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Tall Abyad: Kämpfer der FSA an Kontrollpunkt von YPG erschossen

KurdWatch, 20. Dezember 2015 – Am 14. Dezember 2015 ist Mustafa al‑Habbal, Kämpfer der Brigade Thuwwar ar‑Raqqa, die der Freien Syrischen Armee (FSA) angehört, an einem Kontrollpunkt seiner Brigade in der Nähe des zehn Kilometer südlich von Tall Abyad liegenden Dorfes ʿAntar erschossen worden. Zwei weitere Kämpfer wurden verletzt. Bei den Tätern soll es sich um zwei Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) handeln, die den Kontrollpunkt auf einem Motorrad passierten und auf die Wachposten schossen. Die Versammlung der Stämme von ar‑Raqqa veröffentlichte daraufhin am 15. Dezember 2015 eine Erklärung, in der sie die Auslieferung der Täter binnen achtundvierzig Stunden verlangt. Darüber hinaus wird die YPG erneut aufgefordert, ihre Gebiete zu verlassen [weitere Informationen]. Die Versammlung wirft der YPG die systematische Vertreibung arabischer Bewohner aus den Dörfern um Suluk und Tall Abyad vor und fordet sie auf, die Verwaltung von Tall Abyad an die Bewohner zu übergeben. Tall Abyad werde derzeit nicht von Syrern kontrolliert, sondern von Kurden, die aus der Türkei, dem Irak und dem Iran stammten. In der Erklärung wird eine systematische Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen der YPG durch internationale Akteure wie Amnesty International und die Vereinten Nationen gefordert. Schließlich kündigt die Versammlung an, die Stämme von ar‑Raqqa würden der Vertreibungspolitik der YPG nicht tatenlos zusehen.

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