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KURDWATCH, 16. Dezember 2014 – Ende November 2014 haben Kämpfer der neu gegründeten Baʿthmilizen [weitere Informationen] eine Fahrschule nahe des Flughafens von al‑Qamischli besetzt und zu ihrem Hauptquartier umfunktioniert. Das Gebäude, in dem sich die Fahrschule befindet, ist in Privatbesitz.

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KURDWATCH, 15. Dezember 2014 – Am 1. Dezember 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Ibrahim Kurisch, Mitglied einer Peschmergaeinheit der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S), aus seinem Elternhaus in ʿAfrin entführt. Kurisch war wenige Tage zuvor aus Irakisch-Kurdistan nach ʿAfrin gereist, um seine kranke Mutter zu besuchen. Am 3. Dezember 2014 löste der Asayiş eine Demonstration in ʿAfrin auf, bei der mehrere Dutzend Personen die Freilassung von Kureich forderten. Am 4. Dezember 2014 wurde sein Neffe Mahmud Kurisch vom Asayiş mitgenommen. Er hatte sich nach seinem Onkel erkundigen wollen. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Ibrahim war 2012 nach einer Messerattacke der PYD aus ʿAfrin geflüchtet. Jetzt kam er zurück. Er dachte, nach dem Abkommen von Duhok werde die PYD ihn nicht mehr angreifen. Anscheinend betrachtet die PYD jedoch noch immer jeden Peschmerga als Verräter.«
Ibrahim Kurisch wurde am 8. Dezember an der syrisch-türkischen Grenze freigelassen und aufgefordert, Syrien sofort zu verlassen. Mahmud Kurisch ist noch in Haft.

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KURDWATCH, 12. Dezember 2014 – Am 22. November 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Maʿbada (Girkê Legê) drei von rund dreißig bis vierzig Teilnehmern einer Demonstration gegen die schlechte Stromversorgung entführt. Es handelt sich um ʿAdil Khalil (42 Jahre, verheiratet), ʿAli Rammu (42 Jahre) und Muhammad Muslih (46 Jahre, verheiratet). Die Entführten wurden am selben Tag wieder freigelassen.

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KURDWATCH, 10. Dezember 2014 – Ende November hat das syrische Regime mit der Gründung neuer arabischer Milizen begonnen. Diese sollen sowohl mit den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) als auch mit den Nationalen Verteidigungskräften kooperieren. Bei letzteren handelt es sich ebenfalls um regimenahe Milizen, die sich aus arabischen Stammesangehörigen zusammensetzen. Ein Teil der neuen Milizen soll im Libanon gemeinsam mit Kämpfern der Hizbullah ausgebildet werden.
Anfang November hatte der syrische Präsident Baschar al‑Assad arabische Stammesführer und Vertreter christlicher Gruppierungen aus der Provinz al‑Hasaka in Damaskus empfangen. Diese hatten die Gründung eigener Milizen und die Eindämmung der Macht der PYD in den kurdischen Gebieten verlangt. Der Präsident soll nach Informationen von KurdWatch die Vormachtstellung der PYD als nicht diskutierbar bezeichnet haben. Gleichzeitig soll er jedoch der Gründung neuer militärischer Kräfte zugestimmt haben, solange diese auch mit der PYD kooperieren.

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KURDWATCH, 8. Dezember 2014 – Mitte November 2014 hat das syrische Regime die Angestellten zahlreicher Behörden in den kurdischen Gebieten, die jünger als zweiundvierzig Jahre sind, aufgefordert, sich als Reservisten zur Verfügung zu stellen. Verweigerern wird mit der Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses gedroht. Das Regime zahlt nach wie vor die Gehälter aller Angestellten des öffentlichen Dienstes in den von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Gebieten sowie in anderen Landesteilen, die außerhalb seiner Kontrolle sind.

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KURDWATCH, 7. Dezember 2014 – Von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzte Zollbehörden erheben Informationen von KurdWatch zufolge im Kanton Dschazira Zölle in Höhe von bis zu vierzehn Prozent auf Waren, die aus anderen syrischen Provinzen eingeführt werden.

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KURDWATCH, 30. November 2014 – Am 6. November 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) den vierzehnjährigen Kazim ʿAdnan Farman aus dem Haus seiner Eltern in al‑Qamischli entführt. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Kazim war in letzter Zeit mit einigen Sympathisanten der PYD gut befreundet. Seine Eltern haben bislang vergeblich versucht, die Rückkehr ihres Sohnes zu erreichen.« Die PYD nutzt immer wieder die Freundschaft zwischen ihren Anhängern und anderen Jugendlichen, um Minderjährige gegen den Willen ihrer Eltern zu rekrutieren.

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KURDWATCH, 30. November 2014 – Am 5. November 2014 ist die dreiundzwanzigjährige Schirin Hadschi in al‑Malikiya (Dêrik) von Mitarbeitern des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführt worden. Ein Familienangehöriger erklärte gegenüber KurdWatch: »Wir haben fast täglich beim Asayiş der PYD nachgefragt, ob unsere Tochter bei ihnen ist. Sie haben das zunächst bestritten. Erst am fünften Tag haben sie zugegeben, dass sie sich in ihrer Gewalt befindet. Allerdings haben sie uns nicht mitgeteilt, warum sie entführt wurde. Wir hoffen, dass sie Schirin nicht zum Militärdienst verpflichten.«

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KURDWATCH, 30. November 2014 – Am 4. November 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Maʿbada (Girkê Legê) Salih Musa (verheiratet, vier Kinder) entführt. Musa ist Mitglied des örtlichen Komitees der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) und des Kurdischen Nationalrats. Er hatte sich geweigert, Strom- und Wassergebühren an Mitarbeiter der von der PYD im Kanton Dschazira eingesetzten Übergangsverwaltung zu zahlen. Am 5. November 2014 wurde Musa wieder freigelassen. Er wurde nicht gefoltert.

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KURDWATCH, 27. November 2014 – Am 13. November 2014 hat der Kurdische Nationalrat aus Anlass des vierundfünfzigsten Jahrestags des Kinobrands von ʿAmuda [weitere Informationen] eine Demonstration in ʿAmuda organisiert, an der etwa sechshundert Menschen teilnahmen. Es wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

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KURDWATCH, 26. November 2014 – Am 9. November 2014 sind drei Vertreter des Kurdischen Nationalrats in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) eingetroffen, um mit der Führung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) über eine mögliche Beteiligung an den Kämpfen gegen den Islamischen Staat (IS) zu verhandeln. Die YPG hat eine solche Beteilung an die Bedingung geknüpft, dass sich die Kämpfer des Kurdischen Nationalrats dem Kommando der YPG unterordnen.

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