KurdWatch
 

Bleiben Sie informiert mit unserem Newsletter
Ihre E-Mail-Adresse

anmelden
abmelden
 
 

KURDWATCH, 31. Dezember 2014 – Am 26. Dezember 2014 konnten Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Gegend um den zwanzig Kilometer südlich von al‑Qamischli gelegenen Ort Abu Qasayib mit Unterstützung der syrischen Armee zurückerobern. Einige Tage zuvor war das Gebiet vom Islamischen Staat (IS) eingenommen worden [weitere Informationen]. Am 27. Dezember setzten PYD‑Anhänger neun Kämpfer der YPG bei, die bei den Gefechten ums Leben gekommen waren.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Dezember 2014 – Am 26. Dezember 2014 haben Mitglieder der im Untergrund tätigen Jugendorganisation Freiheitskooperative von ʿAfrin Flugblätter in ʿAfrin verteilt, auf denen die Freilassung aller Gefangenen der Partei der Demokratischen Union (PYD) gefordert wird. Sie machten zudem auf die Zwangsrekrutierung von Minderjährigen im Allgemeinen aufmerksam und verwiesen insbesondere auf den Fall der fünfzehnjährigen Hamrin Husain [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 31. Dezember 2014 – Am 27. Dezember 2014 hat das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda eine Demonstration gegen die Zwangsrekrutierung von Minderjährigen durch die Partei der Demokratischen Union (PYD) organisiert. Etwa sechshundert Personen nahmen an der Kundgebung teil, darunter zahlreiche Politiker und Aktivisten. Anlass für die Kundgebung war die Entführung der fünfzehnjährigen Schülerin Hamrin Husain [weitere Informationen]. Auf einem Plakat der Demonstranten hieß es: »Der Islamische Staat entführt unsere Frauen und die PYD unsere Kinder.«

ShareThis

KURDWATCH, 31. Dezember 2014 – Am 23. Dezember 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Neuntklässlerin Hamrin ʿAbdulhamid Husain (bekannt unter dem Familiennamen ʿIdi) ohne Einwilligung der Eltern rekrutiert. Das Mädchen wurde vor ihrem Elternhaus in ʿAmuda mitgenommen. In einer Presseerklärung gab der Bruder Marwan ʿIdi bekannt: »Ich war bei den Frauenverteidigungseinheiten und beim Asayiş der Partei der Demokratischen Union. Beide behaupteten, Hamrin wäre nicht bei Ihnen. Hamrin hat jedoch eine Freundin telefonisch kontaktiert und ihr gesagt, dass sie mit einer Mädchengruppe zu einem Militärübungsplatz in die Qandilberge gehen wird.« Am 24. Dezember 2014 haben etwa zehn Familienangehörige von Hamrin eine Kundgebung in ʿAmuda organisiert. Sie forderten die PYD auf, ihre Tochter zurückkehren zu lassen.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Dezember 2014 – Mitte Dezember 2014 ist der Leichnam des sechzehnjährigen ʿAfan Dschumʿa al‑ʿAbusch auf einem Feld in der Nähe seines zwanzig Kilometer südlich von al‑Qamischli gelegenen Heimatdorfes Scharmukh aufgefunden worden. Seit Beginn des Bürgerkriegs wurde das Gebiet abwechselnd vom Regime, der Partei der Demokratischen Union (PYD), der Dschabhat an‑Nusra, dem Islamischen Staat (IS) und regimenahen arabischen Milizen kontrolliert. Angehörige des Getöteten, arabische Aktivisten sowie die Syrische Nationale Koalition beschuldigten die PKK, den arabischen Jungen entführt und getötet zu haben. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (YPG) hingegen erklärten, al‑ʿAbusch sei bei der Explosion einer Mine ums Leben gekommen. Tatsächlich weisen Bilder des Verstorbenen Verletzungen auf, die auf eine Minenexplosion hindeuten.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Dezember 2014 – Am 16. Dezember 2014 sind zwei Mitarbeiter des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw, Farhad Hame und Masʿud ʿAqil, östlich von al‑Qamischli mit ihrem Auto spurlos verschwunden. Der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), erklärte gegenüber Angehörigen der Verschwundenen, der Islamische Staat (IS) habe an einer Landstraße einen Kontrollpunkt eingerichtet und die Journalisten dort entführt. Allerdings hat der Asayiş selbst wiederholt kritische Journalisten, insbesondere Mitarbeiter von Rûdaw, entführt. Hame war bereits am 6. Februar 2014 vom Asayiş festgehalten geworden [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 30. Dezember 2014 – Am 16. Dezember 2014 haben Angestellte der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira in al‑Maʿbada (Girkê Legê) Wahlunterlagen verteilt. Den Dokumenten zufolge sollen der Legislativrat und die Kommunalverwaltung gewählt werden. Identische Unterlagen waren am 5. November 2014 in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) verteilt worden. Genauere Informationen liegen nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Dezember 2014 – Am 21. Dezember 2014 ist in al‑Hasaka ein an einem Motorrad angebrachter Sprengsatz in der Nähe eines Kontrollpunkts der Nationalen Verteidigungsarmee explodiert. Zwei Kämpfer der regimenahen Miliz wurden verletzt.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Dezember 2014 – Am 22. Dezember 2014 haben Kämpfer der PKK sowie irakischkurdische Peschmerga den früheren Sitz der PYD‑Regierung in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) vom Islamischen Staat (IS) zurückerobert.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Dezember 2014 – Am 16. Dezember 2014 haben in al‑Qamischli Mitglieder des Frauenverbands Kurdistans mit einer kleinen Kundgebung dagegen protestiert, dass unter den zwölf Vertretern des Kurdischen Nationalrats für die Kurdische Entscheidungsinstanz [weitere Informationen] keine einzige Frau ist. Der Verband ist selbst Mitglied im Kurdischen Nationalrat.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Dezember 2014 – Am 23. Dezember 2014 starteten Kämpfer des Islamischen Staats (IS) eine Offensive gegen Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der regimenahen Nationalen Verteidigungsarmee in Abu Qasayib und Tall Ghazal. Dabei hat der IS mindestens das zwanzig Kilometer südlich von al‑Qamischli gelegene Abu Qasayib erobert. Zuverlässige Informationen über die Zahl der Getöteten liegen nicht vor. Die syrische Armee beschoss die Stellungen des IS mit Boden-Boden-Raketen.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Dezember 2014 – Am 16. Dezember 2014 haben zwei Dutzend Aktivisten eine Kundgebung in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) zur Unterstützung kurdischer Gefängnisinsassen durchgeführt, die sich seit mehreren Wochen in der iranischen Stadt Urmia im Hungerstreik befinden. Sie protestieren gegen die Hinrichtung kurdischer Studenten und Aktivisten sowie gegen die Unterbringung politischer Häftlinge gemeinsam mit Personen, die wegen Mord oder Vergewaltigung verurteilt wurden. Am 17. Dezember 2014 gab es eine ähnliche Kundgebung in ʿAfrin. Diese wurde von der Revolutionären Jugendbewegung organisiert, einer Gruppe, die der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahesteht. Am 23. Dezember 2014 hat zudem die Kurdische Jugendbewegung in al‑Maʿbada (Girkê Legê) aus demselben Anlass eine Kundgebung mit etwa sechzig Teilnehmern organisiert.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Dezember 2014 – Am 16. Dezember 2014 fand die erste Sitzung der Kurdischen Entscheidungsinstanz [weitere Informationen] statt. An der Sitzung nahmen die zwölf am 7. Dezember bestimmten Vertreter des Kurdischen Nationalrats [weitere Informationen] sowie zwölf Vertreter der PYD‑nahen Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM) teil. Während der Sitzung wurden sechs weitere Mitglieder gewählt. Fünf von ihnen stehen der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahe, einer ist Mitglied der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî). Da die Kandidaten der PYD Stimmen des Kurdischen Nationalrats erhalten haben mussten, setzte dieser einen Untersuchungsausschuss ein, um den Sachverhalt aufzuklären. Der Ausschuss teilte dem Kurdischen Nationalrat am 24. Dezember mit, dass die verlorenen Stimmen aus drei Parteien stammen: der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî), der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von Nasruddin Ibrahim sowie der Syrischkurdischen Demokratischen Versöhnung (Rêkeftin), einer Abspaltung der PYD. Der Kurdische Nationalrat schloss daraufhin diese Parteien aus und entzog ihnen ihre Sitze in der Kurdischen Entscheidungsinstanz. Es wurden drei neue Mitglieder für die Kurdische Entscheidungsinstanz benannt, die alle als parteiunabhängig gelten. Der Kurdische Nationalrat verfügt somit aktuell in der Kurdischen Entscheidungsinstanz über zwölf Stimmen, während insgesamt achtzehn Kandidaten der PYD nahestehen. Aldar Khalil, der Pressesprecher der PYD, äußerte in einer Presseerklärung, der Kurdische Nationalrat dürfe aufgrund des Ausschlusses von drei Parteien nur über eine geringere Anzahl von Sitzen in der Kurdischen Entscheidungsinstanz verfügen als zuvor. Darüber hinaus vertrat er die Auffassung, dass die Mitglieder der Entscheidungsinstanz nicht einfach ausgetauscht werden könnten.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Dezember 2014 – Am 7. November 2014 ist Dschigarkhwin Ibrahim Husain (geb. 1985) aus dem Zentralgefängnis von Aleppo entlassen worden. Er war am 30. März 2004 nach dem »Aufstand von al‑Qamischli« zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Während seiner Inhaftierung war Husain brutaler Folter ausgesetzt.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Dezember 2014 – Am 6. Dezember 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), an mehreren Kontrollpunkten in ad‑Darbasiya junge Männer im Alter von achtzehn bis dreißig Jahren entführt, um sie gegen ihren Willen für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD zu rekrutieren. Informationen über die genaue Anzahl der Entführten liegen nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Dezember 2014 – Am 3. Dezember 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Journalisten und Mitarbeiter der Nachrichtenwebsite Welati.net ʿAli ʿAbdurrahman (geb. 1986) aus seinem Elternhaus entführt. ʿAbdurrahman hatte über die Entführung von Ibrahim Kurisch [weitere Informationen zum Fall] berichtet. Er kam nach drei Tagen wieder frei. Eigenen Angaben zufolge wurde er nicht gefoltert.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Dezember 2014 – Am 7. Dezember 2014 hat der Kurdische Nationalrat in al‑Qamischli getagt und zwölf Vertreter ernannt, die gemäß dem Abkommen von Duhok [weitere Informationen] gemeinsam mit Vertretern der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), einem PKK‑Organ, die Kurdische Entscheidungsinstanz bilden sollen. Dieses Gremium soll eine gemeinsame Strategie und eine einheitliche kurdische politische Position erarbeiten. Die Demokratische Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) erhielt zwei Plätze, weitere acht Parteien je einen Platz. Zwei Plätze wurden durch parteiunabhängige Kandidaten besetzt. Vertreter von Frauengruppen, Jugendgruppen sowie Yeziden sind nicht vertreten.

ShareThis

KURDWATCH, 20. Dezember‑2014 – Am 27. November 2014 haben Kämpfer der regimenahen christlichen Sootoromiliz an einem Kontrollpunkt in al‑Qamischli den siebzehnjährigen Haschim ʿAbdussalam Maʿmu angeschossen. Maʿmu wurde am Rücken getroffen, Lebensgefahr besteht nicht. Bei der Sootoromiliz handelt es sich um eine regimenahe Abspaltung der offiziell regimekritischen Sutoromiliz [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 20. Dezember 2014 – Am 7. Dezember 2014 haben Kämpfer der christlichen Sutoromiliz versucht, neun kurdische Männer an einem Kontrollpunkt in al‑Malikiya zu entführen. Sechs der Männer konnten fliehen, die anderen drei wurden den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) zur Rekrutierung übergeben. Die Sutoromiliz kooperiert mit der YPG und ist offiziell regimekritisch.

ShareThis

KURDWATCH, 16. Dezember 2014 – Ende November 2014 haben Kämpfer der neu gegründeten Baʿthmilizen [weitere Informationen] eine Fahrschule nahe des Flughafens von al‑Qamischli besetzt und zu ihrem Hauptquartier umfunktioniert. Das Gebäude, in dem sich die Fahrschule befindet, ist in Privatbesitz.

ShareThis

KURDWATCH, 15. Dezember 2014 – Am 1. Dezember 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Ibrahim Kurisch, Mitglied einer Peschmergaeinheit der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S), aus seinem Elternhaus in ʿAfrin entführt. Kurisch war wenige Tage zuvor aus Irakisch-Kurdistan nach ʿAfrin gereist, um seine kranke Mutter zu besuchen. Am 3. Dezember 2014 löste der Asayiş eine Demonstration in ʿAfrin auf, bei der mehrere Dutzend Personen die Freilassung von Kureich forderten. Am 4. Dezember 2014 wurde sein Neffe Mahmud Kurisch vom Asayiş mitgenommen. Er hatte sich nach seinem Onkel erkundigen wollen. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Ibrahim war 2012 nach einer Messerattacke der PYD aus ʿAfrin geflüchtet. Jetzt kam er zurück. Er dachte, nach dem Abkommen von Duhok werde die PYD ihn nicht mehr angreifen. Anscheinend betrachtet die PYD jedoch noch immer jeden Peschmerga als Verräter.«
Ibrahim Kurisch wurde am 8. Dezember an der syrisch-türkischen Grenze freigelassen und aufgefordert, Syrien sofort zu verlassen. Mahmud Kurisch ist noch in Haft.

ShareThis

KURDWATCH, 12. Dezember 2014 – Am 22. November 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Maʿbada (Girkê Legê) drei von rund dreißig bis vierzig Teilnehmern einer Demonstration gegen die schlechte Stromversorgung entführt. Es handelt sich um ʿAdil Khalil (42 Jahre, verheiratet), ʿAli Rammu (42 Jahre) und Muhammad Muslih (46 Jahre, verheiratet). Die Entführten wurden am selben Tag wieder freigelassen.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Dezember 2014 – Ende November hat das syrische Regime mit der Gründung neuer arabischer Milizen begonnen. Diese sollen sowohl mit den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) als auch mit den Nationalen Verteidigungskräften kooperieren. Bei letzteren handelt es sich ebenfalls um regimenahe Milizen, die sich aus arabischen Stammesangehörigen zusammensetzen. Ein Teil der neuen Milizen soll im Libanon gemeinsam mit Kämpfern der Hizbullah ausgebildet werden.
Anfang November hatte der syrische Präsident Baschar al‑Assad arabische Stammesführer und Vertreter christlicher Gruppierungen aus der Provinz al‑Hasaka in Damaskus empfangen. Diese hatten die Gründung eigener Milizen und die Eindämmung der Macht der PYD in den kurdischen Gebieten verlangt. Der Präsident soll nach Informationen von KurdWatch die Vormachtstellung der PYD als nicht diskutierbar bezeichnet haben. Gleichzeitig soll er jedoch der Gründung neuer militärischer Kräfte zugestimmt haben, solange diese auch mit der PYD kooperieren.

ShareThis

KURDWATCH, 8. Dezember 2014 – Mitte November 2014 hat das syrische Regime die Angestellten zahlreicher Behörden in den kurdischen Gebieten, die jünger als zweiundvierzig Jahre sind, aufgefordert, sich als Reservisten zur Verfügung zu stellen. Verweigerern wird mit der Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses gedroht. Das Regime zahlt nach wie vor die Gehälter aller Angestellten des öffentlichen Dienstes in den von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Gebieten sowie in anderen Landesteilen, die außerhalb seiner Kontrolle sind.

ShareThis

KURDWATCH, 7. Dezember 2014 – Von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzte Zollbehörden erheben Informationen von KurdWatch zufolge im Kanton Dschazira Zölle in Höhe von bis zu vierzehn Prozent auf Waren, die aus anderen syrischen Provinzen eingeführt werden.

ShareThis

KURDWATCH, 30. November 2014 – Am 6. November 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) den vierzehnjährigen Kazim ʿAdnan Farman aus dem Haus seiner Eltern in al‑Qamischli entführt. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Kazim war in letzter Zeit mit einigen Sympathisanten der PYD gut befreundet. Seine Eltern haben bislang vergeblich versucht, die Rückkehr ihres Sohnes zu erreichen.« Die PYD nutzt immer wieder die Freundschaft zwischen ihren Anhängern und anderen Jugendlichen, um Minderjährige gegen den Willen ihrer Eltern zu rekrutieren.

ShareThis

KURDWATCH, 30. November 2014 – Am 5. November 2014 ist die dreiundzwanzigjährige Schirin Hadschi in al‑Malikiya (Dêrik) von Mitarbeitern des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführt worden. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir haben fast täglich beim Asayiş der PYD nachgefragt, ob unsere Tochter bei ihnen ist. Sie haben das zunächst bestritten. Erst am fünften Tag haben sie zugegeben, dass sie sich in ihrer Gewalt befindet. Allerdings haben sie uns nicht mitgeteilt, warum sie entführt wurde. Wir hoffen, dass sie Schirin nicht zum Militärdienst verpflichten.«

ShareThis

KURDWATCH, 30. November 2014 – Am 4. November 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Maʿbada (Girkê Legê) Salih Musa (verheiratet, vier Kinder) entführt. Musa ist Mitglied des örtlichen Komitees der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) und des Kurdischen Nationalrats. Er hatte sich geweigert, Strom- und Wassergebühren an Mitarbeiter der von der PYD im Kanton Dschazira eingesetzten Übergangsverwaltung zu zahlen. Am 5. November 2014 wurde Musa wieder freigelassen. Er wurde nicht gefoltert.

ShareThis

KURDWATCH, 27. November 2014 – Am 13. November 2014 hat der Kurdische Nationalrat aus Anlass des vierundfünfzigsten Jahrestags des Kinobrands von ʿAmuda [weitere Informationen] eine Demonstration in ʿAmuda organisiert, an der etwa sechshundert Menschen teilnahmen. Es wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

ShareThis

KURDWATCH, 26. November 2014 – Am 9. November 2014 sind drei Vertreter des Kurdischen Nationalrats in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) eingetroffen, um mit der Führung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) über eine mögliche Beteiligung an den Kämpfen gegen den Islamischen Staat (IS) zu verhandeln. Die YPG hat eine solche Beteilung an die Bedingung geknüpft, dass sich die Kämpfer des Kurdischen Nationalrats dem Kommando der YPG unterordnen.

ShareThis

KURDWATCH, 26. November 2014 – Aufgrund einer Entscheidung des Innenausschusses des Kantons ʿAfrin hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), am 5. November 2014 in ʿAfrin eine Bekanntmachung an alle Betreiber von Veranstaltungssälen verteilt. Danach ist jede Veranstaltung untersagt, die nicht zuvor vom Asayiş oder einem der Volkshäuser der PYD genehmigt worden ist. Folglich muss in ʿAfrin künftig jede private Hochzeitsfeier vorab genehmigt werden.

ShareThis

KURDWATCH, 26. November 2014 – Am 10. November 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), die Schüler mehrerer Mittel- und Oberschulen in al‑Qamischli darüber informiert, dass sie künftig an Feiertagen und Wochenenden im Umgang mit Waffen geschult werden sollen. Auch Mädchenschulen waren von der Aktion betroffen.

ShareThis

KURDWATCH, 26. November 2014 – Zwischen dem 5. und 16. November 2014 ist es zwanzig Kilometer westlich der Stadt Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) zu Auseinandersetzungen zwischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und dem Islamischen Staat (IS) gekommen. Kämpfer der YPG sollen eigenen Angaben zufolge zwei Dutzend IS‑Kämpfer getötet haben.

ShareThis

KURDWATCH, 26. November 2014 – Am 30. Oktober 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) die beiden Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) Muhammad Saʿid Muhammad ʿIsu und Rasul Ismaʿil Muhammad freigelassen, nachdem sie rund fünfzehn Monate lang festgehalten worden waren. Ein PYD‑Gericht hatte ʿIsu zu zehn und Muhammad zu sieben Jahren Haft verurteilt [weitere Informationen zum Fall]. Beide Männer erklärten gegenüber KurdWatch, im Gefängnis gefoltert worden zu sein. Mindestens sechs weitere Mitglieder der PDK‑S werden nach wie vor von der PYD festgehalten.

ShareThis

KURDWATCH, 21. November 2014 – Am 4. November 2014 haben Mitglieder der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) die fünfzehnjährige Schülerin Nadschah Nerwan Ahmad aus ihrer Schule in dem zehn Kilometer östlich von al‑Malikiya (Dêrik) gelegenen Ort al‑Kazimiya entführt. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Gegen vierzehn Uhr hat der Lehrer uns mitgeteilt, dass unsere Tochter von Hevals [PKK‑Anhänger, wörtlich »Freunde«] entführt wurde. Wir wissen nicht, wo sie genau ist.« Die Familie geht davon aus, dass ihre Tochter zwangsrekrutiert wurde.

ShareThis

KURDWATCH, 21. November 2014 – Am 6. November 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den fünfundzwanzigjährigen Ziyad Salih Oso in ad‑Darbasiya erschossen. Oso war im Zuge der massenhaften Zwangsrekrutierung [weitere Informationen] vom Asayiş entführt worden, konnte aber aus einem PYD‑Gefängnis in Tall Maʿruf fliehen. Ein Angehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Als Mitarbeiter des Asayiş sein Haus stürmten, versuchte Ziyad, im Schlafanzug zu fliehen. Sie haben ihn unweit von seinem Haus erschossen.«

ShareThis

KURDWATCH, 21. November 2014 – Am 4. November 2014 haben Mitglieder der PYD‑nahen Revolutionären Jugend im zehn Kilometer westlich von al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gelegenen Tall Schaʿir die vierzehnjährige Chiman Muhammad Sadiq Ahmad unter Anwendung von Gewalt aus der Schule entführt. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) verweigern den Eltern die Rückkehr ihrer Tochter und teilten mit, dass diese eventuell nach Qandil gebracht werde. Außerdem wurden der Familie Konsequenzen angedroht, sollten sie weiter in den Medien über die Entführung ihrer Tochter sprechen.

ShareThis

KURDWATCH, 21. November 2014 – Am 5. November 2014 haben Mitarbeiter der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) Wahlunterlagen verteilt. Den Dokumenten zufolge sollen der Legislativrat und Kommunalverwaltung gewählt werden. Genauere Informationen liegen nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 21. November 2014 – Am 3. November 2014 hat der Islamische Staat (IS) in Manbidsch über siebzig entführte Kurden aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) freigelassen, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate entführt worden waren. Genaue Informationen über die Gesamtzahl der vom IS entführten Kurden liegen nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 13. November 2014 – Am 30. Oktober 2014 hat der Islamische Staat (IS) die letzten fünfundzwanzig der am 29. Mai 2014 entführten Schüler aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) in Manbidsch freigelassen [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 12. November 2014 – Zwischen dem 30. Oktober und dem 1. November 2014 sind irakischkurdische Peschmerga mit schweren Waffen in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) eingetroffen. Medienberichten zufolge soll es sich insgesamt um rund zweihundert Kämpfer handeln. Auch Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA)erreichten die Stadt. Die Ankunft der Kämpfer wurde von schweren Luftangriffen der US‑Luftwaffe auf Stellungen des Islamischen Staats (IS) begleitet. Zwischen dem 1. und 7. November 2014 wurden zudem zahlreiche Boden-Boden-Raketen auf IS‑Stellungen in der Stadt ʿAin al‑ʿArab abgefeuert, Erfolge konnten jedoch bislang nicht vermeldet werden.

ShareThis

KURDWATCH, 12. November 2014 – Am 24. Oktober 2014 ist der fünfundsechzigjährige ʿAbdulwahhab Ibrahim Ibrahim aus einem Gefängnis des Islamischen Staats (IS) im fünfzig Kilometer südlich von al‑Hasaka gelegenen asch‑Schaddada entlassen worden. Ibrahim war am 2. Oktober 2014 auf dem Weg zwischen al‑Qamischli und al‑Hasaka von IS‑Kämpfern entführt worden. Er wurde beschuldigt, Mitglied der Partei der Demokratischen Union (PYD), zu sein. Er wurde nicht gefoltert.

ShareThis

KURDWATCH, 12. November 2014 – Am 23. Oktober 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) bei Hasu Ratla (Gundikê Seîd), fünf Kilometer südöstlich von al‑Qahtaniya (Tirbesipî), einen Öltransporter angehalten und den Fahrer, Yasir al‑ʿAbbu, sowie den Beifahrer, Turki Zurara, in ihre Gewalt gebracht. Zurara konnte entkommen, al‑ʿAbbu wurde enthauptet und der Tanker niedergebrannt. IS‑Kämpfer haben als Grund für die Ermordung die Kooperation des Fahrers mit der Partei der Demokratischen Union (PYD) angegeben. Diese vermutete Kooperation haben sie vermutlich aus der Tatsache geschlossen, dass al‑ʿAbbu in einem Gebiet, in dem die PYD die Ölfelder kontrolliert, über einen Öltransporter verfügt.

ShareThis

KURDWATCH, 9. November 2014 – Am 26. Oktober 2014 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), Parwar Yusuf aufgefordert, mitsamt seiner Frau und seinen drei Kindern binnen eines Tages das von ihnen bewohnte Haus in al‑Maʿbada (Girkê Legê) zu räumen. Das Haus gehört dem syrischen Agrarministerium, bei dem Yusuf angestellt ist. Er ist im Besitz eines gültigen Mietvertrags. Zudem hat das örtliche Volksgericht, eine PYD‑Institution, ein Urteil erlassen, wonach er das Haus weiterhin bewohnen darf.

ShareThis

KURDWATCH, 9. November 2014 – Am 28. Oktober 2014 haben Unbekannte in al‑Qamischli eine Handgranate in das Haus des Führungsmitglieds der Kurdischen Jugendbewegung Yilmaz Saʿid geworfen. Die Granate explodierte nicht, es entstand kein Schaden. Der Hintergrund des Anschlags ist nicht bekannt. Saʿid lebt im Ausland, das Haus wird von Angehörigen bewohnt.

ShareThis

KURDWATCH, 9. November 2014 – Am 29. Oktober 2014 hat der Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Anas Fauaz Hadsch ʿAbbas an einem Kontrollpunkt in der Nähe von Khazna, einem fünfzehn Kilometer südöstlich von al‑Qamischli gelegenen Ort, Muhammad Ibrahim Saʿdun (geb. 1992 in al‑Qamischli) erschossen. Saʿdun hatte versucht, den Kontrollpunkt ohne Halt zu passieren. ʿAbbas befindet sich aus Angst vor Blutrache auf der Flucht. Die YPG hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

ShareThis

KURDWATCH, 9. November 2014 – Am 23. Oktober 2014 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), ein führendes Mitglied der Kurdischen Jugendbewegung entführt. Mahmud Ramadan hatte versucht, die syrisch-türkische Grenzen bei al‑Maʿbada (Girkê Legê) illegal zu überqueren. Er kam am 24. Oktober 2014 wieder frei. Der Asayiş begründete die Entführung mit einer fehlenden Ausreisegenehmigung.

ShareThis

KURDWATCH, 7. November 2014 – Am 22. Oktober 2014 haben rund einhundert Anhänger des Kurdischen Nationalrats in al‑Hasaka mit einer Demonstration ihre Zustimmung zum Abkommen von Duhok [weitere Informationen] bekundet.

ShareThis

KURDWATCH, 7. November 2014 – Vom 14. bis zum 22. Oktober 2014 haben Vertreter des Kurdischen Nationalrats und der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), einem PKK‑Organ, in der irakischkurdischen Stadt Duhok über eine mögliche Kooperation verhandelt. In einer am 22. Oktober 2014 veröffentlichten Presseerklärung gaben sie die Gründung einer »Kurdischen Entscheidungsinstanz« bekannt, die eine gemeinsame Strategie und eine einheitliche kurdische politische Position erarbeiten soll. An dieser Aufgabe ist bereits das »Hohe Kurdische Gremium« gescheitert, in dem der Volksrat von Westkurdistan, ebenfalls ein PKK‑Organ, und der Kurdische Nationalrat mit jeweils fünfzig Prozent vertreten waren. Für die »Kurdische Entscheidungsinstanz« sollen auch Parteien, die nicht Mitglied des Kurdischen Nationalrats oder TEV‑DEMs sind, zwanzig Prozent der Mitglieder stellen. Wer diese Parteien sein sollen, ist allerdings zwischen Kurdischem Nationalrat und TEV‑DEM umstritten. In der Erklärung wurde außerdem bekannt gegeben, dass die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Regierungen politisch und verwaltungstechnisch zusammengeführt werden sollen und sich der Kurdische Nationalrat an der Regierung beteiligen wird. Weiterhin heißt es in der Erklärung, dass beide Seiten wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Verstärkung ihrer Verteidigungskräfte getroffen hätten. Vertreter des Kurdischen Nationalrats sollen die Gründung einer kurdischen Armee unter Führung des neuen Gremiums gefordert haben. TEV‑DEM soll erklärt haben, für diese Frage nicht zuständig zu sein und die Forderung an die Führung der Volksverteidigungseinheiten (YPG), der Miliz der PYD, weiterzugeben. Angeblich sollen sich die Verhandelnden einig gewesen sein, dass jede Gruppe das Recht auf eigene Verteidigungskräfte hat. Bislang hat die PYD den Aufbau eigener bewaffneter Kräfte durch andere politische Parteien gewaltsam verhindert.

ShareThis

KURDWATCH, 4. November 2014 – Am 14. und 15. Oktober 2014 hat das irakischkurdische Parlament getagt. Auf der Tagesordnung stand die Unterstützung der Kantone in Syrisch-Kurdistan. Die Abgeordneten beschlossen einstimmig die folgenden Punkte:
1. Das Parlament von Kurdistan unterstützt den Willen der Bevölkerung von Westkurdistan, unabhängig von der [gewählten] Verwaltungsform. Die Regierung der Region Kurdistans muss diesem Beschluss entsprechend handeln. 2. Die Regierung der Region Kurdistan muss Westkurdistan gemäß ihrer finanziellen Möglichkeiten unterstützen.
3. Die Verantwortlichen müssen diese Beschlüsse umsetzen.
4. Es dürfen keine Beschlüsse umgesetzt werden, die diesem Beschluss entgegenlaufen.
5. Sobald dieser Parlamentsbeschluss veröffentlicht ist, tritt er in Kraft.

ShareThis

KURDWATCH, 3. November 2014 – Am 25. Oktober 2014 haben rund einhundert Menschen eine literarische Veranstaltung der PYD in ʿAfrin gestürmt. Sie forderten die Freilassung ihrer Angehörigen, die Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) sind und von der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführt wurden. Sie werden derzeit in einem Gefängnis in ʿAfrin festgehalten. Die Aktion soll nach Informationen von KurdWatch spontan von überwiegend weiblichen Angehörigen der Gefangenen organisiert worden sein. Die Gefangenen selbst waren bereits einige Tage vor der Aktion in einen Hungerstreik getreten. Die PYD beendete ihre Veranstaltung, weitere Konsequenzen sind nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 3. November 2014 – Am 21. Oktober 2014 hat der syrische Informationsminister ʿImran ʿAhad az‑Zuʿbi auf einer Pressekonferenz erklärt, die syrische Armee und Luftwaffe unterstützen die Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) militärisch. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dementierten dies am 22. Oktober 2014 in einer Presseerklärung.

ShareThis

KURDWATCH, 3. November 2014 – Trotz der Versorgung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mit irakischkurdischen Waffen sowie der andauernden Angriffe der US‑Luftwaffe gegen Stellungen des Islamischen Staats (IS), hat dieser seinen Vormarsch auf die letzten Stellungen der YPG in der Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fortgesetzt. Nachdem die YPG Mitte Oktober Erfolge vermelden konnte, startete der Islamische Staat zwischen dem 22. und 27. Oktober 2014 eine Angriffswelle auf die östlichen und südlichen Viertel der Stadt. IS‑Kämpfer beschossen die von der YPG kontrollierten Stadtteile mit Boden-Boden-Raketen. Zudem versuchten sie, YPG‑Stellungen mit Hilfe von Autobomben zu zerstören. Vier Kilometer westlich der Stadt konnten IS‑Kämpfer am 22. Oktober den Tall Schaʿir zurückerobern [weitere Informationen].
Die YPG kontrolliert aktuell eine Fläche von weniger als vier Quadratkilometern in und westlich der Stadt ʿAin al‑ʿArab, während die Kämpfer des Islamischen Staats ein Gebiet zwischen achthundert und tausend Quadratkilometern kontrollieren. Dabei handelt es sich um die überwiegend kurdischen Gebiete um ʿAin al‑ʿArab, die bis vor wenigen Wochen unter Kontrolle der PYD standen. Diese hatte hier eine von insgesamt drei »Regierungen« etabliert. Die Mehrheit der kurdischen Bevölkerung konnte aus den vom IS eroberten Gebieten in die Türkei fliehen.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Oktober 2014 – Vom 17. bis zum 19. Oktober 2014 haben Delegierte der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien in Istanbul einen Parteitag abgehalten. Laut der Abschlusserklärung vom 20. Oktober 2014 haben die Anwesenden mit großer Mehrheit entschieden, einen militärischen Flügel zu gründen, um Zivilisten in den kurdischen Gebieten schützen zu können. Die Erklärung betont, dass der militärische Flügel an die Genfer Konvention und an internationale Abkommen hinsichtlich der Beachtung der Menschenrechte gebunden ist. Ferner beschlossen die Versammelten, in Syrien verdeckt zu arbeiten, um der Verfolgung durch Vertreter des syrischen Regimes und der Partei der Demokratischen Union (PYD) zu entgehen. Der frühere Europavertreter Siamand Hadscho wurde zum Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls gewählt wurde ein Führungsrat aus neun weiteren Personen. Vier Mitglieder des Führungsrats wurden namentlich nicht erwähnt, sondern geheim gehalten.
Ein Teil der Mitglieder der Zukunftsbewegung erkennt den Parteitag nicht an und hat parallel ein neues Kommunikationsbüro gewählt. Ein entscheidender Streitpunkt zwischen den beiden Flügeln der Partei ist die Haltung gegenüber der Partei der Demokratischen Union (PYD).

ShareThis

KURDWATCH, 28. Oktober 2014 – Am 20. Oktober 2014 haben Flugzeuge der US‑Luftwaffe Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) aus der Luft mit Waffen, Munition und medizinischen Hilfsmitteln versorgt. Die Lieferungen stammten von den Behörden in Irakisch-Kurdistan, so das US‑Zentralkommando. Das irakischkurdische Präsidialamt hat die Übergabe von vierundzwanzig Tonnen Material bestätigt. Zwei abgeworfene Pakete landeten in vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Gebieten. Das US‑Militär hat nach eigenen Angaben eines der falsch gelandeten Pakete zerstört.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Oktober 2014 – Am 17. Oktober 2014 haben drei Dutzend Frauen in ʿAmuda gegen die Zwangsrekrutierung ihrer Angehörigen durch die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) protestiert. Zwischenfälle wurden nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Oktober 2014 – Der zweiunddreißigjährige Nahru Muhammad Saʿid wird seit dem 11. Oktober 2014 von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) festgehalten. Er war im Zuge der Zwangsrekrutierung [weitere Informationen] entführt worden. Die PYD verstößt damit gegen das von ihr selbst erlassene Rekrutierungsgesetz, das nur die Rekrutierung von Personen im Alter zwischen achtzehn und dreißig Jahren vorsieht.

ShareThis

KURDWATCH, 27. Oktober 2014 – Zwischen dem 16. und 20. Oktober 2014 kam es bei al‑Mabruka, dreißig Kilometer südwestlich von Raʾs al-ʿAin (Serê Kaniyê), zu Kämpfen zwischen Kombattanten des Islamischen Staats (IS) und der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Auch die US‑Luftwaffe bombardierte Stellungen des IS in al‑Mabruka. Bei den Angriffen sind mindestens vier Kämpfer der YPG sowie zwei Dutzend IS‑Kämpfer ums Leben gekommen.

ShareThis

KURDWATCH, 27. Oktober 2014 – Am 18. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Leiter des staatlichen Stromversorgers in Tall Tamr aufgefordert, mit seiner Behörde binnen weniger Tage umzuziehen. Die PYD beansprucht das Gebäude für sich.

ShareThis

KURDWATCH, 27. Oktober 2014 – Am 16. Oktober 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), ad‑Darbasiya und ʿAmuda die Leichen von Kämpfern des Islamischen Staats (IS) öffentlich zur Schau gestellt. Die Leichen wurden auf offenen Wagen durch die Stadt gefahren, YPG‑Kämpfer schossen in die Luft, stellten sich auf die Toten und gaben sie der Lächerlichkeit preis, indem sie ihnen Zigaretten in den Mund steckten. KurdWatch verzichtet aus ethischen Gründen auf die Wiedergabe der Bilder.

ShareThis

KURDWATCH, 24. Oktober 2014 – Am 15. Oktober 2014 haben Vertreter der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD), darunter Redur Khalil, der Pressesprecher der YPG, das Büro der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) in al‑Qamischli besucht. Die Delegation wurde von PDK‑S-Politbüromitglied Mahmud Wadi empfangen. Es ist das erste Mal, dass Vertreter der PYD ein Büro der PDK‑S offiziell besuchen. Bislang hat die PYD die Parteibüros der PDK‑S geschlossen, zahlreiche ihrer Mitglieder wurden entführt oder nach Irakisch-Kurdistan verschleppt [weitere Informationen]. Gesprächsthema waren unter anderem die Verhandlungen zwischen Kurdischem Nationalrat, PYD und der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), einem PKK‑Organ, in Dohuk. An dem Treffen nahm auch ein Vertreter Präsident Masud Barzanis teil, diskutiert wurde die mögliche Zusammenarbeit der verschiedenen politischen Akteure in den kurdischen Gebieten Syriens angesichts der Kämpfe in ʿAyn al-ʿArb-(Kobanî).

ShareThis

KURDWATCH, 24. Oktober 2014 – Am 15. Oktober 2014 haben zwei Dutzend Frauen in al‑Qamischli gegen die Entführung und Zwangsrekrutierung ihrer Söhne und Brüder durch den Asayiş, den Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), [weitere Information] protestiert. Die Kundgebung endete nach einer halben Stunde. »Der Asayiş hat eine Frau geschlagen. Die anderen haben dann die Demonstration aus Angst beendet«, berichtete eine Augenzeugin KurdWatch.

ShareThis

KURDWATCH, 20. Oktober 2014 – Am 14. Oktober 2014 haben vier Aktivistinnen den Autoverkehr auf einer Hauptstraße in ʿAmuda lahmgelegt und auf Plakaten die Freilassung der am 11. Oktober 2014 vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführten und zwangsrekrutierten jungen Männer gefordert [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 16. Oktober 2014 – Am 11. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Qamischli das Mitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) Bahwar Mula Ahmad (geb. 1981, verheiratet, drei Kinder) für eine Stunde festgehalten. Mula Ahmad, der als Journalist arbeitet, hatte versucht, Mitarbeiter des Asayiş bei der Zwangsrekrutierung junger Männer zu fotografieren. Mula Ahmad wurde nicht gefoltert.

ShareThis

KURDWATCH, 16. Oktober 2014 – Am 11. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in sämtlichen von der PYD kontrollierten Gebieten junge Männer zwischen achtzehn und dreißig Jahren willkürlich von der Straße weg entführt. Die Mehrheit der Entführten kam bis zum Folgetag wieder frei. Sie mussten zuvor unterschreiben, dass sie das Land nicht verlassen werden und jederzeit bereit sind, in den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD zu kämpfen. Sollten sie diese Zusage nicht einhalten, würde ihre Familie 500 000 Syrische Lira zahlen. Mündlich wurde ihnen zudem mitgeteilt, dass ein weibliches Mitglied ihrer Familie rekrutiert würde, sollte die Familie die geforderte Summe nicht zahlen. Genaue Angaben über die Anzahl der Freigelassenen sowie der noch Festgehaltenen und Zwangrekrutierten liegen nicht vor. Insgesamt sollen jedoch bis zu dreitausend Männer betroffen sein, darunter auch Araber und Christen. Der Kurdische Nationalrat hat die Aktion in einer Erklärung verurteilt: »Diese unverantwortliche Maßnahme seitens der PYD wird dazu führen, dass die restlichen jungen Männer die kurdischen Gebiete verlassen.«

ShareThis

KURDWATCH, 15. Oktober 2014 – Am 8. Oktober 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in dem zwanzig Kilometer östlich von al‑Malikiya (Dêrik) gelegenen Ort az‑Zahriya at‑Tahtaniya mit einer Demonstration dagegen protestiert, dass die türkische Regierung die in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) kämpfenden Volksverteidigungseinheiten (YPG) nicht bewaffnet. Aus demselben Anlass fanden am 9. Oktober Demonstrationen in ʿAmuda und al‑Qamischli statt, wobei die Demonstration in ʿAmuda zugleich an die Verhaftung des Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, im Jahre 1998 erinnerte. Dutzende Teilnehmer der Demonstration in al‑Qamischli versuchten im Anschluss an die Kundgebung, den Grenzzaun zur Türkei einzureißen. Dabei wurden sie von Anhängern der PKK auf der türkischen Seite unterstützt. Türkische Soldaten schossen daraufhin auf die Demonstranten. Ein achtjähriges Kind kam ums Leben, drei weitere Teilnehmer wurden verletzt.

ShareThis

KURDWATCH, 15. Oktober 2014 – Am 6. Oktober 2014 sind vor einer Kaerne sowie einer Rekrutierungsstelle der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Hasaka drei Autobomben explodiert. Eine der beiden Explosionen vor der Kaserne erfolgte zeitversetzt, als Kämpfer der YPG versuchten, die Opfer der vorangegangenen Explosion zu bergen. Mindestens dreißig Personen kamen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.

ShareThis

KURDWATCH, 13. Oktober 2014 – Am 5. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Büro des Kurdischen Nationalrats in Tall Tamr gestürmt und den Vorsitzenden des lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats von Tall Tamr, Qasim Dschanan, entführt. Zeitgleich wurde das Büro der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in Tall Tamr gestürmt und das Zentralenkomiteemitglied Bahdschat Schaikhu zunächst geschlagen und dann mitgenommen. Mehrere Stunden später stürmte der Asayiş zudem das Haus von Kamiran Schaikhu, einem Mitglied des lokalen Komitees der Yekîtî von Tall Tamr. Auch Kamiran Schaikhu sowie seine zufällig anwesende Mutter wurden geschlagen, kamiran Schaiku wurde entführt. Dschanan kam nach acht Stunden, Bahdschat Schaikhu nach vierundzwanzig Stunden und Kamiran Schaikhu nach zwei Tagen wieder frei. Sie wurden weder befragt, noch wurde ihnen ein konkreter Vorwurf gemacht.

ShareThis

KURDWATCH, 13. Oktober 2014 – Neuesten Informationen zufolge sind seit dem 9. Oktober, rund zweitausend Menschen, die nur mit ihrem Besitz (Traktoren u. ä. große Geräte) in die Türkei fliehen wollten, an der Grenze eingekesselt. Die Türkei lässt nur Flüchtlinge ohne Großgepäck ins Land, eine Ausnahme soll für um die tausend Taxis gemacht worden sein.

ShareThis

KURDWATCH, 12. Oktober 2014 – Am 28. September 2014 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) begonnen, die Bevölkerung aus Gebieten südlich der Stadt al‑Qamischli zu evakuieren, in denen der Islamische Staat (IS) stark ist. Mindestens die circa fünfundzwanzig Kilometer südöstlich von al‑Qamischli gelegenen Dörfer Tall Scharmukh, Tall Abu Khazaf und Tulul Matluta wurden bereits evakuiert.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Oktober 2014 – In der seit mehreren Wochen vom Islamischen Staat (IS) belagerten Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) [weitere Informationen] sind keine Zivilisten mehr. Auch der Großteil der dort noch zu Beginn der Kämpfe anwesenden Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) hat die Stadt verlassen. Es kämpfen fast ausschließlich Kombattanten der PKK. Flüchtlinge aus ʿAin al‑ʿArab, die nach Suruç in der Türkei geflohen sind, werfen der PKK vor, einen sinnlosen Kampf zu führen, da die Stadt nicht zu halten sei. »Wir hoffen, dass am Ende nicht nur der Islamische Staat besiegt sein wird, sondern auch die PKK und die PYD. Die PYD ist mitschuldig an der jetzigen Situation, sie hat von Anfang an mit dem syrischen Regime kooperiert«, so ein Flüchtling, der aus Angst vor Repressionen anonym bleiben wollte, gegenüber KurdWatch.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Oktober 2014 – Am 4. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration in Tall Tamr verboten und aufgelöst. Die Demonstration richtete sich gegen den Angriff des Islamischen Staats (IS) auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî). Qasim Dschanan, Vorsitzender des lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats in Tall Tamr, Kamiran Schaikhu, Mitglied des lokalen Komitees der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in Tall Tamr, Fahd Abu ʿAqid, Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (KDP‑S), sowie Yahya ʿAbdulhadi und Mahmud Sabri, beides Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von Nasruddin Ibrahim, wurden vom Asayiş mehrerer Stunden festgehalten. Ihnen wurde mit Ausweisung aus Syrien gedroht, sollten sie weiter politisch aktiv bleiben.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Oktober 2014 – Am 20. September 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) den dreizehnjährigen Schüler ʿAli ʿAbdullah ʿAli in al‑Maʿbada (Girkê Legê) ohne Einwilligung seiner Eltern rekrutiert. Der Familie ist der Stützpunkt bekannt, in dem ihr Sohn eingesetzt ist. Die YPG behauptete jedoch auf Nachfragen der Mutter, nichts vom Aufenthaltsort des Kindes zu wissen.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Oktober 2014 – Am 30. September 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats in Manbidsch weitere fünfundsiebzig der am 29. Mai 2014 entführten Schüler aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) [weitere Informationen] freigelassen. Einer der Freigelassenen erklärte gegenüber KurdWatch: »Man hat uns einfach aus dem Gefängnis entlassen und aufgefordert, die Stadt zu verlassen.« Angesichts der Kämpfe in ʿAin al‑ʿArab seien einige Richtung Aleppo, andere Richtung türkische Grenze gereist. Die Schüler wurden während ihrer Gefangenschaft in einer Schule gefoltert und gezwungen, Islamunterricht zu besuchen.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Oktober 2014 – Am 26. September 2014 kam es an der syrisch-irakischen Grenze bei al‑Yaʿrubiya zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Islamischen Staat (IS) auf der einen und den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie der aus regimetreuen arabischen Stammesangehörigen bestehenden Al‑Karama-Brigade auf der anderen Seite. Der Islamische Staat soll mehrere Dörfer eingenommen haben.

ShareThis

KURDWATCH, 6. Oktober 2014 – Am 1. Oktober 2014 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Aktivisten Muhamad Hasso (geb. 1982, verh. zwei Kinder, Mitglied der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien) aus ihrer Haft gelassen. Hasso war am 5. September 2014 entführt worden. Er wurde nicht gefoltert.

ShareThis

KURDWATCH, 6. Oktober 2014 – Am 27. September 2014 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie die Tahir‑Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA) in der Stadt Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) in einer Presskonferenz die Gründung eines Gemeinsamen Operationszentrums bekannt gegeben. Bereits am 10. September 2014 hatte die YPG eine ähnliche Zusammenarbeit mit FSA‑Einheiten westlich von ʿAyn al‑ʿArab (Kobanî) erklärt. Vermutlich sucht die YPG die Nähe der FSA, um ihre Chance auf Bewaffnung durch die Vereinigten Staaten zu verbessern. Die USA rüsten derzeit die gemäßigte syrische Opposition auf.

ShareThis

KURDWATCH, 4. Oktober 2014 – Am 8. und 9. September 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) mehrere Häuser in dem achtzig Kilometer östlich von Aleppo gelegenen Ort Manbidsch gestürmt. Mindestens zehn Personen wurden entführt, darunter Masu Barkal, Muru Barkal, Khalil Zaitu, Muhammad Schaikhu, Mahmud Schaikhu, Ahmad Masu ʿAbdi und Muhammad Hamad. Unter den Entführten sind mehrere Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien.

ShareThis

KURDWATCH, 30. September 2014 – Am 26.  September 2014 sind erneut mehrere Raketen in verschiedenen Wohnvierteln in al‑Qamischli eingeschlagen. Tote oder Verletzte gab es nicht. Bislang hat keine Gruppierung die Verantwortung für den Beschuss übernommen.

ShareThis

KURDWATCH, 29. September 2014 – Am 26. September 2014 haben türkische Grenzsoldaten in der Nähe von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) das Feuer auf eine Flüchtlingsgruppe eröffnet, die versuchte, die Grenze zwischen Syrien und der Türkei illegal zu überqueren. Dabei kamen Muhyiddin Saʿid Hibbu und Mazlum Saʿid Hibbu ums Leben. Weitere fünf Personen wurden verletzt. Die Getöteten hatten versucht, ihre Schafherde vor dem Angriff des Islamischen Staats (IS) [weitere Informationen] in die Türkei in Sicherheit zu bringen.

ShareThis

KURDWATCH, 29. September 2014 – Am 17. September 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Büro der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien mit der Begründung geschlossen, die Fortschrittspartei hätte keine Genehmigung bei der Übergangsverwaltung des Kantons ʿAfrin beantragt. Die Parteien des Kurdischen Nationalrats, dessen Mitglied die Fortschrittspartei ist, erkennen die von der PYD eingesetzte Übergangsverwaltung nicht an.

ShareThis

KURDWATCH, 29. September 2014 – Am 23. September 2014 hat der Kurdische Nationalrat in al‑Qamischli eine Demonstration gegen den Angriff des Islamischen Staats (IS) auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) organisiert. Etwa zweitausend Personen beteiligten sich an der Kundgebung. Am selben Tag demonstrierten etwa zweihundert Personen in al‑Hasaka gegen den Islamischen Staat, am Tag zuvor waren es ebenfalls rund zweihundert in ad‑Darbasiya. Beide Kundgebungen waren vom Kurdischen Nationalrat und verschiedenen Jugendbewegungen organisiert worden. Auch am 24. September gab es eine vom Kurdischen Nationalrat organisierte Demonstration in al‑Qahtaniya (Tirbesipî), an der mehrere hundert Personen teilnahmen. Eine ähnliche Demonstration am 25. September in al‑Maʿbada (Girkê Legê), an der um die zweihundert Personen teilnahmen, war von der Kurdischen Jugendbewegung und dem Kurdischen Nationalrat gemeinsam organisiert worden.

ShareThis

KURDWATCH, 29. September 2014 – Am 7. September 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), ein führendes Mitglied der Kurdischen Jugendbewegung in ʿAfrin entführt. Der Asayiş begründete die Entführung von Dschangiz Khalil (geb. 1973, verheiratet, zwei Kinder) damit, er habe »das Ansehen des Asayiş herabgesetzt«. Khalil kam nach acht Tagen wieder frei.

ShareThis

KURDWATCH, 27. September 2014 – Mitte September 2014 hat die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzte Übergangsverwaltung im Kanton Dschazira ein Formular zur Beantragung befristeter Aufenthaltstitel herausgegeben. Das Dokument ist für Syrer gedacht, die aufgrund des Bürgerkriegs in die kurdischen Gebiete geflohen sind. Im Dokument ist unter anderem ein Bürge zu benennen. Bereits Ende August waren in die Stadt al‑Dschawadiya Zugezogene aufgefordert worden, eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen und einen Bürgen vorzuweisen [weitere Informationen]. Die Maßnahme unterstreicht den Anspruch der PYD, staatliche Macht auszuüben.

ShareThis

KURDWATCH, 27. September 2014 – Anfang September 2014 hat die Leitung einer von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Bäckerei in al‑Qamischli fünfunddreißig Brotverkäufer entlassen. Die Bäckerei beliefert alle Viertel im östlichen Teil der Stadt. Einer der entlassenen Verkäufer erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Leitung hat behauptet, die Bäckerei bekäme zu wenig Mehl und müsse uns deshalb entlassen. Das stimmt aber nicht. Wir wissen, dass sie uns gegen Anhänger der PYD ausgetauscht haben.« In al‑Qamischli gibt es neben diversen kleinen Bäckereien zwei moderne Großbäckereien, die mehr als die Hälfte der gesamten Nachfrage der Stadt decken. Eine wird von der PYD kontrolliert, die andere vom Regime.

ShareThis

KURDWATCH, 24. September 2014 – Seit dem 19. September 2014 sind mehr als hunderttausend Menschen aus der Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und den umliegenden Dörfern aufgrund des Vormarsches des Islamischen Staates (IS) in die Türkei geflohen. Informationen von KurdWatch zufolge hatte der Islamische Staat bis zum Abend des 19. September über hundert Dörfer in der Region eingenommen und zum Teil zerstört. Bis zum 20. September kämpften die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) lediglich an einer Front im Osten von ʿAin al‑ʿArab. Seit dem Morgen des 22. September soll an drei Fronten gekämpft werden: acht Kilometer westlich, zehn Kilometer östlich und zwölf Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab. Um die dreihundert Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) am 21. September aus der Türkei gekommen sein und die YPG unterstützen. Darüber hinaus sollen Kämpfer der YPG seit dem 21. September versuchen, ʿAin al‑ʿArab von Raʿs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) aus zu erreichen. Unklar ist, weshalb der IS nicht in die Stadt ʿAin al‑ʿArab vordringen konnte – die YPG hat sich Augenzeugenberichten zufolge aus der Stadt zurückgezogen, so dass diese leicht einnehmbar gewesen wäre.
Zu Irritationen kam es am 19. September am offiziellen Grenzübergang von ʿAin al‑Arab, kurz nachdem die Türkei diesen geöffnet hatte. YPG‑Kämpfer hinderten die Flüchtlinge daran, die Grenze zu überqueren. Kurze Zeit später öffnete die türkische Regierung jedoch mehrerer inoffizielle Grenzpunkte. Der offizielle Grenzübergang wurde mindestens bis zum 21. September von der YPG blockiert.

ShareThis

KURDWATCH, 22. September 2014 – Am 14. und 15. September 2014 fanden erneut [weitere Informationen] Verhandlungen zwischen bewaffneten Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) und des Islamischen Staates (IS) einerseits sowie dem Regime und der Partei der Demokratischen Union (PYD) andererseits statt. Die beiden Seiten einigten sich auf eine Beendigung der Kämpfe. Augenzeugen berichteten, dass Einheiten der FSA und des IS sich daraufhin aus Ghuwairan zurückgezogen hätten. Anschließend hätten syrische Einheiten ohne auf Widerstand zu treffen das Viertel eingenommen.

ShareThis

KURDWATCH, 22. September 2014 – Zwischen dem 13. und 16. September 2014 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) ihren eigenen Angaben zufolge neunzehn arabische Dörfer zwischen al‑Qamischli und dem vierzig Kilometer südlich gelegenen Ort Tall Hamis, die unter Kontrolle des Islamischen Staates standen, befreit. Vier YPG‑Kämpfer sollen bei Kämpfen ums Leben gekommen sein. Arabische Aktivisten beschuldigten die YPG hingegen, bei den Angriffen mehrere Dutzend Zivilisten getötet zu haben. Auch die Nationale Koalition verurteilte die Angriffe der YPG.

ShareThis

KURDWATCH, 22. September 2014 – Am 9. September 2014 haben Mitarbeiter der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung im Kanton Dschazira in al‑Maʿbada (Girkê Legê) die Einwohner aufgefordert, eine Pauschale von fünfhundert Syrischen Lira pro Haushalt für die Wasserversorgung der vergangenen beiden Monate zu zahlen. Die Wasserversorgung wird von der PYD kontrolliert.

ShareThis

KURDWATCH, 21. September 2014 – Hazim ʿAbdulbaqi Hamdu, Matin Muhammad Ismaʿil und Dschalal Ramadan Hasam sind seit dem 8. September 2014 wieder frei. Sie waren am 4. September vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführt worden [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 20. September 2014 – Am 7. September 2014 ist Khadidscha Mustafa Nadschar (geb. 1959 in ʿAin al‑ʿArab [Kobanî]) bei dem Versuch, einem Kontrollpunkt des Islamischen Staats (IS) bei Dscharablus (dreißig Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab [Kobanî]) auszuweichen, von Kämpfern des IS erschossen worden. Nadschar und ihr Mann hatten versucht, mit einem Boot den Euphrat zu überqueren.

ShareThis

KURDWATCH, 20. September 2014 – Am 14. und 16. September 2014 sind insgesamt zwei Dutzend Raketen in verschiedenen Wohnvierteln in al‑Qamischli eingeschlagen. Dabei kamen mindestens zwei Erwachsene und zwei Kinder ums Leben. Bislang hat niemand die Verantwortung für den Beschuss übernommen.

ShareThis

KURDWATCH, 20. September 2014 – Ende August 2014 haben Mitarbeiter des Rathauses der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung im Kanton Dschazira alle Ladenbesitzer aufgefordert, ihre Gewerbeanmeldung zu erneuern. Die Gebühr beträgt bis zu zweitausend Syrische Lira.

ShareThis

KURDWATCH, 20. September 2014 – Am 19. August 2014 haben bewaffnete Kämpfer des Islamischen Staats den Arzt Azad Khaschman aus dem Ibn Sina Krankenhaus in Manbidsch (achtzig Kilometer östlich von Aleppo) entführt. Khaschman ist Mitglied des lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats im vom Islamischen Staat kontrollierten Manbidsch.

ShareThis

KURDWATCH, 18. September 2014 – Am 29. August 2014 ist Dschigar Dschaʿfar Hammu aus der Gefangenschaft der Partei der Demokratischen Union (PYD) entlassen worden. Das Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) war am 7. September 2013 in ʿAfrin von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD entführt worden [weitere Informationen]. Kurz nach seiner Freilassung teilte der Asayiş, der Sicherheitsdienst der PYD, seiner Familie mit, Hammu müsse das Land verlassen, ansonsten werde er erneut »festgenommen«. Hammu kam der Auforderung wenige Tage später nach. Ein Bekannter erklärte gegenüber KurdWatch: »Hammu wurde während seiner Gefangenschaft massiv gefoltert. «

ShareThis

KURDWATCH, 18. September 2014 – Am 29. August 2014 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), in einem in der Stadt verteilten Flugblatt den Verkauf und die Neuvermietung von Wohnhäusern und Grundstücken in al‑Dschawadiya (Çil Axa) verboten. Alle Personen, die nach Beginn der Unruhen nach al‑Dschawadiya zugezogen sind, werden aufgefordert, bis zum 1. September 2014 eine Aufenthaltsgenehmigung im Volkshaus der PYD zu beantragen. Zusätzlich ist ein Bürge vorzuweisen, der bereits vor März 2011 in der Stadt ansässig war.

ShareThis

KURDWATCH, 16. September 2014 – Am 28. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), die einundzwanzigjährige Studentin Parischan Taha Hadsch Mustafa aus ihrem Elternhaus in ʿAmuda entführt. Ein Familienmitglied erklärte gegenüber KurdWatch: »Parischans Eltern waren nicht zu Hause, als Mitarbeiter des Asayiş sie entführt haben. Es gibt mehrere Augenzeugen, die das Fahrzeug des Asayiş gesehen haben. Allerdings hat der Asayiş auf unsere Nachfrage erklärt, nichts über Parischans Verbleib zu wissen«. Der Hintergrund der Entführung ist nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 13. September 2014 – Am 31. August 2014 hat die syrische Armee das arabische Stadtviertel Ghuwairan in al‑Hasaka mit Boden-Boden-Raketen beschossen. Zuvor fanden mehrwöchige Verhandlungen zwischen den im Viertel befindlichen bewaffneten Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) und des Islamischen Staat einerseits sowie dem Regime und der Partei der Demokratischen Union (PYD) andererseits statt. Diese müssen somit als gescheitert gelten. [Weitere Informationen zur Lage in Ghuwairan].

ShareThis

KURDWATCH, 13. September 2014 – Am 3. September 2014 drangen Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), im sieben Kilometer westlich von al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gelegenen Ort Dugir in mehrere Häuser ein und entführten insgesamt fünf Personen. Es handelt sich um Ahmad Gharbi ʿAbbas, Siamand ʿAbdulhamid ʿAbbas, Kawa Muhyiddin ʿAbbas, Sulaiman ʿAli Salih und Dschufain Hasan Saʿdu. Die Entführten stehen der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) nahe.

ShareThis

KURDWATCH, 13. September 2014 – Am 4. September 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), im zehn Kilometer östlich von al‑Maʿbada (Girkê Legê) gelegenen Ort Tall ʿAdas (Gir Zîro) das Haus von ʿAbdulʿaziz Tidscho gestürmt. Der Asayiş durchsuchte das Haus des Mitglieds der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) und untersagte die weitere Durchführung eines dort stattfindenden politischen Seminars der PDK‑S.

ShareThis

KURDWATCH, 13. September 2014 – Am 4. September 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), im acht Kilometer nördlich von al‑Maʿbada (Girkê Legê) gelegenen Ort al‑Mustafawiya mehrere Häuser von Mitgliedern der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) gestürmt. Hazim ʿAbdulbaqi Hamdu, Matin Muhammad Ismaʿil und Dschalal Ramadan Hasam wurden entführt, als sie sich weigerten, dem Asayiş ihre Familienbücher auszuhändigen.

ShareThis

KURDWATCH, 9. September 2014 – Am 13. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), ʿUthman Mahmud Mustafa aus seinem Haus in Bendar entführt. Der Sechzigjährige ist Dorfbürgermeister des in der Nähe von Schuyukh Tahtani, etwa dreißig Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), gelegenen Ortes, Ihm wurden die Augen verbunden, dann wurde er von mehreren Personen zusammengeschlagen. Am frühen Morgen des 14. August wurde er auf einer Landstraße wieder freigelassen. ʿUthman Mahmud Mustafa steht zwar der PYD nahe, hatte jedoch mehrfach versucht, eigene Ansichten durchzusetzen. So hatte er sich beispielsweise gegen die Umfunktionierung der Dorfschule in eine Kaserne der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD ausgesprochen und Stellung gegen die Erhebung von Wasserversorgungsgebühren durch die PYD bezogen.

ShareThis

KURDWATCH, 6. September 2014 – Am 26. und 27. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAmuda und Umgebung versucht Familienbücher einzusammeln um auf dieser Basis Namenslisten zur Rekrutierung von Personen zwischen achtzehn und dreißig Jahren zu erstellen. Zahlreiche Familien haben sich geweigert, ihre Familienbücher auszuhändigen. Auch in al‑Maʿbada (Girkê Legê) versuchte der Asayiş, an Familienbücher zu kommen. Ein Familienvater aus dem rund anderthalb Kilometer südwestlich von al‑Maʿbada gelegenen Ort Rumailan erklärte gegenüber KurdWatch: »Mitarbeiter des Asayiş haben versucht, mich hereinzulegen. Sie sagten, sie brauchen das Familienbuch, um Arbeitsplätze für arbeitslose Personen zu finden.«

ShareThis

KURDWATCH, 6. September 2014 – Am 23. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Haus von Muhammad Billi (verheiratet, acht Kinder) im rund fünfzehn Kilometer südöstlich von al‑Malikiya (Dêrik) gelegenen Dorf Muzairib (Şerek) durchsucht. Sie beschlagnahmten eine dort vorgefundene Schusswaffe und hielten Muhammad Billi für mehrere Stunden fest. Billi ist Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S). Ebenfalls gestürmt wurden die Häuser von Hasan Ahmad Schawisch (verheiratet, sechs Kinder) und seinem Bruder Husain Ahmad Schawisch. Auch hier beschlagnahmte der Asayiş zwei vorgefundene Schusswaffen und entführte die beiden Hausbesitzer. Hasan kam am 24. August wieder frei, Husain am 25. August. Informationen von KurdWatch zufolge versucht die PYD derzeit, Personen zu entwaffnen, die nicht der PYD angehören.

ShareThis

KURDWATCH, 3. September 2014 – Die am 4. August 2014 im fünfzehn Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gelegenen Ort Kaifun von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) entführten Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S), Muslim Muhammad und ʿUthman Zaitu, sind seit dem 7. August 2014 wieder frei.

ShareThis

KURDWATCH, 3. September 2014 – Der am 6. August 2014 von Mitarbeitern des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Maʿbada (Girkê Legê) entführte Bahzad Husain Yaʿqub [weitere Informationen] ist seit dem 9. August wieder frei.

ShareThis

KURDWATCH, 2. September 2014 – Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), haben am 26. August 2014 Mitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in al‑Maʿbada (Girkê Legê) aufgefordert, eine Genehmigung für ihr Parteibüro bei der von der PYD eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira zu beantragen. Ein Yekîtîmitglied erklärte gegenüber KurdWatch: »Unsere Parteimitglieder haben dem Asayiş mitgeteilt, dass sie keine Genehmigung bei einer nicht legitimierten Stelle beantragen werden«.

ShareThis

KURDWATCH, 2. September 2014 – Am 25. August 2014 stürmten Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), im acht Kilometer südlich von ʿAmuda gelegenen Sandschaq Dawud (Sinceq Xelîl) auf der Suche nach Mamduh Tikhubi dessen Haus. Das Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) war jedoch nicht zu Hause. Kämpfer der Volkverteidigungseinheiten (YPG), der Miliz der PYD, erklärten seiner Familie, Tikhubi müsse Syrien innerhalb der nächsten vier Tage verlassen.

ShareThis

KURDWATCH, 2. September 2014 – Am 25. August 2014 stürmten Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), mehrere Häuser in ʿAmuda. Die Aktivisten Taisir und Yasir Hattu wurden verschleppt, beide sind Mitglieder der Jugendkooperation von ʿAmuda. Yasir Hattu wurde wenig später wieder freigelassen, sein Bruder wurde weiter festgehalten. Yasir Hattu erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Asayiş hat mich beschuldigt, mit der Türkei zusammenzuarbeiten. Meine Familie wurde aufgefordert, das Land zu verlassen.«

ShareThis

KURDWATCH, 31. August 2014 – Der Exekutivrat der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Autonomen Kurdischen Verwaltung des Kantons Dschazira hat mit Schreiben Nummer 145 vom 23. August 2014 den Asayiş, den Sicherheitsdienst der PYD, aufgefordert, Personen zwischen achtzehn und dreißig Jahren keine Ausreisegenehmigung zu erteilen. Ausgenommen sind Personen, die ein Genehmigungsschreiben der Rekrutierungsstelle des Verteidigungsausschusses vorlegen können. Unterzeichnet ist das Schreiben von Kanʿan Barakat, dem Vorsitzenden des Innenausschusses.

ShareThis

KURDWATCH, 28. August 2014 – Am 23. August 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das zehn Kilometer östlich von Tall Tamr gelegene Dorf Munasaf gestürmt und sämtliche Bewohner, auch die Frauen, durchsucht. ʿAbdurrazzaq Haso (verheiratet, fünf Kinder) wurde für mehrere Stunden festgehalten. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Hintergrund der Schikane ist, dass die Dorfbewohner sich weigern, ihre jungen Männer durch die YPG rekrutieren zu lassen.«

ShareThis

KURDWATCH, 25. August 2014 – Seit dem 12. August 2014 haben Milizionäre der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Kontrolle über mehrere Gebäude der Universität von al‑Hasaka übernommen. Es soll sich um eine Schutzmaßnahme vor Angriffen durch Islamisten oder die Freie Syrische Armee handeln. Die Universitätsverwaltung wird nach wie vor von der syrischen Regierung kontrolliert.

ShareThis

KURDWATCH, 25. August 2014 – Am 20. August 2014 wurde das Zentralkomiteemitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) Husain Ibasch freigelassen. Der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD) hatte Ibasch am 12. Mai 2014 in ʿAfrin in seine Gewalt gebracht und seitdem festgehalten.

ShareThis

KURDWATCH, 24. August 2014 – Am 12. August 2014 haben Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) Khaschman Ramadan, einen Milizionär der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD), im arabischen Stadtviertel Ghuwairan von al‑Hasaka entführt. Am selben Tag wurde ein Video veröffentlich, in dem der Gefangene die YPG auffordert, den Beschuss des Viertels zu stoppen. Arabische Aktivisten berichteten, die PYD habe im vom Regime kontrollierten Stadtzentrum von al‑Hasaka mehrere arabische Männer entführt, um diese gegen Ramadan auszutauschen.

ShareThis

KURDWATCH, 24. August 2014 – Am 12. August 2014 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Hasaka eine Großoffensive zur Eroberung des arabischen Stadtviertels Ghuwairan gestartet. Das Viertel wurde mit Panzern angegriffen und mit Boden-Boden-Raketen beschossen. Dabei wurden mehrere Personen getötet. Die PYD gibt an, gegen Kämpfer des Islamischen Staats vorzugehen. Kurdische und arabische Aktivisten berichteten hingegen, im Viertel seien vor allem schlecht bewaffnete Kämpfer des Ahrar-Ghuwairan-Bataillons der Freien Syrischen Armee (FSA) anwesend. Allerdings hätten Anhänger des Islamischen Staats in letzter Zeit ebenfalls ihre Präsenz erhöhen können.

ShareThis

KURDWATCH, 24. August 2014 – Am 10. August 2014 ist ein Fahrzeug der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in das arabische Stadtviertel Ghuwairan von al‑Hasaka vorgedrungen und beschossen worden. Sieben Milizionäre der YPG kamen dabei ums Leben. Unklar ist, ob das Fahrzeug von Kämpfern der Freien Syrischen Armee oder von Islamisten angegriffen wurde. Ghuwairan gilt als Hochburg der syrischen Opposition. Das syrische Regime hat seit 2012 keine Kontrolle mehr über das Viertel.

ShareThis

KURDWATCH, 20. August 2014 – Nachdem der Aktivist und Journalist des oppositionellen syrischen Fernsehsenders Orient Saʿdun as‑Sinnu (geb. 1980 in ad‑Darbasiya) bereits am 25. Juli 2014 von Mitarbeitern des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), mehrerer Stunden festgehalten worden war, wurde er am 7. August 2014 erneut entführt. Hintergrund der Entführungen ist die Forderung des Asayiş, dass alle Journalisten für jede einzelne Recherche eine gesonderte Genehmigung beantragen. As‑Sinnu erklärte gegenüber KurdWatch: »Sie haben mir meine Kamera weggenommen. Beim Verhör haben sie mich grob behandelt, aber nicht geschlagen. Die ersten sechs Stunden musste ich in einer Einzelzelle von drei Quadratmetern verbringen.« In der Nacht des 9. August kam der Journalist wieder frei.

ShareThis

KURDWATCH, 19. August 2014 – Am 6. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Nuri Dschabr aus seinem Laden in ʿAfrin entführt. Dschabr ist Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S).

ShareThis

KURDWATCH, 19. August 2014 – Am 13. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), eine Demonstration des Kurdischen Nationalrats in al‑Qamischli kurz nach Beginn beendet, da keine Demonstrationsgenehmigung vorlag. Etwa achthundert Personen hatten gegen Angriffe des Islamischen Staats auf die kurdischen Gebiete Syriens und des Irak demonstrieren wollen. Der Vorsitzende des lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats in al‑Qamischli, Wadschdi Darwisch, und sein Stellvertreter Iyad ʿAbdulkarim wurden vom Asayiş entführt.

ShareThis

KURDWATCH, 19. August 2014 – Am 6. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Malikiya angeordnet, die Hochzeitsfeier von Yaʿqub Dawud zu beenden. Bangin Dawud, der Bruder des Bräutigams, erklärte gegenüber KurdWatch: »Sie haben keinen Grund genannt. Nachdem der Asayiş gegangen war, wurde die Hochzeit ohne Musikanlage weitergefeiert«. Die Familie von Yaʿqub Dawud steht der Kurdischen Demokratischen Partei – Syrien nahe.

ShareThis

KURDWATCH, 16. August 2014 – Zwischen dem 3. und 8. August 2014 sind mehr als 15 000 Flüchtlinge yezidischer Religionszugehörigkeit aus dem irakischen Sindschar in den kurdischen Gebieten Syriens eingetroffen. Die meisten der Flüchtlinge, die vor Angriffen des Islamischen Staats flohen, zogen nach kurzer Pause weiter Richtung Irakisch-Kurdistan. Am 5. August versuchten Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD), Vertreter des Kurdischen Nationalrats in al‑Maʿbada (Girkê Legê) daran zu hindern, die Flüchtlinge mit Hilfsgütern zu versorgen. Am 8. August kam es zu einem ähnlichen Vorfall, als Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der PYD, und Milizionäre der Volkverteidigungseinheiten (YPG) der PYD die Verteilung von Hilfsgütern an yezidische Flüchtlinge in einem Büro des Kurdischen Nationalrats untersagten und in die Luft schossen. PYD‑nahe Medien stellen die PYD und ihre Miliz als alleinige »Retter« der Yeziden dar.

ShareThis

KURDWATCH, 15. August 2014 – Am 6. August 2014 ist in al‑Maʿbada (Girkê Legê) eine Autobombe explodiert. Dabei wurde eine Person verletzt. Der Hintergrund der Explosion ist nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 15. August 2014 – Am 6. August 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Bahzad Husain Yaʿqub (geb. 1980, verheiratet, zwei Kinder) in al‑Maʿbada (Girkê Legê) entführt. Yaʿqub hatte Milizionäre der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD aufgefordert, eines ihrer Fahrzeuge umzuparken, weil dieses den Eingang zu seinem Lager versperrte.

ShareThis

KURDWATCH, 14. August 2014 – Am 8. August 2014 hat das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda eine Demonstration gegen Angriffe des Islamischen Staats auf yezidische Ortschaften im Irak organisiert. Etwa dreihundert Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

ShareThis

KURDWATCH, 14. August 2014 – Am 8. August 2014 hat der Legislativrat der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsregierung für den Kanton Kobanî (ʿAin al‑ʿArab) entschieden, dass die Büros aller Parteien und Organisationen geschlossen werden, die bis zum 14. August 2014 nicht genehmigt worden sind [weitere Informationen]. Bislang hat der Kurdische Nationalrat die Übergangsregierungen der drei Kantone nicht anerkannt, keine seiner Mitgliedsparteien hat eine Genehmigung auf Grundlage des neuen Parteiengesetzes beantragt.

ShareThis

KURDWATCH, 13. August 2014 – Am 5. August 2014 ist der fünfundvierzigjährige Dschumʿa Bilal Khaschman (verheiratet, fünf Kinder) bei dem Versuch, die türkisch-syrische Grenze Richtung Türkei illegal zu überqueren, von türkischen Grenzsoldaten angeschossen worden. Khaschman erlag wenige Stunden später in einem Krankenhaus in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) seinen Verletzungen.

ShareThis

KURDWATCH, 13. August 2014 – Am 6. August 2014 haben etwa dreißig Anhänger des syrischen Regimes im Zentrum der Stadt al‑Qamischli demonstriert. Sie riefen Parolen gegen die Angriffe des Islamischen Staats sowie für den syrischen Präsidenten. Die Demonstration wurde von syrischen Sicherheitskräften geschützt.

ShareThis

KURDWATCH, 11. August 2014 – Schadi Hauass Muhammad (geb. 1990 in al‑Qamischli), ist am 12. August 2012 während seines Militärdienstes verschwunden. Er war nur wenige Monate zuvor, am 26. April 2012, eingezogen worden. Es gibt keine Hinweise auf seinen Verbleib.

ShareThis

KURDWATCH, 10. August 2014 – Am 1. August 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in den überwiegend kurdisch bewohnten Vierteln der Stadt al‑Hasaka eine Ausgangssperre von 23 Uhr bis 12 Uhr Mittag des Folgetages verhängt. Darüber hinaus wurden alle Ladenbesitzer aufgefordert, ihre Läden um 22 Uhr zu schließen. Hintergrund der Maßnahme waren die anhaltenden Angriffe des Islamischen Staats. Die Ausgangssperre wurde lediglich bis in die frühen Morgenstunden des 2. August befolgt.

ShareThis

KURDWATCH, 8. August 2014 – Am 4. August 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats weitere acht der am 29. Mai 2014 entführten Schüler [weitere Informationen] freigelassen. Die Freilassung soll aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sein.

ShareThis

KURDWATCH, 7. August 2014 – Am 4. August 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mit etwa fünfzehn Fahrzeugen das fünfzehn Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gelegene Dorf Kaifun gestürmt, wo Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) ein politisches Seminar organisierten. Die Anwesenden wurden brutal geschlagen, fünfzehn Teilnehmer entführt, kurdische Fahnen sowie Plakate eingesammelt und verbrannt. Nach wenigen Stunden wurden dreizehn Personen freigelassen. Die Freigelassenen berichteten, erneut geschlagen worden zu sein. Die beiden PDK‑S-Mitglieder Muslim Muhammad und ʿUthman Zaitu werden nach wie vor festgehalten.

ShareThis

KURDWATCH, 7. August 2014 – Am 29. und 30. Juli 2014 kam es rund fünfunddreißig Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) wieder zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern des Islamischen Staats und Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Mindestens fünfzehn Kämpfer der YPG wurden im Anschluss offiziell beigesetzt.

ShareThis

KURDWATCH, 7. August 2014 – Am 27. Juli 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats nach dreitägigen heftigen Gefechten zehn Kilometer südlich der Stadt al‑Hasaka einen wichtigen Militärstützpunkt des syrischen Regimes in der Nähe des Hügels Tall adh‑Dhahab eingenommen. Am selben Tag fand in al‑Hasaka ein Treffen zwischen Vertretern der Partei der Demokratischen Union (PYD) und des Regimes statt. In den folgenden Tagen trafen Dutzende Fahrzeuge der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD in al‑Hasaka ein. Die YPG zeigt seither starke Präsenz in allen Stadtvierteln, arabische eingeschlossen. Berichte über eine vollständige Kontrolle der PYD über die Stadt al‑Hasaka konnten nicht bestätigt werden. Das Regime kontrolliert nach wie vor alle wichtigen staatlichen Behörden sowie die militärische und geheimdienstliche Infrastruktur. Beim Beschuss der Stadt mit Boden-Boden-Raketen des Islamischen Staats kamen mehrere Zivilisten ums Leben.

ShareThis

KURDWATCH, 5. August 2014 – Am 26. Juli 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den aus der Türkei kommenden Aktivisten Matin Sufi (geb. 1993 in al‑Malikiya [Dêrik]) entführt, als er die Grenze bei ʿAin Diwar jenseits von Kontrollpunkten der PYD zu überqueren versuchte. Sufi wurde am 27. Juli wieder freigelassen.

ShareThis

KURDWATCH, 4. August 2014 – Am 23. Juli 2014 hat Muhammad al‑Qadiri, Vorsitzender des Ausschusses für Religiöse Angelegenheiten der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira, eine Entscheidung verkündet, derzufolge alle Restaurants und Geschäfte, die Alkohol verkaufen, am 24. Juli 2014, der sogenannten Lailat al‑Qadr (»Nacht der Bestimmung«) geschlossen bleiben müssen. Als Lailat al‑Qadr wird die Nacht im Fastenmonat Ramadan bezeichnet, in welcher der Koran zum ersten Mal offenbart worden sein soll. Trotz der Entscheidung wurde am 24. Juli Alkohol ausgeschenkt, Konsequenzen sind nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 3. August 2014 – Am 24. Juni 2014 ist Salih ʿAbdu at‑Tammu (geb. 1960 in al‑Hasaka) aus dem Zentralgefängnis von al‑Hasaka entlassen worden. At‑Tammu war am 17. Mai 1996 verhaftet und später gemäß Artikel 306 Strafgesetzbuch zu einundzwanzig Jahren Haft verurteilt worden. Am 1. Juni 2011 wurde er aus dem rund dreißig Kilometer nördlich von Damaskus gelegenen Gefängnis von Saidnaya nach ar‑Raqqa verlegt, am 1. Juli 2011 nach al‑Hasaka. Die frühzeitige Entlassung beruht auf einer präsidialen Amnestie vom 9. Juni 2014.

ShareThis

KURDWATCH, 2. August 2014 – Am 16. Juli 2014 haben zwei Dutzend Angehörige der vom Islamischen Staat entführten Schüler [weitere Informationen] vor einem Gebäude des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) eine Kundgebung abgehalten. Sie warfen der PYD vor, für das Scheitern des Austauschs der entführten Schüler verantwortlich zu sein. Der Asayiş löste die Kundgebung gewaltsam auf und brachte sechs Demonstranten in seine Gewalt. Es handelt sich um Dschalal Muhammad Salih, Mustafa Muhammad, Muhammad Hadschi ʿAbdurrazzaq, Khalid Muhammad, Khalid ʿIsa Tirko sowie Sadruddin Kino. Am 28. Juli kamen alle sechs gegen eine Kaution von 25 000 Syrischen Lira pro Person frei.

ShareThis

KURDWATCH, 2. August 2014 – Am 24. Juli 2014 haben die beiden Gouverneure des von der Partei der Demokratischen Union (PYD) errichteten Kantons Dschazira einen Erlass verabschiedet, demzufolge alle bis zum 24. Juli 2014 inhaftierten Personen freigelassen werden. Ausgenommen sind Häftlinge, denen Terrorismus, Frauenhandel, Frauentötung, Drogenhandel, Diebstahl von und Handel mit Altertümern oder die Veruntreuung öffentlicher Gelder zur Last gelegt wird.

ShareThis

KURDWATCH, 1. August 2014 – Am 8. Juli 2014 haben zwei Dutzend Anwälte in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gegen die Angriffe des Islamischen Staats auf ʿAin al‑ʿArab demonstriert. Angeführt wurde die Kundgebung von Anwar Muslim, Anwalt und Vorsitzender der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Lokalverwaltung des Kantons Kobanî. Die Versammelten beschuldigten den Syrischen Nationalrat und die Nationale Koalition, den Islamischen Staat zu unterstützen. Wenige Tage später verurteilte die Nationale Koalition die Angriffe auf ʿAin al‑ʿArab.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Juli 2014 – Am 25. Juli 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Journalisten des oppositionellen syrischen Fernsehsenders Orient Saʿdun as‑Sinnu in ad‑Darbasiya entführt und nach wenigen Stunden wieder freigelassen.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Juli 2014 – Am 26. und 27. Juli 2014 haben Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD) Einwohner des mehrheitlich arabischen Orts Tall Tamr aufgefordert, sich den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD anzuschließen. Die Bewohner sollen an Kontrollpunkten uns zu Patrouillen eingesetzt werden. »Man hat uns gedroht, ansonsten die Versorgung mit Wasser oder Brot einzustellen«, so ein Aktivist gegenüber KurdWatch.

ShareThis

KURDWATCH, 29. Juli 2014 – Am 23. Juni 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) an einem Kontrollpunkt südöstlich von Tall Tamr Muhammad Aschraf Nayif (verheiratet, sieben Kinder) verschleppt und zwei Tage lang festgehalten. Wenige Tage zuvor hatte die YPG im zehn Kilometer östlich von Tall Tamr gelegenen Dorf Munasaf versucht, Kämpfer zu rekrutieren. Nayif soll in diesem Zusammenhang gesagt haben, es gebe im Dorf nur noch Studenten und Schüler, aber keine Kämpfer mehr.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Juli 2014 – Am 9. Juli 2014 sollten die restlichen der Ende Mai 2014 vom Islamischen Staat entführten Schüler aus ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) [weitere Informationen] gegen von der Partei der Demokratischen Union (PYD) festgehaltene Kämpfer des Islamischen Staats ausgetauscht werden. Das Verhandlungskomitee der Angehörigen sowie eine Abordnung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) waren am verabredeten Ort etwa dreißig Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab, als Vertreter des Islamischen Staats den Austausch bis nach dem Nachmittagsgebet verschieben wollten. »Die YPG nahm an, es könne sich um eine Falle handeln. Deshalb haben sie sich nach ʿAin al‑ʿArab zurückgezogen«, so ein Augenzeuge gegenüber KurdWatch.

ShareThis

KURDWATCH, 26. Juli 2014 – Am 13. Juli 2014 hat die PKK‑nahe Bewegung der Demokratischen Gesellschaft in Westkurdistan (TEV‑DEM) in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) einen Auto- und Motorradkorso organisiert. Mit dem Korso, an dem mehrere Dutzend Fahrzeuge teilnahmen, sollte gegen Angriffe des Islamischen Staats auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) demonstriert werden.

ShareThis

KURDWATCH, 26. Juli 2014 – Am 9. Juli 2014 haben rund einhundert Einwohner des Westviertels von al‑Qamischli, überwiegend Frauen und Kinder, gegen die herrschende Stromknappheit demonstriert. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Am darauffolgenden Tag fand eine ähnliche Demonstration im Stadtviertel Qudurbak statt, rund dreißig Frauen begaben sich Richtung Elektrizitätsbehörde. Auch diese Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Der Leiter der Elektrizitätsbehörde soll den Demonstrantinnen eine Verbesserung der Stromversorgung zugesagt haben.

ShareThis

KURDWATCH, 26. Juli 2014 – Am 13. Juli 2014 hat der Legislativrat der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira ein neues Gesetz zur »Pflicht der Selbstverteidigung« veröffentlicht. Alle Männer im Alter von achtzehn bis dreißig Jahren werden gezwungen, sechs Monate bei den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) zu dienen. Ausgenommen sind Behinderte, Einzellkinder und Angehörige von »Familien, die einen Märtyrer aus den Reihen der Volksverteidigungseinheiten, des Asayiş oder der kurdischen Volksbefreiungsbewegung zu beklagen haben«. Schamdin Nabi, führendes Mitglied des Kurdischen Nationalrats, erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Kurdische Nationalrat lehnt dieses Gesetz ab. Wir werden uns an den Volksrat von Westkurdistan wenden, aber auch an das Parlament und den Präsidenten Irakisch-Kurdistans, damit sie dabei helfen, dieses Gesetz zu stoppen.«

ShareThis

KURDWATCH, 24. Juli 2014 – Am 16. Juli 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) Badran Misto, Mitglied des Zentralkomitees der Kurdischen Einheitspartei (Yekîtî), aus Syrien verbannt. Misto war am 27. Juni aus seinem Haus in Raʾs al‑ʿAin entführt worden [weitere Informationen zum Fall]. Einer Erklärung der Yekîtî zufolge beruht die Verbannung auf dem Urteil eines PYD‑Gerichts.

ShareThis

KURDWATCH, 24. Juli 2014 – Kanʿan Barakat, Vorsitzender des Innenausschusses der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira hat in einem Interview mit der PYD‑nahen Nachrichtenagentur Hawar bekannt gegeben, dass alle Parteien, Institutionen und Vereine bis spätestens 17. August 2014 eine Genehmigung beantragen müssen. Organisationen, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, werden geschlossen.

ShareThis

KURDWATCH, 20. Juli 2014 – Am 11. Juli 2014 hat der Generalausschuss der Kurdischen Jugend (Mitglied im Kurdischen Nationalrat) in al‑Qamischli eine Demonstration gegen Angriffe des Islamischen Staats auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) organisiert. Etwa zwanzig Personen nahmen an der Demonstration teil.

ShareThis

KURDWATCH, 20. Juli 2014 – Am 13. Juli 2014 hat der Militärische Nachrichtendienst Haitham Farhan Haso (geb. 1980) in Damaskus aus der Haft entlassen. Der Student und Journalist, der sich auch in der SAWA‑Koalition engagiert, war am 16. Januar 2013 nach seiner Rückkehr aus der Türkei in ar‑Raqqa verhaftet worden.

ShareThis

KURDWATCH, 20. Juli 2014 – Am 15. Juli 2014 sind im von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Tall Tamr vier Personen, darunter ein neunjähriger Junge, bei der Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen. Alle Opfer sind arabische Zivilisten. Der Hintergrund der Explosion ist nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 19. Juli 2014 – Am 5. Juli 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das fünf Kilometer westlich von al‑Qamischli gelegene Dorf Naf Kur umstellt und die Dorfbewohner aufgefordert, zwei aus PYD‑Gewahrsam entflohene Personen auszuliefern. Die Kämpfer durchsuchten mehrere Häuser. Dabei entdeckten sie die Geflüchteten und brachten sie erneut in ihre Gewalt. Danach zog sich die YPG wieder aus dem Dorf zurück. Die YPG unterhält im nahe gelegenen Himu ihre größte militärische Einrichtung.

ShareThis

KURDWATCH, 17. Juli 2014 – Am 27. Juni 2014 haben Angehörige des seit dem 20. August 2013 inhaftierten Studenten Scherwan Abdullah Barakat (geb. 1993 in ʿAmuda) eine Sterbeurkunde des Militärischen Nachrichtendienstes bekommen, der zufolge Barakat am 16. Februar 2014 verstorben ist. Als Ursache werden Herz- und Atemstillstand nach Kreislaufversagen angegeben. Barakat war an der Universität von Homs verhaftet worden und der Palästinaabteilung des Militärischen Nachrichtendienstes in Damaskus überstellt worden. Die Angehörigen duften den Leichnam Barakats weder beerdigen noch ansehen.

ShareThis

KURDWATCH, 17. Juli 2014 – Am 9. Juli 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAmuda eine Demonstration gegen Angriffe des Islamischen Staats auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) organisiert, an der etwa dreihundert Personen teilnahmen.

ShareThis

KURDWATCH, 16. Juli 2014 – Am 7. Juli 2014 demonstrierten mehrere Dutzend Einwohner des fünf Kilometer westlich von al‑Qamischli gelegenen und mehrheitlich arabisch bewohnten Ortes Himu gegen die herrschende Stromknappheit. Sie blockierten die Straße von al‑Qamischli nach ʿAmuda für mehrere Stunden, bis die Kundgebung durch den Asayiş, den Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), aufgelöst wurde. Die Einwohner von Himu beschuldigen die von der PYD eingesetzte Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira, den Strom von Himu nach al‑Qamischli umgeleitet zu haben. Die Übergangsverwaltung wiederum wirft den Einwohnern des Ortes vor, illegal Strom zu beziehen.

ShareThis

KURDWATCH, 15. Juli 2014 – Am 7. Juli 2014 kam es westlich der Stadt Tall Abyad erneut zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern des Islamischen Staats und Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Genaue Angaben über die Zahl der Opfer liegen nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 15. Juli 2014 – Am 7. Juli 2014 hat die Bewegung der Demokratischen Gesellschaft in Westkurdistan (TEV‑DEM) in al‑Malikiya eine Demonstration gegen Angriffe des Islamischen Staats auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) organisiert. Etwa tausend Personen nahmen an der Demonstration teil.

ShareThis

KURDWATCH, 12. Juli 2014 – Am 4. Juli 2014 ist Kim Saifuddin Ibrahim (geb. 1997) bei dem Versuch, die syrisch-türkische Grenzen bei ad‑Darbasiya zu überqueren, durch die Explosion einer Landmine schwer verletzt worden.

ShareThis

KURDWATCH, 12. Juli 2014 – Am 9. Juni 2014 hat die Führung des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in einer Erklärung alle Flüchtlingen in der Stadt ʿAfrin aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Hausbesitzer wurden aufgefordert, unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit keine Mietverträge mehr mit Flüchtlingen abzuschließen. Alle Flüchtlinge, die über einen gültigen Mietvertrag verfügen, dürfen bis zum Auslaufen desselben in ʿAfrin bleiben. Ebenfalls bleiben dürfen Flüchtlinge, die mindestens fünf Einwohner ʿAfrins in einem eigenen Betrieb beschäftigen.

ShareThis

KURDWATCH, 12. Juli 2014 – In al‑Qamischli hat das der Partei der Demokratischen Union (PYD) unterstehende »Volkshaus«im Stadtviertel al‑Hilaliya den Betreiber eines Stromgenerators aufgefordert, monatliche Gebühren an das Volkshaus zu entrichten. Der Betroffene erklärte gegenüber KurdWatch: »Als ich eine Genehmigung zum Betreiben eines Stromgenerators beantragt habe, wurde eine monatliche Gebühr von zwanzigtausend Syrischen Lira festgesetzt.« Die Gebühr wird mit der Versorgung der Bevölkerung mit Diesel durch die PYD sowie den von der PYD geleisteten »Schutz« begründet. Privat betriebene Generatoren versorgen die Einwohner gegen Bezahlung mit Strom, wenn die reguläre Elektrizitätsversorgung ausfällt.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Juli 2014 – Am 6. Juli 2014 hat Dschiwan Ibrahim, Generalvorsitzender des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), auf seiner Facebookseite ein Rundschreiben vom 21. Juni 2014 veröffentlicht, demzufolge jeder, der einen Asayişmitarbeiter an einem Kontrollpunkt beleidigt, mindestens achtundvierzig Stunden festgehalten wird. Einen Kontrollpunkt zu ignorieren oder dessen »Ansehen herabzusetzen« wird in derselben Weise geahndet, ebenso jede diesbezügliche Diskussion.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Juli 2014 – Am 7. Juli 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), an der irakisch-syrischen Grenze bei al‑Malikiya dem Generalsekretär der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), Ibrahim Biro, die Einreise verweigert. »Ich habe die Mitarbeiter des Asayiş aufgefordert, mir die Einreise zu gestatten, selbst wenn Sie mich dann verhaften müssten. Sie haben mich dennoch nicht einreisen lassen. Ich weiß, dass das eine politische Entscheidung ist«, so Biro gegenüber KurdWatch.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Juli 2014 – Am 27. Juni 2014 hat die PYD‑nahe Frauenorganisation Yekîtiya Star in Tall Tamr eine Einwohnerversammlung im arabisch-kurdischen Stadtviertel at‑Tadamun organisiert. »Außer einem Dutzend Mitglieder von Yekîtiya Star kam niemand zur Sitzung, das hat die PYD sehr verärgert«, so ein Bewohner des Viertels gegenüber KurdWatch. Ein führendes Mitglied der Bewegung der Demokratischen Gesellschaft in Westkurdistan (TEV‑DEM), einer ebenfalls PYD‑nahen Organisation, drohte den Einwohnern daraufhin, in den ersten fünf Tagen des Ramadan kein Brot im Viertel zu verkaufen. Die Drohung wurde nicht umgesetzt.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Juli 2014 – Am 19. Juni 2014 hatte der Legislativrat der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira eine zehntägige Frist gesetzt, innerhalb derer sich Kandidaten für das Amt des Gouverneurs bewerben konnten. Laut der PYD‑nahen Nachrichtenagentur Hawar kandidieren Hadiya Yusuf, ein führendes Mitglied der PYD‑nahen Frauenorganisation Yekîtiya Star sowie Humaidi Daham al‑Dscharba, Führer des arabischen Stammes Schammar. Am 10.  Juli 2014 wurden beide vom Legislativrat gewählt.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Juli 2014 – Am 27. Juni 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Malikiya (Dêrik) das Büro der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) umstellt und gefordert, eine Veranstaltung zur Erinnerung an den sogenannten »arabischen Gürtel« abzusagen, da keine entsprechende Genehmigung vorliege. Als die Anwesenden der Aufforderung des Asayiş nicht nachkamen, wurden die Yekîtîmitglieder Samir Schakir (geb. 1983, nicht verheiratet) und Mustafa Hadschi (geb.  1994, nicht verheiratet) entführt. Die Veranstaltung fand nicht statt. Schakir und Hadschi kamen am nächsten tag wieder frei, sie wurden nicht gefoltert.

ShareThis

KURDWATCH, 8. Juli 2014 – Vom 2. bis 4. Juli 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats fünfunddreißig Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) das von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierte kurdische Dorf Zaur Maghar angegriffen. Nach den Auseinandersetzungen wurden mindestens zwanzig Kämpfer von der YPG offiziell beigesetzt. Die genaue Zahl der Opfer beider Seiten ist nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 5. Juli 2014 – Am 27. Juni 2014 versammelten sich etwa dreihundert Anhänger des Kurdischen Nationalrats am Friedhof von ʿAmuda, um an die Opfer des Angriffs der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf eine Demonstration am 27. Juni 2013 [weitere Informationen] zu erinnern. Auch führende Mitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) sowie der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien waren anwesend. Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der PYD, zeigten in den Tagen vor dem Jahrestag deutlich Präsenz in der Stadt. Augenzeugen berichteten, am 25. Juni seien über fünfzig Fahrzeuge der PYD in der Stadt angekommen. Die Generaldirektion des Asayiş hatte vor ungenehmigten Versammlungen gewarnt. Kurz vor der Versammlung schossen Mitarbeiter des Asayiş mehrere Minuten lang in die Luft. Die Versammlung selbst verlief ohne Zwischenfälle, wurde jedoch von der PYD auf Video aufgenommen.

ShareThis

KURDWATCH, 5. Juli 2014 – Am 27. Juni 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats zwei der am 29. Mai 2014 entführten Schüler freigelassen [weitere Informationen]. Fünfzehn weitere Schüler kamen am 28. Juni frei. Angehörige verhandeln weiter mit dem Islamischen Staat über die Freilassung der restlichen Schüler.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Juni 2013 – Am 25. Juni 2014 hat die syrische Luftwaffe das Gebiet zehn Kilometer östlich von al‑Maʿbada (Girkê Legê) nahe den Ölfeldern von Tall ʿAdas (Gir Zîro) bombardiert. Schaden entstand nicht. Die Ölfelder werden von der syrischen Regierung betrieben und seit Januar 2013 von der Partei der Demokratischen Union (PYD) geschützt. Der Hintergrund der Bombardierung ist unklar. Möglicherweise verweist sie auf Differenzen zwischen den beiden Gruppen und ist als Warnung des Regimes an die PYD zu verstehen.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Juni 2014 – Am 25. Juni 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in Raʾs al‑ʿAin (Sêrê Kaniyê) das Büro der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) mit etwa zwanzig Fahrzeugen umstellt und gefordert, die Durchführung einer Veranstaltung zur Erinnerung an den sogenannten »arabischen Gürtel« abzusagen. Das Projekt »arabischer Gürtel« der syrischen Regierung sah vor, entlang der türkischen und irakischen Grenze auf einer Breite von zehn bis fünfzehn Kilometern insgesamt 140 000 Kurden aus 332 Dörfern zu deportieren und durch arabische Siedler zu ersetzen. Mit der Umsetzung des 1965 beschlossenen Plans wurde 1973 begonnen. Insgesamt wurden bis 1976 rund 25 000 arabische Familien in der Provinz al‑Hasaka angesiedelt. Zu einer gewaltsamen Vertreibung der kurdischen Bevölkerung, die sich dem Plan widersetze, kam es nicht. Der Asayiş begründete das Veranstaltungsverbot damit, dass keine entsprechende Genehmigung vorliege. Als Yekitî-Mitglieder sich weigerten, die Veranstaltung abzusagen, entfernten Mitarbeiter des Asayiş das Namensschild der Partei vom Gebäude und schlossen das Büro. Badran Misto, Mitglied des Zentralkomitees der Yekîtî, erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Asayiş hat mich aufgefordert, binnen vierundzwanzig Stunden die Stadt zu verlassen.« Misto kam der Aufforderung nicht nach und wurde am 27. Juni aus seinem Haus in Raʾs al‑ʿAin entführt.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Juni 2014 – Am 21. Juni 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante zwischen al‑Qamischli und al‑Hasaka einen Reisebus des Reiseunternehmens Perwan entführt. Über das Schicksal des Fahrers sowie von zwei Fahrgästen, bei denen es sich um Offiziere der Regierungstruppen handeln soll, liegen keine Informationen vor. Alle anderen Fahrgäste wurden noch am selben Tag in der Nähe von Tall Birak, vierzig Kilometer südlich von al‑Qamischli, freigelassen.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Juni 2014 – Am 26. Juni 2014 haben sich zahlreiche Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien in Tall Tamr versammelt, um ein neues Büros feierlich zu eröffnen. Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), lösten die Versammlung vor dem Bürogebäude mit der Begründung auf, es liege keine Genehmigung für die Feier vor. ʿAbdurrahman ʿAbtan, Mitglied des Lokalkomitees der PDK‑S in Tall Tamr, wurde für mehrere Stunden festgehalten.

ShareThis

KURDWATCH, 30. Juni 2014 – Am 19. Juni 2014 haben Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes in al‑Qamischli die Lehrer Hozan Schaikhmus und Basil Husain verhaftet. Die beiden hatten zuvor die Erziehungsbehörde in al‑Qamischli aufgesucht um zu klären, weshalb sie seit drei Monaten kein Gehalt mehr erhalten hatten. Ihnen wurde mitgeteilt, sie müssten sich beim Staatssicherheitsdienst melden. Als sie der Aufforderung nachkamen, wurden sie verhaftet. Beide Lehrer waren in der Haft Folter ausgesetzt. Husain wurde nach zwei Tagen entlassen, Schaikhmus befindet sich noch immer in Haft. Die Lehrer sind Anhänger der Kurdischen Demokratischen Partei – Syrien (PDK‑S)

ShareThis

KURDWATCH, 29. Juni 2014 – In den von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten kurdischen Gebieten haben am 3. Juni 2014 entgegen früheren anderslautenden Aussagen [weitere Informationen] überwiegend keine Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Wahllokale befanden sich vor allem in den von der Regierung kontrollierten Stadtvierteln von al‑Hasaka und al‑Qamischli. Allerdings wählten dort auch Bewohner anderer Städte wie ad‑Darbasiya und ʿAmuda. Informationen von KurdWatch zufolge hatte die Regierung in ad‑Darbasiya Wähler registrieren können, ohne durch die PYD daran gehindert zu werden. In ʿAfrin soll es insgesamt zwei Wahllokale gegeben haben. Ob dort gewählt wurde, ist unklar. In ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gab es keine Wahllokale. Unbestätigten Informationen zufolge hat die PYD sechsundzwanzig Wahllokale in der Stadt al‑Hasaka geschlossen und verhindert, dass dort gewählt wird.
Obwohl die syrische Regierung weniger als die Hälfte des syrischen Staatsgebiets kontrolliert, sollen etwa elf Millionen (sechzig Prozent) aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Davon sollen 88,7 Prozent Baschar al‑Assad gewählt haben.

ShareThis

KURDWATCH, 26. Juni 2014 – ʿAlaʾuddin Husain Khalaf (geb. 1995 in al‑Qahtaniya [Tirbesipî]) war am 1. Januar 2010 zum Militärdienst eingezogen worden. In März 2013 wurde er festgenommen und im rund dreißig Kilometer nördlich von Damaskus gelegenen Gefängnis von Saidnaya inhaftiert. Auf Anfrage von Angehörigen teilte die Gefängnisverwaltung vor wenigen Tagen jedoch mit, Khalaf befinde sich nicht bei ihnen. Weitere Informationen über seinen Aufenthalt erhielten die Angehörigen nicht.

ShareThis

KURDWATCH, 24. Juni 2014 – Am 11. Juni 2014 demonstrierten einige Aktivisten der Kurdischen Jugendbewegung in al‑Qamischli gegen den Vormarsch des Islamischen Staats im Irak und in der Levante im Irak. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle.

ShareThis

KURDWATCH, 24. Juni 2014 – Am 14. Juni 2014 sind dreizehn Zivilisten bei der Explosion einer Autobombe vor einer Tankstelle in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) ums Leben gekommen. Der Hintergrund der Explosion ist nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Juni 2014 – Am 14. Juni 2014 organisierten verschiedene Parteien des Kurdischen Nationalrats getrennte Feierlichkeiten anlässlich des 57. Jahrestags der Gründung der ersten kurdischen Partei in Syrien. In al‑Qamischli nahmen etwa vierhundert Anhänger der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) an einer öffentlichen Kundgebung teil. Die Kurdische Demokratische Fortschrittspartei in Syrien organisierte eine ähnliche Feier in einem Saal, an der zweihundertfünfzig Personen teilnahmen. In ʿAfrin veranstaltete die Kurdische Demokratische Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) eine Feier, die von rund dreihundert Personen besucht wurde. Die Veranstaltungen fanden ohne Zwischenfälle statt. Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), hatten ähnliche Kundgebungen in al‑Malikiya (Dêrik) [weitere Informationen] und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) [weitere Informationen] verboten.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Juni 2014 – Am 12. Juni 2014 haben rund tausend bis tausendfünfhundert Personen an einer Kundgebung der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) teilgenommen und für die Einheit aller kurdischen Parteien im Kampf gegen die Angriffe des Islamischen Staats im Irak und in der Levante demonstriert. Am 17. Juni fand eine ähnliche Demonstration in ʿAfrin statt, an der etwa tausend Anhänger der PYD teilnahmen.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Juni 2014 – Am 19. Juni 2014 haben in al‑Qamischli etwa zweitausend Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) demonstriert und die Freilassung von Abdullah Öcalan, dem Führer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), gefordert.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Juni 2014 – Am 14. Juni 2014 haben sich in al‑Malikiya (Dêrik) etwa siebenhundert Anhänger des Kurdischen Nationalrats anlässlich des 57. Jahrestags der Gründung der ersten kurdischen Partei Syriens versammelt. Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), lösten die Versammlung auf, indem sie in die Luft schossen. Auch die Kurdische Demokratische Fortschrittspartei in Syrien organisierte aus gleichem Anlass eine Kundgebung in al‑Malikiya. Mitarbeiter des Asayiş forderten die Beantragung einer Genehmigung. Die Veranstaltung konnte mit zweistündiger Verspätung stattfinden.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Juni 2014 – Am 14. Juni 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Büro der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) umstellt und das Namensschild über dem Eingang entfernt. Der Asayiş erklärte, die Partei dürfe keinerlei politische Aktivitäten ausüben. Die PDK‑S hatte eine Veranstaltung aus Anlass des 57. Jahrestags der Gründung der ersten kurdischen Partei in Syrien geplant. Die Feier konnte nicht stattfinden.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Juni 2014 – Am 29. Mai 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante eine Gruppe von mehr als zweihundert kurdischen Schülern entführt. Die Schüler hatten in Aleppo ihre Abschlussprüfungen für die 9. Klasse abgelegt und befanden sich auf dem Heimweg nach ʿAin al‑ʿArab (Kobanî). Während die Mädchen noch am selben Tag freikamen, ist das Schicksal der rund hundertfünfzig Jungen nach wie vor ungeklärt. Im Vorjahr hatten einige Neuntklässler aus ʿAin al‑ʿArab ihre Prüfung dort abgelegt. Da die Zeugnisse von der Partei der Demokratischen Union (PYD) ausgestellt worden waren, waren sie jedoch von staatlicher Seite nicht anerkannt worden.

ShareThis

KURDWATCH, 22. Juni 2014 – Am 28. Mai 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) den Bauern des fünfzehn Kilometer südlich von al‑Qamischli gelegenen Dorfs Tall ʿAbid untersagt, ihre Gersten- und Weizenernte einzufahren. Die YPG beansprucht die Ernte mit der Begründung, sie hätte das Dorf und die Äcker gegen islamistische Angriffe geschützt, während die Dorfbewohner auf der Flucht waren [weitere Informationen]. Tall ʿAbid liegt an der Frontlinie zwischen al‑Qamischli und dem vom Islamischen Staat im Irak und in der Levante gehaltenen Gebiet um Tall Hamis.

ShareThis

KURDWATCH, 22. Juni 2014 – Am 23. Mai 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante Muhammad Muhammad (geb. 1988 in ʿAin al‑ʿArab) an einem Kontrollpunkt bei Dschubb al‑Faradsch, dreißig Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), festgehalten und kurz darauf enthauptet. Muhammad war mit drei Angehörigen auf dem Weg in die Türkei. Seine Begleiter wurden zunächst ebenfalls festgehalten; inzwischen sind sie wieder frei.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Juni 2014 – Am 8. Juni 2014 haben Scharfschützen des Islamischen Staats im Irak und in der Levante bei Khurus, etwa zwanzig Kilometer südlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), einen Wagen beschossen. Dabei wurde der sechsundvierzigjährige ʿAbdulqadir Schaikh Muhammad (geb. in ʿAin al‑ʿArab) tödlich getroffen. Auch seine achtzehnjährige Tochter wurde verletzt. Khurus wird von Kämpfern des Islamischen Staats kontrolliert.

ShareThis

KURDWATCH, 15. Juni 2014 – Am 7. Juni 2014 ist bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf das vorwiegend kurdisch bewohnte Aleppiner Stadtviertel Schaikh Maqsud mindestens ein Zivilist ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden verletzt. Andere Stadtviertel werden fast täglich bombardiert.

ShareThis

KURDWATCH, 15. Juni 2014 – Am 7. Juni 2014 kam es rund dreißig Kilometer südöstlich der Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern des Islamischen Staats im Irak und in der Levante und Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Zuverlässige Angaben über die Zahl der Opfer liegen nicht vor.

ShareThis

KUDWATCH, 15. Juni 2014 – Ladenbesitzer in al‑Qamischli berichten gegenüber KurdWatch, dass Mitarbeiter der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira sie aufgefordert hätten, ihr Gewerbe im Rathaus der PYD anzumelden. Ansonsten würden ihre Läden geschlossen. Die Gewerbeanmeldung soll bis zu fünfundzwanzigtausend Syrische Lira kosten und muss zusätzlich zur Anmeldung bei syrischen Behörden erfolgen.

ShareThis

KURDWATCH, 13. Juni 2014 – Am 5. Juni 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli den Journalisten Ibrahim ʿIsa zusammengeschlagen. Der Reporter des irakischkurdischen Fernsehsenders Waar TV recherchierte vor Ort die Umstände des Todes von Abdullah Hadschi Khalaf Qartamini [weitere Informationen zum Fall]. Der Pressesprecher der YPG, Redur Khalil, verurteilte in einer Mitteilung vom 7. Juni den Angriff auf den Journalisten. Die Täter seien festgenommen worden und würden bestraft werden.

ShareThis

KURDWATCH, 13. Juni 2014 – Am 5. Juni 2014 ist Abdullah Hadschi Khalaf Qartamini in al‑Qamischli bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Der Sprengsatz war an seinem Auto angebracht. Qartamini war Mitglied des von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Volksrats des Stadtviertels Kurnisch. Der Hintergrund des Anschlags ist bisher nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Juni 2014 – Am 3. Juni 2014 haben etwa tausend Personen in ʿAmuda an einer von Aktivisten organisierten Demonstration teilgenommen und gegen die am selben Tag stattfindenden Präsidentschaftswahlen protestiert. In al‑Malikiya (Dêrik) demonstrierten ebenfalls rund tausend Personen aus demselben Anlass. Der Protest war von der Kurdischen Jugendbewegung organisiert worden. In al‑Qamischli gingen knapp achtzig Personen auf die Straße. Die Demonstration war von Jugendgruppen organisiert worden, die dem Kurdischen Nationalrat nahestehen.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Juni 2014 – Am 22. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), am Grenzübergang der Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) mehreren Mitgliedern des Kurdischen Nationalrats die Ausreise in die Türkei verweigert. Es handelt sich um Hevaron Scharif, Muhammad ʿAli ʿIsa, Ahmad Raschad, ʿAntar Ismaʿil und Mustafa Misto.

ShareThis

KURDWATCH, 8. Juni 2014 – Am 28. Mai 2014 kam es südwestlich der Stadt Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern des Islamischen Staats im Irak und in der Levante und Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Dabei versuchten die Islamisten unter anderem die Dörfer Tall Bilal, Khirbat Furaisa, Tall Tulailiya und al‑Qundschaq zu erobern. Im mehrheitlich arabisch bewohnten Dorf Tall Tulailiya wurden mindestens fünfzehn Zivilisten, darunter auch Kleinkinder und Frauen, von Islamisten getötet, bevor diese das Dorf verließen. Auch Zahlreiche Kombattanten sollen bei den Kämpfen ums Leben gekommen sein. Die YPG spricht von über achtzig Toten aufseiten des Islamischen Staats. Zuverlässige Angaben über die genaue Zahl der Opfer gibt es jedoch nicht. Islamistische Gruppen kontrollieren derzeit alle an die überwiegend kurdischen Landesteile der Provinz al‑Hasaka und die an ʿAin al‑Arab (Kobanî) angrenzenden Gebiete.

ShareThis

KUDWATCH, 8. Juni 2014 – Am 14. Mai 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mindestens vier Bewohner des kurdischen Dorfs Khirbat Dschammu (zehn Kilometer westlich von Tall Tamr) zwangsrekrutiert. Es handelt sich um Sulaiman ʿAli, Schukri ʿAzzu, ʿAbid Usi und Mazlum ʿAzzu.

ShareThis

KUDWATCH, 4. Juni 2014 – Am 24. Mai 2014 haben der PYD nahestehende Organisationen sowie Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Linken Partei in Syrien von Salih Gado eine Demonstration in al‑Qamischli organisiert. Sie protestierten gegen den Bau eines siebzehn Kilometer langen Grabens entlang der syrisch-irakischen Grenze. Durch den von der Regionalregierung Irakisch-Kurdistans gebauten Graben soll der Grenzschmuggel sowie die illegale Ein- und Ausreise eingedämmt werden [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 2. Juni 2014 – Akram Hiso, Vorsitzender des Exekutivrats der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira, hat in einem Interview gegenüber dem syrischen Fernsehsender Sama angedeutet, dass die Präsidentschaftswahlen auch in den von der PYD kontrollierten Gebieten stattfinden werden: »Alle Syrer haben das Recht, diese Aktivitäten auszuüben [zu wählen]. Wir hatten gehofft, dass alle Seiten einig wären, bevor die Wahlen stattfinden.« Sein Stellvertreter, Husain Aʿzam, bezeichnete demselben Fernsehsender gegenüber die Präsidentschaftswahlen als einen demokratischen Akt, jeder Bürger habe »das Recht zur Ausübung seines Wahlrechts«. Am 25. Mai 2014 hingegen hatte der Vorsitzende der PYD, Salih Muslim, der arabischen Zeitung al‑Hayat erklärt, in den kurdischen Gebieten werde es keine Wahllokale geben. Das Regime sei dort nicht präsent und es gebe niemanden, der die Wahllokale schützen könne. Allenfalls möglich sei, dass das Regime in der Stadt al‑Hasaka sowie in einigen vom Regime kontrollierten arabischen Stadtvierteln von al‑Qamischli und am dortigen Flughafen Wahllokale einrichten werde.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Mai 2014 – Am 20. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAmuda das Lokalkomiteemitglied des Kurdischen Nationalrats Husain Schahada entführt. Er kam am nächsten Tag wieder frei. Ein Grund für seine »Verhaftung« wurde ihm nicht genannt.

ShareThis

KURDWATCH, 31. Mai 2014 – Am 22. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAmuda zahlreiche Häuser von Aktivisten gestürmt. Dabei wurden der stellvertretende Vorsitzende des Lokalkomitees des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda, Luqman Husain, sowie die Aktivisten Yasir Schingali, Yasir Hittu und Ibrahim ʿAli entführt. Die Entführten kamen am 23. Mai wieder frei.

ShareThis

KUDWATCH, 30. Mai 2014 – Am 29. April 2014 hat das Volksgericht in ʿAfrin, eine Institution der Partei der Demokratischen Union (PYD), zahlreiche Politiker zu langen Haftstrafen verurteilt. Bayazid Muhammad Mamo, Siamand Ibrahim Barim und Muhammad Saʿid Muhammad ʿIsu wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, am 4. September 2013 in ʿAfrin einen Bombenanschlag auf das PYD‑nahe Zentrum der Union der Freien Medien verübt zu haben.
Muhiyuddin Schaikh Sidi und Muhammad Hasan Husain wurden in Abwesenheit zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Sie waren angeklagt, am 22. August 2013 einen Bombenanschlag auf das Gebäude der PYD‑nahen Organisation Institutionen der Zivilgesellschaft [weitere Informationen] in ʿAfrin verübt zu haben. Agid Musa Mustafa, Rasul Ismaʿil Muhammad und Adham Anwar Khalil wurden wegen eines am 27. November 2012 in ʿAfrin verübten Bombenanschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt. Hanan Aslan Maʿmu, Rezan Rasul Muhammad und Hamid Dschamal wurden aus demselben Grund in Abwesenheit zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt.
Hasan Mustafa Schandi wurde in Abwesenheit zu zwanzig Jahren Haft verurteilt, Dschiwan ʿAdnan Schaikhu zu sieben Jahren. Ihnen wird ein Bombenanschlag gegen einen ebenfalls PYD‑nahen Frauenverband in ʿAfrin am 4. Juli 2012 zur Last gelegt. Alle Verurteilten sind Mitglieder oder Anhänger der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S). Sie müssen ihre Haftstrafen im von der PYD kontrollierten Gefängnis von ʿAfrin ableisten.

ShareThis

KURDWATCH, 27. Mai 2014 – Am 9. Mai 2014 explodierte in einem Privathaus in al‑Qahtaniya eine Bombe, die das aus Lehm gebaute Haus vollständig zerstörte. Der Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) Ramadan Muhammad Hasan kam bei der Explosion ums Leben. Dschasim Saʿid Hadschi, ebenfalls Anhänger der PYD, sowie eine weitere Person wurden schwer verletzt vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der PYD, aus den Trümmern geborgen. Unklar ist, wieso die drei Personen sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus aufhielten. Besitzer des Hauses ist der derzeit in der Bundesrepublik Deutschland lebende Lawand Husain, Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S). Auch die aktuellen Mieter, Baschir ʿAbdulmadschid Sabri sowie seine Frau Mehvana ʿAbdi sind Mitglieder der PDK‑S. Die beiden Mieter und ihr Cousin ʿAli Ibrahim Musa, bei dem sie sich zum Zeitpunkt der Explosion zu Besuch befanden, wurden nach dem Vorfall vom Asayiş entführt. Mehvana ʿAbdi erlitt unter Folter eine Fehlgeburt. Kanʿan Barakat, der Vorsitzende des Innenausschusses der von der PYD eingesetzten Übergangsverwaltung für den Kanton Dschazira, beschuldigte die PDK‑S in einer Pressekonferenz, in dem zerstörten Haus Bombenanschläge geplant zu haben. Es sei beabsichtigt gewesen, neben hochrangigen Funktionären der PYD auch von der syrischen Regierung in den kurdischen Gebieten angesiedelte arabische Familien anzugreifen. Zweck dieser Angriffe sei gewesen, Konflikte zwischen arabischen Stämmen und der PYD zu provozieren. Baschir ʿAbdulmadschid Sabri legte auf Ronahî‑TV, einem Sender der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK), ein »Geständnis« ab, demzufolge führende Persönlichkeiten der irakischkurdischen Demokratischen Partei Kurdistans in die Planung dieser Anschläge involviert waren.
Der PYD nicht nahe stehende Aktivisten vermuten, dass die PYD versucht, der PDK‑S terroristische Aktivitäten zu unterstellen und dass es bei dem Versuch, eine Bombe im Haus der PDK‑S-Anhänger zu verstecken, zu der Explosion gekommen ist. Lawand Husain erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Anschuldigungen der PYD sind unbegründet. Ich fordere die Aufklärung des Vorfalls durch eine unparteiliche Kommission«.

ShareThis

KURDWATCH, 27. Mai 2014 – Zwischen dem 20. und 22. Mai 2014 kam es in mehreren Stadtvierteln von al‑Hasaka zu Kämpfen zwischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und Milizionären der regimenahen Nationalen Verteidigungsarmee. Beide Seiten verteidigten ihre Stellungen und versuchten, diese auszuweiten. Am 23. Mai wurde auf Vermittlung des syrischen Regimes eine Waffenruhe vereinbart. Aufseiten der YPG starben mindestens drei Kämpfer. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 26. Mai 2014 – Am 20. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in Amuda das Lokalkomiteemitglied des Kurdischen Nationalrats Husain Schahada entführt.

ShareThis

KUDWATCH, 26. Mai 2014 – Am 5. Mai 2014 ist der Student Azad Scherzad Dawud (geb. 1984 in al‑Malikiya) Augenzeugenberichten zufolge in al‑Malikiya (Dêrik) von vier Unbekanten entführt worden. Zum Hintergrund der Entführung ist bislang nichts bekannt. Dawud selbst soll nicht politisch aktiv gewesen sein, während Familienmitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) nahe stehen sollen.

ShareThis

KURDWATCH, 22. Mai 2014 – Am 10. Mai 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die zwölfjährige Fatima Salim ʿAli zum Militärdienst rekrutiert. Ein Angehöriger der Familie berichtete gegenüber KurdWatch: »Das Mädchen ist einfach verschwunden. Die Eltern sind Anhänger der PYD. Sie wurden jedoch nicht gefragt, ob sie das Mädchen zum Militär schicken wollen. Die YPG behauptet, das Mädchen habe sich freiwillig entschieden. Die Eltern dürfen ihre Tochter nicht einmal begleiten. Man hat ihnen versprochen, Fatima nach zweiwöchiger Ausbildung die Rückkehr zu erlauben, sollte sie dies wünschen.« Unbestätigten Berichten zufolge wurden gemeinsam mit Fatima weitere Minderjährige rekrutiert.

ShareThis

KUDWATCH, 22. Mai 2014 – Am 14. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Haus des Politbüromitglieds der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) Baschar Amin in al‑Hasaka gestürmt. Amin wurde, nur mit einem Pyjama bekleidet, entführt und am nächsten Tag über die Grenze nach Irakisch-Kurdistan geschafft.

ShareThis

KURDWATCH, 22. Mai 2014 – Anfang Mai 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die dreizehnjährige Rosin Muhammad Husain zwangsrekrutiert. Am 14. und 15. Mai demonstrierten Familienangehörige vor dem Volkshaus, einer Einrichtung des Volksrats von Westkurdistan, in ad‑Darbasiya und forderten die Rückkehr des Mädchens. Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), lösten die Demonstration mit Gewalt auf.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Mai 2014 – Am 28. April 2014 haben Mitglieder mehrerer lokaler Volksräte der Partei der Demokratischen Union (PYD) beim Volksgericht in al‑Qamischli, einer PYD-Institution, eine Massenklage gegen Politiker, Aktivisten und Journalisten eingereicht, die dem Kurdischen Nationalrat nahestehen. Unter den Angeklagten sind der Generalsekretär der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien, Saʿud al‑Mulla, die Politbüromitglieder derselben Partei ʿAbdulhakim Baschar und Mustafa Dschumʿa, der ehemalige Sekretär der Partei der Kurdischen Volksunion in Syrien, Salah Badruddin, der Mitarbeiterin von Zagros‑TV ʿAdila Yusuf sowie die Rûdaw‑TV-Mitarbeiter Dildar Midi und Dilbikhwin Dara. Ihnen wird vorgeworfen »die Errungenschaften des Volkes in Westkurdistan angegriffen sowie Lügen verbreitet zu haben«.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Mai 2014 – Am 29. April 2014 haben Mitglieder der Islamischen Front Dschariyan Schahin ʿUthman (geb. 1998 in al‑Qahtaniya [Tirbesipî]) im zwanzig Kilometer südlich von al‑Qahtaniya gelegenen al‑Muschairifa getötet. ʿUthman war am 26. April entführt worden. Dem Sechzehnjährigen wurde vorgeworfen, ein hoher Funktionär der Partei der Demokratischen Union (PYD) bzw. der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu sein.

ShareThis

KURDWATCH, 21. Mai 2014 – Am 9. Mai 2014 haben türkische Grenzpolizisten Dara Abdullah beim Versuch, die syrisch-türkische Grenze bei al‑Malikiya illegal zu überqueren, brutal zusammengeschlagen. Anschließend wurde er nach Syrien zurückgeschoben.

ShareThis

KURDWATCH, 18. Mai 2014 – Am 3. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Hanan Khalil Hamdusch (geb. 1978 in ʿAfrin, verheiratet) nach einem Streit mit einem Autofahrer im Stadtzentrum von ʿAfrin entführt. Hamdusch war als Motorradfahrer in einen Unfall verwickelt und wurde Augenzeugenberichten zufolge verschleppt, als er sich der Einmischung des Asayiş widersetzte und die PYD sowie die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und deren Vorsitzenden Abdullah Öcalan beschimpfte. Nachdem Hamduschs Eltern erfolglos versucht hatten, ihn aus der Gewalt des Asayiş freizubekommen, wurde ihnen am 4. Mai 2014 die Leiche ihres Sohnes übergeben. In einer Erklärung wies die Generaldirektion des Asayiş Anschuldigungen zurück, für den Tod von Hamdusch verantwortlich zu sein. Hamdusch, so der Asayiş, habe mehrere Geschäfte überfallen, mit einer Kalaschnikow um sich geschossen, Fußgänger angegriffen und von diesen große Geldsummen gefordert. Er sei zudem betrunken gewesen und habe Drogen konsumiert. In seiner Zelle habe Hamdusch seinen Kopf so lange gegen die eiserne Tür und die Wände geschlagen, bis er tot umgefallen sei. Mitarbeiter des Asayiş hätten versucht, ihn zu beruhigen, indem sie ihm Wasser, Saft und Zigaretten angeboten hätten.
KurdWatch liegt eine Fotografie des Getöteten vor, auf der schwere Gesichtsverletzungen erkennbar sind, allerdings nicht im Stirnbereich. Dies widerspricht einer Selbsttötung durch Schlagen des Kopfes gegen die Wand. Neben den Gesichtverletzungen wies der Getötete auch schwerste Verletzungen an den Händen auf. Darüber soll sich im Mund des Toten Erde befunden haben. KurdWatch geht davon aus, dass Hamdusch von seinen Folterern der Mund »gestopft« wurde, damit er nie wieder Kritik an der PYD/PKK respektive Abdullah Öcalan äußert.
Hamdusch hatte erst einen Tag vor seiner Festnahme geheiratet.

ShareThis

KURDWATCH, 17. Mai 2014 – Am 12. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Mitarbeiter von ARK‑TV (Azadiya Rojavayê Kurdistan = »Freiheit für Westkurdistan«) Dildar Hammu entführt. Hammu ist Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien, der Sender steht ebenfalls der Partei nahe. Seit einigen Wochen werden insbesondere der PYD nicht nahe stehende Journalisten sowie Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien durch die PYD verfolgt. Hammu ist noch immer in Haft.

ShareThis

KURDWATCH, 14. Mai 2014 – Am 9. Mai 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), an der türkisch-syrischen Grenze bei ad‑Darbasiya dem Generalsekretär der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien, Saʿud al‑Mulla, sowie zwei seiner Angehörigen die Einreise nach Syrien verweigert.

ShareThis

KURDWATCH, 14. Mai 2014 – In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 2014 ist das Büro der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien in al‑Dschawadiya (Çil Axa) von Unbekannten in Brand gesetzt worden. An die Außenwände des Gebäudes wurde unter anderem der Satz geschrieben: »Wir werden euch in eurem Schützengraben begraben«. Mit Schützengraben ist der Graben gemeint, den die Regionalregierung Irakisch-Kurdistans derzeit ausheben lässt, um die Grenze zwischen dem Irak und Syrien besser kontrollieren zu können. Der Graben war von der Partei der Demokratischen Union (PYD) heftig kritisiert worden [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 13. Mai 2014 – Am 18. April 2014 haben mehrere bewaffnete Personen in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) das Mitglied des örtlichen Komitees des Kurdischen Nationalrats Rakan ʿAbdi auf offener Straße angegriffen und zu entführen versucht. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Als Passanten auf das Geschehen aufmerksam wurden, flohen die Angreifer.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Mai 2014—Am 27. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ad‑Darbasiya die beiden Mitglieder der Jugendgruppe SAWA‑Koalition Muhammad ʿUsama Muhammad Salih Ahmad und Muhammad Salim Faris Sulaiman entführt. ʿUsama leitet das Mandela-Haus in al‑Qamischli, eine Begegnungsstätte für Aktivisten. Unbestätigten Quellen zufolge wollten die beiden Bariʾ ʿAbdullatif, einen Aktivisten aus Aleppo, treffen. ʿAbdullatif wurde bereits einige Tage zuvor von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD bei dem Versuch festgehalten, von der Türkei nach Syrien einzureisen. Alle drei wurden am 3. Mai 2014 freigelassen.

ShareThis

KURDWATCH, 7. Mai 2014 – Am 26. April 2014 ist ein Fahrzeug des Staatsicherheitsdienstes im Zentrum von al‑Qamischli beschossen worden. Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), eilten aus einem in der Nähe liegenden Gebäude des Asayiş zum Tatort und sperrten diesen für mehrere Stunden ab. Der Hintergrund der Tat ist nicht bekannt. Zeitgleich wurde in eine etwa fünfhundert Meter entfernt liegende Industrieberufsfachsschule eingebrochen. Augenzeugen berichteten, dass die Einbrecher Fräsen, Sägen und weitere wertvolle technische Geräte in einen LKW verladen hätten. Es ist unklar, ob die beiden Ereignisse in einem Zusammenhang stehen.

ShareThis

KURDWATCH, 7. Mai 2014 – Am 29. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), erneut vier Mitglieder der neu gegründeten Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien [weitere Informationen] bei ihrer Rückkehr vom Gründungskongress der Partei in Irakisch-Kurdistan an der irakisch-syrischen Grenze bei al–Malikiya festgehalten. Es handelt sich um Dschanda ʿAbdulhamid Baschar, Samira Hadscho Hami, Ahin Muhammad Baschar sowie Muhammad Baschar. Die vier Personen hatten versucht, die Grenze unter Umgehung der Grenzposten der PYD zu überqueren. Sie wurden gezwungen nach Irakisch-Kurdistan zurückzukehren. Dschanda ʿAbdulhamid Baschar wurde von den Mitarbeitern des Asayiş geschlagen.

ShareThis

KURDWATCH, 7. Mai 2014 – Am 24. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Haus vom Dschomard Hamdusch, Journalist des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw und Gründungsmitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien, in ʿAfrin gestürmt. Sie trafen Hamdusch jedoch nicht zu Hause an. Bereits wenige Tage zuvor waren zwei weitere Journalisten durch Mitglieder einer PYD‑nahen Organisation nach Irakisch-Kurdistan verschleppt worden [weitere Informationen]. In einem Telefonat mit KurdWatch erklärte Hamdusch: »Ich musste das Land verlassen. Ich habe Informationen erhalten, dass die PYD entschieden hat, alle Journalisten von Rûdaw aus dem Land zu vertreiben«.

ShareThis

KUDWATCH, 6. Mai 2014 – Zwischen dem 20. und 25. April 2014 führten Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Razzien in zahlreichen Häusern in ʿAmuda durch. Saʿdun Masʿud Saʿid Zali, Hatim Amki, Tariq und ʿAmir ʿAzu, Muhammad Faisal Dschamal, Ibrahim Fauaz Husain, der sechzehnjährige Muhammad ʿAbdulghani Mustafa sowie weitere Personen wurden entführt. Alle Entführungsopfer sind ehemalige YPG‑Kämpfer, die sich entschieden hatten, die YPG zu verlassen.

ShareThis

KUDWATCH, 2. Mai 2014 – Am 23. April 2014 beteiligten sich etwa zweihundert Personen an einer Gedenkdemonstration aus Anlass des Jahrestages der Massaker im Osmanischen Reich an Assyrern, Armeniern und anderen christlichen Minderheiten im Jahr 1915. Die Demonstration wurde von der Assyrischen Demokratischen Organisation organisiert. Auch Anhänger des Kurdischen Nationalrats sowie des Volksrats von Westkurdistan beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung.

ShareThis

KUDWATCH, 1. Mai 2014 – Vom 16. bis zum 19. April 2014 haben Hunderte Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Grenze zu Irakisch-Kurdistan überquert um dort gegen den Bau eines siebzehn Kilometer langen Grabens zu protestieren. Der Graben wird von der Regionalverwaltung Irakisch-Kurdistans ausgehoben, um den Grenzschmuggel sowie die illegale Ein- und Ausreise einzudämmen.

ShareThis

KURDWATCH, 30. April 2014 – Am 21. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), vierzehn Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien [weitere Informationen] an der irakisch-syrischen Grenze bei al‑Malikiya festgehalten. Die Politiker befanden sich auf der Rückreise vom Gründungskongress der Partei [weitere Informationen] in Irakisch-Kurdistan. Sie hatten versucht, die Grenze unter Umgehung der Grenzposten der PYD zu überqueren. Unter den Festgehaltenen war auch das Zentralkomiteemitglied Salih Dschamil. Er wurde mit sechs weiteren Personen gezwungen, nach Irakisch-Kurdistan zurückzukehren. Bereits am 15. April 2014 hatte der Asayiş Gründungsmitgliedern der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien willkürlich die Einreise verweigert [weitere Informationen].

ShareThis

KUDWATCH, 30. April 2014 – Am 17. April 2014 sind in der Nähe eines Gebäudes der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Hasaka mehrere Personen durch die Explosion eines Sprengsatzes verletzt worden. Der Sprengsatz war an einem Motorrad angebracht. Zum Hintergrund des Anschlags ist bisher nichts bekannt.

ShareThis

KUDWATCH, 30. April 2014 – Am 24. April 2014 sind mehrere Personen bei der Explosion von zwei Autobomben in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) ums Leben gekommen. Die erste Explosion fand im Stadtzentrum, die zweite in der Nähe eines Gebäudes der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) statt. Die Hintergründe der Anschläge sind nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 30. April 2014 – Am 23. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Journalisten des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw Muhammad Mahmud Baschar entführt. Bereits wenige Tage zuvor waren zwei weitere Journalisten durch Mitglieder einer PYD‑nahen Organisation nach Irakisch-Kurdistan verschleppt worden [weitere Informationen]. Baschar kam am 28. April 2014 frei.

ShareThis

KURDWATCH, 29. April 2014 – Am 14. April 2014 haben mehrere Bewaffnete Faisal Hasan Muhammad (verheiratet, vier Kinder) in Khirbat as‑Sam bei al‑Qahtaniya (Tirbesipî) angeschossen. Wenige Stunden später erlag er seinen Verletzungen. Muhammad soll vor seinem Tod genaue Angaben über die Täter gemacht haben. Diese sollen aus einem benachbarten Dorf stammen und Mitglieder des Islamischen Staates im Irak und in der Levante sein. Muhammad selbst stand der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahe.

ShareThis

KUDWATCH, 28. April 2014 – Am 21. April 2014 haben Unbekannte im vierzig Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) gelegenen Dorf Zarkautak das Haus des Mitglieds der neu gegründeten Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien Mahmud ʿAziz niedergebrannt. Große Teile des Hauses wurden zerstört. Personen kamen nicht zu Schaden, da sich die Familie ʿAziz zum Zeitpunkt des Anschlags auf einer Hochzeitsfeier befand.

ShareThis

KUDWATCH, 27. April 2014 – Am 19. April 2014 haben Mitglieder der PYD‑nahen Institution für Märtyrerfamilien den Journalisten des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw Muhammad Baschar Bahlawi alias Peschawa Bahlawi (geb. 1988 in al‑Qamischli) sowie den Journalisten des oppositionellen syrischen Fernsehsenders Orient Rodî Ibrahim in al‑Qamischli entführt. Neun Stunden später wurden die beiden in Irakisch-Kurdistan freigelassen. Baschar Bahlawi, ein Verwandter des Rûdaw-Journalisten, erklärte gegenüber KurdWatch: »Sechs Personen haben die beiden entführt. Man hat ihnen gedroht, sie umzubringen, sollten sie aus Irakisch-Kurdistan zurückkehren.«

ShareThis

KURDWATCH, 27. April 2014 – Am 15. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), siebzehn Mitglieder der neu gegründeten Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien [weitere Informationen] bei ihrer Rückkehr vom Gründungskongress in Irakisch-Kurdistan festgehalten. Die Politiker hatten versucht, die Grenze jenseits von der PYD kontrollierter Grenzübergänge zu überqueren.. Sieben der Festgehaltenen wurde die Einreise verweigert, sie wurden unmittelbar gezwungen, nach Irakisch-Kurdistan zurückzukehren. Zehn weitere Parteimitglieder, darunter das Zentralkomiteemitglied Hadschi Kalo, wurden zunächst entführt. Drei Tage später wurden auch sie genötigt, nach Irakisch-Kurdistan zurückzukehren. Sämtliche Verbannte sind syrische Staatsangehörige.

ShareThis

KUDWATCH, 25. April 2014 – Am 6. April 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Mitarbeiter des Friedensgericht in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Am 9. April wurde das Gebäude übergeben. Ob ein anderes Gebäude in al‑Qahtaniya zum Friedensgericht umfunktioniert werden soll, ist noch offen.

ShareThis

KUDWATCH, 24. April 2014 – Am 8. April 2014 hat die fünfzehnjährige Hanan Farhad Hadsch Yunis die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) verlassen. Vier Tage später wurde zunächst die Mutter der ehemaligen Kämpferin, Dschamila ʿAli Kikiya, für einige Stunden von der YPG festgehalten . Nach ihrer Freilassung wurden Hanans Vater, Farhad Hadsch Yunis und ihr Bruder, Raschad Hadsch Yunis, von Kämpfern der YPG entführt. Bewohnern des Dorfes zufolge fordert die YPG entweder die Rückkehr der Tochter zur YPG oder die Rekrutierung eines beliebigen anderen Familienmitglieds.

ShareThis

KUDWATCH, 20. April 2014 – In den vergangenen Wochen hat die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) ernannte Übergangsregierung in al‑Qamischli und weiteren kurdischen Städten eigene Verkehrspolizisten eingesetzt. Diese haben Besitzer von Motorrädern gezwungen, neue Nummernschilder zu montieren. Andernfalls drohen ihnen Geldbußen. Die neuen Schilder tragen das Kürzel RKSYR, wobei RK für Rojava Kurdistan (»Westkurdistan«) steht, der von der PYD benutzten Bezeichnung für die kurdischen Gebiete Syriens. Gleichzeitig üben vor allem in der Innenstadt von al‑Qamischli auch Verkehrspolizisten der syrischen Regierung nach wie vor ihren Dienst aus. Die neuen Nummernschilder werden von ihnen toleriert.

ShareThis

KUDWATCH, 17. April 2014 – Am 8. April 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) eine Ausgangssperre verhängt. Die Ausgangssperre wurde, begleitet von Sirenen, über die Lautsprecher von Moscheen bekannt gegeben. Gleichzeitig wurden Razzien in den mehrheitlich arabisch bewohnten Stadtvierteln gestartet. Arabische Aktivisten veröffentlichten etwa siebzig Namen von Personen, die von der PYD entführt worden sein sollten.

ShareThis

KUDWATCH, 15. April 2014 – Am 7. April 2014 haben rund dreihundert Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) anlässlich der Gründung der Baʿthpartei am 7. April 1947 an einer Demonstration in al‑Qamischli teilgenommen, auf der die Baʿthpartei als Synonym für Unterdrückung und als Feindin der Rechte der Kurden bezeichnet wurde. Angesichts der Möglichkeiten der PYD, Anhänger zu mobilisieren, war die Zahl der Demonstranten gering.

ShareThis

KURDWATCH, 14. April 2014 – Vier Mitglieder des neu gewählten und aus insgesamt einundfünfzig Personen bestehenden Zentralkomitees der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien sind Frauen. Eine fünfte Frau, Nadschah Afandi, zuvor Mitglied der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa, die ebenfalls ausreichend Stimmen erhalten hatte, wurde mit der Begründung abgelehnt, mit vier sei die maximale Anzahl an Frauen im Zentralkomitee erreicht.

ShareThis

KURDWATCH, 14. April 2014 – Zwischen dem 3. und 5. April 2014 haben rund 650 Delegierte der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar, der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Dschumʿa, der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî) von Mustafa Oso sowie der Kurdistanischen Einheitspartei in Syrien in Erbil eine Konferenz abgehalten und gemeinsam eine neue Partei gegründet. Die vier Parteien lösten sich auf und verschmolzen zur Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien. Während der Konferenz wurde ein Zentralkomitee aus dreißig gewählten und einundzwanzig ernannten Mitgliedern gebildet. Am 6. April hat das Zentralkomitee in seiner ersten Sitzung das frühere El‑Partî-Mitglied Saʿud al‑Mulla zum neuen Generalsekretär gewählt. Darüber hinaus wurde ein siebzehnköpfiges Politbüro gewählt.

ShareThis

KURDWATCH, 13. April 2014 – Am 2. April 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Zentralkomiteemitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) Bahdschat Schaikho sowie dessen Cousin Kamiran Schaikho, der Mitglied des Lokalkomitees von Tall Tamr der Yekîtî ist, entführt. Die Entführten kamen am 3. April wieder frei. Mitarbeiter des PYD‑geführten Rathauses von Tall Tamr hatten Kamiran Schaikho aufgefordert, »Gewerbesteuer« zu zahlen. Er war dieser Aufforderung zunächst nachgekommen, hatte das Geld jedoch zurückverlangt, nachdem ihm im Rathaus der Baʿthregierung erklärt worden war, dass er auch dort Steuern zahlen müsse. In gemischt kurdisch und arabisch bewohnten Städten wie Tall Tamr, al‑Qamischli und al‑Hasaka existieren Institutionen der Baʿthregierung parallel zu PYD‑Einrichtungen. In überwiegend kurdischen Städten gibt es hingegen nur noch PYD‑Strukturen.

ShareThis

KUDWATCH, 11. April 2014 - Am 6. April 2014 fand anlässlich der Gründung der Baathpartei am 7. April 1947 eine Demonstration in al‑Qamischli statt, an der neben Parteimitgliedern erneut hunderte Schüler und Staatsangestellte teilnehmen mussten.

ShareThis

KURDWATCH, 11. April 2014 – Mitarbeiter der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Übergangsverwaltung im Kanton Dschazira erzwingen regelmäßig Spenden. Ein Bäckereibesitzer erklärte gegenüber KurdWatch: »Seit fast sechs Monaten muss ich monatliche tausendundfünfhundert Syrische Lira zahlen. Wenn ich nicht zahle, erhalte ich kein Mehl und kein Diesel mehr. Ich müsste dann mein Geschäft schließen.« Die Verteilung von Mehl und Diesel wird in al‑Qamischli derzeit von der Partei der Demokratischen Union (PYD) organisiert. Im Internet wurden eigens für Bäckereibetriebe erstellte Spendenbelege des Direktorats für Dienstleistungen veröffentlicht. Aus diesen geht allerdings nicht hervor, an wen die Spende abgeführt wird.

ShareThis

KURDWATCH, 10. April 2014 – Zwischen dem 22. und 26. März 2014 kam es westlich der Stadt Tall Abyad zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern des Islamischen Staats im Irak und in der Levante einerseits und Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie der Kurdische-Front-Brigade andererseits. Mindestens acht YPG‑Kämpfer wurden getötet; genaue Angaben über die Gesamtzahl der Opfer liegen jedoch nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 10. April 2014 – Ende März 2014 haben Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante kurdische Familien in Tall Abyad aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Mehrere Dutzend Familien flohen daraufhin in die Türkei. Die Stadt Tall Abyad wird vom Islamischen Staat im Irak und in der Levante kontrolliert.

ShareThis

KUDWATCH, 7. April 2014 – Am 26. März 2014 sind an einem Kontrollpunkt der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) südlich der Stadt al‑Qahtaniya (Tirbesipî) zwei Kämpfer der YPG durch eine Autobombe getötet worden. Weitere Personen wurden verletzt.

ShareThis

KUDWATCH, 6. April 2014 – Am 27. März 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ad‑Darbasiya eine Demonstration des Kurdischen Nationalrats aufgelöst und die Lautsprecheranlage beschlagnahmt. Begründet wurde die Maßnahme damit, dass keine Genehmigung des Asayiş vorläge. Die Demonstration richtete sich gegen die Angriffe islamistischer Gruppen auf ʿAin al‑ʿArab (Kobanî).

ShareThis

KUDWATCH, 5. April 2014 – Am 26. März 2014 fand in al‑Qamischli erneut eine Solidaritätskundgebung für die syrische Regierung statt, an der neben Mitgliedern der regierenden Baʿthpartei auch hunderte Schüler und Staatsangestellte teilnehmen mussten.

ShareThis

KURDWATCH, 31. März 2014 – Seit dem 17. März 2014 finden schwere Kämpfe südlich und westlich der Stadt ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) zwischen Kämpfern des Islamischen Staats im Irak und in der Levante auf der einen und Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie der Freien Syrischen Armee (FSA) auf der anderen Seite statt. In beiden Lagern soll es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben haben.

ShareThis

KURDWATCH, 31. März 2014 – Am 16. März 2014 haben Anhänger des Kurdischen Nationalrats in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) aus Anlass des dritten Jahrestages der syrischen Revolution eine Kundgebung organisiert. Die rund tausend bis tausendfünfhundert Teilnehmer forderten den Sturz des syrischen Regimes.

ShareThis

KURDWATCH, 31. März 2014 - Am 17. März 2014 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAfrin Fauzi Madschno, den Direktor der Amir-Ghobari-Schule, seinen Sohn, fünf Schülerinnen im Alter zwischen dreizehn und sechzehn Jahren sowie den Bruder einer der Schülerinnen entführt. Der Direktor und die Schülerinnen hatten am 16. März 2014 an einer Kundgebung zum Andenken an die Opfer des Giftgasangriffs auf Halabdscha (Irakisch-Kurdistan) vor fünfundzwanzig Jahren teilgenommen. Die Schülerinnen wurden beschuldigt, Haschisch zu besitzen. Am 18. März wurden alle Entführten entlassen. Fauzi Madschno war währen der Entführung Folter ausgesetzt.

ShareThis

KURDWATCH, 26. März 2014 – Am 14. März 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Dschawadiya den Sekretär der Demokratischen und Kurdistanischen Union der Studenten und der Jugend Hajar Hasan sowie das Unionsmitglied Hozan Schalal entführt. Am 15. März kamen beide Personen wieder frei. Ihnen wurde vorgeworfen, eine Veranstaltung aus Anlass des Geburtstages von Mustafa Barzani organisiert zu haben, ohne zuvor eine Genehmigung beim Asayiş zu beantragen.

ShareThis

KURDWATCH, 26. März 2014 – Am 19. März 2014 haben mehrere vermummte Personen Rahman ʿAbdussalam Haso (geb. 1993 in ʿAmuda), Mitarbeiter des irakischkurdischen Fernsehsenders Zagros und Mitglied der Kooperation der Jugend von ʿAmuda, entführt. Haso wurden die Augen verbunden und er wurde gefoltert. Nach neun Stunden kam er frei. Haso erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Entführer haben kurdisch gesprochen. Sie haben mich wegen meiner Aktivitäten für die Kooperation der Jugend verhört. Ich kann nicht genau sagen, wer sie waren«. Die Entführung entspricht der Art und Weise, wie die Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihr Sicherheitsdienst Asayiş mit kritischen Aktivisten umgehen, um diese einzuschüchtern.

ShareThis

KURDWATCH, 25. März 2014 – Am 14. März 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Mitgliedern der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar untersagt, auf einem öffentlichen Platz in al‑Qamischli eine Bühne aufzubauen. Anlässlich des Geburtstags des irakischkurdischen Führers Mustafa Barzani sollte dort eine Gedenkveranstaltung abgehalten werden. Das Verbot wurde damit begründet, dass die Veranstalter keine entsprechende Genehmigung beim Asayiş beantragt hatten. Die PYD beansprucht für sich, legitime staatliche Gewalt auszuüben. Dies wird jedoch von den Parteien des Kurdischen Nationalrats nicht anerkannt.

ShareThis

KURDWATCH, 21. März 2014 – Am 28. Februar 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Mitglied des ʿAfriner Lokalkomitees der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien Sidu Sidu entführt. Einen Tag später kam Sidu wieder frei.

ShareThis

KUDWATCH, 21. März 2014 – Am 4. März 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Aiman Mustafa Daqori (geb. 1968 in ʿAmuda, verheiratet, vier Kinder) entführt. Daqori ist Aktivist und arbeitet im Zentrum der Jugend ʿAmudas für Kultur und Kunst. Er hatte Mitarbeiter des Asayiş daran gehindert, die Fahne einer PYD‑nahen Organisation auf seinem Wohnhaus zu hissen. Daqori kam am 5. März wieder frei. Er erklärte gegenüber KurdWatch: »Meine Verhaftung hat politische Hintergründe. Es geht darum, dass ich Jugendarbeit mache. Dass ich es abgelehnt habe, die Fahne auf meinem Haus zu hissen, war nur ein Vorwand.«

ShareThis

KURDWATCH, 20. März 2014 – Am 12. März 2014 haben kurdische Organisationen in allen großen Städten der überwiegend kurdisch besiedelten Gebiete dem Aufstand von al‑Qamischli im Jahr 2004 gedacht [Bericht herunterladen]. Die Demonstrationen, an denen Zehntausende teilnahmen, verliefen friedlich. In ʿAmuda organisierten Anhänger des Kurdischen Nationalrats eine Kundgebung. Es handelte sich um die erste Demonstration in dieser Stadt seit Juni 2013, als die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dort Demonstranten niederschossen [weitere Informationen].

ShareThis

KURDWATCH, 20. März 2014 – Am 11. März 2014 haben bewaffnete Unbekannte etwa hundert Kilometer westlich der Stadt ar‑Raqqa Reisebusse kurdischer Busunternehmen beschossen. Betroffen waren Busse der drei Firmen Dschiwan, Iman und Didschla, die ihren Hauptsitz in al‑Qamischli haben. Bei den Anschlägen kamen mindesten zwei Personen ums Leben, Dutzende wurden verletzt

ShareThis

KURDWATCH, 16. März 2014 – Am 8. März 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ad‑Darbasiya eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag beendet. Für die Durchführung der Veranstaltung, die von der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) organisiert wurde, lag keine Genehmigung des Asayiş vor.

ShareThis

KURDWATCH, 12. März 2014 – Am 6. März 2014 haben Unbekannte in ʿAmuda das Büro der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien niedergebrannt. Die Parteiführung der Fortschrittspartei, die bislang gute Beziehungen zur PYD unterhielt, hatte sich vor dem Anschlag mehrfach kritisch zur Politik der PYD geäußert, insbesondere auch während der gescheiterten Friedensverhandlungen in Genf.

ShareThis

KUDWATCH, 12. März 2014 – Die Partei der Demokratischen Union (PYD) hat Ende Februar und Anfang März Dutzende Mitglieder der Parteien der Kurdischen Demokratischen Politischen Union – Syrien [weitere Informationen] daran gehindert, den Grenzübergang Faisch Khabur Richtung Irakisch-Kurdistan zu passieren. Die Delegierten wollten an der Gründungskonferenz einer neuen Partei teilnehmen, die aus den vier Mitgliedsparteien der Politischen Union gebildet werden sollte. Die für den 3. März geplante Konferenz wurde verschoben.

ShareThis

KUDWATCH, 7. März 2014 – Am 25. Februar 2014 haben Unbekannte in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) die kurdische Fahne sowie die Fahne der syrischen Revolution, die auf dem Bürodach der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von Nasruddin Ibrahim gehisst waren, niedergerissen und verbrannt. Zudem wurden die Wände des Hauses mit Beschimpfungen beschmiert und die Parteimitglieder als Verräter bezeichnet.

ShareThis

KUDWATCH, 6. März 2014 – Am 26. Februar 2014 hat die Allgemeine Führung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) bekannt gegeben, dass die YPG alle ihre militärischen Operationen einstellt. Die Entscheidung soll auf Anweisung der Übergangsverwaltung sowie deren Verteidigungsausschuss getroffen worden sein. Der Erklärung zufolge soll die YPG umstrukturiert und ausschließlich auf Verteidigung ausgerichtet werden.

ShareThis

KUDWATCH, 6. März 2014 – Am 28. Februar 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in ad‑Darbasiya aufgefordert, ihre für den 1. März 2014 geplanten Feierlichkeiten aus Anlass des Todestages des irakischkurdischen Führers Mustafa Barzani beim Asayiş genehmigen zu lassen. Andernfalls würden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Das Komitee des Kurdischen Nationalrats lehnte das Ansinnen ab. Die Feierlichkeiten fanden am 1. März unter starker Präsenz des Asayiş, jedoch ohne Zwischenfälle statt. Auch in anderen großen Städten in den überwiegend kurdisch besiedelten Gebieten gedachte der Kurdische Nationalrat des Todestages Barzanis.

ShareThis

KUDWATCH, 3. März 2014 – Am 22. Februar 2014 haben Moscheen in den arabischen Stadtvierteln von al‑Hasaka über Lautsprecher zum Kampf gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Partei der Demokratischen Union (PYD) aufgerufen. Der Aufruf war eine Reaktion auf die Eroberung der arabischen Stadt Tall Birak durch Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD [weitere Informationen]. Die YPG richtete zahlreiche Kontrollpunkte um die von ihr kontrollierten kurdischen Viertel ein. Zwischenfälle wurden nicht berichtet.

ShareThis

KUDWATCH, 3. März 2014 – Am 21. Februar 2014 starteten Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Tall Birak (fünfzig Kilometer südlich von al‑Qamischli) eine Großoffensive gegen Einheiten des Islamischen Staates im Irak und in der Levante. Die YPG konnte die Stadt noch am selben Tag erobern. Genaue Angaben über die Zahl der bei den Gefechten Getöteten liegen nicht vor. Berichte über Massaker der YPG gegen Zivilisten konnten nicht bestätigt werden.

ShareThis

KUDWATCH, 1. März 2014 – Am 6. Februar 2014 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), Farhad Hame (Mitarbeiter des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw) und Faruq Tikhubi (Mitarbeiter des syrischen Fernsehsenders Orient) in ʿAmuda eine Stunde festgehalten, weil die beiden Journalisten sich nicht bei ihnen akkreditiert hatten. Die beiden Männer wollten über eine neu gegründete Kinderhilfsorganisation berichten.

ShareThis

KUDWATCH, 27. Februar 2014 – Am 18. Februar 2014 haben sich mehrere Tausend Mitglieder arabischer Stämme in Tall Hamis versammelt. Zwei Redner, darunter ein Mitglied des Islamischen Staates im Irak und in der Levante, riefen zum Kampf gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie gegen die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf. »Wir versprechen, al‑Qamischli über ihren Köpfen niederzubrennen«, so einer der Redner. Die beiden Sprecher erklärten, die großen arabischen Stämmen Tai und Dschabbur zu repräsentieren.

ShareThis

KUDWATCH, 27. Februar 2014 – Am 17. Februar 2014 haben Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD) alle Geschäftsleute im Zentrum der Stadt al‑Qamischli gezwungen, ihre Läden mehrere Stunden zu schließen. Anlass war die Beisetzung von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD, die am Vortag in al‑Dschazʿa getötet worden waren [weitere Informationen]. Ein Ladenbesitzer erklärte gegenüber KurdWatch: »Der Trauerzug lief nicht einmal durch unsere Straße. Die Schließung kostet uns viel Geld. Keiner wagt, sich gegen die Forderungen der PYD zu stellen, es geht ja um unsere Existenz. Wer hilft mir, wenn mein Laden über Nacht zerstört, geplündert oder sogar niedergebrannt wird?«

ShareThis

KUDWATCH, 27. Februar 2014 – In Reaktion auf die am 19. Februar 2014 von der syrischen Regierung organisierte Demonstration [weitere Informationen] hat das Generalgremium der Kurdischen Jugend (eine Mitgliedsorganisation des Kurdischen Nationalrats) am 21. Februar eine Kundgebung in al‑Qamischli organisiert. An der Veranstaltung nahmen etwa zweihundert Personen teil, die den Sturz des Regimes forderten.

ShareThis

KUDWATCH, 27. Februar 2014 – Am 19. Februar 2014 fand in al‑Qamischli eine Demonstration von Regimeanhängern statt, an der neben Mitgliedern der regierenden Baʿthpartei auch hunderte Schüler und Staatsangestellte teilnehmen mussten. Aktivisten äußerten gegenüber KurdWatch ihre Empörung darüber, dass die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) Demonstrationen kurdischer Organisationen verbieten, eine Kundgebung des Regimes hingegen nicht verhindern, obwohl ein Großteil der Demonstranten zur Teilnahme gezwungen wurde.

ShareThis

KURDWATCH, 26. Februar 2014 – Am 18. Februar 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), die Räume des privaten Radiosenders ARTA FM in ʿAmuda besetzt. Sie forderten die Mehrheit der Mitarbeiter auf, ihre Arbeitsplätze zu verlassen. Anschließend wurden die Büros durchsucht. Der reguläre Sendebetrieb wurde eingestellt, es durfte nur noch Musik übertragen werden. Am 20. Februar konnte das reguläre Programm wieder aufgenommen werden. Der Asayiş rechtfertigte die Maßnahmen gegen ARTA FM damit, dass aus den Räumen ein weiterer Radiosender, Radio MICT, ungenehmigt übertragen worden sei. Obwohl die Leitung von ARTA FM der PYD eine entsprechende Genehmigung vorlegte, wurde die Übertragung von Radio MICT gestoppt. Im Vorfeld der Schließung hatten Mitarbeiter von ARTA FM dem Direktor des Senders, Sirwan Hadsch Husain, Korruption und Selbstbereicherung vorgeworfen. Hadsch Husain wies die Vorwürfe zurück.

ShareThis

KUDWATCH, 26. Februar 2014 – Am 6. Februar 2014 sind an einem YPG‑Kontrollpunkt bei al-Ghazzawiya (zwanzig Kilometer südlich von ʿAfrin) mehrere Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) bei der Explosion einer Autobombe getötet worden.

ShareThis

KUDWATCH, 24. Februar 2014 – Am 16. Februar 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) das zehn Kilometer westlich von al‑Yaʿrubiya (Tel Koçer) liegende arabische Dorf al‑Dschazʿa nach schweren Kämpfen mit Einheiten des Islamischen Staats im Irak und in der Levante sowie der Freien Syrischen Armee eingenommen. Mindestens sechsunddreißig Kämpfer der YPG kamen nach Angaben der Organisation ums Leben. Über die tatsächliche Zahl der Opfer auf beiden Seiten liegen keine zuverlässigen Informationen vor.

ShareThis

KUDWATCH, 24. Februar 2014 – Am 15. Februar 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in allen großen Städten der überwiegend kurdisch besiedelten Gebiete aus Anlass des Jahrestages der Festnahme von PKK‑Führer Abdullah Öcalan Demonstrationen organisiert, an der Tausende teilnahmen. PYD‑Mitglieder forderten in vielen Orten, insbesondere in ʿAmuda, al‑Qahtaniya (Tirbesipî), al‑Maʿbada (Girkê Legê) und al‑Malikiya (Dêrik), alle Ladenbesitzer über Lautsprecher zur Schließung ihrer Läden auf. Sie drohten, bei Zuwiderhandeln die Schließung »durch Revolutionäre zu erzwingen«.

ShareThis

KUDWATCH, 21. Februar 2014 – Am 14. Februar 2014 sind mindestens drei Personen bei der Explosion einer Autobombe in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) verletzt worden. Der Hintergrund der Explosion ist nicht bekannt.

ShareThis

KUDWATCH, 20. Februar 2014 – Vom 13. bis 15. Februar 2014 kam es im arabischen Wohnviertel Ghuwairan in al‑Hasaka zu schweren Kämpfen zwischen der Freien Syrischen Armee (FSA) und Regierungstruppen. Die syrische Armee griff Wohnhäuser mit Boden-Boden-Raketen an. Die Mehrheit der Zivilbevölkerung hatte das umkämpfte Viertel bereits am ersten Tag der Kämpfe verlassen. Aktuell wird das Viertel von der FSA kontrolliert, kleinere Gefechte finden nach wie vor statt. Ghuwairan gilt als Zentrum des arabischen Widerstands gegen das Regime in der Stadt al‑Hasaka.

ShareThis

KUDWATCH, 20. Februar 2014 – Am 9. Februar 2014 hat die Übergangsregierung der Partei der Demokratischen Union (PYD) über das Rathaus in ad‑Darbasiya eine Bekanntmachung veröffentlicht, die jede ungenehmigte Bautätigkeit unter Strafe stellt. Baugenehmigungen erteilt die PYD gegen Gebühr.

ShareThis

KURDWATCH, 20. Februar 2014 – Am 30. Januar 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿUmarli (Omera), dreißig Kilometer nördlich von ʿAfrin, Muhammad ʿArif Dschamo, Salah Hamid Dschamo, Sarbast ʿAbdu Dschamo und Khabat Muhammad Dschamo entführt. Ahmad Horik Dschamo konnte in die Türkei fliehen. Die fünf Cousins sind Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar.

ShareThis

KUDWATCH, 19. Februar 2014 – Am 11. Februar 2014 haben Mitglieder der Übergangsregierung der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ad‑Darbasiya alle Ladenbesitzer per Mahnbescheid aufgefordert, ihre Geschäfte innerhalb eines Tages gemäß dem Gesetz von Rojava (»Westen«, gemeint ist Syrisch-Kurdistan) beim Rathaus von ad‑Darbasiya genehmigen zu lassen. Unklar ist, was mit dem »Gesetz von Rojava« gemeint ist. Vermutlich handelt es sich um die von der PYD formulierte, noch nicht veröffentlichte »Verfassung von Westkurdistan«.

ShareThis

KUDWATCH, 13. Februar 2014 – Am 8. Februar 2014 ist ein Autofahrer bei der Explosion eines am Straßenrand deponierten Sprengsatzes in al‑Qamischli getötet worden. Der Hintergrund der Explosion ist bisher nicht bekannt.

ShareThis

KUDWATCH, 13. Februar 2014 – Am 7. Februar 2014 haben mehrere hundert Anhänger des Kurdischen Nationalrats in al‑Qamischli demonstriert. Unter den Demonstrationsteilnehmern befanden sich insbesondere Mitglieder der mit dem Nationalrat affiliierten Jugendgruppen. Die Demonstranten forderten die Lösung der kurdischen Frage im Rahmen der Genfer Friedensverhandlungen und sicherten den Vertretern des Kurdischen Nationalrats ihre Unterstützung zu.

ShareThis

KURDWATCH, 11. Februar 2014 – Am 27. und 28. Januar sowie am 2. Februar 2014 kam es westlich der Stadt Tall Abyad (Girê Sipî) zu Kämpfen zwischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie Einheiten des Islamischen Staats im Irak und in der Levante. Der Islamische Staat kontrolliert die Stadt Tall Abyad, während die YPG mehrere kurdische Dörfer westlich der Stadt dominiert. Es gab mehrere Tote und Verletzte, die genaue Zahl ist nicht bekannt.

ShareThis

KUDWATCH, 10. Februar 2014 – Am 22. Januar 2014 haben mehrere Dutzend Anhänger der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) an einer Kundgebung in Tall Tamr teilgenommen. Die Demonstranten forderten »Föderalismus für Syrisch-Kurdistan« und sprachen den Vertretern des Kurdischen Nationalrats ihre Unterstützung bei den Friedensverhandlungen in Genf aus.

ShareThis

KUDWATCH, 9. Februar 2014 – Am 22., 23. und 24. Januar 2014 hat die Kurdische Jugendbewegung Demonstrationen in al‑Qahtaniya (Tirbesipî), al‑Maʿbada (Girkê Legê), al‑Dschawadiya (Çil Axa), al‑Malikiya (Dêrik) und ʿAfrin organisiert. Hunderte ihrer Anhänger beteiligten sich an den Kundgebungen, auf denen den Vertretern des Kurdischen Nationalrats Unterstützung bei den Friedensverhandlungen in Genf ausgesprochen und die »Anerkennung der Rechte der Kurden in Genf« gefordert wurde.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Februar 2014 – Am 2. Februar 2014 hat das Generalsekretariat des Kurdischen Nationalrats diejenigen seiner Mitglieder ausgeschlossen, die sich an der Übergangsverwaltung der Partei der Demokratischen Union (PYD) beteiligen. Betroffen sind die Kurdische Linke Partei in Syrien (ehemals Kurdische Linke Partei in Syrien [Kongress]) von Muhammad Musa Muhammad, die Kurdische Demokratische Linke Partei in Syrien (ehemals Kurdische Linke Partei in Syrien [Zentralkomitee]) von Salih Gado sowie das unabhängige Mitglied Akram Hiso.

ShareThis

KURDWATCH, 8. Februar 2014 – Am 24. Januar 2014 haben Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes Ahmad Muhammad ʿAbbas (geb. in ʿAin al‑ʿArab [Kobanî]) in einem Hotel in al‑Qamischli verhaftet. ʿAbbas hatte in Irakisch-Kurdistan gearbeitet und befand sich auf dem Heimweg Richtung ʿAin al‑ʿArab. Die Hintergründe seiner Verhaftung sind bisher nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 4. Februar 2014 – Am 29. Januar 2014 haben Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Mamduh Muhammad Khalil (geb. 1966 in ʿAmuda, verheiratet, sechs Kinder) in ʿAmuda entführt. Khalil ist Mitglied der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el-Partî) von ʿAbdulhakim Baschar.

ShareThis

KURDWATCH, 4. Februar 2014 – Am 23. Januar 2014 sind bei der Explosion einer Autobombe in al‑Malikiya (Dêrik) drei Passanten ums Leben gekommen, weitere Personen wurden verletzt. Der Hintergrund des Anschlags ist unbekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 3. Februar 2014 – Am 15. Januar 2014 wurde im Rahmen des Massenbegräbnisses für in Tall Hamis und Tall Birak getötete Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) [weitere Informationen] auch der fünfzehnjährige Dalil Riyad Qasim Khalil (geb. in al‑Qamischli) beigesetzt. Die offizielle Beisetzung durch die PYD bestätigt, dass die YPG auch Kindersoldaten rekrutiert.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Januar 2014 – Am 21. Januar 2014 haben Unbekannte in al‑Malikiya (Dêrik) auf das Büro der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) von ʿAbdulhakim Baschar geschossen.

ShareThis

KURDWATCH, 28. Januar 2014 – In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 2014 ist das Büro des Kurdischen Nationalrats in al‑Maʿbada (Girkê Legê) von Unbekannten niedergebrannt worden. Das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats verurteilte in einer Erklärung den Angriff.

ShareThis

KUDWATCH, 26. Januar 2014 – Am 20. Januar 2014 haben mehrere Dutzend Anhänger des Kurdischen Nationalrats an einer Kundgebung in ad‑Darbasiya teilgenommen. Die Teilnehmer forderten »Föderalismus für Syrisch-Kurdistan« und sprachen den Vertretern des Kurdischen Nationalrats ihre Unterstützung bei den Friedensverhandlungen in Genf aus.

ShareThis

KURDWATCH, 25. Januar 2014 – Am 15. Januar 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) einen Trauerzug für neununddreißig in Tall Hamis und Tall Birak getötete Kämpfer ihrer Volksverteidigungseinheiten (YPG) organisiert. Etwa ein Dutzend weitere Kämpfer waren bereits an anderen Orten beigesetzt worden. Die YPG hat sich bislang nicht dazu geäußert, wie viele ihrer Kämpfer in Tall Hamis und Tall Birak [weitere Informationen] insgesamt ums Leben gekommen sind. In den während des Trauerzugs gehaltenen Reden wurden die Parteien des Kurdischen Nationalrats als »Verräter« bezeichnet. Sie wurden beschuldigt, nicht klar genug Stellung gegen die Islamisten in Tall Birak und Tall Hamis zu beziehen und deshalb mitschuldig am Tod der YPG‑Kämpfer zu sein.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Januar 2014 – Für den 17. Januar 2014 hatte die Nationale Organisation der Kurdischen Jugend dazu aufgerufen, in al‑Qamischli für die Freilassung ihres durch die Partei der Demokratischen Union (PYD) entführten Mitglieds Amir Hamid [weitere Informationen] sowie für die Entlassung aller kurdischen Gefangenen in den Gefängnissen des Regimes auf die Straße zu gehen. Stattdessen organisierte sie am selben Tag gemeinsam mit einer PYD‑nahen Jugendorganisation eine Demonstration, an der einige Dutzend Aktivisten teilnahmen. Obwohl sich die Organisatoren darauf geeinigt hatten, keine Fahnen zu tragen, waren zahlreiche PYD‑Fahnen zu sehen.
Ebenfalls am 17. Januar fanden zwei Demonstrationen der Kurdischen Jugendbewegung in al‑Qamischli und al‑Malikiya (Dêrik) statt. In al‑Qamischli nahmen mehrere Tausend Aktivisten teil. Die Teilnehmer beider Demonstrationen forderten die Freilassungen der kurdischen Gefangenen aus den Gefängnissen des Regimes.

ShareThis

KURDWATCH, 23. Januar 2014 – Am 12. Januar 2014 haben islamistische Einheiten sowie Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) ihre Angriffe Richtung al‑Qamischli fortgesetzt [weitere Informationen]. Aus mehreren von ihnen kontrollierten arabischen Dörfern etwa dreißig Kilometer südlich der Stadt wurde der Flughafen von al‑Qamischli mit Boden-Boden-Raketen beschossen. Mindestens drei Raketen schlugen in nahe gelegenen Wohnvierteln ein. Ein Haus wurde zerstört, ein Mann leicht verletzt.

ShareThis

KURDWATCH, 22. Januar 2014 – Nachdem sich die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) aus Tall Hamis und Tall Birak zurückziehen mussten [weitere Informationen], haben islamistische Einheiten und Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) am 7. Januar 2014 erfolglos versucht, mehrere Dörfer zwischen Tall Birak und al‑Qamischli zu erobern. Es handelt sich unter anderem um die von Arabern und Kurden bewohnten Dörfern Tall ʿAmir und Tall Dahab (etwa fünfundzwanzig Kilometer südlich von al‑Qamischli).

ShareThis

KURDWATCH, 21. Januar 2014 – Am 31. Dezember 2013 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAfrin eine Kundgebung kurz nach Beginn aufgelöst. Zwischen vierzig und fünfzig Aktivisten hatten sich versammelt und regimekritische Slogans gerufen. Aufgerufen zu der Demonstration hatten die Kooperation der Studenten aus ʿAfrin, die Kooperation Azadî aus ʿAfrin sowie die Jugendkooperation aus ʿAfrin. Unbestätigten Gerüchten zufolge gab es Entführungen durch den Asayiş, den Sicherheitsdienst der PYD.

ShareThis

KURDWATCH, 19. Januar 2014 – Am 12. Januar 2014 ist Amir Hamid Ahmad (geb. 1976, verheiratet, fünf Kinder), Mitglied der Nationalen Organisation der Kurdischen Jugend, vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführt worden.

ShareThis

KURDWATCH, 16. Januar 2014 – Am 31. Dezember 2013 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), einen Veranstaltungssaal in al‑Malikiya besetzt. Zuvor hatten sie den Pächter mehrfach aufgefordert, neunhundertfünfzigtausend Syrische Lira Pacht an den Asayiş zu zahlen. Der Pächter Ismaʿil Mustafa Hadschi erklärte gegenüber KurdWatch: »Die Pacht des Saals beträgt jährlich dreihundertfünfzigtausend Syrische Lira. Da ich viel in die Renovierung investiert habe, hat das Rathaus bisher auf die Pacht verzichtet. Die PYD wollte mir nicht einmal eine Quittung geben.«

ShareThis

KURDWATCH, 16. Januar 2014 – Am 13. Januar 2014 haben Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes in al‑Qamischli Muhammad Baschar Bahlawi alias Peschawa Bahlawi (geb. 1988 in al‑Qamischli), Journalist des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw, verhaftet. Die Partei der Demokratischen Union (PYD) erklärte, sich für seine Freilassung einsetzen zu wollen, bislang allerdings ohne Erfolg. Rûdaw berichtet regelmäßig kritisch über die Aktivitäten der PYD.

ShareThis

KURDWATCH, 16. Januar 2014 – Am 7. Januar 2014 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) den Grenzübergang Faisch Khabur, östlich von al‑Malikiya (Dêrik), wiedereröffnet. Als Grenzbeamte sind sowohl vom Volksrat von Westkurdistan als auch vom Kurdischen Nationalrat eingesetzte Personen tätig.

ShareThis

KURDWATCH, 11. Januar 2014 – Am 7. Januar 2014 hat die Allgemeine Führung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in einer Erklärung die Offensive in Tall Hamis und Tall Birak für beendet erklärt. In der Erklärung heißt es, die Offensive habe nicht die Eroberung und Befreiung der beiden Städte zum Ziel gehabt, sondern die Schwächung und Abschreckung radikaler Kräfte. Mehreren Quellen zu folge kamen mehrere Dutzend YPG‑Kämpfer bei den Kämpfen ums Leben. Die ohnehin relativ schwachen Einheiten der Nationalen Verteidigungsarmee (eine Miliz des Regimes) hatten sich bereits wenige Tage nach Beginn der Operation aus den Kampfhandlungen zurückgezogen. Darüber hinaus hatte das Regime nicht wie geplant Luftangriffe durchgeführt. Es wird vermutet, dass hohe Opferzahlen unter den arabischen Stämmen dieser Region, die Verbündete des Regimes sind, vermieden werden sollten. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch:»Wir glauben nicht, dass die PYD in Tall Hamis und Tall Birak gekämpft hat, um die Islamisten zu schwächen. Tall Hamis und Tall Birak sind überwiegend arabische Gebiete und für die PYD uninteressant. Die PYD kämpft gegen Islamisten, wenn sie ihren Machtanspruch in den kurdischen Gebieten in Frage stellen, sonst nicht. Sie haben dort gekämpft, weil das Regime sie gerufen hat.« In Tall Hamis gingen nicht allein Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in der Levante gegen die YPG vor, sondern auch Einheiten, die der Freien Syrischen Armee nahe stehen wie die Ahrar al‑Scham. In Städten wie Aleppo, Idlib und ar‑Raqqa kämpfen FSA‑nahe Einheiten hingegen gegen den Islamischen Staats im Irak und in der Levante.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Januar 2014 – Am1. Januar 2014 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union  (PYD), seine Zweigestellen mit »Exekutiveentscheid Nr. 2« schriftlich angewiesen, die verschiedenen politischen Parteien, insbesondere die PYD, aufzufordern, die von ihnen besetzen staatlichen Gebäude an den Asayiş zu übergeben. Die meisten Parteien des Kurdischen Nationalrats sowie die PYD haben Mitte 2012, als das syrische Regime sich aus den kurdischen Gebieten zurückzog, staatliche Gebäude besetzt, die sie seither nutzen.

ShareThis

KURDWATCH, 10. Januar 2014 – Am 1. Januar 2014 hat die Allgemeine Führung des Asayiş in Westkurdistan durch »Exekutiveentscheid Nr. 1« alle ihre Kontrollpunkte angewiesen, die Verteilung von Hilfsgütern zu stoppen, wenn die zuständigen Organisationen nicht über eine Genehmigung des Hohen Kurdischen Gremiums verfügen. Das Hohe Kurdische Gremium, ein Zusammenschluss aus Kurdischem Nationalrat und Volksrat von Westkurdistan, ist seit fast einem Jahr inaktiv. Die Entscheidung wird damit begründet, dass zahlreiche Hilfsgüter in die Hände islamistischer Gruppen gelangten.

ShareThis

KURDWATCH, 9. Januar 2014 – Am 31. Dezember 2013 hat die Allgemeine Führung des Asayiş in Westkurdistan in ʿAmuda einen Amnestie‑Erlass unterschrieben, demzufolge Hunderte durch die Partei der Demokratischen Union (PYD) inhaftierte Personen frei gelassen werden sollen. Anlass für den Erlass seien Weihnachten, Neujahr und das yezidische Îda Êzî‑Fest. Ciwan Ibrahim, Vorsitzender der Asayiş, behauptete gegenüber einer PYD‑nahen Nachrichtenagentur, dass über 300 Gefangenen entlassen würden. Nach der Vereinbarung von Erbil mit dem Kurdischen Nationalrat sollten eigentlich alle politischen PYD-Gefangenen frei kommen. Mehrere PYD‑Politiker hatten allerdings kurz nach Abschluss des Abkommens behauptet, es gebe allein Kriminelle in den Gefängnissen des Asayiş, keine politischen Gefangenen.

ShareThis

KURDWATCH, 7. Januar 2014 – Am 28. Dezember 2013 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) gemeinsam mit Regierungstruppen, bestehend aus Milizionären der Nationalen Verteidigungsarmee sowie regulären Armeeangehörigen, eine militärische Großoffensive gegen islamistische Einheiten bei Tall Hamis (vierzig Kilometer südlich von al‑Qamischli) und Tall Birak (dreißig Kilometer westlich von Tall Hamis) begonnen. In den Folgetagen eroberten sie mehrere Dörfer der Gegend. Obwohl das syrische Staatsfernsehen Videoaufnahmen der Kämpfe ausstrahlte, streitet die YPG jegliche Kooperation mit dem Regime ab. Unbestätigten Informationen zufolge soll es auf beiden Seiten Dutzende Tote gegeben haben. Die betroffene Region wird hauptsächlich von arabischen Stämmen bewohnt.

ShareThis

KURDWATCH, 5. Januar 2014 – Am 23. Dezember 2013 ist es bei Khirbat al‑Banat (fünfundzwanzig Kilometer westlich von Raʾs al‑ʿAin [Serê Kaniyê]) zu Zusammenstößen zwischen islamistischen Einheiten und Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) gekommen. Bei den Kämpfen kamen mindestens zwei YPG‑Kämpfer ums Leben. Weitere Informationen zur Zahl der Toten liegen nicht vor.

ShareThis

KURDWATCH, 2. Januar 2014 – Am 28. Dezember 2013 ist Khalid Tamo, Assistent des Volkskomiteevorsitzenden der Partei der Demokratischen Union (PYD) im Stadtviertel Qudurbak von al‑Qamischli durch die Explosion eines unter seinem Auto befestigten Sprengsatzes verletzt worden. Die Hintergründe des Anschlags sind nicht bekannt.

ShareThis

KURDWATCH, 2. Janura 2014 – Am 25. Dezember 2013 sind bei der Explosion einer Autobombe im Busbahnhof von ʿAfrin etwa ein Dutzend Menschen verletzt worden. Die Hintergründe der Explosion sind nicht bekannt.

ShareThis

Erbil: Gespräche zwischen Volksrat von Westkurdistan und Kurdischem Nationalrat beendet

KURDWATCH, 1. Januar 2014 – Am 24. Dezember 2013 haben Vertreter des Kurdischen Nationalrats sowie des Volksrats von Westkurdistan ihre siebentägigen Gespräche beendet, ohne konkrete Lösungen für die meisten anstehenden Probleme gefunden zu haben. Vereinbart wurde eine Teilöffnung des Grenzübergangs von Faisch Khabur, die Entlassung sämtlicher politischer Gefangenen durch die Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie die Gründung eines elfköpfigen, aus Juristen bestehenden Aufklärungskomitees, das unter anderem die Vorfälle von ʿAmuda [weitere Informationen] untersuchen soll. Weiterhin soll das Recht aller Parteien auf freie Betätigung gewährleistet werden. Wie diese Forderungen umgesetzt werden sollen angesichts der Tatsache, dass der Volksrat von Westkurdistan bislang keines der in Erbil geschlossenen Abkommen [weitere Informationen] einhält, blieb unklar. Dem Volksrat von Westkurdistan ging es in den Verhandlungen laut Mustafa Dschumʿa, Sekretär der Kurdischen Freiheitspartei in Syrien (Azadî), zum einen darum, dass der Kurdische Nationalrat die Übergangsverwaltung des Volksrats bedingungslos anerkennt, zum anderen, dass das Hohe Kurdische Gremium aus Vertretern des Kurdischen Nationalrats und des Volksrats wieder aktiviert wird und Vertreter desselben an der anstehenden Friedenskonferenz in Genf teilnehmen. Tatsächlich habe man sich jedoch nur auf folgende Formel geeinigt: »Wenn die gesamte syrische Opposition in Genf zerstritten teilnehmen sollte, haben auch die beiden kurdischen Räte das Recht, teilzunehmen. Sollte hingegen ein einiges Oppositionsbündnis mit dem Regime verhandeln, muss die PYD der Opposition beitreten. Wenn sie dies nicht kann oder will, darf der Kurdische Nationalrat auch im Namen des Volksrats in Genf sprechen.« Letztlich hat sich somit der Volksrat von Westkurdistan insofern in Erbil durchgesetzt, als der Kurdische Nationalrat seine Beteiligung in Genf grundsätzlich unterstützt. Ansonsten wurde bislang weder der Grenzübergang Faisch Khabur wiedereröffnet, noch wurden politische Gefangene freigelassen. Ein Aktivist erklärte gegenüber KurdWatch: »Die PYD wird behaupten, dass es keine politischen Gefangenen gibt, sondern nur Kriminelle in Haft sind. Oder sie wird die Leute freilassen, um sie am nächsten Tag erneut zu inhaftieren. Auf die PYD ist kein Verlass«.

ShareThis

www.kurdwatch.org -  © 2009 - 2015 [ E-Mail: info@kurdwatch.org ]