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KurdWatch, 24. Juni 2016 – Am 19. Juni 2016 hat die Website xeber24.org, die der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahesteht, die Erklärung einer bislang unbekannten, bewaffneten Organisation namens Çarçira vom 18. Juni veröffentlicht. Darin werden kurdische Gruppen beschuldigt, mit »dem Feind« zu kooperieren. Die Verwaltung der PYD und der Kurdische Nationalrat in Syrien werden aufgefordert, ihre Einstellungen und ihr Verhalten zu überdenken. Ansonsten würden sie als Kollaborateure vernichtet werden.

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KurdWatch, 22. Juni 2016 – Am 8. Juni 2016 hat die irakischkurdische Regionalregierung den Grenzübergang von Faisch Khabur an der irakisch-syrischen Grenze wieder geöffnet. Hamid Darbandi, Leiter des Grenzübergangs auf der irakischen Seite, erklärte gegenüber dem irakischkurdischen Fernsehsender Rûdaw, der Kovorsitzende der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), Aldar Khalil, habe am 22. Mai 2016 Vertretern der irakischkurdischen Demokratischen Partei Kurdistans zugesichert, die Probleme mit dem Kurdischen Nationalrat in Syrien nach der Wiederöffnung des Grenzübergangs zu lösen. Näher konkretisiert wurde die Aussage nicht.

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KurdWatch, 21. Juni 2016 – Am 18. Juni 2016 sind in dem überwiegend von Kurden bewohnten Aleppiner Stadtteil Schaikh Maqsud mehrere Raketen in Wohnhäuser eingeschlagen und explodiert. Dabei wurden acht Bewohner getötet und rund fünfundzwanzig weitere verletzt. Bewaffnete Einheiten der syrischen Opposition hatten Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) beschossen. Sie setzten dabei Raketen ein, die nicht mit Lenksystemen ausgestatteten sind.

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KurdWatch, 19. Juni 2016 – Zwischen dem 1. und dem 16. Juni 2016 haben die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens den Islamischen Staat (IS) aus zahlreichen Dörfern rund um die Stadt Manbidsch vertrieben. Am 10. Juni konnten sie die Stadt einkesseln und am 16. Juni waren ihre Kämpfer nur noch einen Kilometer vom südlichen Stadtrand entfernt.

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KurdWatch, 15. Juni 2016 – Am 31. Mai 2016 hat das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in Tall Tamr eine Kundgebung zum Gedenken an Scheich Muhammad Maʿschuq al‑Khaznawi durchgeführt, an der mehrere Dutzend Anhänger des Kurdischen Nationalrats teilnahmen. Scheich al‑Khaznawi war im Mai 2005 durch das syrische Regime entführt und ermordet worden. Er galt als Vertreter eines liberalen Islam, der in der Lage war, sowohl Kurden als auch Araber anzusprechen, und warb für eine friedliche Lösung der Kurdenfrage [Bericht herunterladen].

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KurdWatch, 14. Juni 2016 – In der Nacht vom 8. auf den 9. Juni 2016 sind Unbekannte in das Büro der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) in ʿAmuda eingebrochen. Alle technischen Geräte, darunter auch zwei Computer, wurden gestohlen. Das Medienbüro der PDK‑S beschuldigt in einer Erklärung die Partei der Demokratischen Union (PYD) für den Einbruch verantwortlich zu sein.

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KurdWatch, 14. Juni 2016 – Am 10. Juni 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), ʿAbdulmalik Hito (verheiratet, zehn Kinder) an einem Kontrollpunkt in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) entführt. Hito ist Mitglied des Lokalkomitees von al‑Qahtaniya der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S). Zu den Hintergründen der Entführung ist bislang nichts bekannt.

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KurdWatch, 10. Juni 2016 – Am 2. Juni 2016 hat der Verteidigungsausschuss der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) für den Kanton Kobanî eingesetzten Verwaltung einen Erlass veröffentlicht, wonach alle zwischen 1986 und 1998 geborenen Männer aufgerufen sind, sich zur Rekrutierung für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD zu melden. Personen, die dem Erlass keine Folge leisten, sollen juristisch verfolgt werden.

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KurdWatch, 10. Juni 2016 – Am 1. Juni 2016 haben die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens ihre Offensive Richtung ar‑Raqqa [weitere Informationen] unterbrochen und sind westlich des Euphrats in Richtung der vom Islamischen Staat kontrollierten Stadt Manbidsch marschiert. Der Islamische Staat zog sich daraufhin widerstandslos aus mehreren Dörfern etwa fünfzehn Kilometer südlich von Manbisch zurück. Bis zum 7. Juni rückten die Demokratischen Kräfte Syriens bis auf zehn Kilometer an die Stadt heran. Der Angriff wird von den USA durch Luftangriffe unterstützt.

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KurdWatch, 8. Juni 2016 – Am 30. Mai 2016 haben mehrere Personen Yunus Asʿad in der Nähe seines Hauses im Dorf Dschauhariya bei ʿAmuda in ein Auto gezerrt und entführt. Asʿad ist Vorsitzender des lokalen Komitees des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda sowie Führungsmitglied der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien von Narin Matini. Er wurde außerhalb des Dorfes brutal zusammengeschlagen und mit Verletzungen an Armen und Beinen auf einem Feld zurückgelassen. Der Kurdische Nationalrat hat in einer Erklärung die Partei der Demokratischen Union (PYD) für den Angriff verantwortlich gemacht.

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KurdWatch, 8. Juni 2016 – Am 3. Juni 2016 haben in der rund zwanzig Kilometer östlich von Tall Abyad liegenden Stadt Suluk mehrere hundert Einwohner gegen die Politik der Partei der Demokratischen Union (PYD) demonstriert. Sie forderten die PYD auf, sämtliche Einwohner der Stadt in diese zurückkehren zu lassen. Bei der Eroberung der überwiegend arabisch besiedelten Region um Tall Abyad durch die PYD im Sommer 2015 wurden zahlreiche arabische Bewohner vertrieben [Bericht herunterladen]. Mitglieder des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der PYD, schossen in die Luft, um die Demonstration aufzulösen. Dabei wurden zahlreiche Demonstranten verletzt. Zudem entführte der Asayiş etliche Demonstranten. Die genaue Zahl der Verletzten und Entführten ist nicht bekannt.

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KurdWatch, 6. Juni 2016 – Am 3. Juni 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Kawa ʿAbdurrahman Apo aus dem Haus seines Vaters in ʿAfrin entführt und für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD rekrutiert. Der Vater des Zwangsrekrutierten, das Zentralkomiteemitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) ʿAbdurrahman Apo, war seinerseits  am 4. März 2016 von der PYD entführt worden und wird seither in einem ihrer Gefängnisse festgehalten [weitere Informationen].

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KurdWatch, 6. Juni 2016 – Am 4. Juni 2016 haben türkische Grenzsoldaten an der türkisch-syrischen Grenze in der Nähe des fünfundzwanzig Kilometer nordwestlich von ʿAfrin liegenden Ortes Radschu das Feuer auf mehrere Personen eröffnet, die aus Syrien in die Türkei zu fliehen versuchten. Dabei kam der sechzehnjährige Dschamil Qahraman ums Leben. Zwei weitere Flüchtlinge wurden verletzt.

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KurdWatch, 4. Juni 2016 – Am 31. Mai 2016 hat das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda erneut eine Demonstration gegen die Politik der Partei der Demokratischen Union (PYD) durchgeführt. Die Teilnehmer forderten unter anderem die Freilassung der am 28. Mai entführten Politiker der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) [weitere Informationen]. Die Zahl der Demonstrationsteilnehmer lag bei ungefähr fünfhundert und war damit deutlich höher als am 25. Mai [weitere Informationen].

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KurdWatch, 31. Mai 2016 – Am 25. Mai 2016 hat der Islamische Staat (IS) mehrere Selbstmordanschläge auf Kontrollpunkte der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahe der fünfzig Kilometer südlich von al‑Hasaka liegenden Stadt asch‑Schaddadi verübt. Mindestens vier Kämpfer der YPG starben, etwa zwanzig weitere wurden verletzt. Angaben zur Zahl der Toten aufseiten des IS liegen nicht vor.

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KurdWatch, 31. Mai 2016 – Am 24. und 25. Mai 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), an mehreren Kontrollpunkten in ʿAfrin sowie in dem fünfundzwanzig Kilometer nordwestlich von ʿAfrin liegenden Ort Radschu und dem acht Kilometer südlich von ʿAfrin liegenden Ort Basuta willkürlich junge Männer für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD zwangsrekrutiert. Die genaue Zahl der entführten Männer ist nicht bekannt.

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KurdWatch, 31. Mai 2016 – Am 24. Mai 2016 haben die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens eine Offensive zur Eroberung der vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Provinzhauptstadt ar‑Raqqa gestartet. Die Demokratischen Kräfte Syriens konnten mehrere Dörfer in der Nähe des dreißig Kilometer nördlich von ar‑Raqqa liegenden Ortes Tall Schahin einnehmen. Der Angriff wurde von den USA durch Luftangriffe unterstützt. Augenzeugenberichten zufolge wird die Offensive von Mitgliedern der US‑Armee begleitet. Die Nachrichtenagentur AFP veröffentlichte Fotos bewaffneter US‑Soldaten auf einem Pickup nördlich von ar‑Raqqa. Einer der Soldaten trug ein Abzeichen der YPG. Offiziellen Angaben der USA zufolge sollen in Syrien etwa dreihundert US‑amerikanische Spezialkräfte als Berater tätig sein.

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KurdWatch, 31. Mai 2016 – Am 28. Mai 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAmuda die Häuser mehrerer führender Mitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) gestürmt und die Politiker entführt. Entführt wurden das Politbüromitglied Anwar Naso,  das Mitglied des Zentralkomitees ʿAbdulilah ʿUdscha sowie ʿAbdulmuhsin Khalaf und Ridwan Hammu. Hammu ist der Vater des Kommandanten der in Irakisch-Kurdistan stationierten Rojava-Peschmerga [weitere Informationen]. Ebenfalls gestürmt wurde das Haus des Lokalkomiteemitglieds Marwan ʿIdi. Da ʿIdi nicht zu Hause war, entging er der Entführung.

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KurdWatch, 31. Mai 2016 – Am 25. Mai 2016 hat das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda eine Demonstration gegen die Politik der Partei der Demokratischen Union (PYD) durchgeführt. Etwa zweihundert Personen trugen Plakate mit Aufschriften wie »Nein zur Entführung von Minderjährigen«, »Nein zur Zwangsrekrutierung«, »Nein zum Aushungern der Menschen« und »Nein zum Sturm auf Wohnhäuser«.

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KurdWatch, 30. Mai 2016 – Am 26. Mai 2016 hat die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierte Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM) im Zentrum des rund dreißig Kilometer nördlich von ʿAfrin liegenden Ortes Bulbul eine öffentliche Versammlung organisiert, bei der die Bevölkerung aufgerufen wurde, zwei Angeklagte durch Abstimmung zu verurteilen. Zwei ältere Familienväter wurden beschuldigt, die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD beschimpft zu haben. Abgestimmt wurde über drei mögliche Urteile: sechsmonatige Haftstrafe, ideologische Erziehung oder Verschickung an die Front. Einer Mitteilung der PYD‑nahen Nachrichtenagentur Hawar (ANHA) zufolge stimmten die versammelten Einwohner für den dritten Vorschlag. Die Verurteilten sollen demnach an die Front geschickt werden, um dort selbst die Tapferkeit von YPG und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) zu erleben. Ob sie auch an Kampfhandlungen teilnehmen sollen, wird in der Mitteilung nicht deutlich.

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KurdWatch, 30. Mai 2016 – Am 23. Mai 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), den sechzehnjährigen Zinar Madschdal Qasim aus seinem Elternhaus in dem wenige Kilometer südwestlich von ʿAmuda liegenden Dorf Karanku entführt. Die Mitnahme des Jungen wurde nicht begründet. Die Angehörigen vermuten, dass er für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD rekrutiert wurde, da am selben Tag zahlreiche junge Männer in der Umgebung von ʿAmuda zwangsrekrutiert wurden, unter anderem in den Dörfern Karanku, Gir Ziro, Gir Ziyarat, Tabaqa, Dschauhara und Tall Habasch.

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KurdWatch, 30. Mai 2016 – Am 26. Mai 2016 haben rund tausend Anhänger der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), die der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nahesteht, an der türkisch-syrischen Grenze bei al‑Qamischli demonstriert. Die Versammelten protestierten gegen Angriffe der türkischen Armee auf die in den kurdischen Gebieten der Türkei liegende Stadt Nusaybin.

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KurdWatch, 30. Mai 2016 – Am 21. Mai 2016 hat sich ein Selbstmordattentäter in einem Restaurant in einer überwiegend von Christen bewohnten Straße im Stadtzentrum von al‑Qamischli in die Luft gesprengt. Der Islamische Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag und behauptete, dreißig Kämpfer der regimenahen Sotoromiliz getötet zu haben. Verifiziert ist aber nur der Tod von drei Zivilisten, alle drei Christen.

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KurdWatch, 27. Mai 2016 – Am 20. Mai 2016 kam es in der Stadt ʿAfrin in einem Lager für Gasflaschen zu einer Serie von Explosionen, die etwa zwei Stunden andauerte. Die Ursache der Explosionen ist nicht bekannt. Es wurden keine Toten oder Verletzte gemeldet.

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KurdWatch, 27. Mai 2016 – Am 21. Mai 2016 sind zwei Selbstmordattentäter und fünf Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), an einem Kontrollpunkt des Asayiş in der Nähe des Dorfs al‑ʿAliya bei Tall Tamr ums Leben gekommen. Bislang sind die Motive der Attentäter, die sich an dem Kontrollpunkt mit ihren Autos in die Luft sprengten, nicht bekannt.

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KurdWatch, 25. Mai 2016 – Am 25. März 2016 wurden die beiden Cousinen Samira ʿAbdu Schaikh Bozan (geb. 2004) und Amal Mustafa Schaikh Bozan (geb. 2003) für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) rekrutiert. Die Sechstklässlerinnen stammen aus dem vierzig Kilometer südöstlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) liegenden Dorf Bira Khat. Die Eltern erfuhren erst zwei Wochen später von der Rekrutierung. Als der Vater von Samira die Rückkehr seiner Tochter forderte, erhielt er auf seinen Einwand, seine Tochter sei noch ein Kind und zu klein, eine Waffe zu tragen, die Antwort, zum Teekochen sei sie nicht zu klein. Samira durfte am 25. April aufgrund einer Erkrankung vorübergehend nach Hause zurückkehren. Daraufhin schmuggelte ihr Vater sie in die Türkei. Als er am 9. Mai nach Syrien zurückkehrte, wurde er von der YPG entführt. Diese fordert die Rückkehr seiner minderjährigen Tochter. »Die YPG hat außerdem einen Onkel von Samira in der Türkei telefonisch bedroht. Auch die Mutter von Samira wurde eingeschüchtert. Sie haben von ihr verlangt, die Rekrutierung ihrer Tochter in den Medien positiv darzustellen«, so ein Verwandter gegenüber KurdWatch. Amal Mustafa Schaikh Bozan ist noch immer bei der YPG.

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KurdWatch, 23. Mai 2016 – Am 11. Mai 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), Amira Tammu am Grenzübergang Faisch Khabur die Ausreise aus Syrien verweigert. Tammu ist führendes Mitglied der Union der Frauen von Kurdistan – Syrien. Sie wollte gemeinsam mit ihren vier minderjährigen Kindern nach Irakisch-Kurdistan reisen. Während die Kinder den Grenzübergang passieren durften, wurde Tammu vom Asayiş festgehalten und entführt.

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KurdWatch, 19. Mai 2016 – Am 7. Mai 2016 haben rund vierzig Anhänger der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien, darunter viele Studenten, eine Kundgebung vor ihrem Parteibüro in al‑Hasaka durchgeführt. Die Versammelten protestierten gegen Angriffe der syrischen Opposition auf den überwiegend von Kurden bewohnten Aleppiner Stadtteil Schaikh Maqsud sowie gegen Angriffe der türkischen Regierung auf die in den kurdischen Gebieten der Türkei liegende Stadt Nusaybin.

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KurdWatch, 19. Mai 2016 – Am 14. Mai 2016 kamen in Tall Abyad zwei Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) bei dem Versuch ums Leben, ein Fahrzeug der YPG abzuschleppen. Dabei kam es zu einer Explosion, die vermutlich auf eine am Fahrzeug angebrachte Mine zurückzuführen ist. 

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KurdWatch, 19. Mai 2016 – Am 14. Mai 2016 hat der Kurdische Nationalrat in Syrien unter anderem in al‑Qamischli, ʿAmuda, Tall Tamr, al‑Malikiya (Dêrik), al‑Dschawadiya (Çil Axa), al‑Maʿbada (Girkê Legê), al‑Qahtaniya (Tirbesipî), ad‑Darbasiya und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) Kundgebungen zum hundertsten Jahrestag des Sykes-Picot-Abkommens vom 16. Mai 1916 durchgeführt. Aufgrund des Abkommens wurden nach dem Ende des Ersten Weltkriegs große Gebiete des Osmanischen Reichs, darunter auch überwiegend kurdisch besiedelte Regionen, zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), störten die Kundgebungen in al‑Maʿbada, al‑Qahtaniya und ad‑Darbasiya, indem sie laut hupend und mit überhöhter Geschwindigkeit an den Versammelten vorbeifuhren. In al‑Maʿbada wurde der Demonstrationsteilnehmer Muhammad ʿAta Schaikhmus vom Asayiş entführt. In al‑Dschawadiya wurden im Anschluss an die Kundgebung junge Männer für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD rekrutiert.

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KurdWatch, 19. Mai 2016 – Am 13. Mai 2016 haben sich Vertreter der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM) in al‑Qamischli mit Vertretern des Kurdischen Nationalbündnisses in Syrien [weitere Informationen], der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien und des von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD dominierten Demokratischen Kräfte Syriens getroffen. Die Versammelten sprachen sich unter anderem für die Bildung einer einheitlichen kurdischen Delegation bei den Genfer Friedensverhandlungen aus. Außerdem forderten sie die irakischen Kurden auf, Druck auf die Regierung von Irakisch-Kurdistan auszuüben, den Grenzübergang von Faisch Khabur zu öffnen.

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KurdWatch, 18. Mai 2016 – Am 14. Mai 2016 sind in al‑Qamischli zwei Personen bei einer Explosion in einer Autowaschanlage ums Leben gekommen. Vier weitere Personen wurden verletzt. Die Ursache der Explosion ist unklar.

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KurdWatch, 18. Mai 2016 – Am 13. Mai 2016 haben Kämpfer des oppositionellen Bataillons 13 insgesamt vier Raketen auf die Stadt ʿAfrin abgefeuert. Personen kamen nicht zu Schaden. Wenige Tage zuvor hatte die Gruppe die Auslieferung des Fahrers des Transporters gefordert, auf dem die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) am 28. April 2016 Leichen von Kämpfern der syrischen Opposition zur Schau gestellt hatten [weitere Informationen].

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KurdWatch, 17. Mai 2016 – Am 11. Mai 2016 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) den von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten, rund dreißig Kilometer westlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) liegenden Ort Zaur Maghar angegriffen. Informationen über Tote oder Verletzte liegen nicht vor.

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KurdWatch, 14. Mai 2016 – Am 5. Mai 2016 haben Unbekannte das Namensschild über dem Eingang des örtlichen Büros des Kurdischen Nationalrats in ad‑Darbasiya gestohlen.

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KurdWatch, 14. Mai 2016 – Am 7. Mai 2016 ist es im Stadtzentrum von al‑Qamischli zu einer Massenpanik gekommen. Hunderte Zivilisten versuchten, das Zentrum zu verlassen, viele Ladenbesitzer schlossen ihre Läden. Anlass waren eine Explosion und ein Schusswechsel in der direkt jenseits der syrisch-türkischen Grenze liegenden Stadt Nusaybin. Die Menschen hatten diese Ereignisse zunächst irrtümlich im Stadtzentrum von al‑Qamischli vermutet. Am 20. April waren in al‑Qamischli zahlreiche Personen bei Gefechten zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der regimetreuen Nationalen Verteidigungsarmee ums Leben gekommen [weitere Informationen].

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KurdWatch, 14. Mai 2016 – Am frühen Morgen des 9. Mai 2016 explodierte vor dem Eingang des Büros des Kurdischen Nationalrats in al‑Maʿbada (Girkê Legê) eine Bombe. Es entstanden nur geringfügige Schäden, Hinweise auf die Täter liegen nicht vor.

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KurdWatch, 14. Mai 2016 – Am 3. Mai 2016 sind drei Kämpfer der Antiterroreinheiten (YAT) der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) verletzt worden, als ihr Wagen am Stadtrand von al‑Qahtaniya (Tirbesipî) über eine Landmine fuhr. Nähere Informationen liegen nicht vor.

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KurdWatch, 10. Mai 2016 – Am 28. April 2016 hat Aldar Khalil, Kovorsitzender der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), auf seiner Facebookseite die Zurschaustellung von Leichen in ʿAfrin [weitere Informationen] als »ekelhaft«, »im Widerspruch zu menschlichen Werten« sowie »Revolutionären und dem [kurdischen] Volk unwürdig« verurteilt. KurdWatch liegen jedoch keine Informationen vor, dass die für den Vorfall Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen oder diesbezügliche Ermittlungen eingeleitet worden wären.

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KurdWatch, 10. Mai 2016 – Zwischen dem 29. April und dem 1. Mai 2016 haben Milizen der syrischen Opposition aus der Stadt Aʿzaz Stellungen der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens in der Nähe des vier Kilometer westlich von Aʿzaz liegenden Ortes Qatma mit Boden-Boden-Raketen beschossen. Mindestens sechs Raketen schlugen in Wohnhäuser ein, Zivilisten wurden nicht verletzt. Über mögliche Opfer aufseiten der Demokratischen Kräfte Syriens liegen keine Informationen vor.

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KurdWatch, 6. Mai 2016 – Am 2. Mai 2016 haben die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens den Einwohner der vierzig Kilometer östlich von al‑Hasaka liegenden Kleinstadt al‑Haul erlaubt, in ihre Häuser zurückzukehren. Die Einwohner waren nach einer Großoffensive der Demokratischen Kräfte Syriens im Dezember 2015 [weitere Informationen] aus der Stadt geflohen. Nach Angaben der Demokratischen Kräfte Syriens soll die Stadt in der Zwischenzeit von Minen befreit worden sein.

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KurdWatch, 5. Mai 2016 – Am 1. Mai 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), in einer Erklärung bekannt gegeben, dass im Fall des Brandanschlags auf den Radiosender Arta FM in ʿAmuda [weitere Informationen] mehrere Verdächtige festgenommen worden seien. Die Schuld der Festgenommenen habe sich nach der ersten Vernehmung erhärtet. Weitere Informationen über die Zahl der Gefangenen, ihre Identität oder das Tatmotiv wurden nicht genannt.

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KurdWatch, 4. Mai 2016 – Am 28. April 2016 sind nahe der türkischen Grenze in al‑Qamischli ein fünf Monate altes Baby und ein vierzehnjähriges Mädchen durch Schüsse verletzt worden. Bei den Schüssen handelt es sich wahrscheinlich um Querschläger aus der direkt auf der anderen Seite der Grenze liegenden Stadt Nusaybin. Dort liefern sich die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die türkische Armee seit Monaten Gefechte.

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KurdWatch, 4. Mai 2016 – Am späten Abend des 26. April 2016 haben fünf vermummte und bewaffnete Personen den stellvertretenden Leiter des unabhängigen Radiosenders Arta FM, Muhammad Ramadan Hasan (bekannt als Safqan Orkesch), sowie den Fahrer des Senders, Ahmad Raschik, in ʿAmuda vor dem Gebäude von Arta FM entführt. Orkesch berichtete in einer Presseerklärung, die Entführer hätten ihnen auf dem Friedhof von ʿAmuda Pistolen an den Kopf gehalten und sie mit dem Tod bedroht, sollten sie weiter für den Sender arbeiten. Während sie, die Entführer, kämpften und Opfer brächten, würden die Mitarbeiter des Radiosenders nur »über sinnlose Dinge reden«. Danach wurde das Sendegebäude vor den Augen der Entführten und nach Entwendung der sich dort befindlichen Computer niedergebrannt. Die beiden Mitarbeiter des Senders wurden anschließend wieder freigelassen. Sirwan Hadschi Barko, Leiter von Arta FM, beschuldigte bewaffnete Kräfte der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) eingesetzten Verwaltung, für die Tat verantwortlich zu sein. Später relativierte er diese Aussage und erklärte, er sei sicher, die »guten Menschen« innerhalb der Verwaltung würden für Gerechtigkeit sorgen, auch wenn die »Bösen« ihren Ruf ruinierten.

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KurdWatch, 30. April 2016 – Am 30. April 2016 sind fünf Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), bei einem Selbstmordanschlag in al‑Qamischli ums Leben gekommen. Vier Weitere Asayişmitarbeiter wurden verletzt. Bislang hat sich noch keine Organisation zu dem Anschlag bekannt.

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KurdWatch, 30. April 2016 – Am 28. April 2016 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ʿAfrin ungefähr fünfzig Leichen zur Schau gestellt. Die Toten wurden auf einem offenen Fahrzeug durch die Stadt transportiert. Laut YPG handelte es sich um im Kampf getötete Islamisten. Informationen des oppositionellen Medienbüros von Tall Rifʿat zufolge waren die Toten hingegen Einwohner der zwanzig Kilometer östlich von ʿAfrin liegenden Stadt Tall Rifʿat sowie Kämpfer der Freien Syrischen Arme (FSA). Vor etwa drei Monaten hatten die von der YPG dominierten Demokratischen Kräfte Syriens den Ort von der syrischen Opposition erobert [weitere Informationen]. Diese habe nun versucht, ihn zurückzuerobern. Bereits am 16. Oktober 2014 hatte es einen ähnlichen Fall von Leichenschändung durch die YPG gegeben. Damals waren Kämpfer des Islamischen Staats (IS) betroffen [weitere Informationen] .

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KurdWatch, 30. April 2016 – Am 28. April 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Parteibüro der Kurdischen Demokratischen Partei in Syrien (el‑Partî) in Tall Tamr versiegelt. Bei der Partei handelt es sich um eine Abspaltung der gleichnamigen Partei von Nasruddin Ibrahim. Die Maßnahme wurde mit einer fehlenden Genehmigung der von der PYD eingesetzten Verwaltung begründet. Wenige Tage zuvor waren in Tall Tamr bereits die Büros von zwei weiteren Parteien mit derselben Begründung geschlossen worden [weitere Informationen].

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KurdWatch, 30. April 2016 – Am 22. April 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), einem verletzten Zivilisten untersagt, zur medizinischen Behandlung nach Irakisch-Kurdistan auszureisen. Er war bei Kämpfen zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD und einer Regimemiliz in al‑Qamischli [weitere Informationen] verletzt worden. Die Regionalregierung Irakisch-Kurdistans hatte angeboten, die Verletzten der Auseinandersetzung medizinisch zu versorgen.

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KurdWatch, 30. April 2016 – Am 28. April 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), an mehreren Kontrollpunkten in al‑Qamischli willkürlich junge Männer für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD zwangsrekrutiert. Augenzeugen zufolge sollen rund fünfzig Personen rekrutiert worden sein. Bereits am 26. April waren in Tall Tamr drei Männer rekrutiert worden.

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KurdWatch, 30. April 2016 – Am 26. April 2016 hat das lokale Komitee des Kurdischen Nationalrats in al‑Maʿbada (Girkê Legê) eine Kundgebung vor dem eigenen Büro durchgeführt. Etwa fünfzig Teilnehmer protestierten gegen die Angriffe von Anhängern der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf Mitglieder und Einrichtungen des Kurdischen Nationalrats. In der Nacht vom 24. auf den 25. April hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf das Büro des Nationalrats in al‑Maʿbada verübt [weitere Informationen].

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KurdWatch, 30. April 2016 – In der Nacht vom 24. auf den 25. April 2016 haben zwei vermummte Personen einen Brandanschlag auf das Büro des Kurdischen Nationalrats in al‑Maʿbada (Girkê Legê) verübt. Nachbarn konnten das mit Benzin am Eingang des Büros entfachte Feuer schnell löschen.

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KurdWatch, 28. April 2016 – Am 24. April 2016 haben Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ad‑Darbasiya Tansparente aufgehängt, auf denen die Vertreter des Kurdischen Nationalrats bei den Friedensgesprächen in Genf, ʿAbdulhakim Baschar von der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) und Fuʿad Aliko von der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), sowie der Präsident Irakisch-Kurdistans, Masʿud Barzani, als Verräter bezeichnet werden. Transparente gleichen Inhalts waren wenige Tage zuvor bereits bei einer Demonstration in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) gezeigt worden [weitere Informationen]. Außerdem haben Unbekannte in der Öffentlichkeit aufgehängte kurdische Flaggen zerissen. Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihre Unterorganisationen erkennen die von allen anderen kurdischen Parteien gewählte Nationalflagge nicht an.

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KurdWatch, 28. April 2016 – Am 20. April 2016 haben Kämpfer der regimetreuen Nationalen Verteidigungsarmee im Stadtzentrum von al‑Qamischli das Feuer auf ein Fahrzeug des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), eröffnet. Das Stadtzentrum wird vom Regime kontrolliert, Informationen von KurdWatch zufolge hatte der Wagen des Asayiş einen Kontrollpunkt der Verteidigungsarmee ignoriert. Zwei Mitarbeiter des Asayiş starben sofort, ein weiterer wurde schwer verletzt. Daraufhin griffen der Asayiş sowie die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD die vom Regime kontrollierte Sicherheitszone, eine Großbäckerei im Stadtzentrum sowie ein Gefängnis östlich der Stadt an. Am 21. April übernahm die PYD sowohl die Großbäckerei als auch das Gefängnis. Beide hatten bis dahin unter Kontrolle des Regimes gestanden, obgleich sie auf PYD‑kontrolliertem Gebiet liegen. Im Gefängnis sollen sich mehr als fünfzig Polizisten der PYD ergeben haben. Einer Erklärung des Kurdischen Nationalrats in Syrien zufolge sollen beide Seiten auch schwere Artillerie innerhalb der Stadt eingesetzt haben. Angaben der YPG zufolge wurden siebzehn Zivilisten, drei Mitarbeiter des Asayiş und zehn Kämpfer der YPG getötet. Aufseiten des Regimes sollen einunddreißig Personen ums Leben gekommen sein.

Seit dem 22. April hat sich die Lage beruhigt. Muhammad al‑Faris, Stammesführer der arabischen Tai und lokaler Kommandant der Nationalen Verteidigungsarmee, erklärte am 23. April in einem Interview mit dem irakischkurdischen Fernsehsender Rûdaw, hochrangige Regimevertreter hätten sich am Flughafen von al‑Qamischli mit Repräsentanten der Nationalen Verteidigungsarmee und der PYD getroffen und einen Waffenstillstand ausgehandelt. Darüber hinaus bezeichnete er YPG und Verteidigungsarmee als »Waffenbrüder«, die auch weiterhin den gemeinsamen Feind bekämpfen würden. Die syrische Armee, so al‑Faris, betrachte die YPG als Teil ihrer selbst. Einer Erklärung des Asayiş zufolge gilt die Waffenruhe bis zu einer endgültigen Lösung des Problems.

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KurdWatch, 27. April 2016 – Anfang April 2016 haben die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) den sechzehnjährigen Alan Fayiz Daqori rekrutiert. Er stammt aus dem zwischen ʿAmuda und al‑Qamischli liegenden Dorf Briva. Mehrere Gesuche der Familie, den Jugendlichen zurückkehren zu lassen oder ihn treffen zu können, wurden abgelehnt. Die YPG begründete diese Entscheidung damit, dass Daqori sich der YPG freiwillig angeschlossen habe. Recherchen der Familie zufolge befindet er sich derzeit in einem Ausbildungslager der YPG nahe ad‑Darbasiya.

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KurdWatch, 27. April 2016 – Am 13. April 2016 wurden in den regimekontrollierten Gebieten Syriens Parlamentswahlen durchgeführt. Auch in al‑Qamischli gab es fünf Wahllokale, die in Stadtteilen unter Kontrolle des Regimes lagen. Ein weiteres Wahllokal befand sich in einem von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten christlichen Wohngebiet. In der Stadt al‑Hasaka gab es ebenfalls zahlreiche Wahllokale in von der PYD kontrollierten, überwiegend arabischen Stadvierteln. Noch am 12. April hatte die PYD angekündigt, dass es in den von ihr kontrollierten Gebieten keine Wahlen geben würde. Alle zweihundert Kandidaten der regierenden Baʿthpartei wurden gewählt. Mit ihnen zogen weitere fünfzig Abgeordnete anderer Listen, sogenannter Blockparteien, ins Parlament ein.

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KurdWatch, 25. April 2016 – Am 23. April 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), die Parteibüros der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) sowie der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) in Tall Tamr versiegelt. Die Maßnahme wurde mit fehlenden Genehmigungen der von der PYD eingesetzten Verwaltung begründet.

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KurdWatch, 24. April 2016 – Am 20. April 2016 haben mehrere hundert Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) eine Demonstration durchgeführt. Die Teilnehmer trugen Transparente, auf denen die Vertreter des Kurdischen Nationalrats bei den Friedensgesprächen in Genf, ʿAbdulhakim Baschar von der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) und Fuʿad Aliko von der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), sowie der Präsident Irakisch-Kurdistans, Masʿud Barzani, als Verräter bezeichnet wurden. Die Demonstranten beschuldigten Baschar, Aliko und Barzani, mit der türkischen Regierung gegen die von der PYD in den von ihr kontrollierten Gebieten eingesetzte Verwaltung zu kooperieren. In al‑Maʿbada (Girkê Legê) fand am selben Tag eine ähnliche Demonstration mit etwa vierhundert Teilnehmern statt.

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KurdWatch, 18. April 2016 – Am 11. April 2016 haben vier Personen Roni Muhammad Bakdschi in al‑Malikiya auf offener Straße angegriffen und in einer nahe gelegenen Gasse zusammengeschlagen. Anschließend händigten sie dem Mitarbeiter der Website Yekîtî Media der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) ein Flugblatt aus, auf dem die Mitglieder seiner Partei als Verräter bezeichnet werden. Bakdschi musste im Krankenhaus behandelt werden. Yekîtî Media hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) für den Angriff verantwortlich gemacht.

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KurdWatch, 18. April 2016 – Am 14. April 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), an mehreren Kontrollpunkten in der Stadt al‑Qamischli willkürlich junge Männer für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) zwangsrekrutiert. Die genaue Zahl der an diesem Tag rekrutierten Männer ist nicht bekannt, dürfte aber laut Augenzeugen bei mindestens einhundert liegen.

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KurdWatch, 17. April 2016 – Am 7. April 2016 hat Islam ʿAllusch, Pressesprecher der Dschaisch al‑Islam (»Armee des Islam«), einer der größten bewaffneten Milizen der syrischen Opposition, den Einsatz verbotener Waffen eingeräumt. Er bestätigte, dass ein lokaler Kommandant der Miliz »Waffen, die in solchen Kämpfen nicht erlaubt sind«, gegen die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) im Aleppiner Stadtteil Schaikh Maqsud eingesetzt hatte. Der Kommandant sei an ein Militärgericht der Miliz überstellt worden. Welche Waffen genau eingesetzt wurden, blieb zunächst unklar. Daraufhin vor allem durch PYD-nahe Medien wie Ronahî-TV verbreitete Gerüchte, es habe sich um Giftgas gehandelt, konnten nicht bestätigt werden. Anders als in früheren Fällen, hat die PYD ihrerseits auch keine Presseerklärung veröffentlicht, in der sie einen Giftgasangriff verurteilt hätte. ʿAllusch selbst erklärte in Reaktion auf die Gerüchte am 8. April, es habe sich bei den Waffen um schwere Artillerie, nicht jedoch um chemische Waffen gehandelt. Auch der Kurdische Nationalrat in Syrien hatte in einer Presseerklärung fälschlich den Einsatz von Giftgas in Schaikh Maqsud verurteilt.

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KurdWatch, 17. April 2016 – Am 3. April 2016 haben Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) von Schaikh Ali eine Kundgebung vor ihrem Parteibüro in ʿAfrin durchgeführt. Etwa einhundert Teilnehmer forderten die Einheit der syrischen Kurden, die Bildung einer gemeinsamen Verhandlungsdelegation aus Kurdischem Nationalrat in Syrien und der Partei der Demokratischen Union (PYD) bei den Friedensverhandlungen in Genf sowie die Beendigung der Belagerung von Schaikh Maqsud [weitere Informationen]. Außerdem verurteilten die Demonstranten »die Angriffe der türkischen Armee auf die kurdischen Städte Nordkurdistans«, so ein Plakat.

Aktuell ist der Kurdische Nationalrat mit zwei Vertretern in der Delegation der Opposition in Genf vertreten. Die PYD hingegen ist weder Teil der Opposition, noch wurde sie bisher als eigenständige Gruppe zur Teilnahme eingeladen.

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KurdWatch, 16. April 2016 – Am 11. April 2016 ist in al‑Qamischli eine Bombe im Stadtviertel Kurnisch explodiert. Dabei stürzte ein Strommast um. Personen kamen nicht zu Schaden. Am Folgetag wurden im Stadtzentrum bei einer erneuten Explosion sechs Zivilisten verletzt. Bislang hat sich keine Organisation zu den Anschlägen bekannt.

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KurdWatch, 16. April 2016 – Am 9. April 2016 hat die Union der Jugend aus Syrisch-Kurdistan erneut eine Kundgebung in al‑Qamischli durchgeführt. Etwa sechzig Teilnehmer forderten eine Versöhnung zwischen dem Kurdischen Nationalrat in Syrien und der von der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) kontrollierten Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM). Bereits am 1. April fand eine ähnliche Demonstration statt [weitere Informationen].

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KurdWatch, 13. April 2016 – Am 10. April 2016 hat eine Gruppe junger Männer in ad‑Darbasiya vergeblich versucht, in das Büro des Kurdischen Nationalrats in Syrien einzubrechen. Sie entwendeten schließlich eine vor dem Gebäude gehisste kurdische Flagge und warfen einen Molotowcocktail auf das Büro. Auf eine Außenmauer des Gebäudes wurde mit Farbe »Verräter« geschmiert. Nachbarn gelang es, die Angreifer zu vertreiben.

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KurdWatch, 12. April 2016 – Am 1. April 2016 hat die Union der Jugend aus Syrisch-Kurdistan eine Kundgebung in al‑Qamischli durchgeführt. Etwa fünfzig Teilnehmer forderten eine Versöhnung zwischen dem Kurdischen Nationalrat in Syrien und der von der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) kontrollierten Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM). Auch Mitglieder der Kurdischen Demokratischen Fortschrittspartei in Syrien von ʿAbdulhamid Hadschi Darwisch sowie der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) von Schaikh Ali beteiligten sich an der Demonstration.

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KurdWatch, 11. April 2016 – Am 2. April 2016 hat die Union der Intellektuellen von Westkurdistan, eine der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahestehende Organisation, in al‑Qamischli eine Demonstration gegen die Angriffe der türkischen Armee auf die Stadt Nusaybin durchgeführt. Dort liefern sich türkische Armee und Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) seit mehreren Monaten immer wieder Gefechte. Etwa fünfzig Teilnehmer verurteilten zudem »das Schweigen der Weltpresse« zu den Angriffen.

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KurdWatch, 11. April 2016 – Am 1. April 2016 konnten Kämpfer der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens ein Ölfeld westlich des ungefähr neunzig Kilometer südlich von al‑Hasaka liegenden Orts Markada erobern und Kämpfer des Islamischen Staats  (IS) von dort vertreiben. Somit wird al‑Hasaka, die drittgrößte syrische Provinz, komplett von der PYD und dem syrischen Regime kontrolliert. Zudem ist die YPG nur noch rund siebzig Kilometer von Dair az‑Zaur entfernt. Dair az‑Zaur ist nach ar‑Raqqa die zweitgrößte Stadt, die vom IS kontrolliert wird. Jedoch werden der Flughafen und ein angrenzender Stadtteil nach wie vor von Regierungstruppen gehalten.

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KurdWatch, 8. April 2016 – Am 2. April 2016 explodierte in einem Restaurant in ad‑Darbasiya eine in einer Tasche versteckte Bombe. Dabei wurden zehn Gäste verletzt. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

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KurdWatch, 8. April 2016 – Am 5. April 2016 kam es zu heftigen Gefechten zwischen bewaffneten Einheiten der syrischen Opposition und den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in dem überwiegend von Kurden bewohnten Aleppiner Stadtteil Schaikh Maqsud. Die Opposition beschoss Stellungen der YPG mit Raketen. Mindestens achtzehn Zivilisten kamen ums Leben, weitere sechzig wurden verletzt. Weiterhin starben mindestens sieben Kämpfer der YPG. Die Zahl der Opfer unter den Kämpfern der Opposition ist nicht bekannt.

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KurdWatch, 5. April 2016 – Am 31. März und 1. April 2016 wurden in al‑Qamischli mehrere Personen durch Raketen verletzt, eine davon schwer. Darüber hinaus sind drei Raketen in Wohnhäuser eingeschlagen und haben Sachschaden verursacht. Bei den Raketen handelte es sich um fehlgelenkte Geschosse aus Nusaybin, wo sich türkische Armee und Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) seit mehreren Monaten immer wieder Gefechte liefern.

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KurdWatch, 5. April 2016 – Am 31. März 2016 sind die Außenmauern des Büros des Kurdischen Nationalrats in Syrien in al‑Qamischli mit Parolen beschmiert worden. Mitglieder des Kurdischen Nationalrats werden als Verräter bezeichnet und ʿAbdulhakim Baschar, Delegationsmitglied der syrischen Opposition bei den Friedensverhandlungen in Genf, wird mit dem Tod bedroht. Die Kurdische Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) hat auf ihrer Website die Union der Jugend von Rojava, die der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahesteht, beschuldigt, für die Tat verantwortlich zu sein. Ähnliche Parolen fanden sich nach Informationen von KurdWatch auch an anderen Orten in al‑Qamischli.

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KurdWatch, 31. März 2016 – Am 20. und 21. März 2016 hat die Kurdische Demokratische Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) von Kamiran Hadsch ʿAbdu in al‑Qamischli einen Parteitag abgehalten. ʿAbdu wurde in Abwesenheit erneut zum Sekretär gewählt. Bereits am ersten Tag entschied eine Gruppe von Parteimitgliedern um Hajar ʿAli, einen alternativen Parteitag zu organisieren; auf diesem wurde Hajar ʿAli zum neuen Sekretär der Demokratischen Yekîtî gewählt. Die Spaltung soll ausschließlich auf Streitigkeiten um den Posten des Sekretärs zurückzuführen sein. Der Kurdische Nationalrat hat noch nicht entschieden, welche der beiden Parteien er als seine Mitgliedspartei anerkennt. Zuletzt hatte sich die Demokratische Yekîtî im Januar 2015 gespalten [weitere Informationen], mithin gibt es inzwischen drei Parteien mit demselben Namen.

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KurdWatch, 31. März 2016 – Am 24. März 2016 haben ungefähr fünfzig Mitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in al‑Hasaka gegen die rassistischen Äußerungen von Asʿad az‑Zuʿbi [weitere Informationen] demonstriert. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten die Entlassung des Delegationsleiters der syrischen Opposition bei den Friedensverhandlungen in Genf. Am 27. März demonstrierten rund hundert Anhänger des Kurdischen Nationalrats ebenfalls in al‑Hasaka aus demselben Anlass.

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KurdWatch, 31. März 2016 – Am 25. März 2016 sind drei Bewohner in ihrem Haus in Schaikh Maqsud durch eine Rakete getötet und sechs weitere verletzt worden. Bewaffnete Einheiten der syrischen Opposition hatten Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in dem überwiegend von Kurden bewohnten Aleppiner Stadtteil beschossen. Eine der nicht mit Lenksystemen ausgestatteten Raketen war dabei in das Haus eingeschlagen.

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KurdWatch, 31. März 2016 – Am 29. März 2016 kam es südlich von Aʿzaz zu Kämpfen zwischen den von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens und bewaffneten Einheiten der syrischen Opposition. Informationen über mögliche Opfer liegen nicht vor.

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KurdWatch, 31. März 2016 – Am 23. März 2016 hat die Behörde für Märtyrerfamilien der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) für den Kanton Dschazira eingesetzten Verwaltung »im Namen von fünfhundert Märtyrerfamilien« gegen drei Vertreter des Kurdischen Nationalrats vor einem Gericht der PYD in al‑Qamischli Klage erhoben. Ibrahim Biro, dem Vorsitzenden des Kurdischen Nationalrats, sowie Fuʾad ʿAliko und ʿAbdulhakim Baschar, Mitglieder der Verhandlungsdelegation der syrischen Opposition bei den Friedensverhandlungen in Genf, wird vorgeworfen, »Söldner« zu sein, die gegen die »Werte der Märtyrer« und gegen die »Errungenschaften der Revolution von Rojava« agierten. Das Gericht wird aufgefordert, »diese Verbrecher nach der Sammlung ausreichender Beweise juristisch zu verfolgen«.

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KurdWatch, 30. März 2016 – Am 21. März 2016 haben türkische Grenzsoldaten in der Nähe von al‑Qamischli Zivilisten nahe der syrisch-türkischen Grenze auf syrischem Territorium mit Tränengas angegriffen. Daraufhin entfernten sich diese von der Grenze. Das Gebiet zwischen al‑Qamischli und der türkischen Grenze wird insbesondere im Frühjahr häufig für Spaziergänge genutzt.

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KurdWatch, 30. März 2016 – Am 23. März 2016 haben Verkehrspolizisten der von der Partei der Demokratischen Union (PYD) für den Kanton Dschazira eingesetzten Verwaltung Verkehrspolizisten des syrischen Regimes von einer großen Kreuzung im Zentrum der Stadt al‑Qamischli vertrieben und dort die Kontrolle des Verkehrs übernommen. Zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam es dabei nicht. Das syrische Regime verwaltet noch immer große Gebiete von al‑Qamischli und bezahlt nach wie vor alle Staatsangestellten in den von der PYD kontrollieren kurdischen Gebieten.

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KurdWatch, 30. März 2016 – Am 25. März 2016 hat der Kurdische Nationalrat in einer Erklärung die Entlassung von Asʿad az‑Zuʿbi, dem Leiter der Verhandlungsdelegation der syrischen Opposition bei den Friedensverhandlungen in Genf, gefordert. Hintergund war die Wiederveröffentlichung eines bereits vor einem Jahr gegebenen Interviews az‑Zuʿbis. In dem Interview hatte az‑Zuʿbi unter anderem geäußert, die Schwäche und die Zerstörung der arabischen Nation habe damit begonnen, dass Kalifen die Macht in der arabischen Welt übernommen hätten, deren Mütter kurdischer beziehungsweise turkmenischer Herkunft gewesen seien. Weiterhin bezifferte er die kurdische Bevölkerung Syriens auf nur ein Prozent der Gesamtbevölkerung. An anderer Stelle empörte er sich, die Kurden hätten in der Zeit von Hafiz al‑Assad lediglich ein Papier gewünscht, das ihr Menschsein beweise, während sie heutzutage Forderungen hätten. Sie wollten ihre eigenen Länder und separaten Regionen schaffen und Menschen wie alle anderen sein. Zu den USA heißt es, er mache ihnen im Gegensatz zu »dreckigen Ländern« wie dem Irak, Algerien und dem Libanon keine Vorwürfe, nicht aufseiten des syrischen Volkes gestanden zu haben, da bekannt sei, dass sie Araber und Muslime hassten.

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KurdWatch, 30. März 2016 – Am 28. März 2016 wurde eine aus Dscharabulus stammende Frau, die sich auf dem Weg zur medizinischen Behandlung in der Türkei befand, durch die Explosion einer Bombe in Raʾs al‑ʿAin auf offener Straße getötet. Weitere fünf Personen, darunter Familienangehörige der Getöteten, wurden verletzt.

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KurdWatch, 28. März 2016 – Am 21. März 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) eine vom neu gegründeten PYD‑nahen Kurdischen Nationalbündnis [weitere Informationen] organisierte Feierlichkeit zum kurdischen Neujahrsfest verboten. Unter anderem zerstörten Mitarbeiter des Asayiş eine provisorische Bühne. Das lokale Komitee des Kurdischen Nationalbündnisses verurteilte das Verbot und teilte in einer Erklärung mit, dass im Vorfeld ein Antrag auf Genehmigung der Veranstaltung gestellt worden sei. Der Asayiş habe die Feierlichkeit zunächst geschützt, ehe andere Asayişmitarbeiter das Verbot ausgesprochen hätten.

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KurdWatch, 27. März 2016 – Am 23. März 2016 hat der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), Masʿud ʿIsa Hamdi aus einem Gefängnis in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) entlassen. Der Mitarbeiter der Website Yekîtî Media der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) war dort zuvor sieben Tage lang festgehalten worden [weitere Informationen]. Der Asayiş hatte ihm vorgeworfen, in seinem Heimatort Khazna ohne Genehmigung ein Büro seiner Partei eröffnet zu haben.

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KurdWatch, 27. März 2016 – Am 24. März 2016 hat eine Gruppe junger Frauen eine Fahrradtour durch ʿAmuda organisiert. Die Teilnehmerinnen, die keiner Organisation angehören, protestierten damit gegen das Fahrradfahrverbot für Frauen in manchen traditionellen kurdischen Familien.

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KurdWatch, 24. März 2016 – Am 2. März 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), ʿAli Bakr Schaikh Muhammad sowie seinen Cousin ʿArif Hasan Schaikh Muhammad aus ihren Häusern in dem rund fünfundzwanzig Kilometer westlich von ʿAfrin liegenden Dorf Sinnara entführt. Weitere Informationen liegen derzeit nicht vor.

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KurdWatch, 23. März 2016 – Am 16. März 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), Masʿud ʿIsa Hamdi, Mitarbeiter der Website Yekîtî Media der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) aus seinem Haus in dem knapp zwanzig Kilometer südöstlich von al‑Qamischli liegenden Dorf Khazna entführt. Bereits am 4. Januar 2016 hatte der Asayiş einen Journalisten von Yekîtî Media in ad‑Darbasiya entführt und brutal gefoltert [weitere Informationen].

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KurdWatch, 23. März 2016 – Zum fünften Jahrestag des Beginns der Revolution in Syrien am 15. März 2011 ist im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen der Bericht der Unabhängigen Internationalen Syrien-Untersuchungskommission diskutiert worden. Der Vertreter Syriens warf dem Berichterstatter vor, zwischen »guten und schlechten Terroristen« zu unterscheiden und von der bewaffneten Opposition begangene Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren. Kommissionsvorsitzender Paulo Sérgio Pinheiro wies die Vorwürfe zurück und forderte die syrische Regierung auf, den Mitgliedern der Kommission endlich Zugang zum syrischen Territorium zu gewähren. Die Vertreter zahlreicher Staaten betonten die Notwendigkeit einer politischen Lösung des Konflikts und begrüßten die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen unter Vermittlung des UN‑Sondergesandten Staffan de Mistura am Vortag.

Von der Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihrer Miliz, den Volksverteidigungseinheiten (YPG), in den überwiegend kurdisch besiedelten Gebieten Dschazira, ʿAfrin und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) begangene Menschenrechtsverletzungen werden in dem Bericht nicht erwähnt. Selbst die regelmäßigen Zwangsrekrutierungen, die Rekrutierung von Kindern eingeschlossen, sowie die regelmäßige Verfolgung von Personen, die mit dem Kurdischen Nationalrat verbunden sind, finden keinerlei Erwähnung. Genannt werden lediglich die Vertreibung arabischer Bewohner in der Region Tall Abyad und im Süden der Provinz al‑Hasaka sowie die Zerstörung einiger Häuser, ebenfalls im Süden der Provinz al‑Hasaka, durch die YPG. Allein der Vertreter der Türkei wies in seinem Statement auf die willkürliche Inhaftierung von Zivilisten sowie die Rekrutierung von Kindersoldaten durch die YPG hin.

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KurdWatch, 22. März 2016 – Am 16. März 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Büro der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) in dem südlich von al‑Qahtaniya (Tirbesipî) liegenden Dorf Sihal gestürmt. Alle Anwesenden wurden gezwungen, das Büro zu verlassen. Danach wurde das Büro verriegelt.

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KurdWatch, 22. März 2016 – Am 9. März 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), das Büro des Kurdischen Nationalrats in dem zehn Kilometer südwestlich von al‑Qahtaniya (Tirbesipî) liegenden Ort Siha al‑Kabira zunächst aufgebrochen und dann mit einem eigenen Schloss verriegelt. Schaikhmus ʿAbdulhamid, Mitglied des Kurdischen Nationalrats und Besitzer des Gebäudes, wurde für mehrere Stunden vom Asayiş festgenommen und festgehalten. Bereits am 29. Dezember 2015 hatte der Asayiş die Eröffnung des Büros verhindert und ʿAbdulhamid eine Nacht lang entführt [weitere Informationen].

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KurdWatch, 21. März 2016 – Am 17. März 2016 haben sich Vertreter der wichtigsten PYD‑nahen Organisationen in dem knapp zwei Kilometer südlich von al‑Maʿbada (Girkê Legê) liegenden Ort Rumailan getroffen und einseitig ein föderales Verwaltungssystem für die von der PYD verwalteten Gebiete Nordsyriens beschlossen. Die Delegierten wählten zudem einen einunddreißigköpfigen Rat, der das Gebiet regieren soll. An der Versammlung nahmen neben Vertretern der PYD auch Vertreter der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM), der Volksverteidigungseinheiten (YPG), der von der PYD eingesetzten Demokratischen Autonomen Verwaltung sowie der Demokratischen Kräfte Syriens teil. Die PYD bezeichnet die neue föderale Einheit als »demokratisches, föderales System für Rojava und Nordsyrien«. Das Gebiet sei nicht ethnisch definiert und biete zudem das Potenzial, zukünftig ar‑Raqqa und andere arabische Gebiete einzuschließen. Die innere Struktur des neuen Systems wurde ebenso wenig dargelegt wie das konkrete Verhältnis zum syrischen Zentralstaat.

Vertreter des Kurdischen Nationalrats in Syrien reagierten negativ auf die einseitige Ausrufung eines föderalen Systems. Kamiran Hadscho, Leiter des Außenkomitees des Kurdischen Nationalrats, wird in einer Presseerklärung des Genfer Büros der Organisation mit den Worten zitiert: »Plötzlich und aus dem Nichts heraus Föderalismus einzuführen, ohne die dringend notwendige Debatte darüber und die entsprechende demokratische Beteiligung, die möglicherweise zu einer solchen Entscheidung führen würde, ist nichts weiter als eine neue Form von Diktatur.« Gleichzeitig wandte sich Hajo gegen die Erklärung des stellvertretenden UN‑Sondergesandten Ramzy Ezeddine Ramzy, in der Föderalismus implizit mit dem Zerfall Syriens gleichgesetzt wird.

Der Kurdische Nationalrat fordert bereits seit 2012 ein föderales System für Syrisch-Kurdistan, allerdings ohne bislang konkretisiert zu haben, wie dieses genau aussehen soll. Die PYD hingegen hatte sich bisher kategorisch gegen ein solches Verwaltungssystem ausgesprochen. Die jetzige Initiative dürfte auch mit dem russischen Vorschlag zusammenhängen, in Syrien ein föderales System einzuführen. Vertreter des Kurdischen Nationalrats vermuten zudem, dass die PYD ihre Bemühungen, im Rahmen der Friedensverhandlungen in Genf auch für ein föderales System zu werben, torpedieren will. »Die einseitige Ausrufung eines föderalen Systems durch die PYD entbehrt nicht nur jeder Logik, weil Föderalismus notwendig der Zustimmung von mindestens zwei Seiten bedarf, der Zentrale und der oder den föderalen Einheiten. Sie macht auch jede vernünftige Diskussion über dieses Thema mit der arabischen Opposition noch schwieriger, als sie ohnehin schon ist«, so Siamand Hadscho, Mitglied des Außenkomitees des Kurdischen Nationalrats, gegenüber KurdWatch.

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KurdWatch, 19. März 2016 – Am 7. März 2016 sind fünf Zivilisten bei einer Explosion im mehrheitlich christlich bewohnten Stadtzentrum von al‑Qamischli verletzt worden. Der Sprengsatz war zwischen Müllbeuteln versteckt gewesen. Bereits im Januar 2016 [weitere Informationen] und Ende Dezember 2015 [weitere Informationen] hatte es im Stadtzentrum von al‑Qamischli mehrere Bombenanschläge gegeben.

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KurdWatch, 18. März 2016 – Im Juni 2015 gelang es den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) mit militärischer Unterstützung der US‑Luftwaffe, die Stadt Tall Abyad und die umliegenden Gebiete vom Islamischen Staat (IS) zu erobern. In diesem Zusammenhang wurden der PYD und ihren Volksverteidigungseinheiten massive Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, bis hin zu ethnischen Säuberungen. Der vorliegende Bericht beschäftigt sich mit der Frage, wie PYD und YPG in einem Gebiet agieren, das sich von den bereits seit 2012 von ihnen verwalteten Regionen Dschazira, ʿAfrin und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) dadurch erheblich unterscheidet, dass es überwiegend arabisch besiedelt ist. In den neu eroberten Gebieten rund um Tall Abyad sind nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung Kurden. Weitere fünfzehn Prozent sind Turkmenen. Mit welchen Methoden und Instrumenten gelingt es der PYD, diese Gebiete zu regieren? Wie sieht die Menschenrechtsbilanz dort aus? Gab es groß angelegte, ethnisch motivierte Vertreibungen aus der Region?

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KurdWatch, 18. März 2016 – Entgegen anderslautender Pressemeldungen sind syrische Kurden an den Friedensverhandlungen zur Beilegung des Konflikts in Syrien beteiligt, die am 14. März 2016 in Genf wieder aufgenommen wurden. Vertreter des Kurdischen Nationalrats in Syrien sind Teil der Verhandlungsdelegation der syrischen Opposition. Die Partei der Demokratischen Union (PYD) ist hingegen nicht an den Gesprächen beteiligt.

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KurdWatch, 15. März 2016 – Am 8. März 2016 haben rund fünfundzwanzig Aktivistinnen der Frauenorganisation Komela Şawîşka, die dem Kurdischen Nationalrat nahe steht, aus Anlass des Internationalen Frauentags in al‑Qamischli eine Kundgebung durchgeführt. Die Aktivistinnen warben für Frauenrechte. Auf einem der Plakate hieß es: »Die Frau ist das Herz, der Mann ist der Kopf.«

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KurdWatch, 15. März 2016 – Am 6. März 2016 hat das Lokalkomitee des Kurdischen Nationalrats in ʿAmuda eine Kundgebung durchgeführt, auf der etwa einhundert Teilnehmer Föderalismus für Syrien und für Syrisch-Kurdistan forderten.

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KurdWatch, 14. März 2016 – Am 6. März 2016 haben rund einhundert Anhänger des syrischen Regimes im Stadtzentrum von al‑Qamischli gegen die Entscheidung des Kooperationsrats der Arabischen Golfstaaten demonstriert, die libanesische Hizbullah als Terrororganisation einzustufen. Die Demonstrationsteilnehmer trugen Plakate mit Bildern von Baschar al‑Assad und Hasan Nasrullah, dem Generalsekretär der Hizbullah.

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KurdWatch, 11. März 2016 – Am 4. März 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), ʿAbdurrahman Apo in seinem Haus in ʿAfrin aufgesucht. Sie forderten das Mitglied des Zentralkomitees der Demokratischen Partei Kurdistans – Syrien (PDK‑S) auf, sie zur Wache zu begleiten. Von dort kehrte Apo nicht zurück. Am nächsten Morgen erkundigten sich seine Angehörigen beim Asayiş nach ihm. Dort wurde ihnen jedoch mitgeteilt, es gebe keine Informationen zu seinem Aufenthaltsort.

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KurdWatch, 10. März 2016 – Am 3. März 2016 haben die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens eine neue Offensive begonnen. Die Kämpfer des Islamischen Staats (IS) sollen aus dem Gebiet zwischen der fünfzig Kilometer südlich von al‑Hasaka liegenden Stadt asch‑Schaddadi und der Stadt Tall Abyad vertrieben werden. Eigenen Angaben zufolge soll so ein Verteidigungsgürtel um die Dschazira und die Stadt Tall Abyad gebildet werden.

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KurdWatch, 9. März 2016 – Am 1. März 2016 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) versucht, drei Kilomter südlich von Dscharabulus den Euphrat in Richtung des von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierten Ostufers zu überqueren. Nach Angaben der YPG sollen dabei zehn Kämpfer des IS getötet worden sein.

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KurdWatch, 6. März 2016 – Am 29. Februar 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Maʿbada (Girkê Legê) und den umliegenden Dörfern junge Männer gegen ihren Willen für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD rekrutiert. Augenzeugen berichteten, Asayişstreifen hätten potenzielle Rekruten willkürlich von der Straße weg entführt.

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KurdWatch, 6. März 2016 – Am 25. Februar 2016 haben der Partei der Demokratischen Union (PYD) nahestehende Medien zwei Entscheidungen der von der PYD für den Kanton Kobanî eingesetzten Verwaltung veröffentlicht. Darin wird den Mitarbeitern des irakischkurdischen Fernsehsenders Rûdaw sowie des syrischen Oppositionssenders Orient News die Arbeit im Kanton untersagt. Ferner wird es Mitarbeitern der Verwaltung verboten, den beiden Sendern Interviews zu geben. Begründet wird die Entscheidung mit der Haltung der Sender gegenüber dem Kanton Kobanî sowie angeblichen Bürgerbeschwerden.

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KurdWatch, 4. März 2016 – Am 21. Februar 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), in al‑Qamischli junge Männer gegen ihren Willen für die Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD rekrutiert. Auch in ʿAfrin und Umgebung wurden zwischen dem 20. und 24. Februar junge Männer zwangsrekrutiert.

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KurdWatch, 3. März 2016 – Am frühen Morgen des 27. Februar 2016 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) eine Offensive Richtung Tall Abyad gestartet. Der IS konnte die rund zwanzig Kilometer südöstlich von Tall Abyad liegende Stadt Suluk sowie das ungefähr acht Kilometer südlich davon liegende Dorf Hammam at‑Turkuman erobern. In der Folge drangen die Kämpfer des IS bis in die östlichen Stadtteile von Tall Abyad vor. Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) gelang es später, den IS mithilfe der US‑amerikanischen Luftwaffe aus der Stadt Tall Abyad zurückzudrängen. PYD‑nahe Quellen sprechen von einhundert getöteten IS‑Kämpfern. Darüber hinaus sollen bei den Kämpfen zahlreiche Zivilisten getötet worden sein.

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KurdWatch, 29. Februar 2016 – Am 26. Februar 2016 hat Ibrahim Biro, Vorsitzender des Kurdischen Nationalrats in Syrien, ein Büro seiner Organisation in Genf eröffnet. Das vom deutschen Auswärtigen Amt unterstützte Büro soll insbesondere die Arbeit des Kurdischen Nationalrats bei den anstehenden Friedensgesprächen koordinieren. Sofern die zwischen der syrischen Regierung und zahlreichen syrischen Kampfverbänden am vergangenen Freitag vereinbarte Waffenruhe hält, sollen die bereits mehrfach vertagten Friedensgespräche am 7. März aufgenommen werden.

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KurdWatch, 29. Februar 2016 – Zwischen dem 16. und 24. Februar 2016 haben bewaffnete Einheiten der syrischen Opposition Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in dem überwiegend kurdisch bewohnten Alleppiner Stadtviertel Schaikh Maqsud beschossen. Zahlreiche auf Youtube veröffentlichte Videos der syrischen Opposition zeigen, wie das Viertel mit selbst gebauten Raketen beschossen wird. Da die Raketen nicht mit Lenksystemen ausgestattet sind, werden in vielen Fällen Wohnhäuser getroffen. Nach Angaben der YPG sollen vierundzwanzig Zivilisten getötet und zweihundertfünfzig verletzt worden sein.

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KurdWatch, 28. Februar 2016 – Zwischen dem 18. und 24. Februar 2016 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) Stellungen der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens in der Nähe des rund vierzig Kilometer südwestlich von ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) liegenden Tischrinstaudamms angegriffen. Angaben der Demokratischen Kräfte Syriens zufolge sollen mindestens fünf ihrer Kämpfer sowie zahlreiche IS‑Kämpfer getötet worden sein.

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KurdWatch, 28. Februar 2016 – Am 22. Februar 2016 haben etwa vierhundert Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der Syrischkurdischen Demokratische Partei in al‑Qamischli gegen Angriffe der türkischen Armee auf die Stadt ʿAfrin und auf Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD protestiert [weitere Informationen].

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KurdWatch, 25. Februar 2016 – Am 18. Februar 2016 haben die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens mehrere Dörfer um die strategisch wichtige, fünfzig Kilometer südlich von al‑Hasaka liegende Stadt asch‑Schaddadi vom Islamischen Staat (IS) erobert. Am Folgetag konnte die Stadt ohne nennenswerten Widerstand eingenommen werden. In der Umgebung von asch‑Schaddadi gibt es zahlreiche Öl- und Gasquellen sowie in der Stadt selbst eine große Gasflaschenfabrik. Die Stadt war daher eine wichtige Einnahmequelle für den IS. Bereits am 16. Februar hatte sich der IS aus zahlreichen Dörfern und einem großen Elektrizitätswerk östlich von Aleppo zurückgezogen und diese dem syrischen Regime überlassen.

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KurdWatch, 25. Februar 2016 – Am 20. Februar 2016 haben etwa zweitausend Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) an einer Kundgebung an der türkisch-syrischen Grenze in der Nähe des rund fünfundzwanzig Kilometer westlich von ʿAfrin liegenden Ortes Qarmanluq teilgenommen. Die Versammelten protestierten gegen Angriffe der türkischen Armee auf die Stadt ʿAfrin und auf Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der PYD [weitere Informationen].

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KurdWatch, 24. Februar 2016 – Am 19. Februar 2016 hat die türkische Armee die Stadt ʿAfrin mit Boden-Boden-Raketen beschossen. Dabei wurden mindestens vier Personen verletzt und mehrere Häuser beschädigt. Berichte über getötete Zivilisten konnten nicht bestätigt werden. Auch Stellungen der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens zwischen ʿAfrin und Azʿaz wurden am 19., 20. und 21. Februar 2016 beschossen. Die YPG hat bisher keine Angaben zu Toten oder Verwundeten gemacht.

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KurdWatch, 23. Februar 2016 – Am 15. und 16. Februar 2016 haben Kämpfer der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens ihre Angriffe auf Gebiete der syrischen Opposition östlich von ʿAfrin fortgesetzt. Die zwanzig Kilometer östlich von ʿAfrin liegende Stadt Tall Rifʿat sowie der kleine Ort Schaikh ʿIsa wurden eingenommen. Berichte, die YPG habe die kampflose Übergabe der zehn Kilometer östlich von Tall Rifʿat liegenden Stadt Mariʿ ausgehandelt, konnten bisher nicht bestätigt werden. Sollte es der YPG gelingen, Mariʿ einzunehmen, wäre sie an dieser Frontlinie bis an die Grenze der vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Gebiete vorgedrungen. Der Vorstoß ist ein weiterer Schritt, die von der PYD kontrollierten Enklaven ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) und ʿAfrin miteinander zu verbinden. Zudem wird der Keil vergrößert, den die Offensive der syrischen Armee Anfang des Monats nördlich von Aleppo zwischen die von der Opposition um Aʿzaz noch gehaltenen Gebiete und die Oppositionsgebiete um Aleppo getrieben hat.

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KurdWatch, 23. Februar 2016 – Am 12. und 13. Februar 2016 haben fünf syrischkurdische Parteien in al‑Qamischli ein neues Parteienbündnis gegründet. Die Kurdische Demokratische Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) von Schaikh Ali, die Kurdische Demokratische Partei in Syrien (el‑Partî) von Nasruddin Ibrahim, die Syrischkurdische Demokratische Versöhnung (Rêkeftin), die Linke Partei Kurdistans in Syrien von Salih Gedo sowie die Kurdische Reformbewegung in Syrien von Amdschad ʿUthman schlossen sich zum Kurdischen Nationalbündnis in Syrien zusammen. Die ersten vier Parteien waren wegen ihrer Nähe zur Partei der Demokratischen Union (PYD) aus dem Kurdischen Nationalrat ausgeschlossen worden [weitere Informationen]. Bei der Partei von Amdschad ʿUthman handelt es sich um eine Abspaltung der Kurdischen Reformbewegung, ehemals Kurdische Fortschrittspartei in Syrien (Reformbewegung), von Faisal Yusuf, dessen Partei Mitglied des Kurdischen Nationalrats ist.

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KurdWatch, 20. Februar 2016 – Am 14. und 15. Februar 2016 haben Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli, ʿAfrin, ʿAmuda, Tall Tamr, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und ad‑Darbasiya der Gefangennahme des Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, im Jahr 1999 gedacht und seine Freilassung gefordert. In al‑Qamischli zwangen Mitglieder der PYD Ladenbesitzer unter Androhung hoher Geldstrafen, ihre Läden aus diesem Anlass zu schließen. Bereits 2015 hatten PYD‑Mitglieder Ladenbesitzer zum Jahrestag der Festnahme von Öcalan gezwungen, ihre Geschäfte zu schließen [weitere Informationen].

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KurdWatch, 20. Februar 2016 – Am 13. Februar 2016 hat die türkische Armee Stellungen der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens  östlich von ʿAfrin bombardiert, als diese in Richtung der strategisch wichtigen Städte Aʿzaz und Tall Rifʿat marschierten. Zuvor hatten die Demokratischen Kräfte Syriens mehrere arabische Dörfer erobert [weitere Informationen]. Die türkische Armee hat den Angriff bestätigt.

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KurdWatch, 20. Februar 2016 – Am 9. Februar 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), an mehreren Kontrollpunkten in al‑Maʿbada (Girkê Legê) zahlreiche junge Männer gegen ihren Willen rekrutiert. Am 11. Februar fanden zudem Zwangsrekrutierungen im Stadtzentrum von al‑Dschawadiya (Çil Axa) statt. Genaue Zahlen liegen nicht vor.

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KurdWatch, 17. Februar 2016 – Am 6. Februar 2016 konnten ungefähr fünfundzwanzig Kurden aus einem Gefängnis des Islamischen Staats in der rund vierzig Kilometer nordöstlich von Aleppo liegenden Stadt al‑Bab flüchten. Das Gefängnis war durch einen Luftangriff teilweise zerstört worden.

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KurdWatch, 16. Februar 2016 – Am 10. Februar 2016 haben Kämpfer der von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominierten Demokratischen Kräfte Syriens einen Angriff auf Gebiete der syrischen Opposition östlich von ʿAfrin begonnen. Mehr als zehn Dörfer zwischen Aʿzaz und ʿAfrin konnten zügig erobert werden. Auch der fünfzehn Kilometer östlich von ʿAfrin liegende, strategisch wichtige Militärflughafen Minnagh wurde eingenommen. Seit Beginn der Offensive der syrischen Armee nördlich von Aleppo, die von russischen Luftschlägen unterstützt wird, befindet sich die syrische Opposition auf dem Rückzug aus dem Gebiet.

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KurdWatch, 15. Februar 2016 – Am 9. Februar 2016 haben rund eintausend Anhänger der Partei der Demokratischen Union (PYD) in ad‑Darbasiya gegen die Politik der türkischen Regierung in den kurdischen Gebieten der Türkei demonstriert.

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KurdWatch, 15. Februar 2016 – Die USA sollen Anfang Februar 2016 fünfundneunzig Tonnen Waffen und Munition über Gebieten abgeworfen haben, die von den Demokratischen Kräften Syriens kontrolliert werden. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Facebookseite der Demokratischen Kräfte Syriens vom 9. Februar 2016 hervor. Der genaue Zeitpunkt und der genaue Ort des Abwurfs wurden nicht genannt. Die Demokratischen Kräfte Syriens werden von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) dominiert.

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KurdWatch, 15. Februar 2016 – Am 30. Januar 2016 haben Mitarbeiter des Asayiş, des Sicherheitsdienstes der Partei der Demokratischen Union (PYD), den Angehörigen von ʿImad Muhammad al‑Muwais mitgeteilt, dass dieser vor etwa einem Jahr verstorben sei. Der aus dem rund zwanzig Kilometer nordwestlich von al‑Yaʿrubiya (Tel Koçer) liegenden Dorf Kuraifat stammende arabische Aktivist und Jurist war vor achtzehn Monaten von Mitarbeitern des Asayiş aus seinem Haus entführt worden. Diese hatten auch seinen Laptop mitgenommen. Vier Monate nach der Entführung konnten Angehörige ihn einmalig in einem Gefängnis der PYD besuchen. Anschließend erhielten sie keine weiteren Informationen über seinen Verbleib. Am 10. Februar wurde den Familienangehörigen der Leichnam übergeben. Er musste auf Druck des Asayiş noch am selben Abend in seinem Heimatort beigesetzt werden.

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KurdWatch, 12. Februar 2016 – Am 4. Februar 2016 haben in al‑Qamischli etwa fünftausend Menschen gegen den Ausschluss der Partei der Demokratischen Union (PYD) von den Friedensverhandlungen in Genf protestiert. Zeitgleich versammelten sich in ʿAmuda rund tausend Demonstrationsteilnehmer aus demselben Anlass. Am 5. Februar fand eine ähnliche Demonstration in al‑Qahtaniya (Tirbesipî) statt, an der ebenfalls um die tausend Personen teilnahmen.

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KurdWatch, 12. Februar 2016 – Am 30. Januar 2016 sind in dem knapp fünfzehn Kilometer südwestlich von al‑Qamischli liegenden Dorf Abu Raʾsain (Girbawi) zwei an Fahrrädern angebrachte Sprengsätze explodiert. Es gab weder Tote noch Verletzte. Nähere Informationen liegen nicht vor.

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KurdWatch, 9. Februar 2016 – Am 29. Januar 2016 hat der UN‑Sondergesandte Staffan de Mistura in Genf den Beginn der Friedensverhandlungen zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien bekannt gegeben. Vertreter des syrischen Regimes waren am selben Tag nach Genf gereist. Das zuvor von verschiedenen Oppositionsgruppen in Riad gebildete Hohe Verhandlungskomitee traf einen Tag später in der Stadt ein. Dem Hohen Verhandlungskomitee gehören auch zwei Vertreter des Kurdischen Nationalrats an. Eine Delegation der Partei der Demokratischen Union (PYD) hingegen verließ Genf wieder. Sie hatte auf Druck der Türkei und des Hohen Verhandlungskomitees keine Einladung zur Teilnahme an den Gesprächen erhalten.

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KurdWatch, 5. Februar 2016 – Am 26. Januar 2016 ist der Vorsitzende des Kurdischen Nationalrats, Ibrahim Biro, »illegal« von Syrien nach Irakisch-Kurdistan gereist, nachdem die Partei der Demokratischen Union (PYD) ihm zuvor die Ausreise verweigert hatte. Bis vor kurzem konnten Mitglieder des Kurdischen Nationalrats Syrien Richtung Irakisch- Kurdistan an dem von der PYD kontrollierten Grenzübergang Faisch Khabur verlassen, ohne zuvor eine Genehmigung der PYD einholen zu müssen. Sie mussten sich lediglich an der Grenze registrieren lassen. Diese Regelung wurde jedoch abgeschafft. Ibrahim Biro befindet sich auf dem Weg zu politischen Gesprächen in Europa.

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KurdWatch, 3. Februar 2016 – Am 27. Januar 2016 hat die syrische Luftwaffe das von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierte Aleppiner Stadtviertel Schaikh Maqsud bombardiert. Dabei kamen mindestens vier Zivilisten ums Leben, weitere Personen wurden verletzt. Außerdem wurden mehrere Wohnhäuser beschädigt. Der Hintergrund des Angriffs ist unklar. Eigenen Angaben zufolge töteten Kämpfer der YPG am 29. Januar in einem Vergeltungsakt östlich von Schaikh Maqsud zwei syrische Soldaten.

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KurdWatch, 3. Februar 2016 – Am 24. Januar 2016 kam es in al‑Hasaka zu Gefechten zwischen den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) und der regimetreuen Nationalen Verteidigungsarmee. Kämpfer der Nationalen Verteidigungsarmee hatten versucht, das mehrheitlich arabische Viertel an‑Naschwa al‑Gharbiya einzunehmen. Im August 2015 hatte die YPG den Islamischen Staat (IS) aus der Stadt  vertrieben [weitere Informationen]. Seither kontrolliert sie auch einige arabische Viertel, darunter an‑Naschwa al‑Gharbiya. Die Gefechte dauerten etwa zwei Stunden. Informationen über Tote oder Verletzte liegen nicht vor.

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KurdWatch, 2. Februar 2016 – Am 28. Januar 2016 haben Kämpfer des Islamischen Staats (IS) Stellungen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) östlich der fünfunddreißig Kilometer südlich von Tall Abyad (Girê Sipî) gelegenen Stadt ʿAin ʿIsa angegriffen. Dies berichtet die PYD‑nahe Nachrichtenagentur Hawar (ANHA). Informationen über mögliche Opfer liegen nicht vor.

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KurdWatch, 2. Februar 2016 – Nach Angaben der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) haben diese am 15. Januar 2016 zwei Kämpfer des Islamischen Staats (IS) südlich der Stadt al‑Hasaka bei dem Versuch getötet, sich nahe eines Kontrollpunkts der YPG in die Luft zu sprengen.

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KurdWatch, 30. Januar 2016 – Am 24. Januar 2016 ist im Stadtzentrum von al‑Qamischli ein Sprengsatz detoniert, der an einem neben einem Café abgestellten Fahrrad befestigt war. Dabei kamen drei Personen ums Leben, fünf weitere Personen wurden verletzt. Für den Anschlag soll der Islamische Staat (IS) verantwortlich sein. Dies berichtet die IS‑nahe Facebookseite Aʿmaq. Der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), hingegen hat in einer Erklärung die regimetreue Nationale Verteidigungsarmee sowohl für diesen Anschlag als auch für die Anschläge vom 30. Dezember 2015 [weitere Informationen] verantwortlich gemacht. Näher begründet wurden die Anschuldigungen jedoch nicht.

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KurdWatch, 29. Januar 2016 – Am 21. Januar 2016 hat die Partei der Demokratischen Union (PYD) alle Ladenbesitzer in al‑Malikiya (Dêrik) aufgefordert, ihre Läden zu schließen, um gegen die Kurdenpolitik der türkischen Regierung in der Türkei zu protestieren. Auch nicht mit der PYD sympathisierende Geschäftsinhaber kamen der Aufforderung aus Angst vor existenzbedrohenden Repressalien nach.

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KurdWatch, 27. Januar 2016 – Wie die unabhängige arabische Tageszeitung al‑Quds al‑ʿArabi berichtet, hat am 16. Januar 2016 ein Treffen zwischen dem syrischen Innenminister, Muhammad Ibrahim asch‑Schaʿar, und Vertretern der Arbeiterpartei Kurdistans  (PKK), der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV‑DEM) sowie der Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD) in al‑Qamischli stattgefunden. Unter den Anwesenden sollen der Pressesprecher der YPG, Redur Khalil, sowie der Kovorsitzende von TEV‑DEM, Aldar Khalil, gewesen sein. In dem Gespräch sollen die Sicherheitslage in der Provinz al‑Hasaka sowie eine mögliche Beteiligung der PYD an den kommenden Verhandlungen zwischen Regime und Opposition in Genf erörtert worden sein.

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KurdWatch, 25. Januar 2016 – Am 19. Januar 2016 haben Bewohner des mehrheitlich arabisch bewohnten Stadtteils Tai in al‑Qamischli gegen die Einrichtung eines Kontrollpunkts demonstriert. Der Asayiş, der Sicherheitsdienst der Partei der Demokratischen Union (PYD), hatte den Kontrollpunkt an einer wichtigen Zufahrtsstraße zu dem Viertel errichtet. Der Asayiş schoss in die Luft, um die Demonstration aufzulösen. Drei Personen wurden angeschossen. Die PYD‑nahe Nachrichtenagentur Hawar (ANHA) beschuldigte Kämpfer der regimetreuen Nationalen Verteidigungsarmee, die das Viertel kontrolliert und die Demonstration organisiert hatte, für die Schüsse verantwortlich zu sein.

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KurdWatch, 25. Januar 2016 – Am 17. Januar 2016 sind türkische Soldaten in das rund dreißig Kilometer südwestlich von ʿAfrin direkt an der türkisch‑syrischen Grenze liegende, mehrheitlich kurdisch bewohnte Dorf al‑Hammam eingedrungen. Erst Ende Dezember waren türkische Einheiten in von der Partei der Demokratischen Union (PYD) kontrollierte Gebiete in der Dschazira vorgerückt [weitere Informationen].

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KurdWatch, 25. Januar 2016 – Am 7. Januar 2016 sind Unbekannte in das Büro der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî) in al‑Qamischli eingebrochen und haben Akten, Datenträger und Fotos, anhand derer Parteimitglieder identifiziert werden können, entwendet. Elektronische Geräte und andere Wertgegenstände wurden hingegen nicht gestohlen.

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