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Al-Qamischli: Verletzte bei Demonstrationen in den kurdischen Gebieten

KURDWATCH, 18. Februar 2012 – Bei landesweiten Protesten am 10. Februar 2011 hat es erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Im ganzen Land forderten die Demonstranten, die unter dem gemeinsamen Motto »Russland tötet unsere Kinder« auf die Straße gingen, den Sturz des Regimes. Auch in al‑Qamischli, ʿAmuda, al‑Darbasiya, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) und ʿAin al‑ʿArab (Kobanî) fanden Proteste statt. In al‑Qamischli gab es wie bereits vergangene Woche fünf Demonstrationen: In den Stadtvierteln al‑Hilaliya, al‑ʿAntariya, Qudurbak, Kurnisch und Qanat Suwais. Sicherheitskräfte griffen die Demonstranten in al‑Hilaliya mit Schlagstöcken an, es gab mehrere Verletzte. In al‑Darbasiya, Raʾs al‑ʿAin und ʿAin al‑ʿArab fand jeweils eine zentrale Demonstration statt, in ʿAmuda gab es drei getrennte Demonstrationen. Nachdem es in ʿAfrin in der vergangenen Woche zu bewaffneten Übergriffen der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf Demonstranten gekommen war, fand dort keine Demonstration statt. Stattdessen nutzen Teilnehmer des Trauerzuges, der im Rahmen der Beisetzung von Scharzad Hadsch Raschid [weitere Informationen zum Fall] am 12. Februar stattfand, die Gelegenheit zu regimekritischen Protesten. Tausende Aktivisten forderten den Sturz des Regimes und die Hinrichtung von Präsiden Baschar al‑Assad durch Erhängen. Mitglieder verschiedener kurdischer Parteien hielten Reden, Anhänger der PYD verlasen einen Brief ihres Vorsitzenden Salih Muslim Muhammad. Bislang ist unklar, wer Hadsch Raschid, der im Vorfeld seiner Ermordung von der PYD bedroht worden sein soll, getötet hat.

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