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Al-Malikiya: Regime überlässt der PYD Servicebehörden und ländliche Gebiete – Geheimdienstzentralen zurückerobert
KURDWATCH, 5. August 2012 – Am 21. Juli 2012 haben bewaffnete Mitglieder der Partei der Demokratischen Union (PYD) zahlreiche Kontrollpunkte und Polizeiwachen in den ländlichen Gebieten des Bezirks al‑Malikiya übernommen, unter anderem in ʿAin Diwar. Auch der einzige Grenzübergang zwischen Syrien und Irakisch-Kurdistan bei Faisch Khabur wurde von der PYD übernommen, nachdem die Sicherheitskräfte sich zurückgezogen hatten. Die PYD kontrolliert seitdem die gesamte syrisch-türkische Grenze nördlich und östlich von al‑Malikiya (Dêrik) sowie die syrisch-irakische Grenze südlich der Stadt. Ebenfalls am 21. Juli haben Mitglieder der PYD mehrere Behörden in al‑Malikiya besetzt, unter anderem das Rathaus, die Zentralen des Staatssicherheitsdienstes und des Militärischen Nachrichtendienstes, das Gericht, die Bank für Agrarwirtschaft, mehrere Polizeiwachen sowie das Gebäude der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft und der Post. Wenige Stunden nach der Besetzung kam es an der Zentrale des Militärischen Nachrichtendienstes zu einem Schusswechsel zwischen syrischen Sicherheitskräften und Mitgliedern der PYD, bei dem das aus dem Iran stammende PYD‑Mitglied Bewar Mako ums Leben kam. Sicherheitskräfte eroberten sämtliche Geheimdienstzentralen zurück. Derzeit werden alle Servicebehörden, Schulen und staatlichen Kliniken von der PYD überwacht, Mitarbeiter des Regimes haben weiterhin die Kontrolle über alle Geheimdienstzentralen. Eine Einheit der syrischen Armee ist nach wie vor in einer Kaserne drei Kilometer südwestlich von al‑Malikiya stationiert. Mitglieder des Kurdischen Nationalrats und des Volkesrats von Westkurdistan haben ein gemeinsames Komitee gegründet, um al‑Malikiya zu verwalten. Der Kurdische Nationalrat forderte, an der Kontrolle sämtlicher Checkpoints und Gebäude beteiligt zu werden. Die PYD war jedoch nur bereit, die innerhalb der Stadt gelegenen Gebäude gemeinsam zu verwalten.
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