben Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) ʿAlaʾuddin Hamam, führendes Mitglied der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa, seinen Sohn Sardar sowie Salah Schahin Daʿu (ebenfalls Azadî-Mitglieder) in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) entführt.

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KURDWATCH, 11. Februar 2013 – Am 5. Februar 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die seit dem 2. Februar andauernde Belagerung des Dorfes Kahf al‑Assad (Banê Şikeftê, dreißig Kilometer südwestlich von al‑Malikiya) nach Vermittlung durch den Kurdischen Nationalrat beendet. Es kam nicht zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die YPG hatte die Belagerung des Dorfes, in dem Mitglieder des kurdischen Stammes Kherikan leben, damit begründet, dass eine unbekannte Person sich nach Schüssen auf YPG‑Kämpfer im Dorf habe verstecken wollen. Im Zuge der Belagerung waren nicht nur um Kahf al‑Assad herum YPG‑Kontrollpunkte errichtet worden, sondern auch in der Umgebung anderer Dörfer, in denen Stammesangehörige der Kherikan leben. Ein Aktivist berichtete gegenüber KurdWatch: »Es war das dritte Mal innerhalb von zwei Jahren, dass die YPG unser Dorf angegriffen hat. Dieses Mal wollten sie ins Dorf einmarschieren und alle Männer entwaffnen. Das wäre ein fataler Fehler gewesen. Die Dorfbewohner sind traditionell Anhänger Barzanis, sie hätten das niemals zugelassen. Während der Belagerung durfte niemand das Dorf verlassen, nicht einmal Vermittler konnten das Dorf betreten.«

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KURDWATCH, 9. Februar 2013 – Am 28. Januar 2013 haben Angehörige mehrerer arabischer Stämme die Häuser armenischer und assyrischer Christen in ad‑Dalawiya (fünfundzwanzig Kilometer südlich von al‑Qamischli) angegriffen sowie versucht, die Ernte von ihren Feldern zu stehlen. Die Assyrische Demokratische Organisation (ADO) forderte ein Ende dieser »fremden Taten«. Darüber hinaus protestierten zwölf syrische Menschenrechtsorganisationen gegen den Angriff auf eine christliche Kirche bei Aleppo sowie gegen die Entführung von Christen in der Provinz al‑Hasaka. Die Entführungen sind gewöhnlich mit Lösegeldforderungen verbunden. In al‑Hasaka lebende christliche Familien wurden zudem wiederholt von bewaffneten islamistischen Gruppen aufgefordert, ihre Dörfer zu verlassen.

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KURDWATCH, 7. Februar 2013 – Am 31. Januar 2013 wurde Kamal Mustafa Hanan (geb. 1954 in ʿAfrin, verheiratet, drei Kinder) in der Nähe seines Hauses im mehrheitlich kurdisch bewohnten Aleppiner Stadtviertel al‑Aschrafiya erschossen. Hanan war Chefredakteur der kurdischsprachigen Zeitschrift Newroz und ein ehemaliges Mitglied der Führung der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî). Am 1. Februar organisierte die Demokratische Yekîtî anlässlich der Beisetzung einen Trauerzug in der Nähe von ʿAfrin. Vertreter vieler Parteien des Kurdischen Nationalrats sowie der PYD nahmen an der Beisetzung teil. Unklar ist, ob es sich um ein gezieltes Attentat handelte oder ob Hanan zufällig von einer Kugel getroffen wurde.

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KURDWATCH, 7. Februar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 26. Januar bis zum 1. Februar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Idlib. Am 1. Februar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Die Weltgemeinschaft ist Assads Partnerin bei seinen Massakern« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats forderten wie bereits in den letzten Wochen die Anerkennung der Rechte der Kurden und den Abzug der bewaffneten Gruppen aus Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê). Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »Die YPG ist unsere Kraft und das Hohe Kurdische Gremium ist unsere Vertretung«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen. In ad‑Darbasiya, al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und al‑Dschawadiya (Çil Axa) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 5. Februar  2013 – Am 23. Januar 2013 haben syrische Oppositionelle das »Nationale Komitee zum Schutz des gesellschaftlichen Friedens und der Revolution« gebildet. Das achtköpfige Gremium, dem auch ein Vertreter des Kurdischen Nationalrats angehört, will zwischen den in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) kämpfenden Parteien [weitere Informationen] vermitteln und eine bedingungslose Beendigung der Auseinandersetzungen erreichen.

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KURDWATCH, 3. Februar 2013 – Am 25. Januar 2013 haben Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) Hikmat Ahmad Muhammad, führendes Mitglied der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Oso, seinen Sohn Ahmad (ebenfalls Azadî-Mitglied) sowie zwei ihrer Angehörigen, Hasan Dschumʿa Muhammad und Sarbast Sultan Muhammad, entführt. In einer Erklärung der Azadî heißt es, die Entführer hätten angekündigt, die vier erst nach der Entlassung des von der YPG entführten FSA‑Kämpfers Ahmad Kamil ar‑Rumi freizulassen.

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KURDWATCH, 3. Februar 2013 – Am 21. Januar 2013 sind die Kämpfe zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der syrischen Armee um das Ölfeld von Tall ʿAdas (Gir Zîro) [weitere Informationen] beendet worden. Die syrische Armee gab das Ölfeld auf, nachdem ein Großteil der Soldaten geflohen war und Damaskus keine militärische Unterstützung geschickt hatte.

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KURDWATCH, 1. Februar 2013 – Am 28. Januar 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli die Aktivistin Scherin Ahmad (geb. in al‑Qamischli, verheiratet, ein Kind) an ihrem Arbeitsplatz entführt. Die Hintergründe der Entführung sind bisher nicht bekannt. Angaben der Angehörigen zufolge wird Ahmad gut behandelt.

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KURDWATCH, 1. Februar 2013 – Am 28. Januar 2013 haben Unbekannte das Geschäft der Familie al‑Hilali in der Nähe der Qasimomoschee im Westviertel von al‑Qamischli mit Molotowcocktails in Brand gesetzt. Der Laden brannte komplett aus. ʿUsama al‑Hilali ist führendes Mitglied der Mischʿal-at‑Tammu-Brigade, die mit anderen bewaffneten Gruppen gegen die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) kämpft [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 31. Januar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 19. bis zum 25. Januar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Homs und Idlib. Am 25. Januar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Unser ewiger Führer ist unser Herr [der Prophet] Muhammad« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats distanzierten sich von diesem Motto und forderten wie bereits in den letzten Wochen die Anerkennung der Rechte der Kurden und ein Ende der Kämpfe in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê). Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »Die Märtyrer von Serê Kaniyê«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. Eine Gruppe von etwa zwanzig YPG‑Mitgliedern griff die Demonstration der Jugendgruppen in ʿAmuda an, verletzt wurde dabei niemand. In al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen. In al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. In ad‑Darbasiya organisierte das Hohe Kurdische Gremium eine Demonstration, die Teilnehmer forderten ein Ende der Kämpfe in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und den Rückzug der Freien Syrischen Armee (FSA) bzw. islamistischer Gruppen aus der Stadt. In ʿAfrin organisierte die PYD am 24. Januar nach langer Unterbrechung wieder eine Demonstration. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und al‑Dschawadiya (Çil Axa) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 27. Januar 2013 –Am 17. Januar 2013 wurden mehrere Minibusse aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) von bewaffneten Mitgliedern der islamistischen Organisation Dschabhat an-Nusra bei Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) angehalten, fünfundvierzig kurdische Fahrgäste wurden entführt. Am 20. Januar wurden acht der Gefangenen freigelassen. Am 22. Januar kamen die restlichen siebenunddreißig nach Vermittlung der FSA‑Brigade Ahrar-al‑Kurd aus ʿAin al‑ʿArab frei, drei von ihnen hatten Schussverletzungen davongetragen. In einem Interview erklärten mehrere der Freigelassenen, gefoltert worden zu sein.

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KURDWATCH, 27. Januar 2013 – Am 16. Januar 2013 haben bewaffnete Mitglieder der Freien Syrischen Armee (FSA) während Kämpfen mit den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) bei Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) zahlreiche kurdische Zivilisten entführt und der Mitgliedschaft in der PYD beschuldigt. In einem im Internet veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Entführten in einem Haus festgehalten und von mehreren bewaffneten Personen verhört und dabei mit Schlagstöcken traktiert sowie getreten werden.

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KURDWATCH, 26. Januar 2013 – Am 6. Januar 2013 ist die Waffenruhe [weitere Informationen] zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und Einheiten der Freien Syrischen Armee in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) erneut gebrochen worden. Seither dauern die Kämpfe unter Einsatz schwerer Artillerie an. Aktivisten berichten über die Beteiligung mehrerer kurdischer bewaffneter Gruppierungen aufseiten der Freien Syrischen Armee, darunter die Mischʿal-at‑Tammu-Brigade. Auch mehrere Bataillone der islamistischen Gruppierung Dschabhat an-Nusra kämpfen in den Reihen der FSA. Führende Politiker mehrerer Mitgliedsparteien des Kurdischen Nationalrats – etwa der Kurdischen Demokratischen Partei von ʿAbdulhakim Baschar und der Kurdischen Linkspartei in Syrien – äußerten ihre Bereitschaft, die YPG zu unterstützen. Mitglieder der Kurdischen Fortschrittspartei in Syrien sowie der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) sind bereits aufseiten der YPG in die Kämpfe involviert, bei denen bislang mindestens elf YPG‑Mitglieder sowie sechs Zivilisten ums Leben kamen. Aktivisten berichten zudem von Dutzenden Toten der FSA. Der Kurdische Nationalrat forderte am 18. Januar das Ende der Kämpfe, die Freilassung aller Gefangenen sowie die Verurteilung der Angriffe durch die Führung der Freien Syrischen Armee und die Nationale Koalition. Auch der Syrische Nationalrat forderte in einer Erklärung ein Ende der Kämpfe, ohne jedoch Partei zu beziehen.

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KURDWATCH, 24. Januar 2013 – Seit dem 9. Januar 2013 umzingeln Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) ein Ölfeld bei Tall ʿAdas (Gir Zîro) [zehn Kilometer östlich von al‑Maʿbada (Girkê Legê)]. Das Feld wird von syrischem Militär bewacht. Am 14., 17. und 19. Januar kam es zu Kämpfen zwischen beiden Seiten. Dabei wurden mehrere Soldaten verletzt, weitere wurden von der YPG gefangen genommen. Nach einem Treffen zwischen Vertretern des Volksrats von Westkurdistan, des Kurdischen Nationalrat sowie arabischen Stammesführern wurden die Gefangenen freigelassen. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir vermuten, dass die YPG durch die Vertreibung von Soldaten des Regimes verhindern will, dass die Freie Syrische Armee einen Vorwand hat, das Ölfeld anzugreifen oder zu übernehmen«.

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KURDWATCH, 24. Januar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 12. bis zum 18. Januar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Hama und Idlib. Am 18. Januar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Revolutionsuniversität, Technik des Märtyrertums« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Der Slogan erinnerte an die etwa neunzig Studierenden, die bei einem Luftangriff auf die Universität von Aleppo getötet worden waren. Anhänger des Kurdischen Nationalrats hielten Transparente mit ähnlichem Inhalt und forderten zudem die Anerkennung der Rechte der Kurden und ein Ende der Kämpfe in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê). Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »[Gerichts‑]Prozess den Attentätern der kurdischen Aktivistinnen«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen. In ad‑Darbasiya, al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In ʿAfrin, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und al‑Dschawadiya (Çil Axa) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 24. Januar 2013 – Am 10. und 11. Januar 2013 haben 211 Delegierte die zweite Konferenz des Kurdischen Nationalrats in al‑Qamischli abgehalten. Es waren Vertreter von insgesamt fünfzehn kurdischen Parteien, Parteiunabhängige sowie Vertreter einiger Frauen- und Jugendgruppen beteiligt. Da den Jugendgruppen nur noch fünfzehn statt bisher dreißig Prozent der Sitze im Nationalrat zugebilligt wurden, nahmen die Kurdische Jugendbewegung, die Bewegung der Revolutionsjugend, die Union der Kooperationen der Kurdischen Jugend in Syrien sowie der Generalausschuss der Kurdischen Jugend nicht an der Konferenz teil. Sie warfen den Parteien darüber hinaus vor, Mitglieder parteinaher Jugendgruppen bevorzugt und so zusätzliche Sitze für die Parteien geschaffen zu haben. Die Versammelten wählten insgesamt 65 Delegierte in den Kurdischen Nationalrat, zehn weitere Mitglieder sollen auf einer Jugendkonferenz aus den Reihen der Jugendvertreter gewählt werden. Somit reduziert sich die Zahl der Mitglieder des Kurdischen Nationalrats von 333 um insgesamt 258 auf 75 Personen. In der Abschlusserklärung sprachen die Versammelten sich für ein föderales, demokratisches Syrien aus und bestätigten ihre bisherige politische Linie.

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KURDWATCH, 20. Januar 2013 – Am 11. Januar 2013 haben bewaffnete Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mit mehreren Fahrzeugen den Anfang Januar eröffneten Militärübungsplatz »Newroz« der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) bei ʿAli Faru (zehn Kilometer westlich von al‑Qamischli) gestürmt. Alle kurdischen Fahnen sowie syrische Unabhängigkeitsfahnen wurden entfernt. Ein Mitglied der Yekîtî erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Übungsplatz war verlassen. Die YPG hat ihr Vorgehen gegenüber Augenzeugen damit begründet, dass die Fahnen dem Regime einen Vorwand für Luftangriffe bieten würden.« Die Yekîtî hat das Vorgehen der YPG in einer Erklärung verurteilt.

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KURDWATCH, 19. Januar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 5. bis zum 11. Januar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Hama und Idlib. Am 11. Januar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Flüchtlingslager des Todes« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats hielten Transparente mit ähnlichem Inhalt und forderten gleichzeitig die Anerkennung der Rechte der Kurden. Einige Jugendgruppen nutzten die Demonstrationen, um die Organisatoren der zweiten Vollversammlung des Kurdischen Nationalrats zu kritisieren. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) wiederum versammelten sich unter dem Motto »Märtyrer Khabat Derik, Führer der YPG« [Interview herunterladen]. Zudem protestierten sie gegen die Ermordung von drei PKK‑Aktivistinnen in Paris. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen. In ad‑Darbasiya, al‑Qahtaniya (Tirbesipî) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. Im überwiegend kurdisch bewohnten Damaszener Stadtviertel Wadi al‑Maschariʿ (Zorava) organisierte die PYD eine Demonstration. In ʿAfrin, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und al‑Dschawadiya (Çil Axa) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 18. Januar 2013 – Am 13. Dezember 2012 sind Munzir Iskan Ahmad, Firas Dschumʿa al‑Ahmad, Dschiwan Yusuf Yusuf [weitere Informationen zum Fall]] und Husain ʿAbdulkhaliq ʿAli vom Strafgericht in al‑Hasaka vom Vorwurf des Polizistenmordes freigesprochen worden. Sie wurden gemäß Artikel 287, 267 und 305 Strafgesetzbuch zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Strafen von Ahmad und al‑Ahmad wurden aufgrund mildernder Umstände sowie Amnestieerlass 10 vom 15. Januar 2012 auf drei Jahre herabgesetzt. Beide wurden am selben Tag aus der Haft entlassen. Die Haftzeit von Yusuf und ʿAli wurde aus denselben Gründen herabgesetzt, da sie flüchtig sind, jedoch nur auf fünf Jahre reduziert. Die Reststrafe ist noch abzuleisten.

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KURDWATCH, 15. Januar 2013 – Vom 1. bis zum 5. Januar 2013 haben 336 Mitglieder der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie dieser nahestehende Organisationen an der ersten Vollversammlung der Militärkomitees der YPG in al‑Malikiya (Dêrik) teilgenommen. In der Abschlusserklärung wird die Vollversammlung als »grundlegender Schritt zur Schaffung einer nationalen Armee für Westkurdistan« bezeichnet. Die Versammelten beschlossen die Gründung eines Militärischen Generalkomitees und dreier militärischer Führungszentren in ʿAfrin, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und der Dschazira sowie die Einrichtung weiterer lokaler Militärkomitees. Sie betonten »die Einheit des Kampfes der syrischen Völker« und die Bedeutung des Aufbaus guter Beziehungen zwischen der YPG und den bewaffneten Kräften der syrischen Opposition. Die Toten der syrischen Revolution wurden als Märtyrer und insbesondere die getöteten Kinder als Ikonen der arabisch-kurdischen Brüderlichkeit bezeichnet. Neben der eigenen Fahne hisste die YPG auch die syrische Unabhängigkeitsfahne, das Symbol der Freien Syrischen Armee. In den vergangenen Monaten hatten Mitglieder der YPG und der PYD immer wieder Aktivisten entführt oder angegriffen, wenn sie die Unabhängigkeitsfahne bei Demonstrationen zeigten oder in Parteibüros aufhängten. Begründet wurde dies damit, dass die Fahne das Symbol der Feinde der Kurden sei.

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KURDWATCH, 15. Januar 2013 – Am 3. Januar 2013 kam es vor dem Büro der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in ad‑Darbasiya zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und Mitgliedern des neu gegründeten Dschiwan-Qatna-Bataillons der Yekîtî. Beide Seiten schossen in die Luft. Außerdem wurden Nizamuddin ʿAliko, Sulaiman Mizar al‑ʿIsa, Dschiwan Mirkhan und Ismaʿil ʿAbdulbaqi ʿAli von der YPG entführt. Die YPG beschuldigte sie der Mitgliedschaft in einer islamistischen Gruppe. Ein der Yekîtî nahestehender Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Mitglieder des Dschiwan-Qatna-Bataillons sind auf einem Übungsplatz zwischen Raʾs al‑ʿAin und ad‑Darbasiya von Mitgliedern des Märtyrer-Tahsin-Mamo-Bataillons im Umgang mit Waffen ausgebildet worden. Die PYD akzeptiert nicht, dass auch andere kurdische Gruppen sich bewaffnen, auch dann nicht, wenn es nur darum geht, die Kurden zu schützen«. Anhänger der Yekîtî organisierten in ad‑Darbasiya eine Kundgebung, um gegen die Entführung zu protestieren. Auf Vermittlung des Kurdischen Nationalrats kamen die Entführten noch am selben Tag wieder frei.

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KURDWATCH, 13. Januar 2013 – Am 2. Januar 2013 explodierte in der Nähe der Bezirksdirektion von al‑Qamischli eine Bombe, vier Sicherheitskräfte wurden dabei verletzt. Informationen über Todesopfer konnten nicht bestätigt werden. Der Hintergrund der Explosion ist bisher nicht bekannt.

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KURDWATCH, 12. Januar 2013 – Am 3. Januar 2013 haben bewaffnete Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli aus einem Wagen heraus auf das Büro der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) geschossen. Mitglieder der Yekîtî erwiderten das Feuer, dabei wurde einer der Angreifer an der Schulter verletzt.

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KURDWATCH, 10. Januar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es in der Woche vom 29. Dezember 2012 bis zum 4. Januar 2013 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Hama und Idlib. Am 4. Januar forderten Demonstranten, die im ganzen Land unter dem gemeinsamen Motto »Homs ruft die Freien, um die Belagerung zu beenden« auf die Straße gingen, erneut den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats demonstrierten nicht unter einem gemeinsamen Motto; ein Teil forderte die Anerkennung der Rechte der Kurden, andere machten auf angebliche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen zu den lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats aufmerksam. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) versammelten sich unter dem Motto »Einheit der Freiheitsjugend«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat). Zudem nahmen in al‑ʿAntariya Anhänger der PYD an einer dreitägigen »Kundgebung der Hunderttausend« teil [weitere Informationen]. Allerdings gelang es bis zum 4. Januar lediglich, rund zehntausend Teilnehmende zu mobilisieren. In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es zwei Demonstrationen. In ad‑Darbasiya und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In ʿAfrin, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 10. Januar 2013 – Vom 2. bis zum 4. Januar 2013 haben Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) im Stadtviertel al‑ʿAntariya in al‑Qamischli eine Kundgebung durchgeführt Sie forderten Freiheit und Demokratie für das kurdische sowie das syrische Volk. Die Organisatoren richteten Zelte ein, zahlreiche Aktivisten übernachteten vor Ort. Mehrheitlich nahmen Mitglieder PYD‑naher Jugendorganisationen an der Veranstaltung teil, unter den Teilnehmenden waren jedoch auch Mitglieder von Jugendgruppen der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien, der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von Nasruddin Ibrahim und der Einheitspartei Kurdistans in Syrien sowie von parteiunabhängigen Jugendgruppen. An der Aktion, die den Namen »Die Kundgebung der Hunderttausend« trug, nahmen am 4. Januar rund zehntausend Menschen teil.

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KURDWATCH, 9. Januar 2013 – Ende Dezember 2012 wurde eine Entscheidung des amtierenden syrischen Ministerpräsident Waʾil Nadir al‑Halqi bekannt, insgesamt neunzig Personen aus dem Staatsdienst zu entlassen. In der Entscheidung Nr. 16488, die auf den 18. Oktober 2012 datiert ist, werden hauptsächlich Lehrer aus der Provinz al‑Hasaka, aber auch Staatsbedienstete anderer Dienststellen und Provinzen genannt. Eine Kopie der Entscheidung wurde am 11. Dezember 2012 von der Erziehungsbehörde in al‑Hasaka unterzeichnet. Ob die Betroffenen aus politischen Gründen entlassen wurden, ist nicht bekannt. Die Entscheidung selbst nennt keine Entlassungsgründe.

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KURDWATCH, 9. Januar 2013 – Am 28. Dezember 2012 haben syrische Sicherheitskräfte Teilnehmer einer von Anhängern der Freien Syrischen Armee organisierten Demonstration in al‑Hasaka beschossen, es gab mehrere Tote und Verletzte. Bewaffnete Mitglieder mehrerer arabischer Stämme griffen daraufhin Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) an. Sie beschuldigten die PYD, mit dem Regime zu kooperieren. Mitglieder der PYD erwiderten das Feuer. Drei Personen kamen ums Leben, unklar ist, ob durch Schüsse von PYD‑Anhängern oder syrischen Sicherheitskräften.

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KURDWATCH, 7. Januar 2013 – Am 15. Dezember 2012 haben die Kurdische Demokratische Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, die Kurdische Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), die Kurdische Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Khidr Oso sowie die Kurdische Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa die Gründung der »Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien« bekannt gegeben. Bei der Gründungszeremonie in al‑Qamischli waren etwa eintausendfünfhundert Person anwesend. Die Union wurde als Projekt auf dem Weg zur Bildung einer neuen Partei präsentiert. Auf die Frage, ob sich die beiden Azadî-Parteien innerhalb der Politischen Union zusammenschließen würden, erklärte Dawran Malke, Mitglied des lokalen Komitees der Azadî von Mustafa Khidr Oso in al‑Qamischli, gegenüber KurdWatch: »Natürlich möchten wir die beiden Parteien sehr schnell zusammenführen, aber jede Azadî-Partei wird zunächst als eigene Partei behandelt, genau wie die anderen beiden Parteien. Alle Schritte zur Einigung werden im Rahmen der Politischen Union vollzogen.«

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KURDWATCH, 4. Januar 2013 – Bei andauernden Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee und Regierungstruppen hat es am 28. Dezember 2012 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Kämpfe konzentrierten sich auf die Wirtschaftsmetropole Aleppo, die Hauptstadt Damaskus sowie die Gegend um Hama. Im ganzen Land forderten die Demonstranten, die unter dem gemeinsamen Motto »Blutbrot« auf die Straße gingen, den Sturz des Regimes. Anhänger des Kurdischen Nationalrats hielten Transparente mit ähnlichem Inhalt und gedachten so der Opfer des Luftangriffs auf eine Bäckerei in der Nähe von Hama. Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) demonstrierten unter dem Motto »Die Befreiung der Dschazira [liegt] in der Einheit ihrer Bevölkerungsgruppen«. In al‑Qamischli gab es je eine Demonstration in den Stadtvierteln Qanat Suwais, al‑ʿAntariya (organisiert von den Jugendgruppen Biratî, Rojava, Schaikh Maʿschuq und Märtyrer Farhad) und Munir Habib (organisiert vom Kurdischen Nationalrat) sowie an der Qasimomoschee im Westviertel (organisiert von der PYD). Anhänger der PYD provozierten die Demonstranten des Kurdischen Nationalrats in Munir Habib, indem sie mit mehreren Fahrzeugen im Schritttempo in die Menschenmenge fuhren. In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al‑Hasaka gab es drei Demonstrationen. In ad‑Darbasiya, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und al‑Qahtaniya (Tirbesipî) fanden jeweils zwei Demonstrationen statt, eine organisiert von der PYD, die andere vom Kurdischen Nationalrat. In al‑Malikiya (Dêrik) fand eine von der PYD organisierte Demonstration statt. Die wöchentlichen Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats in al‑Malikiya und al‑Maʿbada (Girkê Legê) fanden am Samstag, nicht am Freitag statt. In ʿAfrin und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln von Aleppo und Damaskus gab es keine Proteste.

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KURDWATCH, 4. Januar 2013 – Nach zweitägigen Verhandlungen zwischen Vertretern der Freien Syrischen Armee und der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) haben beide Seiten am 16. Dezember 2012 eine Übereinkunft geschlossen, um die bewaffneten Auseinandersetzungen in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) [weitere Informationen] zu beenden. Details wurden der Öffentlichkeit nicht bekannt gegeben. Informationen von KurdWatch zufolge einigten sich beide Seiten darauf, alle Gefangenen freizulassen, sich aus der Stadt zurückzuziehen und die Verwaltung Vertreten der kurdischen, arabischen, tschetschenischen und christlichen Bevölkerungsgruppen der Stadt zu überlassen. Darüber hinaus sollte es außerhalb der Stadt nur noch gemeinsame Kontrollpunkte geben. Derzeit finden keine Kämpfe statt, die Kontrahenten haben jedoch ihre Kampfstellungen nicht aufgegeben. Ein Aktivist aus Raʾs al‑ʿAin erklärte Ende Dezember gegenüber KurdWatch: »Beide Seiten betreiben noch immer keine Politik der Entspannung. Wir fürchten, dass sie einander bald wieder angreifen werden.«

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