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ʿAfrin: Nach Monaten wieder regimekritische Proteste

KURDWATCH, 21. Juni 2012 – Bei landesweiten Protesten hat es am 15. Juni 2012 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Im ganzen Land forderten die Demonstranten, die unter dem gemeinsamen Motto »Höchste Bereitschaft für die Revolution« auf die Straße gingen, den Sturz des Regimes. In den kurdischen Gebieten demonstrierten die Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie einige Jugendgruppen unter dem eigenen Slogan »Eure Massaker vereinen uns«. In al-Qamischli gab es jeweils eine Demonstration in den Stadtvierteln Qanat Suwais, al-ʿAntariya, Qudurbak (organisiert von der Jugendgruppe Biratî sowie Jugendgruppen des Kurdischen Nationalrats) und Kurnisch (organisiert von der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien und unabhängigen Jugendgruppen). Drei weitere Protestzüge starteten am zentralen Versammlungsort der Demonstranten von al-Qamischli, der Qasimomoschee im Westviertel der Stadt. Organisatoren waren die PYD, der Kurdische Nationalrat sowie die Union der Kurdischen Demokratischen Kräfte in Syrien. Auch in ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al-Hasaka fanden vier Demonstrationen statt. In ʿAin al-ʿArab (Kobanî) gab es zwei Demonstrationen, organisiert von der PYD sowie dem Kurdischen Nationalrat. In ʿAfrin organisierten Anhänger des Kurdischen Nationalrats zum ersten Mal seit Monate wieder eine Demonstration. Neben der kurdischen Flagge war eine Fahne der Kurdischen Demokratischen Einheitspartei in Syrien (Demokratische Yekîtî) zu sehen. Im Verlauf der Demonstration kam es zu Angriffen der PYD auf die Protestierenden, dabei wurden mehrere Personen verletzt. In al-Malikiya (Dêrik), al-Qahtaniya (Tirbesipî), al-Maʿbada (Girkê Legê), al-Dschawadiya (Çil Axa), Raʾs al-ʿAin (Serê Kaniyê) und ad-Darbasiya sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln Schaikh Maqsud in Aleppo sowie Ruknuddin in Damaskus fand jeweils ein zentraler Protestzug statt. Darüber hinaus kam es in Ruknuddin im Rahmen der Beisetzung eines am Donnerstag getöteten arabischen Demonstranten vormittags zu einem Trauerzug, an dem zahlreiche Aktivisten sowie Angehörige des Getöteten teilnahmen.

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