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KURDWATCH, 30. Oktober 2014 – Vom 17. bis zum 19. Oktober 2014 haben Delegierte der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien in Istanbul einen Parteitag abgehalten. Laut der Abschlusserklärung vom 20. Oktober 2014 haben die Anwesenden mit großer Mehrheit entschieden, einen militärischen Flügel zu gründen, um Zivilisten in den kurdischen Gebieten schützen zu können. Die Erklärung betont, dass der militärische Flügel an die Genfer Konvention und an internationale Abkommen hinsichtlich der Beachtung der Menschenrechte gebunden ist. Ferner beschlossen die Versammelten, in Syrien verdeckt zu arbeiten, um der Verfolgung durch Vertreter des syrischen Regimes und der Partei der Demokratischen Union (PYD) zu entgehen. Der frühere Europavertreter Siamand Hadscho wurde zum Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls gewählt wurde ein Führungsrat aus neun weiteren Personen. Vier Mitglieder des Führungsrats wurden namentlich nicht erwähnt, sondern geheim gehalten.
Ein Teil der Mitglieder der Zukunftsbewegung erkennt den Parteitag nicht an und hat parallel ein neues Kommunikationsbüro gewählt. Ein entscheidender Streitpunkt zwischen den beiden Flügeln der Partei ist die Haltung gegenüber der Partei der Demokratischen Union (PYD).

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KURDWATCH, 28. Oktober 2014 – Am 20. Oktober 2014 haben Flugzeuge der US‑Luftwaffe Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) aus der Luft mit Waffen, Munition und medizinischen Hilfsmitteln versorgt. Die Lieferungen stammten von den Behörden in Irakisch-Kurdistan, so das US‑Zentralkommando. Das irakischkurdische Präsidialamt hat die Übergabe von vierundzwanzig Tonnen Material bestätigt. Zwei abgeworfene Pakete landeten in vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Gebieten. Das US‑Militär hat nach eigenen Angaben eines der falsch gelandeten Pakete zerstört.

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KURDWATCH, 28. Oktober 2014 – Am 17. Oktober 2014 haben drei Dutzend Frauen in ʿAmuda gegen die Zwangsrekrutierung ihrer Angehörigen durch die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) protestiert. Zwischenfälle wurden nicht bekannt.

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KURDWATCH, 28. Oktober 2014 – Der zweiunddreißigjährige Nahru Muhammad Saʿid wird seit dem 11. Oktober 2014 von Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) festgehalten. Er war im Zuge der Zwangsrekrutierung [weitere Informationen] entführt worden. Die PYD verstößt damit gegen das von ihr selbst erlassene Rekrutierungsgesetz, das nur die Rekrutierung von Personen im Alter zwischen achtzehn und dreißig Jahren vorsieht.

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KURDWATCH, 27. Oktober 2014 – Zwischen dem 16. und 20. Oktober 2014 kam es bei al‑Mabruka, dreißig Kilometer südwestlich von Raʾs al-ʿAin (Serê Kaniyê), zu Kämpfen zwischen Kombattanten des Islamischen Staats (IS) und der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Auch die US‑Luftwaffe bombardierte Stellungen des IS in al‑Mabruka. Bei den Angriffen sind mindestens vier Kämpfer der YPG sowie zwei Dutzend IS‑Kämpfer ums Leben gekommen.

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KURDWATCH, 27. Oktober 2014 – Am 18. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Leiter des staatlichen Stromversorgers in Tall Tamr aufgefordert, mit seiner Behörde binnen weniger Tage umzuziehen. Die PYD beansprucht das Gebäude für sich.

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KURDWATCH, 27. Oktober 2014 – Am 16. Oktober 2014 haben Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), ad‑Darbasiya und ʿAmuda die Leichen von Kämpfern des Islamischen Staats (IS) öffentlich zur Schau gestellt. Die Leichen wurden auf offenen Wagen durch die Stadt gefahren, YPG‑Kämpfer schossen in die Luft, stellten sich auf die Toten und gaben sie der Lächerlichkeit preis, indem sie ihnen Zigaretten in den Mund steckten. KurdWatch verzichtet aus ethischen Gründen auf die Wiedergabe der Bilder.

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KURDWATCH, 24. Oktober 2014 – Am 15. Oktober 2014 haben Vertreter der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD), darunter Redur Khalil, der Pressesprecher der YPG, das Büro der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) in al‑Qamischli besucht. Die Delegation wurde von PDK‑S-Politbüromitglied Mahmud Wadi empfangen. Es ist das erste Mal, dass Vertreter der PYD ein Büro der PDK‑S offiziell besuchen. Bislang hat die PYD die Parteibüros der PDK‑S geschlossen, zahlreiche ihrer Mitglieder wurden entführt oder nach Irakisch-Kurdistan verschleppt [weitere Informationen]. Gesprächsthema waren unter anderem die Verhandlungen zwischen Kurdischem Nationalrat, PYD und der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), einem PKK‑Organ, in Dohuk. An dem Treffen nahm auch ein Vertreter Präsident Masud Barzanis teil, diskutiert wurde die mögliche Zusammenarbeit der verschiedenen politischen Akteure in den kurdischen Gebieten Syriens angesichts der Kämpfe in ʿAyn al-ʿArb-(Kobanî).

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KURDWATCH, 24. Oktober 2014 – Am 15. Oktober 2014 haben zwei Dutzend Frauen in al‑Qamischli gegen die Entführung und Zwangsrekrutierung ihrer Söhne und Brüder durch den Asayiş, den Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), [weitere Information] protestiert. Die Kundgebung endete nach einer halben Stunde. »Der Asayiş hat eine Frau geschlagen. Die anderen haben dann die Demonstration aus Angst beendet«, berichtete eine Augenzeugin KurdWatch.

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KURDWATCH, 20. Oktober 2014 – Am 14. Oktober 2014 haben vier Aktivistinnen den Autoverkehr auf einer Hauptstraße in ʿAmuda lahmgelegt und auf Plakaten die Freilassung der am 11. Oktober 2014 vom Asayiş, dem Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), entführten und zwangsrekrutierten jungen Männer gefordert [weitere Informationen].

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KURDWATCH, 16. Oktober 2014 – Am 11. Oktober 2014 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Qamischli das Mitglied der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) Bahwar Mula Ahmad (geb. 1981, verheiratet, drei Kinder) für eine Stunde festgehalten. Mula Ahmad, der als Journalist arbeitet, hatte versucht, Mitarbeiter des Asayiş bei der Zwangsrekrutierung junger Männer zu fotografieren. Mula Ahmad wurde nicht gefoltert.

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