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Al-Qamischli: Heftige Kämpfe zwischen PYD und Regime

KurdWatch, 28. April 2016 – Am 20. April 2016 haben Kämpfer der regimetreuen Nationalen Verteidigungsarmee im Stadtzentrum von al‑Qamischli das Feuer auf ein Fahrzeug des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), eröffnet. Das Stadtzentrum wird vom Regime kontrolliert, Informationen von KurdWatch zufolge hatte der Wagen des Asayiş einen Kontrollpunkt der Verteidigungsarmee ignoriert. Zwei Mitarbeiter des Asayiş starben sofort, ein weiterer wurde schwer verletzt. Daraufhin griffen der Asayiş sowie die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD die vom Regime kontrollierte Sicherheitszone, eine Großbäckerei im Stadtzentrum sowie ein Gefängnis östlich der Stadt an. Am 21. April übernahm die PYD sowohl die Großbäckerei als auch das Gefängnis. Beide hatten bis dahin unter Kontrolle des Regimes gestanden, obgleich sie auf PYD‑kontrolliertem Gebiet liegen. Im Gefängnis sollen sich mehr als fünfzig Polizisten der PYD ergeben haben. Einer Erklärung des Kurdischen Nationalrats in Syrien zufolge sollen beide Seiten auch schwere Artillerie innerhalb der Stadt eingesetzt haben. Angaben der YPG zufolge wurden siebzehn Zivilisten, drei Mitarbeiter des Asayiş und zehn Kämpfer der YPG getötet. Aufseiten des Regimes sollen einunddreißig Personen ums Leben gekommen sein.

Seit dem 22. April hat sich die Lage beruhigt. Muhammad al‑Faris, Stammesführer der arabischen Tai und lokaler Kommandant der Nationalen Verteidigungsarmee, erklärte am 23. April in einem Interview mit dem irakischkurdischen Fernsehsender Rûdaw, hochrangige Regimevertreter hätten sich am Flughafen von al‑Qamischli mit Repräsentanten der Nationalen Verteidigungsarmee und der PYD getroffen und einen Waffenstillstand ausgehandelt. Darüber hinaus bezeichnete er YPG und Verteidigungsarmee als »Waffenbrüder«, die auch weiterhin den gemeinsamen Feind bekämpfen würden. Die syrische Armee, so al‑Faris, betrachte die YPG als Teil ihrer selbst. Einer Erklärung des Asayiş zufolge gilt die Waffenruhe bis zu einer endgültigen Lösung des Problems.

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